Spirituelle Suche – Was bringt uns dazu?

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Frau-Himmel-spirituelle-Suche-cloudsWas bringt uns dazu, die spirituelle Suche zu starten?

Spirituelle Suche – Eines Abends, als ich etwa dreizehn Jahre alt war, lag ich auf dem Bett und beobachtete einige Staubflocken, die im Schein einer Stehlampe tanzten. „Woraus besteht Licht?“, ging es mir damals durch den Kopf.

Ein Jahrzehnt später erfuhr ich, dass Licht nach dem aktuellen Stand der Astrophysik gleichzeitig Welle und Teilchen ist. Und nach dem aktuellen Stand der Spiritualität ist es Liebe. Was haben Welle, Teilchen und Liebe gemeinsam? Sie sind Formen von Energie. Diese Energie liegt allem und jedem zugrunde. Alles besteht aus ihr und macht sie aus. Ich nenne sie Gott oder Tao. Sie tritt in verschiedenster Gestalt auf – mal materiell, mal feinstofflich. Mal hell, mal dunkel. Mal als Welle, mal als Teilchen.

Was war vor dem Universum? Und was ist außerhalb des Universums?“,

fragt sich die 22-jährige Lucy*. Und: „Wird irgendwann ein Loch in der Matrix entstehen, durch das endlich Erlösung kommt?
Die Fragen nach dem Universum wecken eine tiefe Faszination in uns. Wenn die Wissenschaft noch keine Antwort darauf hat, wo können wir sie dann finden? Und wenn wir sie finden – werden wir sie dann verstehen?
Chen Lu* hat sich einmal gefragt, was der Sinn des Lebens sein könnte.

Für sie besteht der Sinn darin, ein besserer Mensch zu werden. Als Studentin half sie einem Kommilitonen, der nicht sehen konnte, sein Studium zu meistern. Durch die Arbeit mit ihm lernte sie, mehr Mitgefühl zu empfinden und sich besser in andere Menschen hineinzuversetzen.
In ihrem Leben traf sie hin und wieder recht unfreundliche Menschen, die eine Herausforderung für sie darstellten.

Im Gebet wurden Chen Lu Einsichten geschenkt, denen sie zu vertrauen lernte.

Je mehr sie innerlich im Frieden und im Vertrauen blieb, desto besser konnte sie das Verhalten der Menschen nachvollziehen. Schließlich gelang es ihr, anstelle von Furcht oder Ärger nur noch bedingungslose Liebe und Vergebung zu empfinden.

Obwohl Chen Lu* sehr klug ist und alles daran setzt, eine Arbeit zu finden, konnte sie nach dem Studium noch keine feste Stelle bekommen. Dass derzeit eine weltweite Pandemie grassiert, macht die Jobsuche nicht einfacher. Manchmal liegt sie mitten in der Nacht wach im Bett und denkt darüber nach, was sie tun soll, falls keine ihrer Bewerbungen fruchtet. Der Stress, den diese Situation auslöst, schlägt sich auch auf ihre Gesundheit nieder. Vor ein paar Monaten litt sie sogar an einer Gürtelrose.

Spirituelle Suche – Es gibt allerdings auch die Momente in ihrem Leben, in denen die Angst und die Gedanken verstummen.

Beim Gebet und in der Meditation verbindet sich Chen Lu oft mit Gott, Jesus und den Engeln. In diesen Augenblicken breitet sich ein umfassender, ruhiger Frieden aus, der ihre Seele beruhigt und ihr Vertrauen schenkt. Wenn ich mit Chen Lu spreche, dann fühle ich stets ihre Verbundenheit mit Gott. Da ist etwas Ruhiges, Gesetztes an ihrer Ausstrahlung.
Ich bin mir sicher, dass sie zur rechten Zeit den für sie richtigen Weg finden wird.

Manchmal ist es ein spezielles Thema, das uns zu belasten scheint.

Es kann eine aktuelle Situation sein oder etwas, das sich ohne ersichtliche Erklärung ständig wiederholt. Sind wir einmal erfolgreich davongelaufen, so erscheint es gleich in anderer Gestalt wieder. Und irgendwann fragen wir uns, ob es vielleicht gar nicht die Umstände sind, die uns zu schaffen machen, sondern eher unsere eigene Bewertung dieser Umstände.
Hältst Du das für möglich? Was wäre, wenn Deine äußeren Umstände allein davon abhängen würden, was Du im Inneren glaubst und fühlst? Was wäre, wenn Dein Leben allein Deine Schöpfung wäre?

Rotraud* wird dieses Jahr 90 Jahre alt.

Trotz ihres hohen Alters ist sie körperlich und mental noch fit und versorgt sich größtenteils selbst. Sie ist in ihrem Leben unzählige Male umgezogen, von Land zu Land, von Stadt zu Stadt. Einige Wohnungen waren zu klein, andere zu weit entfernt von ihren lieben Verwandten.
In wieder anderen Wohnungen fühlte sie sich einsam, weil keiner der Nachbarn oft genug Zeit für sie hatte. Und die Leute, die Zeit für sie hatten, entsprachen nicht ihren Vorstellungen. Nun bewohnt Rotraud eine Wohnung in einem betreuten Seniorenheim, fühlt sich aber auch dort nicht wohl.

Irgendwann wird sie einen Platz finden, an dem sie sich wirklich wohlfühlt. Einen Platz, an dem sie sich angekommen und angenommen fühlt. Einen Platz, an dem es nichts mehr auszusetzen gibt. Dieser Platz ist in keiner Wohnung dieser Welt zu finden, sondern in ihrem eigenen Herzen. Nur in uns selbst können wir uns aufgehoben und geborgen fühlen, denn unsere Essenz ist Gott, die ursprüngliche, alles umfassende Liebe.

Spirituelle Suche – Sich wiederholende Probleme im Leben sind häufig der Auslöser dafür, dass wir beginnen, nach einer Lösung zu suchen.

Zunächst versuchen wir, durch Tun etwas zu verändern. Wir putzen – metaphorisch gesprochen – den Spiegel, der unser Leben ist. Und dann wundern wir uns darüber, dass unser Spiegelbild auch nach dem Putzen genauso aussieht wie vorher. Wenn wir wirklich etwas ändern wollen, wäre es nicht sinnvoller, uns zu ändern statt des Spiegels?

Eine Veränderung oder auch ein Akzeptieren von was auch immer ist möglich durch Loslassen. Wir lassen den Kampf und das Verbissensein los und richten einen entspannten Fokus auf unser inneres Licht. Gott ist in jedem von uns und er ist jeder von uns. Ganz in unserer Mitte ist die Verbindung zu ihm. Spüren wir dort hinein, dann beginnt der spirituelle Weg, und es darf sich Wunderbares entfalten. Dann erkennen wir, dass der Schlüssel nicht Tun liegt, sondern im Geschehen-lassen.

Die Verkäuferin Miriam* erlitt nach jahrzehntelanger Arbeit ein Burn-out.

Das Gehalt war zwar akzeptabel, aber sie fragte sich immer häufiger, ob der Lohn die Strapazen wirklich wert sei. Sie schaffte es, die Notbremse zu ziehen, und kündigte. In ihrem neuen Job als Betreuerin in einer Wohngruppe fühlt Miriam sich in ihrem Element und kann mit Herz und Seele ihre Berufung leben. Seit sie dort arbeitet, fühlt sie sich angekommen und im Frieden mit sich.

Dennoch gab es da etwas, das ihr Leben noch schöner machen könnte. Eines Tages ging Miriam in die Kirche und betete: „Lieber Gott, ich habe nur einen Wunsch. Ich hätte gern einen lieben Partner an meiner Seite, der mich so liebt akzeptiert, wie ich bin.

Sie lernte den attraktiven John* kennen, und beide hatten Gefühle füreinander. Auf das erste Date folgten weitere. Anfangs fragte Miriam sich, ob sie dieses Mal den Richtigen gefunden hatte. Nach zweieinhalb Jahren stellte sie überrascht und glücklich fest, dass die Beziehung immer noch funktionierte, und das sogar besser denn je. Nicht nur mit John, sondern auch mit seiner erwachsenen Tochter kommt Miriam* bestens zurecht.
Jetzt bin ich richtig glücklich. Das ist einfach ein Wunder“, erzählt Miriam strahlend.

Und John schwärmt: „Miriam kommt mir vor wie ein Engel. Seit ich mit ihr zusammen bin, fühle ich mich ruhiger, gesetzter. Es gibt mehr Schönes und mehr Frieden in meinem Leben.
Dank Miriam hat auch John seine Arbeitssucht, unter der er  ähnlich wie Miriam* – lange Zeit gelitten hatte, in den Griff bekommen und stattdessen sein altes Hobby, das Wandern, wiederaufgenommen. Neulich habe ich ein Foto von John gesehen, auf dem er so entspannt und glücklich gewirkt hat, wie ich ihn bis jetzt noch nie zuvor gesehen habe. Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie Gott zwei Menschen, die einen gleichen Wunsch nach Liebe im Herzen tragen, zusammenführen kann.

Und noch eine wahre Geschichte:

Eines Tages fuhr Hesam* in seinem Auto durch die Landschaft in einem iranischen Dorf. Er verlor plötzlich die Kontrolle über seinen Wagen, und das Auto schlitterte auf einen Abgrund zu. Es war, als bliebe für einen kurzen Moment die Zeit stehen, als der junge Fahrer zu Gott betete. Das Auto fuhr rasant weiter. Und blieb nur wenige Zentimeter vor der Schlucht stehen.

So etwas Ähnliches habe ich selbst auch schon erlebt. Ich hatte gerade einen vom Kampfkunsttraining verstauchten Fuß und hinkte. An einem Nachmittag überquerte ich gerade in meinem Schneckentempo eine Straße, weil ich einkaufen wollte. Ein Auto raste auf mich zu, ohne abzubremsen. Zweifellos schien der Fahrer zu erwarten, dass ich schnell genug wegrennen würde – was ich aufgrund meines verletzten Fußes aber nicht konnte. Zurück konnte ich auch nicht, denn hinter mir kamen bereits Autos von der anderen Seite. „Gott hilf mir“, sprach ich in Gedanken. Für mehr war keine Zeit, denn das rasende Auto nahte. In dem Augenblick spürte ich eine riesige, warme, feinstoffliche Hand hinter mir, die mich auf die andere Straßenseite schob. Die Hand Gottes?

Dieser Tage ist der allgemeine Aufstieg der Erde in vollem Gang.

Die göttlichen Zeichen und wunderbaren Erlebnisse, die uns inkarnierten Seelen geschenkt werden, häufen sich immer mehr. Das Suchen hat begonnen. Wir wurden und werden immer mehr inspiriert.
Welche Wunder hast Du erlebt? Was war die Frage, auf die Du mehr als alles andere eine Antwort suchst? Und was wirst Du erkennen, wenn Du Dich auf Deinen persönlichen spirituellen Weg machst?


03.01.2021
Liebe Grüße von
Varia Antares
Germanistin, Dozentin, Autorin


2020-Varia-antaresVaria Antares
Die Germanistin, Dozentin und Autorin schreibt über Spiritualität und deren Umsetzung im Alltag. Sie möchte Mut machen, Menschen motivieren und begeistern.

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In meinem Podcastyoutube-varia-antares
findest Du zweimal pro Woche spannende Videos über spirituelle Themen. Manchmal sind es Lesungen meiner Artikel, manchmal Leseproben aus meinem Buch. In Zukunft wird es dort auch Meditationen und Energieübertragungen geben. Viel Spaß beim Anschauen.
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