Mensch Sein und Spiritualität

Nervensägen und seelischer Müllabladeplatz

nervensaegen-seelischer-muellabladeplatz-garbage-canNervensägen und Mülleimer – Was muss verändert werden?

Was muss verändert werden -Nervende Partner, negative Kollegen, quengelnde Kinder – irgendwie bist Du mit Deiner Gutmütigkeit und Deiner Art, Harmonie und gute Stimmung zu verbreiten, zum Müllabladeplatz für andere geworden…
Und jetzt hast Du die Nase voll, gestrichen! Deine Projekte kommen nicht voran, Du bist krank geworden, fühlst Dich belastet, überlagert und unfrei.

Kommt Dir das irgendwie bekannt vor?

Die meisten von uns erleben solche Momente immer mal wieder. Bedingt durch die Tatsache, dass wir Gutes in die Welt bringen wollen, beginnend bei unserem sozialen Umfeld, unseren Lieben, sind wir offen, wollen helfen, unterstützen, da sein… und diese Haltung wird von manch einem fehl gedeutet. Man wird zum Kummerkasten, zur Abladestelle schlechter Laune, Unmut, Gereiztheit und Negativität.

Kurzum:

  • Wir müssen etwas verändern, sonst verändert uns die Negativität!
  • Wie kann man das praktisch tun?

Zunächst muss man sich die Frage stellen:

Wie ist das alles eigentlich entstanden?

Wir „erziehen“ unser soziales Umfeld, stets und ständig, mit unserem Verhalten, mit unseren Antworten auf das Verhalten der anderen!
Wie wir das genau tun?
Indem wir ja sagen statt nein, indem wir Dinge hinnehmen, ohne etwas dazu zu sagen, indem wir keine Grenzen setzen, hoffen, dass es ja nur dieses eine Mal sei… jeder hat da seine ganz eigene Schwachstelle… Was muss verändert werden?

Vielleicht ist es aber auch so, dass wir lange Zeit jemandem wirklich versucht haben zu helfen, in diesen Menschen und die Situation hinein investiert haben mit ganzer Kraft und bestem Willen, nun aber feststellen müssen: Diese Person kann oder will sich vielleicht gar nicht verändern.

Wir wissen intuitiv:

Wir müssen die Person da lassen, wo sie ist. Unser Job ist getan. Jeder ist seines Glückes Schmied, jeder weiß, in letzter Konsequenz, am besten, was für ihn richtig ist und jeder ist verantwortlich für sein Leben und Wohlergehen.
Das klingt logisch und ist leicht gesagt. Aber das muss man erstmal umsetzen, wenn es sich um den eigenen Partner handelt, das eigene Kind… wenn ein ganzer Job dran hängt, eine Existenz… Da beginnt oft ein inneres Tauziehen und Diskutieren:

Ich muss helfen, sonst gehe ich mit unter… Ich kann doch nicht mit ansehen, wie er/sie sich auf den Abgrund zubewegt…

Oft zeigt sich hier ein ganz tief verwurzelter Glaubenssatz:

Ohne dich kann ich nicht sein…
Wenn es dir nicht gut geht, kann es mir auch nicht gut gehen!

Was sich dahinter versteckt, ist meist ein frühkindlicher Konflikt, der sich oft durch ein ganzes Leben zieht: Ohne die nährende und Leben spendende Mutter (Bezugsperson), sterbe ich.

Existenzielle Gefühle und Ängste können sich durch solche Alltagssituationen zeigen, die meist nicht in ihrer Herkunft erkannt und richtig zugeordnet werden.
Wer ahnt hier schon die Urangst, getrennt von seiner Mutter dem sicheren Tod ins Auge zu blicken?

Doch heute sind wir erwachsen. Zumindest dem Strampelanzug ent-wachsen und somit erwachsen, auch wenn wir uns – zumindest phasenweise – immer mal wieder hilflos und klein und völlig überfordert mit dem Leben fühlen.

Wir müssen uns bewegen, wenn wir uns treu sein nicht verlieren wollen.
Wir müssen etwas verändern. Etwas anders machen.
Aus dem festgefahrenen Muster ausbrechen.

Doch wie? Und wohin? Was muss verändert werden!

Zu uns selbst!, lautet die scheinbar einfache Antwort.

Doch dieser Weg führt, ganz besonders in diesem Fall, direkt durch unsere eigenen Abgründe, Dornenhecken und konfrontiert uns unmittelbar mit unseren eigenen Ängsten. Denn, wenn wir ehrlich sind, warum halten wir denn so an dieser Situation fest? Ja, sicher, weil wir unser Gegenüber lieben, helfen wollen! Aber, wenn wir tiefer gucken und uns nach unseren eigenen Aktien fragen, die wir hier mit drin haben, dann erkennen wir, dass wir es sind, die aus Angst vor uns selbst an dem anderen festhalten. Kompensieren!

Zumindest ein ganz klein wenig 😉
Minimal.
Verschwindend gering! 😉

Aber eben ein bisschen! Seien wir ehrlich…
Und das ist auch die gute Nachricht. Denn uns selbst können wir ja zumindest verändern!

Genau an diesem Punkt begehrt meist unser Gegenüber auf!

Wir haben die ersten Schritte zu uns selbst angetreten, den anderen ein Stück weit losgelassen und der sieht sich plötzlich ohne Mülleimer, ohne Ventil, ohne Ablademöglichkeit! Und er droht vielleicht zu ersticken an seinem eigenen Müll!!

Durch unser Hinwenden zu uns selbst fordern wir den anderen indirekt (und oft auch ganz direkt) dazu auf, sich gleichfalls sich selbst zuzuwenden!

Das kann brutal aussehen, denn vielleicht läuft der andere erst einmal mit dem Kopf gegen die Wand, „fährt gegen einen Baum“, verliert seinen Job oder versinkt in Negativität und Depressionen!
Doch letztendlich, auch wenn man dies meist erst viel später erkennt, geht er zurück zu sich selbst, auf seinem ganz eigenen Weg.

Das als Außenstehender auszuhalten, ist nicht immer leicht. Hier einen liebevollen Rahmen zu halten, in der Liebe, Hoffnung und Zuversicht zu bleiben, könnte eine selbst gewählte Haltung sein!

Er-wachsen werden! Was muss verändert werden!

Das sagt sich so leicht. Aber das ist die große Aufgabe!
Er-wachsen, weiter wachsen, unabhängig vom Alter. Unabhängig von dem bisher gegangenen Weg.
Dem inneren Kind, dem Unsicheren, Kleinen, Schutzsuchenden, sich hilflos Meinenden, Verletzten, Schwachen eine gute Mutter, ein guter Vater sein – lautet die Aufgabe.
Für sich sorgen, sich annehmen, sich heilen, dadurch wachsen und diesen Situationen, die immer wieder zu Co-Abhängigkeiten führen, Schritt für Schritt ent-wachsen.

Einer muss den ersten Schritt tun und sich sich selbst konsequent zuwenden! Und ich vermute, wenn Du dies hier liest, bist genau DU diese Person!

Mach den Anfang, schau, wo Du in Co-Abhängigkeiten geraten bist, auch dann, wenn Du bereits viel und hart an Dir gearbeitet hast und meinst, diese Themen alle schon gemeistert zu haben. Ja, das hast Du auch, ohne Zweifel! Aber eine neue Ebene steht an, ein neues Level an innerer und äußerer Freiheit, eine neue Dimension der Selbstverantwortung.

Für Dich.
Und für die Menschen, die Du liebst.

Mein neues YouTube Video zu diesem Thema:


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01.05.2019
Ursula SchulenburgLogo-Ursula-Schulenburg-Institut
Autorin, Dozentin, Heilpraktikerin, Life Coach und führt ihr online Business Soulcentered Evolution.
www.institut-schulenburg.de

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