Ayurveda Massagen – Wellness, Gesundheitsvorsorge und Medizin

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ayurveda-medizin-massageAyurveda Massagen – Wellness, Gesundheitsvorsorge und Medizin

Ayurveda Massagen und die Ayurveda Ernährung, Yoga, Atemübungen und Meditation, das sind Werkzeuge, die wir selbst einsetzen können, um gesund zu bleiben, bzw. um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Jeder hat es also die Gesundheit und das Wohlbefinden in der eigenen Hand.

Ayurveda, so die Begriffsbestimmung, ist das wahre Wissen vom Leben. Ayurveda ist also weit mehr als „nur“ ein Medizin-System! Ayurveda ist Wellness und Gesundheitsvorsorge und da, wo das nicht ausreicht, ist auch das Medizinsystem „Ayurveda“ da, um die natürliche „Ordnung“ wieder herzustellen.

Ayurveda hat drei wichtige Säulen:

Diese 3 Säulen sind die Ernährung, der Lifestyle und spirituelle Praktiken, mit denen jeder Mensch sich gesund erhalten kann.
Jede dieser Ressourcen stehen jedem Menschen frei zur Verfügung , es sind die Tools, mit denen jeder sich selbst gesund erhalten kann.

Die 4. Säule des Ayurveda
Die 4. Säule des Ayurveda ist die Ayurveda-Medizin.
Idealerweise sollte sie aber erst dann zum Einsatz kommen, wenn die drei anderen Säulen nicht mehr ausreichen, um das natürliche Gleichgewicht zu halten.

Leider ist es in den Ursprungsländern des Ayurveda oft auch so, wie in unserem Kulturkreis. Das Wissen um die Gesundheitsvorsorge ist nicht so ausgeprägt, auch dort verlieren sich die Menschen in der äußeren Welt. Auch dort werden oft die ersten Zeichen von Ungleichgewichten und ersten Krankheitszeichen übersehen. Bedingt wird das dadurch, dass die Menschen ihre Ayurveda-Konstitution nicht kennen oder nicht rechtzeitig gegensteuern, wenn Ungleichgewichte entstehen.

Wenn wir mit unseren Sinnen im Außen sind, also in der äußeren Welt, dann gehen viele Informationen aus dem Inneren verloren. Das hat unsere Welt als eines der wichtigen Merkmale an sich, die es gilt zu durchschauen:
Und unsere schnelllebige Welt mit den unendlich vielen Außenreizen ist geradezu prädestiniert dafür, unser Bewusstsein von uns selbst wegzuziehen.
Dadurch überhören und übersehen wir die Zeichen, die unser Körper oder unsere innere Stimme uns geben und die uns ermahnen, das momentane Leben zu überdenken und zu korrigieren.

Ayurveda und die 5 Elemente

Im Ayurveda werden 5 Elemente beschrieben – Äther oder Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde.
In dieser Reihenfolge zeigen diese Elemente uns den Zyklus der Manifestation.
Wir beginnen im Feinstofflichen, also im Ätherischen und manifestieren uns dann bis hin zum trägsten Element, zur Erde.
Und da sind wir nun und verlieren im Laufe des Aufenthaltes hier auf der Welt oft auch die Erinnerung, woher wir kommen und wer wir wirklich sind.
Auch in anderen Kulturen, auch in unserem westlichen Kulturen, sind die Elemente bekannt.

In der traditionellen Chinesischen Medizin: Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer.

Empedokles (495–435 v. Chr.) hielt Menschen für von den „Vier Elementen“ Feuer, Luft, Wasser und Erde geprägt.

Hippokrates (ca. 460–370 v. Chr.) unterschied die menschliche Physiologie und ihre Erkrankungen anhand mehrerer Körpersäfte (Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle, Wasser).

Galen (2. Jh. n. Chr.) schrieb die Lehre der Humoralpathologie in einer systematischen Form nieder und ordnete vier Säften vier Temperamente zu. Sanguiniker, Choleriker, Melancholiker, Phlegmatiker.

Ayurveda und die 3 Bio-Energien

Grundlage sind im Ayurveda die 3 Bio-Energien Vata, Pitta und Kapha. Diese werden im Ayurveda Doshas genannt.
Vata besteht aus den Elemente Äther und Luft.
Pitta aus Feuer und wenig Wasser
Kapha aus Wasser und Erde
Diese Bioenergien haben bestimmte Eigenschaften und bestimmte Aufgaben – im Universum, aber auch in uns.
Wir können von den Elementen, Temperamenten bzw. den Bio-Energien auch Verhaltensweisen, Krankheitsneigungen, körperliche Merkmale etc. ableiten.
Diese drei Doshas, die Grundlage der ayurvedischen Konstitutionslehre sind, macht das Umsetzen der Prinzipien im eigenen Leben leichter und individueller.

Die Ayurveda-Konstitution

Es gibt die Grund-Konstitutionen Vata, Pitta und Kapha. Der Mensch wird als eine der 3 definiert, wenn er überwiegend Eigenschaften aus dem jeweiligen Bereich hat.
Hier die typischen Eigenschaften:
Eigenschaften und Doshas
Vata
leicht, scharf, kalt, trocken, rau, beweglich, fein, klar
ist das Bewegungs-Prinzip
Pitta
leicht, scharf, heiß, trocken, klar
ist das Umwandlungs-Prinzip
Kapha, Wasser
schwer, träge, kalt, ölig, klebrig, dickflüssig, wässrig, weich, schleimig
ist das schützende und nährende Prinzip
Kapha, Erde
schwer, träge, kalt, trocken, klebrig, dickflüssig, hart, fest, dicht, klar
ist das schützende und nährende Prinzip.
Als nächstes gibt es die Mischkonstitution:
Vata-Pitta, Vata-Kapha und Pitta-Kapha und den sogenannten Tri-Dosha-Typ, bei dem Eigenschaften aus allen drei Bereichen relativ gleichmäßig vorhanden sind.
Daraus folgen dann die typischen Merkmale der Konstitution, der geistigen Qualitäten, der Krankheitsneigung, der Anlagen (Schwächen und Stärken) etc.

Gesundheitsvorsorge mit Ayurveda

Zur Gesundheits-Vorsorge gibt es einige Empfehlungen, die für alle Konstitutionen gleich sind, aber auch andere, die Typbezogen unterschiedlich sind.
Einige Beispiele:
Aufstehen vor Sonnenaufgang (bzw. vor 6 Uhr)
Für Kapha und Pitta-Konstitutionen gut, Vata-Konstitutionen könnten auch etwas länger im Bett bleiben, denn bei diesen ist „mehr Schlaf“ heilsam. Bei Kapha ist „weniger Schlaf“ heilsam.
Allen gemeinsam: So oft wir möglich warm essen – am besten morgens, mittags und abends.

Körperübungen: Vata eher ganz ruhig (damit mehr Ruhe entstehen kann) Pitta eher ruhig (nicht übertreiben, die Übungen können aber dynamisch sein), bei Kapha ist intensivere Bewegung heilsam

In diesem Artikel beschreibe ich einige Ayurveda-Massagen und zeige auf, welche für Vata, Pitta und Kapha-Konstitutionen empfehlenswert sind.

Wellness und Ayurveda

In Ayurveda-Kreisen wird der Begriff Ayurveda-Wellness-Massagen oft kein so richtiger Stellenwert beigemessen. Es werden die Ayurvedakuren ab 14 Tagen bis 3 Wochen, insbesondere die Panchakarma-Kur als das Mittel der Wahl dargestellt.

Der Begriff Wellness
1654 taucht dieser Begriff in einer Monografie von Sir A. Johnson als „…wealnesse“ im Oxford English Dictionary auf und wurde dort mit „gute Gesundheit“ übersetzt.

Im Jahre 1959 entwickelte der Sozialmediziner Halbert L. Dunn aus den Worten für Wohlbefinden (englisch wellbeing) und körperliche Leistungsfähigkeit (englisch fitness) diesen neuen Kunst-Begriff.
Die WHO bezeichnet Gesundheit als physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden. Damit wurde auch in unserem Kulturkreis das Bestreben größer, das Wohlbefinden zu steigern und die eigenen Gesundheit zu fördern und weniger, Krankheit zu beseitigen.

Ayurveda und Massagen

Ayurveda ist bekannt für seine Massagen und für ganz spezifische Massage-Öle.
Diese wirken genauso im Gesundheitsvorsorge-Bereich wie auch in der Ayurveda-Medizin.

Abhyanga – die liebevolle Einölung
Warme Öle und spezifische Massagetechniken machen diese Behandlung zu einer der wohltuendsten! Seltener wird diese bei uns im Westen als Synchronmassage angeboten – d.h. 2 Masseure bzw. Masseurinnen behandeln gleichzeitig – idealerweise auf beiden Seiten des Körpers ganz synchron.
Die Abhyanga wirkt reinigend und insbesondere entspannend, dadurch ist sie bestens geeignet, um Vata auszugleichen. Weiter stärkt sie auch das Immunsystem.

Shiro-Abhyanga
Die Shiro-Abhyanga ist eine reine Kopf- und Nackenmassage. Meist werden kühlende Öle eingesetzt. Sie ist hilfreich bei Kopfschmerzen bzw. Migräne. Da der Nacken mit behandelt wird, werden auch Verspannungen reduziert. Sie reduziert Vata und Pitta.

Muk-Abhyanga
Die Muk-Abhyanga ist eine Gesichtsmassage.
Meist werden die beiden – also dir Kopfmassage und die Gesichtsmassage gemeinsam angeboten, wobei natürlich auch der Nackenbereich mit behandelt wird.
Auch diese ist Vata-reduzierend, macht ruhig, reduziert Stress und beseitigt Verspannungen.

Upanaha-Sveda – bzw. die Prist-Abhyanga
Dies ist eine intensive Rückenmassage. Sie wirkt natürlich ganz entspannend und regenerierend.
Sveda“ heißt, dass hier auch eine Wärmebehandlung dabei ist – entweder eine warme Breiauflage (Lepa) oder heiße Kräuterbeutel (erhitzt entweder in Öl oder in Wasserdampf).

Pad-Abhyanga
Die Pad-Abhyanga ist die Fußmassage. Es werden aber auch Unterschenkel und Knie mitbehandelt. Regt alle Organe an und kann bei Unruhezuständen und Schlaflosigkeit gute Ergebnisse bringen. Sie hat eine erdende Wirkung. Im wahrsten Sinne des Wortes wird die Energie nach unten gezogen, was das Gehirn zum „Abschalten“ bringt.
Bei der Pad-Abhyanga werden auch die Marmapunkte mit behandelt – so wirkt sie genauso tiefgreifend wie eine Reflexzonenmassage. Man kann hier auch gut zum Einstieg ein Kräuter-Fußbad und zum Abschuss eine Fußpackung mit einbeziehen.

Udvartana
Udvartana – Trockenmassage mit Pflanzenpuder. Wirkt sehr gut auf das Hautbild. Strafft und entschlackt. Sie kann auch mit Salz durchgeführt werden und es ist auch möglich, die Kräuter oder das Salz mit wenig Öl aufzubereiten.
Diese Massage ist sehr hilfreich für Kapha-Konstitutionen.

Ayurveda-Marmapunktmassage

Die Ayurveda Marmapunkt Massage ist eine komplexe Ayurvedamassage aus der Kalari-Tradition (der indischen Kampfkunst). Es ist eine komplexe Massage, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringt. Zusätzlich werden die Marmapunkte behandelt. Sie ist geeignet für Pitta-Konstitutionen und für alle Arten von Transformations-Prozessen, sie bringt also den Stoffwechsel wieder in Gang, ist aber auch lösend bei Energie-Blockaden.

Garshan Massage
Die Garshan Massage ist eine Trockenmassage mit Seidenhandschuhen. Sie regt den Stoffwechsel an. Sehr hilfreich also bei Kapha-Konstitutionen. Sie wirkt auch auf das Lymphsystem und regt die Durchblutung an.
Wird auch als Eigenmassage am Morgen empfohlen (bei der Morgen-Routine) um den Stoffwechsel zu aktivieren.

Udara-Abhyanga
Udara-Abhyanga ist eine Bauchmassage, die nicht nur auf den Verdauungstrakt wirkt, sondern auch körperliche und seelische Anspannungen lösen kann. Sie kann also Vata, Pitta und Kapha-Probleme ausgleichen, je nachdem, welche Öle man nimmt und welche Massage-Technik man anwendet.
Die Udara-Abhyanga kann auch gut mit einer Breiauflage (Lepa, Wärmeanwendung) kombiniert werden.

Pinda-Sveda und Jambira-Pinda-Sveda
Pinda Sveda – ist eine Stempel-Massage. Es können Kräuter verwendet werden, aber auch Zitronen-Kokosnuss. Klassisch wird diese u.a. auch bei Cellulite und beim Abnehmen eingesetzt.
Weitere Massagen sind die Ayurveda-Schwangeren-Massage und die Ayurveda-Babymassage. Beide sind in der Gesundheitsvorsorge und in der Ayurveda-Medizin nicht wegzudenken.
Ich hatte eine Kollegin aus Indien, die ihr erstes Kind in Deutschland, und das zweite Kind in Indien auf die Welt brachte. Sie meinte: Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, vor allem, weil Mutter und Kind regelmäßig massiert wurden.

In weiteren Artikeln werde ich auf die anderen Bereiche wie die Ernährung und die spirituelle Entwicklung, eingehen. Diese sind für eine ausgeglichene Entwicklung natürlich genauso wichtig wie die Massagen.

Ich halte Ayurveda mit seinem breiten Feld an Behandlungen und auch mit der Ayurveda-Ernährung für ein exzellentes Gesundheits-Vorsorge-System.
Ich mache auch immer wieder die Erfahrung, dass Menschen, die sich ganz auf Ayurveda einlassen, schnell den Wunsch haben, Ayurveda als sinnerfüllten Beruf, haupt- oder nebenberuflich integrieren wollen.

Ich habe mich mit meiner Ayurvedaschule auf Online-Kurse spezialisiert.

Diese haben viele Vorteile für die Teilnehmer/Innen.

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Keine Stellvertretersuche für Betrieb und Familienversorgung
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Ich schätze es auch sehr, dass ich für Interessierte auch ein ganz persönliches Ausbildungs-Konzept zusammenstellen kann.

17.11.2020
Herzlichst Ihr 
Wolfgang Neutzler
schule-fuer-ayurveda.de

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Wolfgang Neutzler

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