Alles Einheit, oder was? – eine Erinnerung

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Einheit gemeinsam essen anstossenAlles Einheit, oder was? – eine Erinnerung

Die Haltung, die ich zur Zeit bei Vielen in unserer Gesellschaft beobachten kann, die seit Jahren den Weg des Bewusstseins gehen, regt mich zum nachdenken an. Zum nachdenken zum Beispiel darüber, was eigentlich – jetzt – wichtig sein könnte für uns als Menschheit.

Unter Weg des Bewusstseins verstehe ich, den Weg durch die Lebenskulisse immer bewusster zu gehen, und mehr und mehr bei seinem Selbst – das in der Liebe IST – anzukommen. Und unterwegs unter anderem Mitgefühl, Toleranz, Akzeptanz, Demut und Dankbarkeit zu entwickeln. Neutralität. So sein lassen. Liebesfähigkeit.

Wir kommen aus der Einheit und wir gehen irgendwann zurück in die Einheit. Dazwischen führt uns – im besten Fall – unser Kompass, unser Herz.
Soweit, so gut.

Theorie und Praxis

Wir kennen das theoretisch, und haben es viele Jahre gelesen, haben darüber gesprochen und es auch gefühlt. Unser Herz hat sich erinnert und vor Sehnsucht und Vorfreude aufgeleuchtet. Es begann sich zu öffnen, und so manches Mal tat es weh.

Nun ist die Zeit der Anwendung da, die Praxis. Denn Theorie und Praxis sind ein Ganzes, so wie es maskulin und feminin, hell und dunkel, usw. sind.
Das gehört zum Leben hier auf der Erde, auch zum spirituellen. Lernen und anwenden.

Doch wenn ich mich in dieser Zeit so umsehe, erblicke ich wenig Einheitsbewusstsein und Liebe, sondern viel Trennung und Angst.
Da lese ich unter anderem, „ein Schwert geht durch die Menschheit“, oder „die Spreu trennt sich vom Weizen“, und einiges mehr in dieser Art.

Natürlich gibt es auch Inseln der Einheit und Liebe in diesem Weltenmeer, und wenn ich sie erblicke, ist die Freude groß.

Herzensweg

Wenn wir uns dem Weg des Herzens widmen, dem Weg der Mitte, sollte es dann nicht darum gehen, das Gemeinsame zu fokussieren, statt Trennung, Spaltung und Angst?

Wenn Menschen aus unserem Umfeld, die wir gern haben, sich für etwas entscheiden, das wir aus unserer Sicht nicht nachvollziehen können – lassen wir da ein Schwert der Trennung durch uns hindurch sausen?

Oder ist es vielleicht auch eine Möglichkeit einer Abnabelung in Liebe, oder für das üben von Akzeptanz und Mitgefühl?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es der Weg des Herzens sein soll, die Spreu vom Weizen zu trennen. Oder dass das Herzens-Bewusstsein sagt, erhebe dich über andere und richte!

Mir ist bewusst, dass ich diese Zeilen nur schreiben kann, weil mir Bewertungen, Urteile, Besserwisserei und Ängste wohl bekannt sind. Weil ich in diesen Zeiten so manches Mal schon fast gezwungen wurde, anzuwenden was ich gelernt habe. Weil mir hier und da nichts anderes übrig gebLieben ist, als mich auf die Liebe zu besinnen.

Vielleicht kann es hilfreich sein, bei allem, was auf einen zukommt – seien es Nachrichten, Botschaften, Beobachtungen von Handlungen von einem Selbst und von Anderen – sich zu fragen: Dient dies der Spaltung und Angst, oder der Liebe? Nach meiner bisherigen Erfahrung gilt das für jeden Bereich. Nicht alles was glänzt, ist Gold. Andersherum genauso. Was keinen äußeren Schein hat, kann innen glänzen.

Aufwachen

Tief in meinem Inneren frage ich mich, ob wir nicht ALLE gerade die Chance haben, aufzuwachen. J E D E R.

Wir schlafen bestimmt ALLE noch ein bißchen.
Mag sein dass manche noch laut schnarchen, andere schon mit einem Auge blinzeln. Das Eine ist nicht besser als das Andere.
Vielleicht oder sehr wahrscheinlich wacht auch Jeder woanders, an einem anderen Punkt (Ort) auf.
Möglicherweise haben wir sogar ganz viele Aufwach-Punkte.

Und so frage ich mich, bei all der Trennung und Spalterei, ob es nicht etwas ist, das sowieso schon da war. Die Menschheit war ja keine (Herzens-)Einheit, sie war sich nicht einig. Wenn, dann war es nur eine Illusion. Vielleicht wird genau diese Un-Einheit jetzt sichtbar und wir haben die Chance, ein Netz der Liebe um die Erde entstehen zu lassen. Von Herz zu Herz.

Jeden so sein lassen auf seinem eigenen, individuellen Weg. Wir müssen ja nicht zusammen gehen und uns langweilen, wenn wir uns nichts zu erzählen haben.
Aber unsere Herzen können doch Liebe füreinander empfinden – sie wollen es sogar, unsere Herzen wollen lieben. Also lassen wir sie doch mal, und stehen nicht im Weg mit Gedanken von Schwertern, die durch die Menschheit gehen.

P.S.: Noch ein paar Zeilen zum Thema Einheit auf den verschiedenen Ebenen.
Wir müssen nicht dieselben Gedanken haben. Die Gedanken, Meinungen haben keinen Einheitscharakter sondern sind von Natur aus eher vereinzelt zu sehen, mental.
Einen gedanklichen Einheitsbrei anzustreben bei den Menschen würde Stillstand bedeuten, Bewegung nur im Hamsterrad der ewig gleichen Gedanken. Es ist nicht natürlich.
Gedanken sollen unterschiedlich sein, inspirierend, das bringt uns weiter.

Doch wir sollten die Einheit unserer Herzens-Funken wieder spüren und die Liebe fließen lassen. Denn das lässt Kraft und Macht entstehen in einer Weise, die zum höchsten Wohl von Allen ist. Also, ran ans üben.

23.07.2021
Melanie Ackermann


Melanie-Ackermann-Portrait-2021Melanie Ackermann

… meine Krone streckt sich in den Himmel, mein Herz öffnet sich – und erzählt.
Mein Schreiben ist etwas, …

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