Bewusstsein ~ erlebbare Existenz mentaler Zustände

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1_neu_reinBewusstsein Spiritualität Denken Geist und Seele

Bewusstsein  ist im weitesten Sinne die erlebbare Existenz mentaler Zustände und Prozesse. Eine allgemein gültige Erklärung des Begriffes ist aufgrund seines unterschiedlichen Gebrauchs mit verschiedenen Bedeutungen kaum möglich. 

Der Begriff „Bewusstsein“ hat im Sprachgebrauch eine sehr vielfältige Bedeutung, die sich teilweise mit den Bedeutungen von „Geist“ und „Seele“ überschneidet. 

Wie viel erleben wir bewusst?

Im Gegensatz zum Bewussten ist der Zugang zum Unterbewusstsein für den Menschen nur bedingt möglich. Das Unterbewusste ist daher das, was vom Bewusstsein nicht oder nur unter speziellen Bedingungen beobachtet werden kann.

Das Unterbewusstsein steuert automatisch Prozesse wie Herzrhythmus, Blutdruck, Körpertemperatur oder Immunsystem. Müssten diese Prozesse bewusst geregelt werden, wäre das Bewusstsein völlig überlastet.

Das interessante an diesem automatisierten Prozess ist, dass ab einem bestimmten Punkt der Mensch Wissen oder Fähigkeiten zu einer unbewussten Kompetenz entwickelt. Wie zum Beispiel das Auto fahren. Seit Freud wissen wir, das in unserem täglichen Handeln nur zu 20 % auf unser Bewusstsein zurückgegriffen wird. 80 % unseres Handeln wird also täglich durch unser Unbewusstsein bestimmt.

Philosophie und Naturwissenschaft

Bei Bewusstsein sein: das ist der wach bewusste Zustand von Lebewesen gemeint, der sich unter anderem vom Schlafzustand, der Bewusstlosigkeit und anderen Bewusstseinszuständen abgrenzt. In diesem Sinn lässt sich Bewusstsein objektiv beschreiben und teilweise eingrenzen. Viele wissenschaftliche Forschungen setzten hier an; insbesondere mit der Fragestellung, inwieweit das Gehirn und das Bewusstsein zusammenhängen.

Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein: Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt, nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch. In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein, wenn man etwa Schmerzen hat, sich freut, Farben wahrnimmt oder friert. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Tiere mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben. 

Das gedankliches Bewusstsein: Ein Lebewesen, das gedankliches Bewusstsein besitzt, hat Gedanken. Wer also etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet, dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein.

Bewusstsein des Selbst und seiner mentalen Zustände: Selbstbewusstsein in diesem Sinne haben Lebewesen, die nicht nur phänomenales und gedankliches Bewusstsein haben, sondern sich auch darüber im Klaren sind, dass sie ein solches Bewusstsein haben. Dieses Selbstbewusstsein ermöglicht somit ein Bewusstsein von sich selbst als Individuum. Man trifft es bei Menschen und rudimentär bei einigen anderen Säugetieren an.

Individuelles Bewusstsein besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus sich seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist und die Andersartigkeit anderer Lebewesen wahrnimmt.

Die Verwendung des Begriffes Bewusstsein ist scheinbar immer auf eine dieser Bedeutungen angewiesen. Erschwerend kommt hinzu, das oft unterschiedliche Weltanschauungen und Überzeugungen eine tiefe Rolle spielen. 

Spiritualität und Bewusstsein

Im Christentum spielen die Begriffe Geist und Seele traditionell eine größere Rolle als der Begriff Bewusstsein. Dies ergibt sich  daraus, dass diese Begriffe in ihrer Bedeutung näher an der Metaphysik klassischer christlicher Theologie und Philosophie anknüpfen.

Buddhistische Traditionen und hinduistischen Yoga-Schulen haben dagegen gemeinsam, dass in ihnen die direkte und ganzheitliche Erfahrung des Bewusstseins  im Mittelpunkt steht. Mit Hilfe der Meditation oder anderer Übungstechniken werden bestimmte Bewusstseinszustände erfahren. Eine besondere Unterscheidung wird hier zur Bewusstheit getroffen, die ein volles Gewahrsein (awareness) des momentanen Denkens und Fühlens bedeutet. Sie soll erreicht werden durch die Übung der Achtsamkeit.

Einsichten in die „Natur“ des Bewusstseins sollen so über die eigene Erfahrung gewonnen werden.  Das Konzept der Trennung in Körper und Geist oder Gehirn und Bewusstsein wird als eine Konstruktion des Denkens erfahren. Generell wollen alle mystisch-esoterischen Richtungen in den Religionen (z.B. Gnostizismus, Kabbala, Sufismus, u.a.) eine Bewusstseinsveränderung des Menschen bewirken. Tatsächlich zeigen Forschungen mit bildgebenden Verfahren, dass durch  Meditation sonst unzugängliche neuronale Verknüpfungsmuster ermöglicht werden.

Uwe Taschow

8. November 2018

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