Spirituelle Bücher & Musik

Gottes Botschaft an die Welt – Neale Donald Walsch

Walsch-Gottes-Botschaft-an-die-WeltNeale Donald Walsch,
Gottes Botschaft an die Welt: Ihr habt mich nicht verstanden!

Rezension von Heike Schonert

Was würde wohl passieren, wenn Gott in der Bildzeitung höchst persönlich ein Interview geben würde? Und seine Ansichten über das Treiben der Menschen uns offenbaren würde. Über unsere Kriege, unser Umgang miteinander, unsere Zerstörungswut. ER würde uns vielleicht erzählen, dass unsere Vorstellungen von Religionen höchst seltsam wären. Ja unsere Vorstellungen von GOTT höchst seltsam und voller Irrtümer wären.  Mal davon abgesehen, dass Gott immer zu uns spricht und wir ihn nicht hören wollen, wäre ein Interview mit GOTT in der Bildzeitung oder Facebook ein echter Knaller.

Was GOTT in diesem Interview vielleicht sagen würde, ist vermutlich teilweise in dem Buch von Neale Donald Walsch „Gottes Botschaft an die Welt“ zu lesen. GOTT regt an unsere Annahmen über GOTT zu überprüfen. Denn unsere Annahmen, Interpretationen, die durch unendlich viele Hände gegangen sind, sind schlicht weg falsch. In 17 gängigen Meinungen überprüft Neals Donald Walsch unser Denken und Handeln. Kritisch und provokativ und zugleich inspirierend fordert Walsch den Leser auf GOTT neu zu denken, ein neues spirituelles Selbstverständnis zu entwickeln und dabei GOTT neu zu begegnen.
„Gibt es etwas über GOTT, das wir nicht richtig verstehen, das jedoch alles verändern würde, wenn wir es verstehen?“

Würde sich unsere Welt verändern? Gäbe es keinen Neid, Missgunst, Hass, Kriege mehr auf unserer Erde? Wenn wir GOTT nur richtig verstehen könnten?  In den Jahrhunderten hat die Menschheit enorme Fortschritte gemacht. In der Medizin, Wissenschaften, Technologien überprüfte ständig der Mensch den Stand der Dinge, überprüfte Grundannahmen und forcierte die Entwicklung. Nur in den Religionen und im Gottesbild blieb der Mensch stehen und verharrte in alten Bildern. Es ist an der Zeit zu schauen wohin das geführt hat und warum jetzt die Zeit gekommen ist  für Veränderungen in unseren Grundannahmen.
Es ist interessant  und spannend zu lesen wie unsere Annahmen über GOTT unsere Gesellschaftssysteme über Jahrhunderte geprägt haben bis zu diesem heutigen Tage.  Walsch gelingt es dabei nicht belehrend oder abwertend, vielmehr mit sehr viel Zuneigung seine 17 Thesen zu Papier zu bringen. Mit der These beginnend, ob man Gott fürchten muss, Gott verlangt Gehorsam oder Gott gibt es gar nicht, führt uns das Buch durch viele Aspekte und Fragen, die sich die meisten Menschen irgend wann einmal gestellt haben. Die Antworten die Walsch gibt sind einfach und klar. Deshalb ist es kein kompliziertes Buch. Vielmehr ein Buch das berührt in seiner Einfachheit und Tiefe.

So ist es nicht verwunderlich, wenn Walsch zum Ende seines Werkes zu dem Schluss kommt: … „Dass wir in diesem Hamsterrad (Anmerk: d.Redak: z.B. Kriege)  immer weiter machen, liegt daran, dass niemand wagt, die Ursache für diesen anscheinend unheilvollen Dauerzustand anzuschauen. Entweder wissen wir es wirklich nicht, oder wir wollen es nicht zugeben, dass unser größtes heutiges  Problem kein politisches Problem ist. Es ist kein ökonomisches Problem und auch kein militärisches Problem.

Dem Problem, dem sich die heutige Menschheit stellen muss, ist ein spirituelles Problem. Es hat damit zutun woran die Menschheit glaubt. Wenn wir das einmal begriffen haben offenbart sich die Lösung. Doch solange wir es nicht begreifen, sind wir alle blind für die Lösung.“

Den Artikel kommentieren