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Was ist Würde und wie wird man würdig?

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Was ist Würde und wie wird man würdig?

„Würde entsteht durch ein moralisch gelebtes Leben.“

Menschen können andere Menschen würdigen indem sie ihnen würdevolle Taten attestieren. Es bezeichnet also den Wert eines Menschen. Würdige Menschen werden aufgrund besonderer Taten geachtet. Im Laufe der Zeit wurde Würde vor allem an Menschen in bestimmten Ämtern verliehen. Daher die Bezeichnung: ‚In Amt und Würde.’ Früher war es so, dass würdige Menschen ein Amt bekamen, heute ist dies umgekehrt. Daher verhalten sich heutzutage die meisten Amtsträger so würdelos. Weil sie gar keine Würde besitzen. Wem Würde unverdienter Weise zugesprochen wird, wird seines Amtes immer unwürdig.

Würde wird oft mit Ruhm und Ehre gleichgestellt oder zumindest verknüpft. Das ist falsch. Denn Ruhm und Ehre beruhen auf von der Gesellschaft bestimmte Werte wohingegen Würde alleine auf persönlichen Werten basiert. Somit bedingt wahres Würdig-Sein auf persönlicher Moral. Diese befindet sich jenseits jeglicher äußeren Moralvorstellungen und Werten wie sie uns von Gesellschaft, Kirche und anderen vermittelt werden. Die religiöse Bezeichnung ‚Hochwürden’ zum Beispiel, vermittelt den falschen Eindruck eines hoch würdigen Menschen. ‚Hochwürden’ bezeichnet allerdings nicht mehr als ein durch eine Weihe oder Einweihung zu rituellen Handlungen befugten Menschen. Diese nennt man heute Priester. Mit ursprünglicher Würde hat dies also nichts mehr zu tun. Tja, wir leben in einer Welt in welcher mehr oder weniger alle Werte vertauscht werden. Gut wird zu böse, richtig zu falsch und Moral zu Amoralität gemacht. Das sich dahinter ein Plan verbirgt ist leicht zu erkennen. Damit kann – über kurz oder lang – garantiert werden, dass die Menschheit sich selbst eliminiert.

Jemanden zu töten oder auch nur zu verletzen, jemandem etwas Schlechtes zu wünschen und nur auf sich selbst zu schauen ist würdelos. Und wenn ich jetzt davon ausgehe, dass wir mit unserem Leben das vorbereiten, was danach sein wird, dann führt das Führen eines würdelosen Lebens mit Sicherheit nicht dorthin, wohin wir uns zu kommen wünschen. Denn für ein wundervolles Sein im Jenseits ist ein würdevolles Dasein im Hier und Jetzt die notwendige Eintrittskarte. Da mein Name ‚Würtenberger’ ist, habe ich mich intensiv damit beschäftigt. Ich sehe in meinem Namen folgende Botschaft: Um würdig zu sein muss man den Berg überwinden. Welchen Berg magst Du fragen? Ganz einfach, den schier unüberwindbaren Berg des überhöhten Egos. Jenen Berg, der sich zwischen dem Dienst an mir selbst und dem Dienst an anderen befindet. Dass man dafür durch ein ebenso tiefes Tal schreiten muss, liegt auf der Hand. Und das ist auch wichtig, denn im Tal entwickelt der Mensch jene inneren Eigenschaften, die ihn eben würdig machen. Im Tal entwickelt sich nicht nur die Demut, sondern auch der Mut. Nicht nur die Liebe, sondern auch die Hingabe an selbige.

Jeder Mensch besitze eine eigene, ihm innewohnende moralische Instanz und dieser zu folgen ist der Schlüssel. Daher betone ich immer und immer wieder die Wichtigkeit dessen, dem Weg seines Herzens zu folgen! Unser Würdigsein wird durch jede Entscheidung, Handlung, Wort und Gefühl bestimmt in welchen wir uns gemäß den Impulsen unseres Herzens verhalten oder eben auch nicht. Es gibt keine Entschuldigungen. Wir haben immer die Möglichkeit uns gemäß den Impulsen unseres Egos oder jenen unseres Herzens zu verhalten. Daher sage ich vor jeder Entscheidung folgendes: Entscheide weise. Weise Entscheidungen sind solche, in welchen den anderen mehr Bedeutung zugemessen wird als meinem eigenen, kurzfristigen Profit.

Ein würdiger Mensch ist ein Held. Nicht ein Held deswegen, weil er im Kampf der Stärkere gewesen ist, sondern deswegen, weil er sich für einen anderen mit seinem Leben eingesetzt hat oder einsetzt. Nicht wer Leben – auf welcher Ebene auch immer – zerstört ist ein Held, sondern wer Leben schützt. Wer für die anderen lebt, damit es ihnen gut geht, ist ein würdevoller Mensch. Derjenige, welcher bereit ist sein Leben für andere zu opfern ist ein Held. Wer seinen eigenen Profit nicht über alles andere stellt und die Lorbeeren seiner ‚Siege’ den anderen überlassen kann, der ist groß! Menschen die immer glauben, dass sie zu kurz kommen sind keine Helden, sind nicht mutig, nicht bescheiden und nicht würdig. Aber halt, würdig wofür? Ja, diese Frage muss man sich stellen. Wofür macht es denn Sinn würdig zu sein? Und da stellt sich heraus, dass nur gottverbundene Menschen einen Grund dafür haben, würdig sein zu wollen.

Natürlich, im Grunde genommen sind alle Menschen würdig. Zumindest würdig geboren. Darum geht es nicht. Wir sollten uns diese Würde eben auch beibehalten. Das ist der Unterschied zwischen jenen Menschen die Gott und jenen, welche dem Antigott folgen. Gott in uns sagt: Diene dem Nächsten. Der Antigott sagt: Diene dir selbst. Und es ist nicht so, dass Gott – oder wie auch immer Du die Quelle allen Seins nennen möchtest – die anderen ausschließt oder bestraft etc. Sondern es ist so, dass es viele verschiedene Daseinsebenen gibt in welcher wir existieren können. Und mit unserer inneren Einstellung und der von uns gewählten Lebensweise entscheidet sich, in welche Ebene wir uns einschwingen. Dies wiederum bestimmt auch, in welcher Ebene wir uns nach dem physischen Tode wiederfinden werden. Gott bestraft nicht aber der Antigott findet gefallen daran Seelen zu quälen welche sich für ihn entschieden haben. Der Antigott mag es den Wesen zu zeigen, dass er sie verarscht hat. Leid ist also keine Bestrafung, sondern das Ergebnis unserer Fehlentscheidungen respektive unserer Entscheidungen. Der reine Dienst an sich selbst ist der Pfad zur Finsternis, Leid und Schmerz. Im Dienst am Anderen und am Leben beschreitet man den Weg in ein lichtvolles, harmonisches und von Leid befreites Sein in höhere, lichtvollere Ebenen.

Hier und jetzt können wir mit einem schlauen Verstand jedoch alles relativieren. Aber schlau ist nicht intelligent! Eines Tages werden uns unsere Argumente nicht mehr über die Wahrheit hinweg täuschen können. Das Herz fühlt es schon jetzt, aber darauf hören muss man selber. Ja, denn Menschsein ist kein Zustand, sondern eine Aufgabe! Und dieser Aufgabe wird man nur dann gerecht, wenn man ein menschliches Leben lebt. Ein Leben, welches von Liebe getragen ist anstatt von Egoismus. Egoismus ist letztlich nichts weiter als Angst. Angst heißt ‚eng’. Ein ‚enges’ Leben zu leben führt eben nicht in die Weite des göttlichen Seins (…). Daher hier noch ein guter Tipp: Betrachte das Leben immer aus der Sicht der Ewigkeit und nicht als einmalige, kurzfristige Angelegenheit. Denn je begrenzter die eigene Sicht auf die Schöpfung ist, desto eher folgt man dem Pfad der Finsternis. Zuerst scheint dieser ein heller und lichtvoller Weg zu sein, für kurze Zeit, danach jedoch eröffnet sich eine gefühlte Ewigkeit der Finsternis. Umgekehrt scheint ein wahrhaft lichtvoller Weg bisweilen recht dunkel und schmerzhaft zu sein, dafür eröffnet dieser jedoch eine lichtvolle Ewigkeit. Also, entscheide weise! Entscheide weise wie und nach welchen Vorgaben Du Dein Leben lebst. Es könnte eine ziemliche Tragweite bedeuten und dieser sollte man sich meinem Erachten nach sehr bewusst sein.

Dem einzigen welchem Du würdig sein solltest, bist Du selbst. Du bist ein Kind Gottes, ein Kind der bedingungslosen Liebe, verhalte Dich dem entsprechend und alles wird nicht nur gut sein, sondern auch gut bleiben.

In diesem Sinne ‚würdige’ Grüsse und viel Weisheit für jede weitere Entscheidung Deines Lebens,

Bruno Würtenberger
15. November 2017

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Zusammenfassung
Was ist Würde und wie wird man würdig?
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Was ist Würde und wie wird man würdig?
Beschreibung
Früher war es so, dass würdige Menschen ein Amt bekamen, heute ist dies umgekehrt. Daher verhalten sich heutzutage die meisten Amtsträger so würdelos. Weil sie gar keine Würde besitzen.
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