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Die Macht der Familie – unsere seelische Wahl

macht-der-familie-seelische-wahl-fuesse-menschen-familyDie Macht der Familie

Jeder Mensch wird in eine Familie hinein geboren, in eine Familie unserer seelischen Wahl. Menschlich gesehen suchen wir uns diese Familie nicht aus, doch aus seelischer Sicht geschieht dies sehr wohl.
Jede Seele sucht sich die Umstände aus, die am besten zu den zu bewältigenden Lebensaufgaben passen. Die Anforderungen der Familie können dabei sehr unterschiedlich sein.
Manche Mitglieder werden uns positiv unterstützen, andere vermeintlich negativ, indem sie uns besonders herausfordern, uns besonders intensiv motivieren neue seelische Wege zu gehen. Doch eines ist ganz gewiss:

Die Familie prägt uns enorm und bestimmt unseren weiteren Lebensweg.

Manche Menschen fühlen sich als Kind in ihrer Familie sehr beschützt, fühlen sich behütet und unterstützt. Dann ist die Familie unser sicherer Hafen.
Die Menschen bei denen wir uns geborgen fühlen, die uns Sicherheit, Kraft und Stärke für die Herausforderungen des Lebens geben. Wir alle Wünschen uns eine Familie auf die wir uns verlassen können, die in schweren Zeiten zu uns steht, die uns auffängt, wenn wir in unserem Leben stolpern und uns wieder auf die Beine hilft.

Familie bedeutet Menschen, die uns nahe stehen, auf die wir uns verlassen können, die jederzeit für uns da sind.

Selten kennt uns ein anderer Mensch besser, als die Familie es tut, bekommt sie uns doch zu jeder Tages- und Nachtzeit mit, wenn es uns gut und nicht so gut geht. Die Familie sollte immer für uns da sein. Doch dies ist nicht in allen Familien so.

Sehr viele Menschen müssen bereits in jungen Jahren um ihr seelisches Gleichgewicht kämpfen. Sie müssen sich behaupten in einer Familie, die nicht dem optimalen Bild entspricht. Manchmal herrscht der Konflikt nur mit einer Bezugsperson, manchmal mit einem Geschwister oder die Umstände des Lebens an sich sind schwer.

Viele Begebenheiten können die Kindheit zu einer Prüfungsphase des Lebens machen, gerade in der heutigen Zeit mit vielen Alleinerziehenden Elternteilen und einer fehlenden Großfamilie, die manches ausgleicht. Heutzutage muss jeder für sich selber sorgen, oftmals fehlt der familiäre Zusammenhalt, der Sicherheit verspricht.

In vielen Familien gibt es erhebliche Unruhen.

In manchen Familien gibt es Streit und Stress, weil einer oder mehrere Personen scheinbar oder sicher nicht in Frieden miteinander auskommen können. Sich der eigenen Familie zu entziehen ist dabei sehr schwer. Schließlich ist man miteinander verwandt und hat denselben Ursprung, gemeinsame Nachkommen oder andere Verstrickungen, die man weder leicht lösen kann, noch so einfach ignorieren.

Manchmal empfindet die Familie auch ein Mitglied als kuckucksfremd oder derjenige sich selbst als nicht wirklich dazugehörig. Dennoch ist derjenige Teil der Familie, auch wenn er scheinbar anders zu sein scheint. Dieses Gefühl der Ausgrenzung dient jedoch sehr dem seelischen Wachstum der gesamten Familie.

Denn alle Familienmitglieder haben eine besondere seelische Aufgabe für dich zu erfüllen. Diejenigen Mitglieder, mit denen du dich sehr gut verstehst, sicherlich eine andere, als diejenigen mit denen du dich ständig reiben musst. Doch niemand lebt in der falschen Familie.

Alles hat aus der seelischen Perspektive betrachtet, seinen Sinn.

Schließlich sitzt du mit niemand so eng aufeinander und kannst dich ihm schwerlich entziehen wie mit deinen Eltern, deinen Geschwistern oder deinen eigenen Kindern. Daher dienen diese am meisten deinem seelischen Wachstum, neben dem Partner, den du dir aber aus menschlicher Sicht selber auswählst.

In anderen Kulturen, wo der Partner nicht selbst ausgewählt und auch nicht wieder ersetzt werden kann, bekommt die Verbindung noch einmal einen anderen seelischen Charakter.

Bei manchen Menschen scheint die Familie nach außen hin gut und intakt, scheinbar gibt es keine Probleme. Doch manchmal holt einen längst erwachsenen Menschen dann die Vergangenheit ein. Vieles ist uns nicht bewusst, doch leben wir alle mit der Prägung aus unserer Kindheit. Manchmal kommen die Herausforderungen dann erst sehr spät heraus, nach Jahren der geschickten Verdrängung.

Wir alle übernehmen vieles von unseren Eltern oder Bezugspersonen, auch wenn uns dies nicht bewusst ist und wir dies auch nicht immer möchten.

Doch die Zeit in der Kindheit prägt sich wie ein tiefer Stempel in unsere Seelen ein.

Vieles was geschehen ist, hat eine bestimmte Bahn in uns gebildet und mit der Zeit immer mehr gefestigt. Wie feste Straßen auf einer Landkarte haben sich bestimmte Schemata in unserem Sein gebildet. Straßen, von denen wir nur sehr schwer abweichen können und die uns in unserem späteren Leben im Wege stehen.

Solche Schemata mögen uns als Kinder geholfen haben um mit bestimmten Situationen umzugehen – sie dienten unserem physischen, geistigen und seelischen Überleben. Doch sie haben uns von unserem wahren Sein entfernt, von unserem eigentlichen Ich.

Wir wurden zu Marionetten bestimmter Situationen, die immer wieder die gleichen Knöpfe bedient haben und so ein falsches Reaktionsmuster haben entstehen lassen – ein Muster, welches wir eigentlich nicht sind. Diese Muster lassen uns bei ähnlichen emotionalen Situationen gleich reagieren, sie schicken uns in die machtlose Zeit unserer Kindheit zurück.

Die Knöpfe bedienen manchmal die Eltern, indem sie sie immer mal wieder drücken und wir nach wie vor wie als Kind reagieren.

Manchmal drücken aber auch ganz andere Personen die Knöpfe, die damals von den Eltern oder anderen Kindheitspersonen angelegt wurden.

Dies kann der Chef sein, eine Person aus dem Freundeskreis oder auch ein Wildfremder, der das Falsche zu uns sagt. Unser Gefühlskörper erinnert sich an die Emotion und schon läuft unsere Reaktion nach einem ganz bestimmten Schema ab – der Knopf einer bestimmten Reaktionsbahn wurde aktiviert.

In so einem Moment fühlen wir uns machtlos, ausgeliefert, unsicher – genauso wie damals als Kind. Wir schrumpfen seelisch auf Kindergröße zusammen und durchleben gefühlsmäßig eine alte, bekannte und prägende Situation. Jeder Mensch lebt mit diesen Schemata, vor allem diejenigen, die sich mit ihrer Vergangenheit nicht auseinander setzen wollen.

Umso dunkler dir deine Kindheit erscheint, das heißt, umso weniger du dich an deine Kindheit erinnern kannst, umso mehr Schemata sind in deinem Leben aktiv. Jede Art der Verdrängung sorgt dafür, dass wir uns umso mehr mit den alten Themen auseinander setzen müssen. Dass wir umso mehr zu unseren kindlichen Gefühlen zurückversetzt werden.

Wir alle müssen lernen uns den alten Themen zu stellen,

denn sie dienen nicht unserem Untergang, sondern letztendlich unserem seelischen Wachstum. Die einen Menschen suchen die Konfrontation damit früher, andere Seelen warten, bis sie selber älter sind. Doch früher oder später werden wir alle mit unseren seelischen Themen konfrontiert.

Niemand kann sich dem wirklich ganz entziehen. Sei mutig und werde dir deiner seelischen Themen bewusst. Nimm die Macht in deine eigene Hand und stelle dich ganz bewusst deinen alten Themen. Viele Menschen sind der Ansicht, dass das unbewusste Verdrängen ausreicht, doch dem ist nicht so. Alles was du erlebt hast, ist ein Teil von dir, ein Teil dem du ins Auge blicken musst.

Nimm es an, lebe damit und lerne richtig mit den Situationen umzugehen.

Nur wenn du dich deinen Mustern stellst und sie verwandelst, indem du neue Reaktionsbahnen schaffst, kannst du dich von allem was gewesen ist lösen und die Macht der Vergangenheit an dich ziehen.

Auch wenn es den Anschein hat, als blockiere einen die Familie nur, weil man beispielsweise immer noch sehr viele Kämpfe als erwachsener Mensch führen muss, so dient die Familie dem Meistern deiner Herausforderungen und dem Erkennen deines Seelenweges.

Die zweite Familie – die, die du selber gründest –

dient dabei oft dem erneuten Konfrontieren mit Aspekten deiner Ursprungsfamilie, so dass du eine zweite Chance für Änderungen in deinem Seelendasein hast.

Versuche die seelische Herausforderung in deinen schweren familiären Beziehungen zu erkennen. Erkenne die Seele hinter dem Menschen, der dir das Leben scheinbar nur schwer macht und sperre dich nicht gänzlich gegen ihn oder sie. Fühle in dich hinein, verbinde dich mit dem seelischen Gefühl der Liebe und dann betrachte eure spezielle Situation.

  • Verändert sich nun dein Gefühl diesem Familienmitglied gegenüber?
  • In welchen Bereichen fordert dich dieser Mensch immer wieder heraus?
  • Welchen Aspekt deiner Seele spricht er an?

Nimm dich selbst dabei aus der Situation heraus und beobachte euch beide aus einer objektiven Perspektive.

  • Welches Überlebensmuster wird durch denjenigen aktiv?

Vergiss dabei nicht:

deine Seele kennt keinen menschlichen Schmerz, denn sie weiß um Bedeutung der menschlichen Erfahrung.

Überwiegen die Momente, in denen du dich ständig in der Familie oder bei einem Mitglied deiner Familie verteidigen musst um seelisch zu bestehen, dann solltest du unbedingt an diesem Thema arbeiten. Denn dann will irgendein seelisches Thema endlich von dir gesehen und gelöst werden.

Deine Familie bemüht sich, dass dir dieser seelische Entwicklungsschritt gelingt. Hadere nicht mit deinem Schicksal, sondern wisse, dass alles deinem Seelenweg dient.

Die anderen Seelen in deiner Familie sind nicht wirklich gegen dich, sondern sie führen dich näher an die bedeutenden Entwicklungspunkte deines Selbst heran.

Wachse an allem was dir Schwierigkeiten macht, denn du bist eine starke und weise Seele.

Nur weil du als Mensch im Moment nicht erkennst, wozu dir etwas im Leben dient, bedeutet dies nicht, dass dein Leben schwer und unschön ist.

Befreie dich von der begrenzten Ansicht eines unwissenden Menschen und verbinde dich mit dem unendlichen Wissen deiner Seele. Löse die Probleme mit deiner Familie, mache Frieden mit ihr. Suche das Gespräch, löse falsche Missverständnisse oder erläutere ihnen deine Gefühle.

Zum Lösen eines gemeinsamen Problems gehören immer zwei und manchmal gelingt es nicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt in Harmonie zu gehen. Doch wichtig für dich ist es, einen inneren Frieden mit deiner Familie für dich selbst zu finden, denn alles andere belastet auf Dauer sehr. Versuche es gemeinsam zu lösen und wenn dir dies nicht gelingt, dann löse dich selbst davon, damit du befreit und glücklich deinem Seelenweg weiter folgen kannst.

Nimm die Macht deiner Familie in die eigene Hand.

Stehe seelisch zu dir und erkenne wer du wahrhaftig bist – ein Mensch in einer großen Seelenfamilie. Werde dir der Verantwortung dir selbst und deiner Mitmenschen bewusst und lerne jedem deine Liebe zu geben. Denn Liebe ist, was jede Seele auf Erden will.

07.09.2019
Nathalie Schmidt
www.energie-lebensberatung.de
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1 Kommentar

  • Danke für den schönen Artikel! Ja, es stimmt: Die Zeit in der Kindheit prägt sich wie ein tiefer Stempel in unsere Seelen ein.
    Ich gehöre zu denen: „Manchmal empfindet die Familie auch ein Mitglied als kuckucksfremd oder derjenige sich selbst als nicht wirklich dazugehörig.“ Und genau das ist nun seit über 60 Jahren nun mein größter Schmerzpunkt. Und hat DESHALB dazu beigetragen, dass ich mich (nach dem ich selbst, nach langer, langer Suche, endlich „meinen Platz“ gefunden hatte) darin spezialisiert habe, anderen Menschen auch zu helfen „ihren Platz“ zu finden => Alles passt so wunderbar im „großen Plan“!

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