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Glücklich sein versus Glück haben

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Glück gehabt oder dauerhaft glücklich – was so ähnlich klingt, hat doch ganz unterschiedliche Bedeutungen fürs Leben.

Glücklich sein versus Glück haben – ein großer Unterschied

Auf der Suche nach dem Glück. Für uns Menschen ist das wohl beinahe so, wie die ewige Suche nach dem Ziel, auf der der Weg das eigentliche Ziel sein sollte. Letztendlich hängen beide Aussagen sogar miteinander zusammen, denn der Weg ist letztlich nichts anderes, als selbst glücklich zu sein. Das Ziel ließe sich somit auch als Glück (gefunden) haben vergleichen. Aber was sind eigentlich die Unterschiede zwischen dem Glücklichsein und Glück haben und was bedeutet das überhaupt?

Glück haben – ein kurzfristiges Vergnügen

Selbst diejenigen, die sich selbst als die größten Pechvögel bezeichnen, hatten im Leben schon zigfach Glück. Vielleicht waren sie spät dran, die Bahn aber auch. Oder aber, ihnen fiel kurz vor der Fußgängerampel etwas aus der Hand. Die Ampel zeigte Grün, doch ein Auto fuhr über Rot. Ohne das Aufheben der Handtasche oder des Kaffeebechers wäre diese Person exakt dann über die Straße gelaufen, als der Wagen kam. Es gibt aber noch viele weitere Beispiele, die unter »Glück haben« fallen:

  • Lottogewinn – endlich wurden die korrekten Zahlen gezogen. Lottogewinne fallen immer unter das erlangte Glück, da die Betroffenen selbst absolut keinen Anteil an dem eigentlichen Gewinn haben.
  • Casinoglück – mit Ausnahme des Pokerspiels, bei dem Spieler durchaus Punkte durch Können und Erfahrung wettmachen können, fallen Gewinne im Casino wieder unter das schlichte Glück. Niemand kann legal beeinflussen, wohin die Kugel beim Roulette rollt. Und auch Taktiken bringen keine Walze des virtuellen Spielautomaten dazu, die gewünschten Symbole zu zeigen. Wer also beispielsweise im Dreamcatcher Live Casino am Glücksrad dreht und einen hohen Betrag gewinnt, hat sicherlich viele Möglichkeiten, aber die Person ist noch nicht zwingend glücklich.
  • Gesundheit – sicherlich hängt diese auch von Genen, der Veranlagung oder dem Lebenswandel ab, dennoch fallen einige gesundheitliche Bespiele auch unter das Prinzip »Glück gehabt«. Wahlweise, weil während einer ganz anderen Untersuchung ein Tumor frühzeitig erkannt werden konnte, teils, weil ein Unfall glimpflich ausfiel.
  • Beruf – auch hier hängt vieles vom Können ab, doch wer bei vergleichbarer Qualifikation und Erfahrung seine Mitbewerber aussticht, der hat in diesem Fall ebenso Glück.

Was haben all diese Beispiele gemeinsam? Das Glücksprinzip trifft nur auf einen eng begrenzten Zeitraum zu, wenngleich natürlich dessen Auswirkungen langfristig sein können. Doch wer im Straßenverkehr nicht überfahren wird, weil das Smartphone vor der Ampel herunterfiel, der hatte exakt in dieser Minute Glück. Zudem sind diese Erfahrungen überwiegend für sich alleinstehend und begrenzen sich nur auf eine einzige Sache. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach dem Lottogewinn eine Woche später der nächste folgst, ist quasi nicht vorhanden.

Glücklich sein – langfristig mit sich im Reinen

Wieso gibt es Menschen, die auf den ersten Blick nichts haben oder besitzen, die aber von sich behaupten, vollkommen glücklich zu sein? Hier muss nicht einmal der Buddhismus herangezogen werden, viele haben in der direkten Umgebung solch ein Beispiel. Oder warum strahlen manche schwer kranke oder auch körperlich eingeschränkte Personen nur so voller Lebensfreude und Glück? Die Antwort ist einfach, wenngleich sie nicht einfach umzusetzen ist: Diese Menschen sind mit sich im Reinen. Denn genau dies besagt das echte Glücklichsein:

  • Im Jetzt leben – glückliche Personen lassen sich selten von künftigen Ereignissen bedrücken. Auch neigen sie nicht dazu, sich von äußeren Eindrücken beeinflussen zu lassen.
  • Ohne Begehren – hiermit ist der Wunsch nach Besitz gemeint. Natürlich schaffen glückliche Menschen auch Werte an, doch sehen sie diese Anschaffungen in keiner Korrelation mit ihrem Glück oder ihrem eigenen Wert.
  • Schätzen, was man hat das ist das Patentrezept. Wer mit dem zufrieden ist, was er hat, der ist automatisch glücklicher. Zumal diese Denkweise auch verhindert, dass Besitz einen Einfluss auf den persönlichen Wert als Mensch hat.
  • Achtsamkeit – glückliche Menschen erfreuen sich oft an den kleinen Dingen des Lebens. Um diese zu sehen, gehen sie achtsamer durchs Leben. So kann ein schöner Sonnenuntergang oder ein angenehmer Spaziergang durch den Wald schon das eigene Glücksgefühl erhöhen.

Natürlich können sich Glück haben und Glücklichsein ergänzen. Auf der anderen Seite hilft todunglücklichen Menschen oftmals auch ein Lottogewinn nicht, um wirklich glücklich und zufrieden zu sein.

Wie hängen die Dinge zusammen?

Als Glückspilz mag es einfacher sein, sich glücklich zu fühlen. Beide Punkte hängen schon zusammen, doch wird niemand jemals glücklich sein, wenn er mit »Glück haben« ständig nur die großen Gewinne in Verbindung bringt und all die kleinen Glücksmomente ignoriert. Auf der anderen Seite kann es sogar gut geschehen, dass vor lauter Fokussierung auf das große Glück all die wunderschönen kleinen Momente missachtet werden. Das ist ähnlich wie die Suche nach der großen und perfekten Liebe. Wer sich auf einen Typus versteift und alle Personen nur nach diesem prüft, der kann neben seiner echten perfekten Liebe am Tisch sitzen und diese Person nicht einmal wahrnehmen. Und das ist auch kein Pech. Es gilt also:

  • Akzeptanz – das Leben so nehmen, wie es ist und mit dem zufriedensein, was schon da ist. Ist man gesund? Gut, denn das ist ohnehin das größte Glück. Gesundheit kann von keinen Gewinnen erkauft werden.
  • Offenheit – wer offen durchs Leben geht, der wird von den kleinen bis zu den großen Glücksmomenten viel mehr erleben. Oftmals kommt eines zum anderen. In der Bahn gibt jemand den Geldbeutel zurück, der liegen gelassen wurde, daraus ergibt sich ein Gespräch, eine Freundschaft – und es kommt heraus, dass eben dieser Mensch einen Angestellten im absoluten Traumberuf sucht.
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Mit sich selbst im Reinen und rundum zufrieden: Lebensglück ist das größte Gut.

Wer mit sich und seinem Leben glücklich ist, der hat übrigens gute Chancen, wirklich mehr Glück zu haben. Glückliche Menschen haben eine besondere Wirkung auf andere, sodass es gut sein kann, dass sich diese kleinen Glücksmomente schon allein deshalb häufen. Die Frage kann sich jeder selbst stellen: Wer würde einem grummeligen Unsympath im Café hinterherlaufen, wenn dieser etwas vergisst oder dieser Person einen Job geben? Und wie sieht es bei freundlichen und zufriedenen Menschen aus?

Fazit – jeder kann glücklich sein

Auf das »Glück haben« hat niemand direkten Einfluss, doch glücklich zu sein, das kann jeder schaffen. Wichtig ist die richtige Denkweise und Einstellung, dann kommt die Zufriedenheit schon von alleine. Und wer nun auch die Augen offen hält und lernt, die kleinen Dinge des Lebens und das kleine Glück zu genießen, der mag eventuell sogar von Fortuna heimgesucht werden.

Spirit Online
06. September 2019

Bildquellen:
Abbildung 1: @ Amy Reed / Unsplash.com
Abbildung 2: @ Brooke Cagle / Unsplash.com

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