Abgrenzung und die Verlockungen des Lebens

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Abgrenzung und die Verlockungen des Lebens

Das Thema „Abgrenzung“ begegnet uns immer wieder im Zusammenhang mit anderen Menschen, mit Energie-Vampirismus und mit „Nein“ sagen können. Und die Verlockungen des Lebens begegnen uns all überall in Form von Glanz und Glitzer, Spielsachen für die Kinder, Handys, Fernsehfilmen, Süßigkeiten, Luxusartikeln, Statussymbolen, tollen Urlaubszielen und vielen anderen schönen Dingen. „Führe uns nicht in Versuchung“ beten wir zum Himmel, dabei verhält es sich genau anders herum: „Führe mich gerne in Versuchung, denn ich freue mich, mich so stark und kraftvoll zu erleben, leicht widerstehen zu können.“

Den Versuchungen des Lebens widerstehen

Den Versuchungen des Lebens zu widerstehen hat nichts mit asketischer Enthaltsamkeit zu tun. Das wäre zu viel des Guten. Mit asketischer Enthaltsamkeit würden wir deutlich über das Ziel hinaus schießen. Den Versuchungen des Lebens zu widerstehen bedeutet viel mehr, die Versuchungen, Verlockungen und schönen Dinge in einer gesunden Dosierung bewusst zu genießen.

Wenn uns unser eigener Wille entgleitet und wenn wir unseren kraftvollen Geist verlieren, dann treiben wir wie ein Schiff ohne Ruder über das Meer des Lebens. Der Versuch, den Verlockungen und Versuchungen des Lebens mit unserem Ego zu widerstehen, muss scheitern, weil unser Ego dies einfach nicht kann.

Unser Ego ist Form und unser Ego liebt die Welt der Formen

Unser Ego ist Form und unser Ego liebt die Welt der Formen. Deshalb kann unser Ego den Formen nicht widerstehen. Unser Geist hingegen ist feinstofflich-formlose Bewusstseins-Energie und widersteht den Versuchungen, Verlockungen und Formen des Lebens spielend leicht.

Mit unserem Ego, das Form ist, geraten wir sehr leicht in eine Abhängigkeit. Wir fühlen in uns ein „Brauchen“, ein „Haben Wollen“ und ein Suchtverhalten. Die Welt der Dinge und der Formen übt auf unser Ego, das Form ist, eine schier magische Anziehungskraft aus.

Und dies soll auch so sein, denn sonst würden wir ja überhaupt keine Erfahrungen machen. Als Geist, als universales Bewusstsein, das allen Dingen und Formen kinderleicht widerstehen kann, würden wir Probleme, Nöte, „Brauchen“, „Haben Wollen“, „Besitzen“ und „Vernaschen“ niemals in der Dramatik erfahren, wie es uns als Mensch möglich ist.

Das „sich nicht abgrenzen Können“ ist die Grundlage für Erfahrungen

Das „sich nicht abgrenzen Können“ ist die Grundlage für vielerlei Erfahrungen – und für Schmerz. All unsere Wünsche und Bedürfnisse, all unser „Brauchen“ und „Wollen“ sind die Grundlage für unsere vielfältigen Erfahrungen, Erfindungen – und Gefühle, Bestrebungen, Vorhaben, Ziele, Projekte und Pläne.

In unserem Alltag gibt es die Haupt-Suchtmittel Zigaretten und Alkohol. Und es gibt die weiteren Hauptsuchtmittel Fernseher und Computer. Und dann gibt es da noch unsere Sucht zu denken. Das „Denken müssen“ und unser ständiges Gedankenkreisen sind wohl unser größtes Handicap, unsere größte Not.

Unser “denken Müssen” ist unsere größte Sucht und unsere größte Not

Und dieses „Denken müssen“ bezieht sich insbesondere auch auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen sowie auf unsere Partnerschaft. Wir haben klare Vorstellungen davon, wie Menschen miteinander umgehen sollten und wie sich unser Partner/unsere Partnerin „richtig“ verhalten sollte. Und wenn sich Menschen anders verhalten als unsere Vorstellungen und Erwartungen es vorgeben, dann haben wir ein Problem. Es treten Auseinandersetzungen und Konflikte auf und wir haben Stress.

Die Energieräuber und Energievampire sind dabei nicht die anderen Menschen, sondern unsere eigenen Vorstellungen, unsere eigenen Erwartungen und unsere eigenen Gedanken. Denn unsere eigenen Gedanken sind die Gedanken unseres Ego, unseres Kopfes, unseres konditionierten Verstanden. Unser Herz hat überhaupt keine Gedanken. Unser Herz kennt nur Impulse, Geistesblitze, Eingebungen und Intuition.

Wenn wir also von Abgrenzung sprechen, so ist hiermit also in Wirklichkeit gar nicht die Abgrenzung gegenüber den anderen Menschen gemeint, sondern die Abgrenzung muss in uns selbst stattfinden gegenüber unseren eigenen Gedanken, Vorstellungen, Erwartungen, Prägungen, Glaubenssätzen und Konditionierungen.

Die anderen Menschen sind ein Spiegel für uns selbst

Die anderen Menschen werden uns mit ihrem Verhalten, mit ihren Erwartungen uns gegenüber und ihrer Art und Weise solange ein Spiegel sein, bis wir uns selbst innerlich verändert haben.

Das Innen geht stets dem Außen voraus.

Die anderen spiegeln uns mit ihrem Verhalten lediglich, wie wir selbst in uns selbst mit uns selbst umgehen – oder genauer gesagt: Die anderen führen uns mit ihrem Verhalten vor Augen, wir unser konditioniertes Ego mit unserem Inneren Kind umgeht, wie wir mit unseren Gedanken die Impulse unseres Herzens platt machen.

Abgrenzung ist ein innerer Prozess. Abgrenzung im Außen ist nicht erforderlich. Wenn wir in Situationen geraten, in denen wir uns abgrenzen müssten, in denen wir „Nein“ sagen sollten, dann konnte diese Situation im Außen nur entstehen, weil in uns selbst eine Energie schwingt, die diese Situation hat entstehen lassen. Nur haben wir diese Energie (dieses Muster) in uns selbst übersehen.

Eine ungenügende, schlechte und fehlgeleitete Abgrenzung führt über kurz oder lang zu seelischem Schmerz, zu körperlichen Symptomen und zu Krankheit. Wir können dann vom Außen lernen und Rückschlüsse ziehen, wie es wohl in uns selbst aussehen mag. Die Krankheitsbilder in ihrer Symbolhaftigkeit geben uns hierüber einen guten Aufschluss.

Mangelhafte Abgrenzung führt zu Krankheit

Abgrenzung fällt uns besonders schwer gegenüber den Sachen, Dingen, Menschen und Tätigkeiten, die wir lieben und mit denen wir uns identifizieren. Wir können innere Seinszustände von Herzen lieben auch ohne eine innere Identifikation. Dann fällt uns das Loslassen, das Seinlassen und das sich Abgrenzen leicht. Wir sind „lediglich innerlich traurig“.

Anders verhält es sich bei allen Formen, Dingen, Menschen, Gedanken und Vorstellungen, die wir lieben. Dann liebt unser Ego. Dann hat unser Ego eine Identifikation mit den Objekten und Formen dieser Welt sowie mit unserem Handeln, unseren Tätigkeiten und den Aktionen, die wir vorhaben. Und wenn unser Ego etwas machen oder haben oder erfahren will, dann fühlt sich dies für uns „sehr wichtig und bedeutsam“ an und wir leiden große seelische Schmerzen, wenn wir es nicht machen dürfen. Abgrenzung und Loslassen fallen uns extrem schwer.

Sich von Dingen, Sachen, Formen, Menschen und Tätigkeiten abzugrenzen, die wir aus unserer Ego-Identifikation heraus lieben, ist für uns so gut wie unmöglich. Hieraus folgt oftmals großer Schmerz.

Es gibt nun mal die Verlockungen und Versuchungen des Lebens

Die Verlockungen und Versuchungen des Lebens gibt es und sie existieren, um sie bewusst zu erfahren, zu nutzen und mit unserem Körper zu fühlen. Wir in unserer Essenz sind Geist, sind universales Bewusstsein, sind Seele, sind universale Liebe. Geist und Seele, universales Bewusstsein und reine Liebe können als solche keine Erfahrungen machen. Sie brauchen eine Form, sie brauchen einen Körper, um Erfahrungen machen zu können. Und unser Körper wird von unserem Ego, das ebenfalls Form ist, dominiert und gesteuert.

Geraten wir in eine Abhängigkeit der Formen, Verlockungen und Versuchungen, so unterliegen wir einer Sucht und leiden Schmerzen. Der Witz ist also, sich von denjenigen Verlockungen, Versuchungen und Angeboten des Lebens, die wir lieben, gleichzeitig auch abzugrenzen, um unsere innere Freiheit zu bewahren.

In einem gesunden Zusammenspiel von Lieben/sich angezogen fühlen und sich abgrenzen kann uns dann ein gesundes Dasein perfekt gelingen.

Bei zu viel Anziehung, Liebe und Identifikation „verklebt das Leben“

Bei zu viel Anziehung, Liebe und Identifikation „verklebt das Leben“ und wir sind unfrei. Bei zu viel Abgrenzung isolieren wir uns vom Leben und von Erfahrungen, doch wir sind ja zum Erfahrungenmachen hier inkarniert. Es geht also um den goldenen Mittelweg zwischen Anziehung und Abgrenzung. Es geht um eine gute und gesunde Balance zwischen Ego (Sucht, Abhängigkeit) und Herz (Freiheit).

Es geht um eine gesunde Balance zwischen Ego (Sucht, Abhängigkeit) und Herz (Freiheit)

Je mehr wir einen Menschen oder „etwas“ lieben, desto größer muss gleichzeitig auch unsere Abgrenzungsfähigkeit sein, sonst „werden wir vom anderen verschluckt“. Und wenn wir „vom anderen verschluckt“ werden, dann haben wir uns selbst verloren, dann sind wir zwar im anderen aufgegangen (und dies kann sich auch durchaus wunderschön anfühlen), doch dann fehlen wir mit unserer ureigenen Daseinsqualität hier in dieser Welt – und dann spielen wir nicht mehr unser Instrument im Orchester des Lebens. Unser Ton, unser Klang und unser Beitrag fehlen dann.

Indem wir uns – wie in einem Musikorchester – aktiv einbringen und unser Instrument spielen – und zugleich abgrenzen und unsere eigene Stimme behaupten, tragen wir unseren Teil zum Gesamten bei – und das Konzert des Lebens ist fulminant und von Fülle und Reichtum getragen.

Das Leben ist wie ein grosses Musikorchester, in dem jeder sein Instrument und seine Stimme spielt

Würden alle Musiker dasselbe Instrument und die gleiche Stimme spielen, so wäre das Leben eintönig, langweilig und fad. Das Leben lebt von der Vielfalt, von der Manigfaltigkeit, von der Unterschiedlichkeit, vom Anderssein, von der Diversität.

Das Leben ist bunt und schön, wenn alle anderen anders sind als wir selbst.

Die Andersartigkeit der anderen zu würdigen und wertzuschätzen wird am Beispiel des Orchesters sehr schön deutlich.

Und auch auf einem Kunsthandwerkermarkt ist es so. Der Markt ist bunt und schön und lebendig und toll, weil jeder etwas anderes anbietet. Jeder bringt sich auf seine eigene Weise ein. Jeder hat sein eigenes Alleinstellungsmerkmal. Würden auf einem Kunsthandwerkermarkt alle Aussteller dieselben Tassen verkaufen, so würden die Buntheit, die Vielfalt, die Lebendigkeit und die Abwechslung fehlen.

Unsere Aufgabe ist es, uns mit unserem eigenen Profil zu leben und zu zeigen – und sich dabei von den anderen mit ihrem anderen Profil abzugrenzen – und auch die anderen dennoch zu würdigen und wertzuschätzen und zu achten.

Das Leben ist bunt und schön und lebendig, wenn jeder etwas anderes anbietet

Gleichmacherei bringt nichts – sorgt nur für Eintönigkeit. Unser Ego hält so viel Unterschiedlichkeit nicht aus. Unser Ego will, dass alles gleich und einheitlich ist. Unser Ego liebt die Uniformität. Es ist unser Ego, das Uniformen erfunden hat.

Unser Herz ist Vielfalt.
Das Leben ist Vielfalt.

Und Erfahrungen spielen sich in diesem Zusammenspiel von Gleichmacherei und Diversität ab. Die Kunst ist, Ego und Herz – Uniformität und Vielfalt – miteinander tanzen zu lassen und eine neue Choreografie zu inszenieren – für uns selbst sowie auch für die Menschheit als Ganzes.


Herzliche Grüße
Björn Geitmann
Buchautor des Buches „Eine Neue Ordnung – Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“
www.datgeitman.de/lichtschule
20.06.2022

Alle Beiträge des Autors auf Spirit Online


bjoern-geitmann-band-7-meine-innere-stimme-sprichtMeine innere Stimme spricht  –  Wie wir unser Inneres Kind leichter verstehen können (Band 7)

von Björn Geitmann

Ein brillantes Buch mit vielen wertvollen Impulsen und Anregungen. Dieses Büchlein ist wie ein kleiner Reiseführer für Deinen “Weg ins Licht”. Die Kapitel widmen sich einem breiten Themenspektrum von Quantenheilung über unsere Selbstliebe bis hin zu der “schwarzen Sonne” und den “schwarzen Löchern” im Weltall. Wir sind Geist. Zugleich haben wir zwei Egos: unser konditioniertes Ego sowie unser ureigenes Ego. Weitere Inhalte sind: Wahrheit und Lüge. Die Trägheit der Masse. Neue Energien. Schwarmwissen und Schwarmintelligenz. Fülle finden und genießen. Lebendigkeit. Unser Stress, immer etwas tun/machen zu müssen. Verantwortung übernehmen. Wie entstehen eigentlich unsere Probleme? Warum sind wir hier? Der Sinn des Lebens. Weshalb gibt es Negativität? Gott kann keine Gefühle fühlen. Einen neuen, liebevolleren Umgang mit Konflikten finden. Das Innere Kind feiern und mit ganzem Herzen leben.

(Weitere Bücher von Autor Björn Geitmann findest Du auf Spirit Online >>> HIER <<<Realität

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Björn Geitmann

Björn Geitmann Buchautor Gefühle fühlen Herzfühlen Abgrenzung„Das Leben ist leicht“ ist seine klare Haltung – und er lebt dies in verblüffend authentischer und mitreißender Art und Weise.
Der Name „Eine Neue Ordnung“ ist dabei Programm … – und so ist dieser Titel mehr als nur ein Motto, es ist die gelebte Lebensphilosophie von Björn Geitmann, einem spirituellen Lehrer unserer Zeit, der die Welt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf zu stellen verspricht. Auf dem Weg über die Brücke ins Licht dreht sich das Leben um 180 Grad. Nach „der alten Ordnung“ war unser bisheriges Leben vor allem durch unsere Identifikation mit unserem Ego, mit unserem Körper sowie mit dem, was wir „unser Leben“ nennen, bestimmt.
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Bücher von Björn Geitmann:
Eine Neue Ordnung – Praxishandbücher zum spirituellen Erwachen“
und „Faszination menschliche Kommunikation – Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!
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Wie können wir unser Leben besser verstehen?

Die Bücher der Serie „Eine Neue Ordnung – Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“ (die „Neue Ordnung“ beschreibt hierbei die Ordnung der Liebe unseres Herzensfelds), die Bücher und Taschenbücher der Lichtschule (http://www.datgeitman.de/lichtschule.html) sowie die vielen interessanten und spannenden Beiträge dieses spirit-online Magazins können Dir hierbei ausgesprochen wertvolle Unterstützung, hilfreiche Impulse und inspirierende Anregungen geben, sodass Du für Dich selbst in Deinem ureigene Rhythmus Deine eigenen Schritte gehen kannst.

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Verbunden mit dem Bewusstseinsfeld der universalen Liebe senden wir Dir liebevolle Grüße von Herzensfeld zu Herzensfeld

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