Aufstieg und Lernen

Wenn das Leben selbst die Führung übernimmt

Wenn das Leben selbst die Führung übernimmt

Wenn das Leben selbst die Führung übernimmt, fühlt es sich für uns Menschen meist wie eine riesengroße Katastrophe an. Wenn plötzliche Veränderungen alles durcheinander schmeißen, was wir vorher so schön unter Kontrolle hielten, macht das erst mal Angst. Auf jeden Fall war das bei mir so. Ich hatte stets mein Bestes gegeben und mich angepasst, um so wenig wie möglich anzuecken, aus der Reihe zu tanzen oder gar aufzufallen.

Alles war schön durchgeplant und mein Leben selbst funktionierte ganz wundervoll.

Dachte ich jedenfalls. In meinem Inneren sah es dagegen alles andere als rosig aus. Dieses kontrollierte Leben hatte nichts mit Lebensfreude, Leichtigkeit oder gar Glücklichsein zu tun. Es fühlte sich entsetzlich schwer an und oft genug wünschte ich mir, es möge jemand kommen und mir all die Last von meinen Schultern nehmen.
Als hätte das Leben meinen Wunsch gehört, übernahm es ab diesem Moment die Führung. In einer einzigen Sekunde entzog es mir zunächst radikal die Kontrolle und zwang mich dazu, endlich aufzuwachen.

Zur Hingabe gezwungen

Alles fing recht harmlos an, als ich beim Anzünden unseres Kamins zum falschen Brennstoff griff. Ehe ich mich jedoch versah, stand mein Körper innerhalb einer einzigen Minute komplett in Flammen. Nach einem ersten Schockmoment begann ich hektisch damit, das Feuer mit meinen Händen ausklopfen zu wollen. Ich hatte das Gefühl, die Situation noch irgendwie unter Kontrolle bringen zu können.

Erst in dem Moment, als die Flammen endgültig mein Gesicht und meine langen, dichten Haare erreicht hatten, begriff ich, dass ich dem Feuer nicht mehr Herr werden würde. Noch heute spüre ich die glühende Hitze in meinem Mund, als ich tief Luft holen wollte, um zu schreien. Unerträglich heiß strömten statt der ersehnten Luft die Flammen in Mund und Rachen.

In diesem Moment begriff ich seltsam gefasst: „Das war es. Keine Kontrolle mehr. Ich sterbe!“

Aus heutiger Sicht war genau dieser Moment eines der größten Geschenke meines Lebens, denn ich hörte auf zu kämpfen. Ich hörte auf, etwas zu tun, weil einfach nichts mehr getan werden konnte. Ich gab meinen verzweifelten Kampf gegen die Flammen auf, den Kampf gegen das Leben und besonders den Kampf gegen mich selbst. Ich ließ meine Hände sinken und nahm die Situation an, wie sie war. Ich gab mich ganz bewusst einer höheren Instanz hin und ließ mich auf den bevorstehenden Tod und das vollkommen Unbekannte ein.

Der Sinn zeigt sich. Garantiert!

Was danach folgte, bezeichne ich gerne als „Die wundervollste und erkenntnisreichste Reise meines Lebens“. Ich hätte diese Reise niemals, wirklich niemals erfahren können, hätte mich das Leben selbst nicht zu dieser vollkommenen Hingabe und an den Rand des Todes geführt. Wenn ich auch nur eine winzige Chance gehabt hätte, dem Feuer zu entkommen, wäre all das, was danach geschah, niemals passiert.

In diesem einen Moment, in dem ich den inneren und äußeren Kampf gegen mich und mein Leben aufgab, stand ich vor einer magischen Brücke zu meinem neuen und erfüllten Leben. Er brachte meinen Körper für neun Tage ins Koma und führte mich selbst in eine Wirklichkeit, die alles überstieg, was ich jemals für möglich gehalten hatte.

Die Krux mit den Widerständen

Vor diesem Ereignis hatte ich keine Ahnung, wer oder – besser gesagt – was ich bin, weil ich mich immer schön brav unter Kontrolle hielt. Sobald das Leben selbst allerdings die Führung übernimmt, zwingt es uns meist dazu, unseren schlimmsten Widerständen zu begegnen. Wenn plötzlich Arbeitslosigkeit ein Thema wird, eine Krankheit auftaucht oder im persönlichen Bereich Wandlung ansteht, dann begegnen wir diesen Umständen oftmals mit Widerstand. Bei mir war das nicht anders.

Ich wollte permanent Dinge im Außen verändern, die sich nicht verändern ließen. Ich bin wütend geworden, habe Schuldige gesucht oder bin in Selbstmitleid zerflossen. Dies hielt mich jedes Mal von den unfassbaren Geschenken ab, die mir mein Leben schon viel früher hatte zeigen wollen. Wenn ich es ihm nur erlaubt hätte.
Mich wundert es heute nicht mehr, dass ich an jenem kalten Abend im September regelrecht zu meinem Glück gezwungen wurde und bin heute mehr als dankbar für dieses unfassbare Geschenk.

Heute weiß ich: Sobald ich Widerstand in mir spüre, ist es Zeit zu springen

Dank dieser außergewöhnlichen Schulung, die ich in den seelischen Ebenen erhielt, habe ich dem Leben und meinem WAHREN ICH vollständig die Führung übergeben. Diese Erfahrung hat mir beigebracht, dass sowohl der Widerstand wie auch die Angst die damit einhergeht, mich von der Verbundenheit mit der Quelle trennt.

Heute liebe ich es nahezu, wenn Ängste oder Widerstände in mir aufsteigen. Sie fordern mich dazu auf, bedingungslos ins pure Vertrauen und somit ins Ungewisse zu springen. Dies schenkt mir immer weitere Erkenntnisse und bereichert heute mein Leben ungemein. Es öffnet mir Türen, die ich nie für möglich gehalten hätte und lässt mich stetig über mich hinauswachsen.

Mit dem Verfassen meiner Geschichte habe ich versucht, anke-evertz-cover-randomhouse
Worte für etwas zu finden, was mit Worten nicht wirklich zu beschreiben ist.
In „Neun Tage Unendlichkeit“ möchte ich dich nicht nur auf eine spannende und erkenntnisreiche Reise durch den Tod und wieder zurück mitnehmen.

Ich möchte dir zeigen, dass wir alle mit einem größeren Ganzen verbunden sind und innerlich frei, selbstbestimmt und erfüllt leben können, sobald wir uns dafür öffnen. Sollte Dich meine Geschichte ansprechen, dann freue ich mich schon jetzt darauf, auch dich auf dem Weg zu deinem WAHREN ICH begleiten zu dürfen.
Weitere Infos dazu findest du >>> HIER  

Einen schönen Einblick erhältst Du auch in diesem Video:


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Ich freue mich über interessanten Austausch mit Dir hier bei Spirit Online.

Von Herzen Deine
Anke Evertz
Autorin, Mentorin und spirituelle Wegbegleiterin
www.anke-evertz.de

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