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Gesellschaft spirituell und dynamisch

Wünschen wir uns nicht alle ein Miteinander der Harmonie und des Ausgleiches? Eine Welt die auf gnadenlosen Wettbewerb verzichtet und auf Kooperation setzt? Das Gesetz des stärkeren als Fehlleistung erkennt? Gesellschaft und Spiritualität  miteinander auszusöhnen wäre ein Ziel der Neuen Zeit.

“Doch der Mensch steckt fest in seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern die Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!” (Immanuel Kant 1724 -1804)

Überdenken wir die Welt, sehen wir, das wir nicht in einer perfekten Welt leben. Wir leben in einer Welt in der Lüge und Verleugnung als wertvolle Tools gewinnbringend, eigennützig zum Einsatz kommen. Nicht nur von Politik oder Wirtschaft, nein, auch in spirituellen Kreisen wird gelogen, verdrängt und betrogen. Es ist Zeit sich aus der Unmündigkeit zu befreien, sich selbst zu führen.

Gesellschaft und Spiritualität als Chance begreifen!

Es gibt nicht ‚die‘ Gesellschaft. Sie ist nichts Abstraktes. Wir alle bilden ein soziales Konstrukt, das als Gesellschaft bezeichnet wird. Gesellschaft ist etwas höchst Dynamisches, höchst Lebendiges. Daher sind wir alle für die Gestaltung der Gesellschaft mitverantwortlich. Keine und keiner kann sich dieser Verantwortung entziehen. Innen und Außen sind Spiegelbilder. Machen wir uns das bewusst. Gesellschaft spirituell und dynamisch zu verstehen, bedeutet auch eine Chance für Veränderung und neue Lösungswege! Dazu gehört auch die Arbeitswelt zu überdenken und zu erkennen, das Spiritualität und Business sich nicht ausschließen müssen!

Gerade in Krisenzeiten der Pandemien Corona Covid-19 und Bewusstseinswandel wie wir sie 2020 erleben und wo tiefste Spaltungen und Konflikte aufbrechen – denn Unsicherheit ist ein Biotop für diese Art von Entwicklungen – gerade in dieser Phase zeigt sich das, was man als Kohäsion, als Kitt, als Zusammenhalt einer Gesellschaft bezeichnet, mit besonderer Deutlichkeit.

Gesellschaft und Spiritualität – spirituell und dynamisch

Die gesellschaftliche Dynamik bedeutet auch, sich gemeinsam weiter zu entwickeln und sich aus Altem, nicht mehr Zeitgemäßen und auch nicht mehr Stimmigen heraus zu transformieren. Große Energiekörper wie Gesellschaften tun sich naturgemäß schwerer, sich dieser Dynamik hinzugeben. Doch entziehen können sich Gesellschaften nicht. Wenn sie dies doch versuchen, denn treten Revolutionen und gewaltsame Umbrüche an den Tag. Spiritualität und Politik verwirklichen eine neue Gemeinsamkeit einer verbindlichen Ethik. Wahrheit und Würde finden einen dauerhaften Platz in einer Gesellschaft die auf Ausgrenzung, Spaltung und Armut bewusst verzichtet. Der Mensch findet einen Weg für alle in Würde zu leben und in Frieden.

Wir stehen seit einiger Zeit alle auf dem Prüfstand Dank eines nicht sichtbaren Virus. Das Warum und das Woher soll für den Moment Beiseite gelassen werden, denn diese Fragen bringen uns als Gesellschaft nicht weiter. Das scheinbar Unsichtbare führte zu einer Vollbremsung und leitete uns – gewollt und ungewollt – nach Innen. Der menschlich verständliche Wunsch nach einem Zurück wird nicht erfüllt werden, da er nicht erfüllbar ist. Sehnsucht hat in der aktuellen Lage wenig Platz, da sie höchst dynamisch, fließend, abrupt und schlicht paradox ist.

Unsere jahrelang gepflegten Konzepte wie Globalisierung, Supranationalität, Demokratie, der starke Staat, Abhängigkeiten in allen Bereichen, Generationskonflikte, Nord-Süd-Teilungen, Arm-Reich-Spaltungen, Rassenkonflikte, unser über Jahrhunderte gewachsenes Bildungs- und Finanzsystem und vieles mehr – bis hinein ins Private, wo viele Beziehungen auf ihre Substanz hin überprüft werden. Alles wird ausgeleuchtet und auf Fundament und Wahrhaftigkeit überprüft. Es gibt kein Kann mehr, sondern es liegt ein mehrheitliches und gleichzeitig vorhandenes Muss vor. Man könnte auch sagen – wir haben uns als Gesellschaft zu lange mit der längst fälligen grundsätzlichen Veränderung Zeit gelassen.

Auch wenn es zeitliche Atem- und Integrationsphasen gibt – wir sind in einem der größten gesellschaftlichen Wandelphasen seit 500 Jahren. Der von vielen lange herbei gesehnte Umbruch ist in vollem Gange. Wir gehen von einer Wegkreuzung zur nächsten. Wir haben das Gefühl das unsere Systeme zusammenbrechen unter der Last jahrzehntelanger Ignoranz. Wir wählten die “falsche” Wirklichkeit und fühlen das die Zukunft keine mehr sein wird. Auf der Suche nach der Wahrheit ist die Menschheit abgebogen und hat seinen Weg verloren.

Der Schweizer Philosoph Roland R. Ropers schrieb an dieser Stelle. „Ob es allerdings die erwartete äußere Weltkatastrophe etwa in Form diverser Vernichtungskriege sein muss, bleibt dahingestellt. Die Möglichkeit eines inneren Umbruchs, einer Transformation, einer metanoia, wobei unser Weltbild von Grund auf erschüttert wird, ist viel wahrscheinlicher. „Metanoia“ bedeutet weder Umkehr noch Reue, sondern die Überschreitung des Intellektes (griechisch: nous = Intellekt; lat.: intellectus). Die alte Weltsicht erscheint immer mehr Menschen überlebt, und daraus entsteht jene Atmosphäre von Erwartung und Spannung, die sich einerseits in Schreckensvisionen vom Weltuntergang entlädt und andererseits vom alles versöhnenden Wassermannzeitalter träumt. Tatsächlich haben sich schon viele Generationen vor uns danach gesehnt, die eine, besondere, zu sein, und immer wieder haben Menschen sich in Prophezeiungen über Neue Zeitalter und Jüngste Gerichte ergangen — und doch gibt es einige ernstzunehmende Hinweise, die gerade für unsere Zeit eine entscheidende Weichenstellung erwarten lassen: mit dem Alten oder mit dem Neuen aufzuerstehen.

Es gibt weder verbindliche noch absolute und langfristige Antworten auf viele brennende aktuelle Fragen, die oft grundlegende Auswirkungen auf jede einzelne und jeden einzelnen haben. Lernen wir damit umzugehen.

A.o. Honorarprofessorin Dr.habil. Dr. Andrea Riemer, Ph.D. für Spirit Online

Uwe Taschow

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