Lebendiger Verwandlungsprozess

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meer muscheln sea„Lebendiger Verwandlungsprozess!“

„Jede lebendige Beziehung ist einem Verwandlungsprozess, einem Erweiterungsprozess unterworfen und muss sich immer neue Formen schaffen… Das Hier, das Heute und das Individuum lagen dem Heiligen, dem Künstler, dem Dichter und — seit Urzeiten — der Frau immer besonders am Herzen. Im kleinen häuslichen Kreis war sie sich der besonderen Einzigartigkeit eines jeden Familienmitgliedes, der Spontanität des Heute, der Lebendigkeit des Hier immer bewusst. Das ist die Grundsubstanz des Lebens…Ohne Zugang zum eigenen Ich kann man auch keinen Zugang zu anderen finden.“
Anne Morrow Lindbergh (1906 –2001)

Am 8. Februar 2001 starb die großartige Frau und spirituelle Buchautorin Anne Morrow Lindberg (1906 –2001) im 95. Lebensjahr in ihrem Haus in Passumpsic, Vermont/USA.  Wir sind uns 1976 persönlich begegnet.

Anne Morrow Lindbergh war mit dem berühmten Piloten und ersten Transatlantikflieger Charles Lindbergh (1902 – 1974) verheiratet – Mutter von 6 Kindern. Ihr erstes Kind wurde 1932 entführt. Damals war die ganze Welt erschüttert. Heute haben wir uns leider an den Dauerzustand grausamster Verbrechen gewöhnt. Die Ehe war unglücklich. Anne Morrow Lindbergh, die stets ängstlich war, wurde von ihrem Mann zur Fliegerei gezwungen. Sie war die erste Amerikanerin, die einen Pilotenschein erwarb. Erst vor wenigen Jahren wurden deutsche uneheliche Kinder von Charles Lindbergh entdeckt, die heute am oberbayerischen Ammersee leben.

Anne Morrow’s Weltbestseller der Kontemplation „Muscheln in meiner Hand“

cover anne morrow ropers

(amerikanischer Titel: „Gift from the Sea“) stand nach Erscheinen im Jahre 1955 80 Wochen lang auf der Bestseller-Liste der New York Times, davon 47 Wochen lang auf Platz 1. Bis 1975 wurden allein in den USA über 5 Millionen Exemplare verkauft. Die deutsche Ausgabe (Piper, München) ist insgesamt fast 2 Millionen mal verkauft worden.

Es gibt kaum ein spirituelles Buch, das derartige Auflagen jemals erreicht hat. Gift from the Sea“ gehört zu meinen ständigen Weg-Begleitern. Ich bin dankbar, dass Anne Morrow Lindbergh uns mit ihren Gedanken so wundervoll beschenkt hat.

Jede Familie hat ihren eigenen Mythos und bewahrt manchmal Geheimnisse, die tragischerweise oftmals viel zu spät ans Licht der Wahrheit gelangen. Das gilt z.B. für kranke und schwache oder auch sonderbare Mitglieder einer Familie, nach deren Tod es dann vielfach heißt: „Hätten wir das doch nur alles früher gewusst…!“

Wie oft wurden und werden Helden verehrt, die gar keine sind. Wie oft bewirken Menschen im Hintergrund Großes und Wesentliches, das nicht ans Licht der Öffentlichkeit dringt.

An Anne Morrow-Lindberghs 24. Geburtstag, 22. Juni 1930, kam ihr erster Sohn Charles II. zur Welt.
Knapp 2 Jahre später, am 1. März 1932, wurde das Kind von Unbekannten entführt, die 50.000.- US-$ Lösegeld verlangten. Am 12. Mai 1932 wurde das Kind tot aufgefunden. Der Fall erregte weltweites Aufsehen. Für die Tat wurde der deutschstämmige Bruno Richard Hauptmann verurteilt und 1936 hingerichtet. Hauptmann bestritt die Tat, und bis heute gibt es Zweifel an seiner Schuld. Die Lindbergh-Entführung ist von Agatha Christie in ihrem Roman „Mord im Orientexpress“ literarisch verarbeitet worden.

Als Anne Morrow Lindbergh sich 1955 für ein paar Wochen auf eine nahezu menschenleere Insel zurückzieht,

um dem geschäftigen Treiben zu entkommen und wieder zu sich zu finden, sammelt sie bei ihren Strandspaziergängen Muscheln. Jede Muschel steht für ein Thema, welches sie anschließend hin- und herwiegt und von allen Seiten betrachtet, wie die Muscheln in ihrer Hand. Dabei kommt erstaunliches zutage.

Anne Morrow Lindbergh setzt sich mit ihrem eigenen Leben auseinander und somit mit dem Leben des Menschen in der heutigen Gesellschaft im Allgemeinen und dem Leben der Frauen in unserer heutigen Gesellschaft ins Besondere. Wobei erstaunlicher Weise mit „heutige Gesellschaft“ sowohl die der Gegenwart als auch die von 1955 gemeint ist. Denn Anne Morrow Lindberghs Gedanken treffen auch heute noch auf die meisten Frauen zu.

Das Buch Muscheln in meiner Hand ist eine Schatztruhe der Stille..

Wer es zur Hand nimmt, hält für diese Augenblicke inne. Denkt nach, überlegt, besinnt sich. Denn der Trott zieht uns durch das Leben. Wenn wir nicht, wie Anne Morrow Lindbergh es hier vorgemacht hat, ab und zu innehalten, werden wir weiter durch das Leben gehetzt. So passiv wie sich der letzte Satzteil ausnimmt, ist er auch gemeint: „Wir sind gehalten uns unsere Freiräume zu schaffen und zu nehmen. Wer das nicht tut, wird gelebt“.

02.06.2022
Roland R. Ropers
Religionsphilosoph, spiritueller Sprachforscher, Buchautor und Publizist

www.KARDIOSOPHIE-NETWORK.de


Über Roland R. Ropers

Lebendiger Verwandlungsprozess Roland Ropers Portrait 2021

Roland R. Ropers geb. 1945, Religionsphilosoph, spiritueller Sprachforscher,
Begründer der Etymosophie, Buchautor und Publizist, autorisierter Kontemplationslehrer, weltweite Seminar- und Vortragstätigkeit.
Es ist ein uraltes Geheimnis, dass die stille Einkehr in der Natur zum tiefgreifenden Heil-Sein führt.

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Buch Tipp:

cover kardiosophie Roland RopersKardiosophie
Weg-Weiser zur kosmischen Ur-Quelle

von Roland R. Ropers und
Andrea Fessmann, Dorothea J. May, Dr. med. Christiane May-Ropers, Helga Simon-Wagenbach, Prof. Dr. phil. Irmela Neu

Die intellektuelle Kopflastigkeit, die über Jahrhunderte mit dem Begriff des französischen Philosophen René Descartes (1596 – 1650) „Cogito ergo sum“ („Ich denke, also bin ich“) verbunden war, erfordert für den Menschen der Zukunft eine neue Ausrichtung auf die Kraft und Weisheit des Herzens, die mit dem von Roland R. Ropers in die Welt gebrachten Wortes „KARDIOSOPHIE“ verbunden ist. Bereits Antoine de Saint-Exupéry beglückte uns mit seiner Erkenntnis: „Man sieht nur mit dem Herzen gut“. Der Autor und die sechs Co-Autorinnen beleuchten aus ihrem individuellen Erfahrungsreichtum die Vielfalt von Wissen und Weisheit aus dem Großraum des Herzens.

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