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Nerven beruhigen und 9 ungewöhnliche Tipps

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Nerven beruhigen: neun kleine Unterbrechungen für einen angespannten Tag

Wenn Gedanken kreisen und der Körper auf Alarm steht, hilft selten der Befehl, sich endlich zu beruhigen. Um die Nerven zu beruhigen, können Sie zunächst etwas Einfaches tun: den Boden unter den Füßen spüren, langsamer ausatmen oder für ein paar Minuten den Ort wechseln. Die neun Anregungen hier sind keine Behandlung. Sie geben Ihnen Möglichkeiten, den Augenblick zu verändern und zu beobachten, was Ihnen tatsächlich guttut.

Stress fühlt sich nicht bei allen Menschen gleich an. Manche werden unruhig, andere ziehen sich zurück oder schlafen schlecht. Wenn Sie anhaltend unter Angst, Erschöpfung oder Schlafproblemen leiden, sprechen Sie mit einer ärztlichen oder psychotherapeutischen Fachperson. Auch ein wohltuendes Ritual ersetzt keine notwendige Behandlung.

1. Bürsten Sie Ihre Haare – oder lockern Sie bewusst den Kiefer

Das gleichmäßige Bürsten kann eine kleine Pause vom Bildschirm sein. Gehen Sie langsam vor, ohne an den Haaren zu ziehen, und achten Sie darauf, ob Stirn, Kiefer und Schultern angespannt sind. Wenn Bürsten unangenehm ist, lassen Sie es. Schon das bewusste Lösen der Kiefermuskeln und ein kurzer Blick in die Ferne können Ihnen helfen, die Anspannung wahrzunehmen. Eine besondere medizinische Wirkung des Bürstens ist damit nicht behauptet.

2. Essen Sie etwas, wenn Sie Hunger haben

Wer seit Stunden nichts gegessen hat, erlebt Unruhe bisweilen intensiver. Nehmen Sie sich Zeit für eine Mahlzeit oder einen kleinen Snack, den Sie mögen. Fisch, Banane oder Eis sind dabei keine Mittel gegen Depressionen und schon gar kein Ersatz für Antidepressiva. Eine ausgewogene Ernährung ist sinnvoll; eine einzelne Speise muss weder Ihre Stimmung reparieren noch eine Krise lösen.

3. Schreiben Sie den nächsten kleinen Schritt auf

Wenn alles gleichzeitig wichtig erscheint, setzen Sie sich für fünf Minuten hin. Was beschäftigt Sie gerade? Was können Sie heute beeinflussen, und was muss warten? Schreiben Sie einen einzigen nächsten Schritt auf. Wer mag, hört dabei Musik oder betrachtet für einen Moment eine Kerze – mit sicherem Abstand und ohne sie unbeaufsichtigt zu lassen. Die Pause soll Orientierung schaffen, keinen perfekten Plan erzwingen.

Nerven beruhigen entspannung ruhe liege relaxation4. Spüren Sie Ihre Hände

Reiben Sie die Handflächen sanft aneinander und legen Sie sie anschließend locker auf die Oberschenkel. Spüren Sie Wärme, Kontakt und Gewicht. Eine leichte Selbstmassage an Händen oder Schultern kann angenehm sein. Sie brauchen keine bestimmten Druckpunkte zu treffen und sollten Schmerzen nicht wegmassieren. Entscheidend ist die kurze, freundliche Aufmerksamkeit für den eigenen Körper.

5. Nutzen Sie Wasser als Übergang

Eine lauwarme Dusche kann nach einem anstrengenden Tag den Wechsel von Arbeit zu Ruhe markieren. Wenn Sie mögen, stellen Sie sich vor, wie die Gedanken für einen Moment weiterziehen. Wasser wäscht keine Gefühle weg; die vertraute Handlung kann Ihnen aber helfen, innezuhalten. Wer nicht duschen möchte, wäscht sich langsam die Hände oder trinkt ein Glas Wasser.

6. Verändern Sie eine kleine Sache im Raum

Der alte Vorschlag, 27 Gegenstände zu verschieben, kann als spielerisches Ritual funktionieren. Eine nachgewiesene Wirkung der Zahl 27 gibt es dafür nicht. Probieren Sie lieber eine überschaubare Veränderung: Öffnen Sie ein Fenster, stellen Sie eine Pflanze um oder räumen Sie den Platz frei, an dem Sie gleich sitzen möchten. Fragen Sie sich danach, ob sich der Raum für Sie angenehmer anfühlt.

7. Trinken Sie Tee, wenn Ihnen das Ritual guttut

Eine Tasse Hibiskustee kann Anlass sein, fünf Minuten Pause zu machen. Die frühere Behauptung, Hibiskus „verflüssige“ freie Radikale und löse dadurch Angst, ist sachlich falsch. Wählen Sie ein Getränk, das Sie vertragen; bei Erkrankungen, Medikamenten oder Schwangerschaft fragen Sie zu Kräutertees im Zweifel fachlich nach. Die Pause selbst ist hier der praktische Vorschlag.

8. Räumen Sie eine Fläche auf – nicht Ihr ganzes Leben

Ein freier Schreibtisch oder eine aufgeräumte Schublade kann den nächsten Arbeitsschritt erleichtern. Beschränken Sie sich auf zwei oder drei Minuten. Äußere Ordnung führt nicht automatisch zu innerer Ruhe, und Unordnung ist kein persönliches Versagen. Wenn Aufräumen weiteren Druck macht, wählen Sie eine andere Pause.

9. Bewegen Sie sich zu Musik

Ein Lied lang tanzen, sich strecken oder ein paar Schritte gehen: Bewegung darf leicht sein und muss nicht nach Training aussehen. Achten Sie auf Ihre körperlichen Grenzen. Auch regelmäßige Bewegung und Entspannungsübungen können beim Umgang mit Stress helfen; eine praktische Übersicht bietet Gesundheitsinformation.de.

Vielleicht ist heute nur eine dieser Ideen passend. Fragen Sie sich nach der Pause: Bin ich etwas ruhiger, oder brauche ich Unterstützung? Ein Gespräch mit vertrauten Menschen kann entlasten. Soziale Kontakte bleiben wichtig, auch wenn Sie Ihre Sorgen nicht sofort in Worte fassen können. Bei anhaltender Belastung ist professionelle Hilfe ein sinnvoller nächster Schritt.

03.02.2022

Heike Schonert
HP für Psychotherapie und Dipl.-Ök.

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Heike SchonertVerlässlichkeit Portrait Heike Schonert

Heike Schonert, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Diplom- Ökonom. Als Autorin, Journalistin und Gestalterin dieses Magazins gibt sie ihr ganzes Herz und Wissen in diese Aufgabe.
Der große Erfolg des Magazins ist unermüdlicher Antrieb, dazu beizutragen, dieser Erde und all seinen Lebewesen ein lebens- und liebenswertes Umfeld zu bieten, das der Gemeinschaft und der Verbindung aller Lebewesen dient.

Ihr Motto ist: „Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, uns als Ganzheit begreifen und von dem Wunsch erfüllt sind, uns zu heilen und uns zu lieben, wie wir sind, werden wir diese Liebe an andere Menschen weiter geben und mit ihr wachsen.“

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