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Angst und Leugnung – und unser Ausweg

Angst-Leugnung-girl-plastic-bottles-Dmytro-Fred-Hageneder-Zinkevych-shutterstock-683780260Unsere Ökosphäre – Angst und Leugnung – und unser Ausweg

Die Menschheit schaut apathisch zu, wie ihre Zeit abläuft. Aber die Gegenbewegung wächst! Jede/r kann die eigene Trägheit überwinden und Verantwortung übernehmen. Es gibt keine Ausreden mehr!

Die Qualität unserer Zeit ist die des Umbruchs.

Alles ist in Bewegung, alles verändert sich, und das schneller, als wir hinterherkommen. Die traditionellen Gedankengebäude, auf denen Gesellschaften und Wirtschaftssysteme basieren, bröckeln an allen Ecken und Enden. Nichts scheint mehr sicher. Skandale, sogar große und gewichtige, erscheinen fast monatlich, und ihre Aufarbeitung lässt zu wünschen übrig, weil schon wieder etwas Dringenderes passiert.


Beitrag verpasst? Hier die Übersicht:
Das Vorwort dieser Artikelserie:

“Jetzt handeln für eine glückliche Erde” >>>jetzt lesen<<<
1. Lebendige Erde – Unseren Planeten verstehen  
Wie funktioniert er eigentlich, unser vitaler Planet, auf dem das Lebendige mit all seinen Bereichen – den Meeren, der Atmosphäre, den Wäldern und den Böden – so eng ineinandergreift?
>>>jetzt lesen<<<
2. Klimazerrüttung 
Lügen und Fakten. Der tatsächliche Zustand des Klimas und der Lebenssysteme der Erde. Die TeilnehmerInnen der Schulstreiks haben recht: Statt “Klimawandel” brauchen wir einen durchgreifenden Systemwandel.
>>>jetzt lesen<<<
3. Artenvielfalt
Artenvielfalt ist kein Luxus der Natur, sondern eine existenzielle Notwendigkeit in einem sich ständig wandelnden Universum. Auch die Evolution darf man nicht nur auf Individuen beziehen, sondern muss sie im Gesamtzusammenhang der jeweiligen Ökosysteme verstehen.
>>>jetzt lesen<<<
4. Wegwerfgesellschaft
Die unersättliche Gier nach “Rohstoffen” und die Verseuchung aller natürlichen Lebensgrundlagen sind die zwei Seiten der einen dreckigen Medaille. Es gibt aber auch ethische und nachhaltige Möglichkeiten zu wirtschaften.
>>>jetzt lesen<<<
5. Gesunde und nachhaltige Ernährung
Der Mensch ist kein “Hautsack”, der von seiner “Umwelt” abgenabelt ist, sondern ein System dynamischen Austausches. Das Konzept des Er-Nährens muss in beide Richtungen fließen: Wirklich gesund für das Individuum ist das, was wirklich gesund für die gesamte Ökosphäre ist. Erde und Mensch sind eins.
>>>jetzt lesen<<<


In solch einem Klima wachsen natürlich Ängste aller Art.

Und oft genug führen sie zum Festhalten an den alten Werten, ja zu ihrer Betonung und Erhöhung. Konservative werden konservativer, Fanatiker werden fanatischer. Und Angst nährt die Leugnung. So wählen ganze Bevölkerungsgruppen die Rechtspopulisten, weil die grünes Licht geben, die eigene Ignoranz pflegen zu dürfen. Man wählt den leichteren Weg, wenn man sich total überfordert fühlt, das ist ja auch verständlich.

Aber Klima-Leugnung ist ein Problem, das die Entwicklung zu Vernunft und Nachhaltigkeit immer noch stark behindert.

Wenn endlich auch das Artensterben und die Plastikverseuchung am engen Horizont der Leugner ankommen,

werden sie keine Argumente haben, sondern einfach dasselbe Schema wieder fahren. Die Grundhaltung dagegen, auch nur irgendetwas für das Klima und die Erde zu tun und die systembedingten Fehler zu ändern, ist die Beschwichtigung:

  • Klimawandel wird schon vorübergehen!
  • Was soll die Panik?!?
  • Greta ist doch geistesbehindert!
  • Das Baumsterben und das Ozonloch sind ja auch einfach so verschwunden, ohne dass jemand etwas hätte tun müssen!

Völlig falsch. Uninformiert. Einfach nur dumm.

Das Waldsterben der 1980er verschwand nicht von allein, sondern nur von unserem Radar, weil

  1. der Ostblock und seine kohlebeheizte Schwerindustrie 1989 kollabierten,
  2. weil bei uns die Kraftwerke bessere Filtersysteme erhielten, und
  3. weil treue deutsche Förster seither immer wieder Unmengen kranker Bäume fällen – das verbessert die Statistik (ähnlich wie bei Arbeitslosen, die als Sozialfälle ausgelagert werden). Immer noch sind viele Bäume krank, nur die Medien reden kaum je darüber.

Und das Ozonloch über der Südhalbkugel verschwand keineswegs,

es wurde nur etwas kleiner und zeigt Chancen auf Heilung. Aber dafür mussten weltweit die FCKWs (Fluorkohlenwasserstoffe) aus Spraydosen usw. verbannt werden. Eine Regelung, die erstaunlich schnell griff und von der Industrie auch weitgehend eingehalten wurde. Aber die Menschen in Neuseeland sonnen sich nie, gehen mit UV-Schutzanzügen schwimmen und benutzen mehrmals täglich Sonnenschutzcremes mit Faktor 40 bis 50. Was für eine Arroganz, hier in Europa zu behaupten, es gäbe kein Ozonloch mehr!

Die wirklich guten Nachrichten:

Die Veränderung einer maroden Zivilisationsform benötigt gar nicht die Einsicht von 100% der Bürger*innen!

Es genügt, wenn 2–3% der Bevölkerung dahinterstehen, dazu eine starke Basisbewegung wie z.B. Fridays For Future, und ein paar couragierte Politiker, die Gesetzesentwürfe ins Parlament einbringen (1). So setzte sich z.B. die Abschaffung der Sklaverei in den 1860ern durch oder das Frauenwahlrecht im frühen 20. Jahrhundert.

Heute wächst die Zahl der Erdschützer (Earth Protectors) stetig, ebenso wie das Teamwork und die Vernetzung zwischen Naturschutz-Bewegungen. Über 90% der Menschen wollen besseren Naturschutz, mehr “Bio“-Produkte, humane Tierhaltung und gesunde Meere mit glücklichen Bewohnern (2). Nur couragierte “tiefgrüne” Politiker sind kaum zu finden. (Die Grünen verstehen sich ja auch als “Partei der Mitte“, die das System gar nicht grundlegend ändern wollen.)

Die Ursache des Dramas

Das Muster der Angst und der Abschottung von allem ist freilich viel älter als unsere bewegte Zeit. Letztendlich geht es zurück auf die ersten Schritte der Entfremdung des Menschen von der Natur. Forscher und Philosophen sind sich einig, dass die beginnende Entfremdung sich mit dem Übergang zur Ackerbaukultur vor ungefähr 10.000 Jahren ereignete. Bis dahin waren die Menschen annähernd 200.000 Jahre lang Jäger und Sammler gewesen – obwohl es besser “Sammler und Jäger” heißen sollte, denn es wurde mehr gesammelt als gejagt.

In der nomadischen Lebensweise der Sammler und Jäger lag die Sicherheit gerade in der Mobilität und der Vielfalt der Nahrungsquellen. Diese waren reichlich vorhanden, stabil und widerstandsfähig: Massenmigration von Großwild und Vögeln, eine Fülle von Kleinwild, Wasservögeln, Fischen und anderen Wasserlebewesen sowie die Fülle an Pflanzen aus gänzlich verschiedenartigen Ökosystemen.

Es wurde nachgewiesen, dass man auch heute noch in drei Wochen genug Wildweizen

mit einer Feuersteinsichel sammeln kann, um eine Familie ein Jahr lang zu ernähren (3). Dennoch hatten die damaligen Nomaden weit über 100 Pflanzen auf dem Speisezettel, die Bauern der Agrarrevolution nur ein Viertel davon.

Die Agrarrevolution wurde in unserer Zeit lange als Riesenfortschritt gepriesen, aber inzwischen weiß man, dass sie eher eine schlechtere Ernährung mit sich brachte. Die mit ihr alsbald verbundene Sesshaftigkeit führte außerdem zur Ausbreitung von Krankheiten sowie zu gnadenlosen Steuersystemen sich entwickelnder Obrigkeiten.

Die Sammler und Jäger hatten viel Zeit für Geselligkeit und andere angenehme Aktivitäten.

Aber die Bauern mussten vor allem eines: Schwerstarbeit auf der Scholle leisten, im “Schweiße ihres Angesichts“, wie das Alte Testament so treffend formuliert. Eine anderer Satz aus der Genesis, “macht sie [die Erde] euch untertan” – nach einer anderen Übersetzung aus dem Hebräischen: »nehmt sie unter eure Füße« (4) – war damals vielleicht nur eine verzweifelte Aufmunterung an die schuftenden Bauern. Sie wurde aber in späterer Zeit gründlich als Erlaubnis zur Totalherrschaft des Menschen über jegliche Kreatur missverstanden.

Die Wurzel allen Übels entfaltete sich aber gleich früh auf dem Acker:

Hier begann die entscheidende Spaltung in der menschlichen Psyche. Das bearbeitete Feld bedarf eines so hohen Maßes an Organisation und Disziplin, weil es ständig von der “wilden” Natur bedroht wird. Unkraut, saatfressende Insekten und Vögel, ungünstiges Wetter – die Wildnis wurde zur “anderen Seite“, zur unkontrollierbaren, dunklen, bösen, furchterregenden Kraft der Natur.

Wo der Sammler und Jäger alles nehmen konnte, wie es eben kam, immer genug fand und niemals versucht war, die Natur zu manipulieren, musste der Bauer alles und jedes kontrollieren. Bis er so genervt war, dass er jede technische Errungenschaft begrüßte und ihm schließlich jedes Mittel Recht war. Bis hin zu schweren Traktoren, die den Boden komprimieren, Glyphosat und der ganzen Spanne der chemischen Kriegsführung.

Seither befindet sich die Menschheit im andauernden Krieg gegen die Natur.

Die Dynamik des “Wir gegen alle anderen” zieht sich wie eine Kette fallender Dominosteinchen von den ersten urbar gemachten Feldern bis zum Aufstieg des globalen Hyper-Kapitalismus und dem sechsten Massensterben. Der rote Faden dabei, das unhinterfragte Dogma in den traditionellen Denkmustern ist der Anthropozentrismus.

Dieser unglücklich lange Begriff stammt von griech. anthropos, “Mensch” und bezeichnet den Glauben, dass der Mensch das wichtigste Wesen im Kosmos sei. Er stellt auch eine feste Grundlage für das Konzept der menschlichen Überlegenheit dar.

Das führt zur Degradierung der gesamten Ökosphäre,

die ihren innewohnenden Wert, ihre Schönheit, Würde und Heiligkeit verliert, nur um Rohstoffe für die menschliche Verwertung zu liefern. Passend dazu spricht der Mensch von »Um«-welt – ein Begriff, der immer und unweigerlich auf das zentrale höchste Wesen verweist, das eben der Mensch sei.

Der Anthropozentrismus ist die Hauptursache für den globalen ökologischen Zusammenbruch.

Und er hat noch weitere unschöne Seiten. Das gedankliche Gift, dass “wir” (die Menschen) wertvoller seien als “die anderen” (die Tiere, Pflanzen und alle anderen Mitbewohner des Planeten) sickert in immer kleinere Bezugsebenen. Wir als Nation seien wichtiger als alle anderen Länder; wir Zivilisierten seien höher entwickelt als die primitiven “Wilden“; “wir” haben die einzig wahre Religion; Weiße seien besser als Schwarze; usw. Und überall gelten Frauen als dümmer.

Deswegen sind Faschismus, Kolonialismus, Rassismus, Chauvinismus usw. so weit verbreitet

– und werden auch nicht verschwinden, wenn man lediglich symptombezogen an gesellschaftspolitischen Rädchen dreht!
Sie sind unvermeidliche Begleiterscheinungen jeder Gesellschaft, solange diese im Kern anthropozentrisch bleibt. Und das Barometer dafür ist, wie eine Kultur mit der Erde und der Schöpfung umgeht.

In seiner radikalen Zivilisationskritik spricht der indianische Gelehrte und Aktivist Jack D. Forbes von “Kannibalismus“.
Damit meint er

das Verzehren des Lebens eines anderen für den eigenen privaten Zweck oder Gewinn“.

Diese schwere psychische Störung, die Fähigkeit zu rücksichtsloser Ausbeutung, lässt sich durch die gesamte europäische und asiatische Geschichte verfolgen, von wo aus sie auch auf die anderen Kontinente übergriff. Und Forbes warnt davor, dass “diese Krankheit, diese (Kannibalen-)Psychose, die größte ansteckende Krankheit ist, die der Mensch kennt“. (5)

Gedenken wir noch einmal der Betrogenen,

die im 4. Artikel dieser Serie genannt wurden: der toten Yaks in Tibet, der quecksilbervergifteten Indios in Peru, der Menschen von Plastic City und der Kinder, die in den kongolesischen Kobaltminen arbeiten, aber auch jener in afrikanischen “Recycling“-Werkstätten oder in asiatischen Nähfabriken. Der gerodeten Wälder, der ohne sie heimatlos gewordenen Tiere, der geplagten Wale und Fische, der Ökosysteme der Welt, die für Erdöl, Kohle, Aluminium, Lithium und andere “Ressourcen” geopfert werden.

Und wagen wir einen Blick vor die eigene Haustür:

Wussten Sie, dass es in Deutschland fast 8 Millionen Menschen mit Behinderungen gibt? Das sind fast 10% der Bevölkerung! Die nichtsdestotrotz immer noch im Stillen um ihre Gleichberechtigung kämpfen. “Im Stillen“, weil das die Mainstream-Medien nicht sonderlich interessiert. Man lasse sich von einigen Behindertenparkplätzen in den Citys und der seit 2009 auch in Deutschland geltenden UN-Behindertenrechtskonvention nicht täuschen!

Vorläufig bleibt Inklusion ein schönes Märchen (6) zur Beruhigung des Gewissens.

Nehmen wir die Deutsche Bahn. Jedes Jahr werden immerhin 100 Stationen barrierefrei ausgebaut.
Das klingt ja werbewirksam, aber bei rund 5.400 Bahnhöfen in Deutschland wird es noch 25 Jahre dauern, bis Behinderte in alle/n Regionen reisen können. Der Grund für das Schneckentempo: Man will “aus wirtschaftlichen Erwägungen keine weitgehenden Investitionen” vornehmen”, sagt die Bahn (7).

Das haben wir doch schon mal wo gehört? Ach ja! Auch lebenswerte Altenheime für alle sind der Investition nicht wert. Oder Filteranlagen für die Verbrennung von “Recycling“-Plastik in Asien. Oder der Schutz von Lachsen und Orcas an der amerikanischen Pazifikküste.
Man muss endlich der Tatsache ins Auge sehen, wie kaltblütig und grausam unsere Form der Zivilisation eigentlich ist.

Die Heilung

Die Heilung vollzieht sich bereits! Sie hat längst begonnen. An unzähligen Orten, an denen Menschen in Yogaklassen, Meditationsgruppen und buddhistischen Zentren lernen, ihr Ego nicht mehr so ernst zu nehmen und Empathie mit allen Lebewesen zu haben. In Tausenden von Therapiegruppen und Einzelstunden, in denen Menschen sich bemühen, über ihre Schatten zu springen und sich für neue, gerechtere und nachhaltige Werte zu öffnen.

Überall, wo Menschen die eigene Bequemlichkeit überwinden und sich einsetzen für die Rechte und die Gleichstellung anderer, sei es im sozialen Bereich (Behinderte, Kinder, Arme, Alte, LGBTQ, Migranten) oder im “grünen” Bereich (Wale, Bienen, Wölfe, Dachse, Vögel, Frösche und viele andere mehr).

Neue Impulse in der politischen Arbeit führen diese beiden Bereiche – den “roten” (sozialen) und den “grünen” (inklusive Klimaschutz, Artenschutz) – zusammen. Nennenswert ist in diesem Zusammenhang der “Green New Deal(8), der in den USA und zögerlich auch in Europa diskutiert wird.

Der gemeinsame Nenner aller Impulse, die aus der Misere führen, ist:
Verantwortung übernehmen.

Nicht nur für uns selbst, sondern für alle fühlenden Wesen und die gesamte Ökosphäre.

Unsere (der Menschheit) lange, unangenehme Geschichte lehrt uns, dass die Menschenrechte nur funktionieren können, wenn wir sie vom Anthropozentrismus befreien, d.h. wenn wir sie verknüpfen mit den Rechten aller anderen Lebewesen, die sich hier auf der Erde niedergelassen haben. Unsere Forderung nach Rechten muss mit einer Reihe klarer Verantwortlichkeiten einhergehen.

Wir müssen bereit sein, mehr zu tun, als Grundrechte (z.B. Frieden und freie Entfaltung für alle fühlenden Wesen) einzufordern,

nämlich bereit sein, aktiv an der Schaffung einer Welt zu arbeiten, in der diese Grundrechte auch erfüllt werden können. So wäre in Deutschland die Aufnahme des Klimaschutzes und des Artenschutzes in das Grundgesetz eine sinnvolle Maßnahme. Sie reicht aber bei weitem nicht aus.

»Wir können kein Recht auf Leben beanspruchen, ohne Verantwortung für das bereits geschaffene Leben zu übernehmen.«
(Sherri Mitchell, indigene Anwältin, Autorin und Aktivistin) (9)

Dieser Verantwortungssinn kann sich nicht aus Profitdenken oder der Angst um Status oder Position entwickeln, sondern nur aus der Liebe zum Leben und zur Kreatur. Daraus entsteht Empathie, Mitgefühl, und unser natürlicher Verantwortungssinn kann wieder aus dem Dornröschenschlaf erwachen. Dann ruhen wir in uns selbst, werden unbestechlich, und werden wie von selbst für Earth Law, die Rechte der Erde, eintreten.

Der Zen-Meister Thich Nhat Hanh sagt dazu:

Ihr habt den Mut, es zu tun, weil ihr Mitgefühl habt, weil Mitgefühl eine mächtige Energie ist. … Mit Mitgefühl kannst du für andere Menschen sterben, wie die Mutter, die für ihr Kind sterben kann. Ihr habt den Mut, es zu sagen, weil ihr keine Angst habt, etwas zu verlieren, weil ihr wisst, dass Verständnis und Liebe die Grundlage des Glücks sind.(10)

Indem wir die Verbundenheit allen Lebens erkennen, können wir über die Vorstellung hinausgehen, dass wir getrennte Wesen seien, und unser Mitgefühl und unsere Liebe so erweitern, dass wir Maßnahmen zum Schutz der Erde ergreifen. Sobald das genügend Menschen tun, kann die Transformation unserer Zivilisationsform endlich einen Gang höher schalten.

Quellen:

1. Fred Hageneder 2019. Happy Planet. Saarbrücken: Neue Erde. 189.
2. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit 2017. Naturbewusstsein 2017 – Bevölkerungsumfrage zu Natur und biologischer Vielfalt. Bonn.
3. James C. Scott 2019. Die Mühlen der Zivilisation: Eine Tiefengeschichte der frühesten Staaten. Berlin: Suhrkamp.
4. Paul Hengge 1998. Die Bibelkorrektur. Köln: Wiss. u. Pol.
5. Jack D. Forbes Zitate aus: Fred Hageneder 2019. Happy Planet. Saarbrücken: Neue Erde. 160.
6. Andreas Reigbert 2019. Das Märchen von der Inklusion – es könnte Wirklichkeit werden. Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., 09.07.2019. https://www.bsk-ev.org/aktuelles-presse/news-aktuellespresse/detailed-view/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=607&cHash=c954d806fc4624380dfd19738a8b4484
7. siehe 6.
8. siehe z.B. Wikipedia: Green New Deal. https://de.wikipedia.org/wiki/Green_New_Deal
9. Meine Abschrift der Audiodatei eines Vortrags von Sherri Mitchell. http://penbay.org/deep/deepeco_102315/deep_eco_102315_4_sherri_mitchell_andfilm33min.mp3
Sie hat auch ein wunderbares Buch geschrieben: Sherri Mitchell (Weh’na Ha’mu’Kwasset) 2018. Sacred Instructions: Indigenous Wisdom for Living Spirit-Based Change. Berkeley (CA): North Atlantic Books.
10. Thich Nhat Hanh Zitat in: Jo Confino 2013. Zen master Thich Nhat Hanh: only love can save us from climate change. theguardian.com, Mon 21 Jan 2013. https://www.theguardian.com/sustainable-business/zen-master-thich-nhat-hanh-love-climate-change?fbclid=IwAR2jOUgrhWaqD3yYn8kMgdoNH8iDFKdEgyrl_Obmi9yUxnhJkE8Zq_Ev9uU

23. August 2019
Fred Hageneder
Führender Autor auf dem Gebiet der Ethnobotanik und der kulturellen und spirituellen Bedeutung der Bäume

Alle Beiträge des Autors auf Spirit Online

Weitere wichtige Aspekte der Lebenssysteme unseres Planeten

insbesondere die Artenvielfalt, Feedbacksysteme und Kippelemente – werden in den anderen Artikeln dieser Serie behandelt:
Das Vorwort dieser Artikelserie:
“Jetzt handeln für eine glückliche Erde” >>>jetzt lesen<<<

Die Artikelserie “Jetzt handeln für eine glückliche Erde” beinhaltet:

1. Lebendige Erde – Unseren Planeten verstehen  
Wie funktioniert er eigentlich, unser vitaler Planet, auf dem das Lebendige mit all seinen Bereichen – den Meeren, der Atmosphäre, den Wäldern und den Böden – so eng ineinandergreift?

2. Klimazerrüttung 
Lügen und Fakten. Der tatsächliche Zustand des Klimas und der Lebenssysteme der Erde. Die TeilnehmerInnen der Schulstreiks haben recht: Statt “Klimawandel” brauchen wir einen durchgreifenden Systemwandel.

3. Artenvielfalt 
Artenvielfalt ist kein Luxus der Natur, sondern eine existenzielle Notwendigkeit in einem sich ständig wandelnden Universum. Auch die Evolution darf man nicht nur auf Individuen beziehen, sondern muss sie im Gesamtzusammenhang der jeweiligen Ökosysteme verstehen.

4. Wegwerfgesellschaft 
Die unersättliche Gier nach “Rohstoffen” und die Verseuchung aller natürlichen Lebensgrundlagen sind die zwei Seiten der einen dreckigen Medaille. Es gibt aber auch ethische und nachhaltige Möglichkeiten zu wirtschaften.

5. Gesunde und nachhaltige Ernährung 
Der Mensch ist kein “Hautsack”, der von seiner “Umwelt” abgenabelt ist, sondern ein System dynamischen Austausches. Das Konzept des Er-Nährens muss in beide Richtungen fließen: Wirklich gesund für das Individuum ist das, was wirklich gesund für die gesamte Ökosphäre ist. Erde und Mensch sind eins.

6. Angst und Leugnung – und unser Ausweg
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