Rückkehr zur Ur-Quelle

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Rückkehr zur Ur-Quelle
Samyama – Integrale Yoga-Meditation

Der 1954 geborene Harald Homberger ist spiritueller Leiter der Sayama Integralen Yogameditation, Kontemplationslehrer „Wolke des Nichtwissens“ aus der Schule des Benediktinermönchs und Mystikers Willigis Jäger (1925 – 2020), Kinder-und Jugendpsychotherapeut, Lehrtherapeut und Weiterbildner der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen.

Rückkehr zur Ur-Quelle

Im Mai 2022 erschien im VIA NOVA-Verlag sein faszinierendes und sehr kompaktes 145-Seiten-Buch, das die Erfahrungswelt des YOGA neu beleuchtet. cover SAMAYAMA harald homberger

„Wenn der spirituelle Weg nicht in den Alltag führt, ist er ein Irrweg. Dies ist ein oft gesagter und zitierter Satz meines Lehrers Willigis Jäger. In meinem Leben bin ich verschiedene Wege parallel gegangen, den Weg der Kontemplation, den Yoga-Weg und auch den Weg des Psychotherapeuten. Viele Erkenntnisse und Handlungsvorschläge, die aus dem Alltag und aus psychotherapeutischen Prozessen resultieren, sind hilfreich für das Wahrnehmen und Handeln auf dem spirituellen Weg. Die Psychotherapie führt auf eine andere Art und Weise in die wahrnehmbare Gegenwärtigkeit und hat andere Schwerpunktsetzungen als die Spiritualität. Vereinfacht ausgedrückt möchte Psychotherapie unser Ich erkennen, stabilisieren und die angelegten Potenziale ausschöpfen. In den spirituellen Wegen geht es in der Tiefe darum, dieses schon stabilisierte Ich als eine Illusion zu erkennen und die Identifikation mit dem Ich aufzugeben. Natürlich haben beide Ansätze gemeinsame Schnittmengen, aber eben auch Unterschiede, derer wir uns bewusst sein müssen…“

Die langjährig erfahrene Yoga- und ZEN-Lehrerin Helga Simon-Wagenbach, im gesegneten Alter von jetzt 86 Jahren immer noch sehr aktiv, schreibt in ihrem meisterhaften Vorwort:

„Die Urwirklichkeit ist klar, still und leer. Wir erkennen sie erst als den wahren Seinsgrund der Lebensfülle unserer Existenz, wenn wir in diesen leeren Raum eintreten, wenn er uns bewusst wird. Dann breitet sich Gewissheit aus, dass wir niemals von der Quelle getrennt waren, niemals getrennt sind und niemals getrennt werden…“

Harald Homberger entfaltet mit vielen Sanskrit-Begriffen den weiten Raum der  Yoga-Meditation. 

Wobei ich mir erlaube anzumerken, dass das zitierte lateinische Verb „meditare“ (über etwas nachdenken) „meditari“ heißt – ein sogenanntes Deponens, das passivisch konjugiert und aktivisch verstanden wird. Ein sprachliches Phänomen.

Yoga ist mit dem lateinischen Wort „iungere“ (verbinden) verwandt. Es geht stets um den Weg der Verbundenheit.

Schon der große deutsche Tonschöpfer Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) sprach in den wenig bekannten Zeilen von der Urquelle:

„Wenn ich am Abend den Himmel
staunend betrachte und das Heer
der ewig in seinen Grenzen sich
schwingenden Lichtkörper,
Sonnen oder Erde genannt,
dann schwingt sich mein Geist
 über diese so vielen Millionen
zur Urquelle hin,
aus welcher alles Erschaffene strömt
und aus welcher ewig
neue Schöpfungen entströmen werden.“

Trost und Hoffnung, besonders in der gegenwärtigen Weltkrisenzeit, finden wir in der indischen Weisheitsliteratur.

In der Brihadaranyaka Upanishad heißt es:

Führe mich von der Unwissenheit zur Wahrheit.
Führe mich von der Dunkelheit zum Licht.
Führe mich vom Tod zur Unsterblichkeit.

16.06.2022
Roland R. Ropers
Religionsphilosoph, spiritueller Sprachforscher, Buchautor und Publizist

www.KARDIOSOPHIE-NETWORK.de


Über Roland R. Ropers

Rückkehr zur Ur-Quelle Roland Ropers Portrait 2021

Roland R. Ropers geb. 1945, Religionsphilosoph, spiritueller Sprachforscher,
Begründer der Etymosophie, Buchautor und Publizist, autorisierter Kontemplationslehrer, weltweite Seminar- und Vortragstätigkeit.
Es ist ein uraltes Geheimnis, dass die stille Einkehr in der Natur zum tiefgreifenden Heil-Sein führt.

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Buch Tipp:

cover kardiosophie Roland RopersKardiosophie
Weg-Weiser zur kosmischen Ur-Quelle

von Roland R. Ropers und
Andrea Fessmann, Dorothea J. May, Dr. med. Christiane May-Ropers, Helga Simon-Wagenbach, Prof. Dr. phil. Irmela Neu

Die intellektuelle Kopflastigkeit, die über Jahrhunderte mit dem Begriff des französischen Philosophen René Descartes (1596 – 1650) „Cogito ergo sum“ („Ich denke, also bin ich“) verbunden war, erfordert für den Menschen der Zukunft eine neue Ausrichtung auf die Kraft und Weisheit des Herzens, die mit dem von Roland R. Ropers in die Welt gebrachten Wortes „KARDIOSOPHIE“ verbunden ist. Bereits Antoine de Saint-Exupéry beglückte uns mit seiner Erkenntnis: „Man sieht nur mit dem Herzen gut“. Der Autor und die sechs Co-Autorinnen beleuchten aus ihrem individuellen Erfahrungsreichtum die Vielfalt von Wissen und Weisheit aus dem Großraum des Herzens.

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