Was unsere Seele lebendig fühlen lässt

kontraste-Begrenzungen-sich-lebendig-fuehlen-Seele-peopleAbenteuer Kontraste – Was unsere Seele lebendig fühlen lässt

Es gibt Zeiten da fühlt man sich als eigenständiges Wesen etwas diffus und desorientiert. Schwach im eigenen Ausdruck und unklar im Kontrast zu anderen. Für viele ist es nicht immer einfach zu erkennen was man gerade braucht, um innerlich ausgeglichen zu sein. Besonders wenn anstrengende Arbeitsphasen hinter uns liegen, in denen wir innere Impulse – aus scheinbarem Zeitmangel – eine Weile vernachlässigt haben. Wenn sich die eigene Umgebung immer verwaschener anfühlt und einem das Gefühl zum Ich ein wenig verschüttet erscheint, ist es hilfreich einen Augenblick innezuhalten und sich daran zu erinnern:

Unser lebendiges Selbst, können wir nur durch Kontraste wahrnehmen.
Es ist die Basis unseres menschlichen Selbstempfindens.

Wenn es dir gelingt, dein Selbstempfinden zu klären und deinen Fokus wieder auf deinen Weg auszurichten, anstatt den Fokus anderer zu befeuern, kommen Inspiration und Einfälle zu dir zurück und unterstützen dich darin, deinen Alltag wieder kraftvoll zu beseelen.

Unser Ego schafft die Annahme vom Getrennt sein

Wir können alles sehen, außer uns selbst. Wir sind wie die Lücke im eigenen Bild. Wir sind derjenige, der hinsieht und zugleich Teil davon ist. Wir sind der Filter, durch den wir blicken und unsere Welt wahrnehmen. Sich selbst im Gesamtbild einordnen zu können, ist dabei nicht immer ganz einfach.

Wenn du in die Gesamtkonstellation hinein spürst,
bist du immer der Aspekt im Bild, der fehlt.

Ich lade dich heute ein, dein Ego nicht mehr als etwas Negatives zu betrachten, das gelöst werden muss. Es ist die Instanz, die es dir erstaunlicherweise ermöglicht, dich als Einzelwesen wahrzunehmen. Daraus resultiert eine eigenständige Persönlichkeit. Es ist nicht der Feind. Es ist der Aspekt in uns der sich aus der Ganzheit zurückziehen kann, um das Bild von außen betrachten zu können. Um den eigenen Platz im Gesamtgefüge erkennen zu können. Um die eigene Funktion oder Aufgabe überhaupt als eine Einzigartige wahrnehmen zu können. Mit dem innewohnenden Drang, dieses selbst erfahrene Wesen auch in dieser Welt der Gegensätze auszudrücken.

Dein spirituelles Wesen ist deine unumstößliche Basis.
Vertraue ihm und gehe mit offenem Herzen in deine Welt, um sie zu erleben.

Wenn du lernst, mit deinem Ego zu schwingen und dich nicht mehr unabdingbar mit ihm gleichsetzt und eine Identität daraus machst, bist du dazu in der Lage dich von beiden Seiten wahrzunehmen. Zum einen als das Gesamtbild und zum anderen als die Erfahrung dieses Gesamtbildes in Form eines eigenständigen Wesens.

Das Ego kann dann ein wundervoller Indikator für dich sein, um zu erkennen, inwieweit du in deinem Zentrum ruhst

Denn hier kannst du aktiv entscheiden, ob es nun für dich besonders hilfreich ist, dich getrennt wahrzunehmen, um Gegensätze zu erleben und dich darin zu erkennen. Oder dich als eins zu erfahren und dich im Gesamtbild einzubetten. Manchmal ist es hilfreich diese getrennte Sicht zu nutzen, um Wachstumsmöglichkeiten zu erkennen. Und immer dann, wenn wir besonders stark in diese Sicht der Dinge geworfen werden und mit bewusstem Wollen nicht daraus austreten können, erkennen wir, dass wir einem Kontrast begegnet sind, der verinnerlicht werden möchte.

Wir erkennen uns durch Kontraste

Wenn du dich zu lange, auf Veränderung wartend, in ein und derselben Lebenskonstellation aufhältst, verschwimmt deine Selbstwahrnehmung mitunter ein wenig. Ganz egal wie diszipliniert du mit deinem Inneren arbeitest, Blockaden auflöst und neue Erfolge manifestierst. Und das ist ganz natürlich so. Dein inneres Wesen ist der lichte Ankerpunkt von alle dem, was du im Leben gestaltest. Es sendet dir wunderbare Impulse um zu Handeln. In meiner Arbeit als spiritueller Berater begegnen mir immer wieder Menschen, die sich hauptsächlich mit ihrer spirituellen Ebene beschäftigen, dabei den Blick für Handfestes aber ein wenig verlieren und sich fragen, warum sich das eigene Leben eigentlich so wenig lebendig anfühlt. In einem solchen Zustand übersieht man schnell, dass im Physischen die eigenen Themen erst so richtig erkennbar werden und Anwendung finden können.

Wer nicht auf den Horizont blickt, erkennt die eigenen Begrenzungen nicht.

Wir leben in einem unendlich intelligenten Netzwerk aus „unsichtbaren“ Verbindungen und realen Beziehungen. Unser menschliches Selbst(wert)empfinden generiert sich auch dadurch, dass wir uns als lebendiges Wesen in dieses einfügen und darin Einsatz finden. Lebendig zu sein bedeutet auf dieser Erde vor allem sich durch Gegensätze zu erfahren. Und keiner dieser Kontraste ist Zufall.

Kontraste machen nicht nur wach und lebendig.

Sie treiben dich auch an, weisen dich auf anstehende Lernaufgaben hin und lassen dich die Lebensbereiche erfüllt erfahren, die bereits im Fluss sind. Doch nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Projekte können wir wieder klarer als eigenständige Einheit erfahren, wenn wir uns auch mit Dingen beschäftigen, die uns gestatten einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Ihre Bedeutung im Gesamtbild wird dadurch wieder eindeutiger. Wenn du dir beispielsweise Inspiration einmal nicht aus demselben Themenbereich holst, sondern dich durch ganz andere Dinge inspirieren lässt, die deinen Geist für neue Möglichkeiten und Verbindungen öffnen.

Schule deine Wahrnehmung dahingehend zu erkennen,
welche Ebene deines Seins gerade deine Unterstützung braucht.
Es ist nicht immer die spirituelle.

Je kontrastreicher ein Bild ist, umso lebendiger wirkt es auf uns. Umso bunter ein Raum gestaltet ist, umso fröhlicher nehmen wir ihn oftmals wahr. Tiefe Zufriedenheit entsteht im Inneren, doch lebendige Freude generiert sich oft gerade im Alltäglichen. Deine Begeisterung möchte in eine gelebte Form einfließen dürfen und genutzt werden. Und oftmals entsteht diese beseelend packende Euphorie erst beim Tun selbst.

Bewegt sprühend und liebevoll verbunden

Es ist die Abfolge aus Anspannung, die die ersehnte Entspannung erst erstrebenswert erscheinen lässt. Ebenso in umgekehrter Reihenfolge. Wenn du tief entspannst, spürst du bald neue Handlungsimpulse aus deinem eigenen Zentrum aufsteigen und neue, inspirierende Ideen finden ihren Weg zu dir. Es machen die Gesamterscheinung rund und erweitert den eigenen Horizont vollumfänglich. Deswegen ist es überaus hilfreich, sich immer mal wieder in verschiedenartige oder auch gegensätzliche Situationen zu bringen.

Schaffe ganz bewusst Kontrastpunkte

Doch manchmal erlauben wir uns solche Kontraste im eigenen Leben überhaupt nicht. Vor allem dann, wenn wir den Eindruck haben, dass eine bestimmte Handlung oder Tätigkeit eine Abweichung von unserem Selbstbild, unserer momentanen Identifikation, darstellt. Doch Liebes, die Außenwelt bietet dir einen Erfahrungsschatz, den du nicht ungenutzt ablehnen solltest, nur weil eine Erfahrung einmal nicht zu deinen bisherigen Wertansprüchen oder Ansicht passt. Spüre einmal in deine innerste Wahrheit hinein und erkenne dort den Funken der Übereinstimmung mit äußeren Gegebenheiten. Es sind Geschenke, die in Form von Gelegenheiten in dein Leben treten.

Mache dir wieder öfter das Geschenk einer neuen Perspektive.
Und erkenne, dass deine Erlebnisse nicht dem entsprechen müssen,
womit du dich identifiziert hast.

Um dich erneut voller Lebenskraft zu spüren, kann dich bereits der Ausblick auf eine kommende, neuartige Erfahrung viel kreativer machen. Schon wenn du neue Abenteuer planst, erzeugst du ganz bewusst einen Kontrastpunkt in deinem Leben. Und damit hast du ein Spannungsgeflecht zwischen deinem jetzigen Zustand und dem Visualisierten, deiner Vorstellung, geschaffen. Dieses Spannungsfeld lädt dich mit Kraft auf und bringt dich ins Handeln. Du kannst aus diesem nämlich Handlungsenergie ableiten. Wenn du das Ziel dann erreicht hast, hat sich die Spannung entladen. Deswegen fühlt es sich manches Mal so leer an, wenn wir ein lang ersehntes Vorhaben umgesetzt haben oder ein bestimmtes Ergebnis erreichen.

Erzeuge Spannungsgeflechte, durch die du Handlungsenergie ableiten kannst.

Aus diesem Grund ist es hilfreich Pläne zu schmieden und Termine festzulegen. Das bedeutet nicht, dass sie in Stein gemeißelt sein müssen. Sie dürfen durchaus neuen Impulsen und spontanen Eingebungen folgen. Doch durch deine Vorhaben hast du eben die Möglichkeit, dich mit Handlungsenergie zu erfüllen.

Und das wird dir ganz bewusst dazu helfen, voll umfänglich an deinem Leben teilzunehmen. Erneut Freude am Tun zu spüren und deinen eigenen spirituellen Weg noch ein wenig klarer erkennen zu können.

21.03.2019
Mit Liebe & Verbundenheit,
Anna Maria Stark

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