Gesellschaft

Spiritualität, Traditionen und Algorithmen

spiritualitaet-traditionen-algorithmen-schamane-shamanSpiritualität, Traditionen, Algorithmen

Unter der Überschrift „Spiritualität, Traditionen und Algorithmen“ schauen wir uns heute einmal an, wie offen oder engstirnig Spiritualität in diesem 21. Jahrhundert ist und wie es früher war. Hierzu gucken wir uns zunächst die einzelnen Begriffe an.

Spirit ist unser Geist. Spiritualität bedeutet so viel wie unsere „Geistigkeit“, eine auf Geistliches hin ausgerichtete Haltung. Früher war dies im engeren Sinne die Religion. Heute ist dies im weiteren Sinn unsere Selbstliebe.

Tradition bezeichnet die Weitergabe (lateinisch tradere = hinübergeben bzw. überliefern) von Handlungsmustern, Überzeugungen und Glaubensvorstellungen. Hierzu zählen auch Gepflogenheiten, Konventionen, Bräuche oder Sitten. Dies kann innerhalb einer Region oder einer Gruppe oder einer Familie stattfinden. Das „Vererben“ geschieht zumeist im Rahmen der Erziehung beziehungsweise durch das spielerische Nachahmen von Vorbildern. Anders als unsere angeborenen Instinkte sind die für unsere Kultur typischen Verhaltensweisen und Handlungsmuster nur durch Lernen weiter vermittelbar. Fehlt bei der nachwachsenden Generation die Akzeptanz für überlieferte Traditionen, so sprechen wir von einem Werteverfall.

Ein Algorithmus ist eine eindeutige Handlungsvorschrift für die Lösung einer Aufgabe bzw. eines Problems. Algorithmen bestehen aus wohldefinierten Einzelschritten. Es ist auf die Einhaltung bestimmter Eingaben, Verhaltensweisen, Regeln, Gebote oder Gesetze zu achten. Während der klassische Algorithmusbegriff aus den Bereichen Mathematik, Logik und Philosophie stammt, kennen wir Algorithmen heute vor allem bei Computerprogrammen. Und im Zusammenhang mit Spiritualität spielen Handlungsanweisungen auch eine immer größere Bedeutung.

Verhaltungsmuster als ein Versuch

SPIRIT ist Geist. Und der Geist ist formlos. Auch die Liebe ist formlos. Wir können weder unseren Geist noch die allumfassende Liebe messen, wiegen, portionieren, anfassen, sehen, riechen, schmecken, tasten, fühlen, hören oder körperlich-sinnlich wahrnehmen. Als Menschen sind wir nun ja Körper, Geist und Seele. Unseren Körper können wir fühlen, anfassen und mit unseren Sinnen wahrnehmen. Wir wissen, dass er da ist. Doch Geist und Seele entziehen sich unserer Körperlichkeit sowie unserer sinnlichen Wahrnehmungsfähigkeit.

Wir Menschen haben uns daher in den Jahrtausenden Menschheitsgeschichte schier unendlich viele Formen, Möglichkeiten, Praktiken und Verhaltensweisen einfallen lassen, wie wir das Formlose in eine Form packen können. Um uns spirituell erfahren zu können, MÜSSEN wir unserer feinstofflich-formlosen Dimension irgendwie einen Ausdruck verleihen. Doch in dem Moment, in dem wir dies tun, ist das Formlose eben NICHT mehr formlos, sondern es hat Gestalt angenommen. Wir haben das Ziel also eigentlich schon wieder verfehlt.

Spirituelle Praktiken

Es gibt in jedem Land, in jeder Kultur – ja in jeder Region dieser Erde immer wieder andere spirituelle Praktiken. Eine der bekanntesten Praktiken ist „in die Stille gehen“ oder „meditieren“. Doch allein beim Meditieren gibt es auch schon wieder hunderte verschiedener Meditationstechniken.

Ein Trend, der bei uns in Europa immer mehr Freunde findet, ist Yoga. Die Yogaübungen verbinden ein „in Stille mit sich sein“ mit „sich auf sich selbst konzentrieren“ sowie eine Achtsamkeit, eine Wachsamkeit und eine bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Zentrales Ziel eigentlich aller spirituellen Übungen/Techniken ist es, unsere schwatzhaften Gedanken zur Ruhe zu bringen. Mit unseren lauten, ständig Karussell fahrenden Gedanken scheinen wir Menschen wirklich unsere größte Not zu haben.

Spiritualität ist einzigartig und individuell

Der Versuch, spirituelle Praktiken für eine ganze Gruppe von Menschen zu entwickeln, zu erfinden oder gar anzuordnen, MUSS scheitern, weil unser Geist FREI ist. Und was für mich richtig ist, muss für den anderen noch lange nicht passend sein. Jeder Geist ist ein FREI-GEIST. Und ein freier Freigeist muss seine eigene Spiritualität frei leben können und dürfen. Es bringt nichts, jemand anderen nachzumachen.

Natürlich können wir uns von „Vorbildern“ Ideen und Anregungen holen oder abgucken, doch letzten Endes muss jeder seinen ganz eigenen Rhythmus finden und seine ureigene Spiritualität leben. Nachahmen und Nachmachen anderer geht an der eigenen Spiritualität vorbei. Wenn wir uns etwas zu Eigen machen und für uns selbst abwandeln und an unsere persönlichen Bedürfnisse anpassen, dann kann da ein Schuh draus werden.

Manche Menschen sitzen gerne im Schneidersitz, andere im Lotussitz. Wieder andere ruhen gerne. Manche und legen sich ins weiche Bett, andere auf einen festen Untergrund, wieder andere auf den Rasen oder in den Sand. Einige stehen auf einem Bein. Zur Unterstützung und Bestärkung setzen viele Menschen gerne ihre Arme und Hände ein. Im Grunde genommen ist bei all diesen Übungen unser Körper lediglich hilfreich unterstützend tätig, um unsere geistige Fokussierung zu verstärken und zu perfektionieren.

Von elementarer Bedeutung ist natürlich insbesondere unsere Atmung. Mit unserem bewussten Ein- und Ausatmen verschmelzen wir letztendlich zu einer energetischen Einheit von Geist, Körper und Seele. Auf diese Weise erlangen wir sogar auf der körperlichen Ebene die Erfahrung eines Einheitsgefühls.

Verschiedene Schulen

In den verschiedenen spirituellen Schulen erlernen wir sehr unterschiedliche und mitunter auch gegensätzlich wirkende Praktiken. Wir müssen uns für eine Schule entscheiden. Dieses „sich entscheiden müssen“ ist dabei jedoch schon wieder gar nicht mehr spirituell, sondern Ego. Es kann ja auch nicht anders sein, denn wir als Menschen SIND ja nun mal auch Ego und unser Ego ist es, das sich bestimmte spirituelle Praktiken ausgedacht und für gut und für sinnvoll befunden hat.

Bevor unsere spirituellen Übungen uns in Fleisch und Blut übergegangen sind, müssen wir während der Phase des Erlernens bei der Durchführung der Übungen peinlich genau auf die Korrektheit und Exaktheit achten. Wir müssen stets gut aufpassen und alles penibel kontrollieren. – Hieran merken wir schon, dass nicht unser Freigeist am Werke ist. Sondern unser kontrollwütiges Ego versucht Spiritualität zu praktizieren – letztendlich ein aussichtsloses Unterfangen.

Kirche

Die Kirche hatte auf ihre Weise klare und sehr strikte Vorgaben, wie religiöse Spiritualität korrekt zu praktizieren ist. Und lange Zeit standen „Spiritualität“ und „Religion/Glaube“ ja sozusagen ebenbürtig, gleichwertig, wie austauschbar nebeneinander/füreinander. Dabei waren Glaube und Spiritualität an sich ja etwas Gutes. Der große Kummer hierbei war nur, dass den Menschen Angst damit gemacht wurde, dass eine falsche Ausübung des Glaubens fürchterliche Folgen haben würde. Viele Menschen hatten auf diese Weise Angst vor dem Tod und fürchteten, in der Hölle schmoren zu müssen. Eine schreckliche Konditionierung.

Der Frieden fehlte. Die innere Entspannung fehlte. Gelassenheit, Ruhe und ein „in sich selbst zufrieden sein“ fehlten. Zuversicht, Gewissheit und „sich angenommen fühlen“ fehlten.

Die Menschen schauten immerzu „nach außen“. Die Kirche sagte, „wie beten richtig geht“ und „wie Vergebung korrekt funktioniert“. Und so mussten es dann alle machen. Das Schicksalhafte hierbei war nur: Mit unserem Blick nach außen haben wir uns von unserer eigenen Spiritualität im Innen abgetrennt.

WIR KÖNNEN SPIRITUALITÄT NICHT IM AUSSEN FINDEN/LEBEN!

Spiritualität kommt von Geist und hiermit ist UNSER EIGENER GEIST gemeint. Unseren eigenen Geist können wir nur finden, wenn wir uns auf uns selbst besinnen, wenn wir zu uns selbst nach innen schauen, wenn wir Einkehr praktizieren.

Es war und ist ein schrecklicher Spagat, „so wie die Kirche es im Außen vorgibt, innere Einkehr zu praktizieren“. Das geht überhaupt gar nicht.

Die spirituelle Landschaft heute

Früher gab es die eine Kirche. Heute gibt es viele verschiedene spirituelle Lehrer, Coaches, Trainer und Heiler. Jeder spirituelle Profi praktiziert und empfiehlt seine eigene spirituelle Praxis. Was auch sonst. Die spirituellen Meister unserer Zeit verdienen schließlich ihren Lebensunterhalt mit ihrem Spirituell-Sein. Sie verkaufen das, was sie für sich selbst für gewinnbringend, erfüllend und befriedigend empfunden haben.

Damit ist Spiritualität ein Produkt geworden. Spiritualität ist heute eine Marketingstrategie, „etwas“, für das man Werbung machen kann und etwas, das man kaufen und verkaufen kann. Hieran wird deutlich, wie absurd Spiritualität heute ist und wie Spiritualität heute überhaupt gar nicht mehr spirituell im freigeistigen Sinne ist. Es werden Abhängigkeiten erschaffen und Bedürfnisse geweckt. „Du brauchst dieses Produkt, diesen Workshop, diesen Kurs, diese Übung – sonst fehlt Dir etwas.“ Und so produziert unsere moderne Ego-Spiritualität einen „Ego-spirituellen Markt“ in dem „haben-wollen“ und „brauchen“ und „das hat seinen Preis“ und „das ist aber so und so viel Geld wert“ eine Rolle spielen. Viele Menschen „leben heute von ihrer Spiritualität. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt damit. Ist das freier Geist, freier Spirit? Oder ist das Mittel zum Zweck?

Bei allen spirituellen Produkten und Angeboten gilt: Einfach nur nachmachen bringt nichts. Sich woanders etwas abgucken und es sich dann zu Eigen machen, das geht schon eher. Jeder muss hier wirklich seine ganz eigene Spiritualität und seine ganz eigene spirituelle Praxis entwickeln und finden. Im Grunde genommen KANN nur ich selbst mein eigener, wahrer spiritueller Lehrer sein.

Bewertungen spiritueller Praxis

ALLES IST RICHTIG!

Für jeden Menschen ist etwas anderes richtig. Die individuelle, perfekte Mischung machts. Wir können nicht das eine auf den anderen einfach so übertragen.

Doch auch hier treten dann natürlich gleich wieder die „spirituellen Egos“ auf den Plan, die verkünden: „Nur diese Praxis ist die einzig wahre!“ Natürlich MÜSSEN wir als Menschen (als Egos) uns auch mit unserer Spiritualität und unserer für uns selbst richtigen, spirituellen Praxis identifizieren. Und dann finden wir genau DIES gut und richtig. Und weil es für UNS richtig ist, wollen wir gerne anderen etwas Gutes tun und verkaufen das, was uns selbst gut getan hat. Ist doch toll.

Doch die Identifikation mit einer Form, mit einem Verhalten, mit einer Übung, mit einem Muster, mit einer Tradition, mit einem Algorithmus, ist Ego – ist NICHT Freigeist. Wenn wir für uns selbst unsere eigenen Spiritualität leben, dass leben wir unsere Spiritualität MIT UNS und FÜR UNS. Hierbei haben und behalten wir unseren Fokus sicher AUF UNS SELBST. Wir konzentrieren uns auf uns im Innen. Unsere Aufmerksamkeit ist bei uns. Und unser Bewusstsein ruht auf uns. Alles ist bei uns selbst.

Doch in dem Moment, wenn wir unsere eigene spirituelle Praxis/Übung beendet haben und dann an die anderen Menschen denken, haben wir unseres Fokus eben NICHT mehr BEI UNS selbst, sondern plötzlich BEI DEN ANDEREN. Und schwupp sind wir im Ego-Modus unterwegs und glauben zu wissen, was für die anderen das Beste ist. Und diesen Übergang bemerken eben die meisten Spirituellen (noch) NICHT bewusst.

Und wenn die Leute dann etwas anders machen, als wir selbst, dann rollen wir mit den Augen und schütteln mit dem Kopf und denken: „Das kann ja auch nichts werden …“ – Doch, kann es doch …!

Spiritualität for one

Wer wirklich spirituell ist, der beendet seine spirituelle Übung NICHT. Der macht gar keine „Übung“, sondern sein gesamtes Leben ist seine spirituelle Praxis. Während unserer spirituellen Übung hielten wir unseren Fokus, unsere Aufmerksamkeit und unser Bewusstsein konzentriert bei uns selbst. NACH der Übung sind unsere Gedanken plötzlich wieder frei flottierend und flattern zu den anderen Menschen hin. Und dann denken wir: „Was könnte ich den anderen den mal Gutes tun? Was könnte ich ihnen verkaufen?“

Wer wirklich spirituell ist, der beendet seine spirituelle Übung NICHT. Er/sie behält tagein tagaus seinen Fokus, seine Aufmerksamkeit und sein Bewusstsein BEI SICH SELBST. Die anderen interessieren ihn überhaupt nicht. Und er hat auch nicht vor, irgendwelche Geschäfte mit den anderen zu machen oder Übungen an die anderen zu verkaufen. Derjenige ist überzeugt: Jeder wird schon in seinem eigenen Rhythmus finden und seinen eigenen Weg gehen.

Insofern ist wahre Spiritualität KEINE Massenveranstaltung, wo alle mitmachen und gleichzeitig beten oder die Hände in einer bestimmten Art und Weise halten/falten, sondern wahre Spiritualität ist „for one“ – nur für mich selbst und so, wie ich es für mich leben mag.

Einfluss geht verloren

Wenn jeder seine eigene Spiritualität frei leben würde, so „würde hier ja jeder machen, was er will“. – Das geht natürlich nicht (sagen die Gesellschaft sowie die Wirtschaft). Über die Hebel „das brauchst DU“ und „dies würde Dir bestimmt auch noch gut tun“ und „ohne das geht es aber nicht“ behält eine erlesene Minderheit das Ruder (noch) in der Hand, um die Mehrheit zu lenken und zu steuern. Früher war es die Kirche. Heute sind es die „spirituellen Firmen“ (die „spirituellen Konzerne“ – ein ganzer Wirtschaftszweig).

Die meisten Menschen sind nach wie vor mit ihrem Ego identifiziert und unser Ego BRAUCHT eine Orientierung. Und diese Orientierung findet es im Außen. Würde unser Ego diese Orientierung im Außen NICHT brauchen, wären die Menschen weder lenkbar noch manipulierbar. Die Schöpfung hat uns das Ego-Mangel-Gefühl also extra für bestimmte Erfahrungen des Unvollkommenseins und des BRAUCHENS geschenkt. Die Mehrheit BRAUCHT und die Minderheit füllt diesen Hunger und macht damit großartige Geschäfte – und dies schon seit Menschengedenken. Und offensichtlich soll es so auch sein …

Spiritualität, Traditionen und Algorithmen

Unser Spirit ist unser Freigeist. Würden wir automatisch einen inneren Zugang zu der Ebene unseres Geistes haben, so bräuchten wir Spiritualität nicht „künstlich“ zu praktizieren. Doch dieser Zugang ist blockiert und versperrt durch unser Ego sowie durch unser Denken.

Traditionen und Algorithmen sind Hilfsmittel, Krücken, Gehhilfen, mit denen wir als orientierungslose Egos versuchen, unseren Geist, zu dem wir den Kontakt verloren haben, doch noch irgendwie zum Ausdruck zu bringen. Doch weil unsere natürliche, energetische Verbindung zu unserem Geist (zu unserem Herzensfeld) zugeschüttet ist, brauchen wir als Egos diese Formen, Rituale, Handlungsanweisungen und Hilfsmittel.

Es ist eine unbewusste, große, innere Not in uns, dass wir GEIST SIND und einfach nicht wissen, wie wir uns als Geist „richtig und FREI“ zum Ausdruck bringen. Deshalb MUSS JEDE spirituelle Praxis mangelhaft und ungenügend bleiben, weil sie lediglich ein Versuch unseres Egos ist.

Eine neue Gelassenheit

Gelingt es uns, bei uns selbst unsere Lichtenergie „etwas hochzuschrauben“, so fällt es uns sehr viel leichter, etwas „über den Dingen zu stehen“ und die ganze Angelegenheit „von oben“ mit etwas mehr Gelassenheit anzuschauen. Dann können wir (so, als ob wir im Theater auf dem Rang sitzen) beobachten (was die Akteure (die Egos) „da unten“ auf der Bühne des Lebens veranstalten und) was hier so in dieser Welt geschieht.

Und wir können erkennen, wie sich Menschen mit anderen Menschen darüber streiten oder auseinandersetzen, welcher „Versuch“ denn der „richtigere Versuch“ ist. Und dabei ist und bleibt jeder Versuch, ein Versuch – sie sind alle gleichwertig „nur“ Versuche, wie wir als Form unseren formlosen Geist leben könnten.

Was ist die Auflösung?

Wenn wir über das Stadium „der unendlich vielen Versuche“ hinauswachsen wollen und wahrhaft wirkliche Spiritualität leben wollen würden, dann würde ein jeder Mensch jeden Tag ganz und gar bei sich sein mit seiner Aufmerksamkeit, seinem Fokus und seinem Bewusstsein. Alles um uns herum würden wir lediglich perifer in unserem Gewahrsein wahrnehmen, doch es würde uns nicht weiter interessieren. Auch „bessere Ideen“ und „neue Impulse“ würden wir NICHT von außen beziehen, sondern stets aus uns selbst heraus gebären.

Jeder wäre ganz bei sich und keiner würde mehr den anderen bewusst wahrnehmen. – Zugegeben eine unvorstellbare Situation. Wir würden hier Ernährung oder Fortpflanzung oder Partnerwahl funktionieren? Da muss man doch schon mal aufgucken und nach außen schauen.

Und daran merken wir, dass wir als körperliche Wesen NIE wirklich gänzlich spirituell werden sein KÖNNEN. Wir sind eben MEHR als nur Geist. Wir müssen uns eben auch um unseren Körper und unsere Fortpflanzung kümmern. Ist Fortpflanzung spirituell? Wohl eher Trieb gesteuert. Und hierfür MÜSSEN wir unsere Aufmerksamkeit (ob wir dies nun wollen oder nicht) von unserem Geist abziehen und dem Außen und der Welt zuwenden. Anders geht es nicht.

Fokus

Das einzige, was wir machen können, ist, bewusst zu entscheiden, wann und wie lange wir unsere Aufmerksamkeit auf uns selbst und wann und wie lange wir unseren Fokus auf dem Außen ruhen haben wollen. Hierüber steuern wir dann ganz bewusst ganz gezielt unser Leben.

Und sobald wir unseren Fokus und unsere Aufmerksamkeit nach außen richten, sind wir für die „Ego-Fänger“ und Geschäftemacher sowie auch für Tradition und Algorithmen (Handlungsanweisungen, Regeln, Normen, Gesetze) empfänglich. Wir sind dann käuflich.

Das Beste wird sein, eine gute und gesunde Mischung zu finden zwischen innen und außen. Frieden, Zufriedenheit, Geborgenheit in mir selbst und Selbstliebe erfahren wir dann, wenn wir den Weg zurück zu uns selbst immer wieder sicher finden. Und dies gelingt uns am einfachsten, indem wir jetzt einmal bewusst tief einatmen … und wieder ausatmen ….

Und noch einmal bewusst tief einatmen …. und wieder ausatmen ….

Mit unserem bewussten Atmen sind wir bereits jetzt für einen kurzen Moment spirituell, denn wir sind gedankenleer und bewusst präsent im Hier und Jetzt.

Atmen

Und dann sollten wir auch von diesem Artikel/Beitrag nur so viel für uns mitnehmen, wie uns JETZT hilfreich ist. Jeder darf sich dasjenige zu Eigen machen, was ihm/ihr guttut. Und den Rest atmen wir einfach wieder aus …

Und dann atmen wir lieber uns selbst sowie Licht und die universale Liebe ein. Das tut auf jeden Fall immer gut …

Und mit unserem Ausatmen lassen wir unsere Selbstliebe bis tief in unser Herzensfeld zu unserem Inneren Kind hin fließen und wiegen unser Inneres Kind jetzt liebevoll auf unserem Schoß oder in unseren Armen …

Und dieses bewusste Atmen KANN für uns alle eine sehr hilfreiche spirituelle Übung sein. Für wen genau? – Das muss letztendlich natürlich jeder für sich selbst entscheiden …

Und welche zusätzlichen oder weiteren Methoden, Techniken und Übungen jeder einzelne dann noch für sich mit hinzunehmen möchte, da ist jeder frei. Und wer meint, dem anderen etwas vorschreiben zu müssen, der spricht aus seinem Ego heraus und ist dann gerade mal gar nicht so sehr spirituell unterwegs …

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Der Spirituelle begegnet seinem Geist/Spirit jenseits aller Gedanken in seiner inneren Stille …

22.05.2019
Björn Geitmann

Alle Beiträge des Autors auf Spirit Online

Bücher von Björn Geitmann:
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