Einzahlen auf das Glückskonto

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Einzahlen auf das Glückskonto

Seit jeher beschäftigt sich die Menschheit damit, wie Glück definiert werden kann und wie man es am besten und am schnellsten erreicht. Was jeden einzelnen Menschen glücklich macht, ist sehr individuell und doch haben wir alle eines gemeinsam: unser Glückskonto.

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Die Definition von Glück

Die Philosophen der Antike definierten Glück auf verschiedene Arten. Für Lao Tse (6. Jh. v. Chr.) war derjenige glücklich, der aufhörte dem Glück nachzujagen. Sokrates und Aristoteles (4./ 5. Jh. v. Chr.) bestimmten tugendhaftes Leben als Glückseligkeit, die sie als Eudämonie bezeichneten. Epikur hingegen sah eine hedonistische Lebensart, das Erfahren von Lust und das Ausbleiben jeglichen Schmerzes als Glück an.

Heute beschäftigen sich vor allem Soziologen mit dem Thema Glück. Tatsächlich gibt es einen gesamten Zweig der Glücksforschung. In einer Glücksdatenbank werden Publikationen über zu dem Thema gesammelt und ausgewertet. So konnte herausgefunden werden, dass bestimmte Gesellschaften besonders glücklich sind: Dänen, Schweizer und Isländer. Was sie alle verbindet, ist eine weit zurückreichende demokratische Regierung, in der die Menschen viel Mitbestimmungsrecht haben, ein gesicherter materieller Wohlstand und wenige soziale Unterschiede zwischen Frauen und Männer, sodass diese nahezu gleichberechtigt sind.

Das Bruttonationalglück Bhutans

Dass das Recht auf Glück sogar politisch verankert sein kann, ist am Beispiel Bhutans zu sehen. Die Regierung ist angehalten bei ihren Entscheidungen das Glück der Menschen zu berücksichtigen. Das Glück des Volkes ist dadurch bereits seit Jahrhunderten eines der wichtigsten politischen Ziele des Landes. In den 70er-Jahren kam der Begriff des Bruttonationalglücks auf, welches das Bruttoinlandsprodukt an Wichtigkeit übertrifft und sogar von einer eigenen Kommission überwacht wird.

Auf das Glückskonto einzahlen

Denkt man darüber nach, was einen glücklich macht, fällt manchen vielleicht zunächst Geld ein. Aber Geld macht nur bis zu einem gewissen Punkt glücklich. Hat man ein bestimmtes Level an Wohlstand erreicht, flacht die Glückskurve schnell ab. Tatsächlich ist zu beobachten, dass besonders materialistisch veranlagte Menschen oft wenig glücklich sind, da sie weniger Zeit mit Freunden verbringen. Geld allein macht also nicht glücklich.

Wer dauerhaft glücklich sein will, muss den Kontosaldo seines Glückskontos im Plus halten. Um das zu schaffen, ist es zunächst notwendig zu analysieren, was unser Glück vergrößert und was zu Abbuchungen von unserem Glückskonto führt. Außerdem gilt es zu untersuchen, in welchen Bereichen des eigenen Lebens etwas verändert werden könnte, um das Glücklichsein zu steigern. Sind diese Bereiche ermittelt besteht der nächste Schritt daraus eine Strategie zu entwickeln, um die Diskrepanz zwischen dem gegebenen und dem erstrebten Zustand zu überwinden. Ein Wunsch könnte zum Beispiel darin bestehen, mehr Zeit mit seinen Freunden zu verbringen. Eine Strategie wäre dann regelmäßige Treffen mit seinen Freunden zu vereinbaren. Abschließend kann diese Strategie umgesetzt werden, um so durch regelmäßiges Praktizieren auf das Glückskonto einzuzahlen. In gewisser Hinsicht kommt dieses Vorgehen einer Fürsorgepflicht sich selbst gegenüber sehr nahe.

Was glücklich macht

Nachdem thematisiert wurde, wie man auf das Glückskonto einzahlt, muss nun noch die Frage nach dem “Was” geklärt werden. Was Menschen mit Glück erfüllt ist sehr individuell, aber es gibt bestimmte Dinge, die viele Menschen gleichermaßen mit Glück erfüllen. Dazu gehört zum Beispiel Zeit mit guten Freunden zu verbringen, Zeit zur Ausübung von Hobbys oder ganz einfache Dinge, wie der Aufenthalt in der Natur.
Egal, was uns glücklich macht, unser Glückskonto sollte stets gut gefüllt sein.

17.05.2021
Spirit online

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