Schuld verstehen und Umgang

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Schuld verstehen frau luftsprung lifeSchuld verstehen. DU bist SCHULD! Warum Dir das nicht weiterhilft und wie Du durch Verantwortung und Vergebung Freiheit, Leichtigkeit und Lebensfreude zurückgewinnst!

Kennst Du das? Jemand hat Dich so richtig mies geärgert, oder mehr, Dir richtig Schaden zugefügt. Womöglich sogar mit Absicht. Zum aus der Haut fahren! Und eine Gelegenheit sich so richtig ausgiebig im Recht zu fühlen und der anderen Person die Schuld zuzuweisen. Natürlich, schließlich hat sie sich ja danebenbenommen. Schuld verstehen? Wie geht es Dir dann? Erstmal vielleicht sogar besser, denn so ein berechtigter Grund, um unseren Ärger auszudrücken, hilft uns Druck abzulassen. Und uns mal so richtig vollständig im Recht zu fühlen.

Und dann, später? Hat sich eigentlich nicht wirklich etwas geändert und oft wiederholt sich die gleiche oder eine ähnliche Geschichte immer und immer wieder. Sehr erschöpfend.

Das ist dann nicht mehr so toll.

Wie wäre das, wenn wir nicht mehr, nicht mehr so oft oder nicht mehr so tief in solche Situationen geraten würden?

Unser gesamtes Leben würde auf einer völlig neuen, besseren Ebene stattfinden.

Geht nicht, denkst Du, schließlich sind es die anderen, die Dich so geärgert haben?

Nicht wirklich.

Die anderen haben gemacht, was sie gemacht haben, warum auch immer. Das ist tatsächlich nicht unter unserer Kontrolle. Aber wie wir reagieren, dafür können wir die Verantwortung übernehmen und das ist dann komplett unter unserer Kontrolle.

Wie wäre es, wenn wir das in Zukunft anders machen würden? Uns freier, leichter und unabhängiger fühlen und voller Frieden und Freude, ganz egal was im außen passiert?

Klingt gut? Dann lies weiter und erfahre, was Vergebung wirklich bedeutet (und was nicht) und wie auch Du das schaffen kannst.

Fangen wir mit dem an, was Vergebung nicht ist:

„Ach, war nicht so schlimm“ (am besten noch mit vor Wut zusammen gebissenen Zähnen). Einfach nicht mehr hinschauen und so tun, als sei nichts passiert. Oder sogar die Schuld auf sich selber nehmen. Echte Vergebung hat auch nichts damit zu tun, Schuldgefühle zu nähren, Bestrafung einzufordern oder diese selber zu übernehmen. Bis man sozusagen quitt ist und (vielleicht) wieder von vorne anfangen kann.

Echte Vergebung bedeutet, Verantwortung zu übernehmen für die eigene Reaktion und auch dafür, dass wir in eine bestimmte Situation geraten sind. Nicht weil wir das gemacht haben, sondern weil es so passiert ist. Warum auch immer. Und dann mit Liebe auf die Situation, auf uns und den oder die anderen schauen und LOSLASSEN.

Kurz mal eben loslassen: wenn das so einfach wäre, bräuchte es diesen Artikel nicht.

Tatsächlich braucht es eine Wegbeschreibung, wie das überhaupt geht und ein wenig Disziplin, um diesen Weg dann wirklich zu gehen. Einen möglichen Weg stelle ich hier vor.

Wenn Du möchtest, suche Dir eine Situation oder eine Beziehung aus, womit Du Frieden schließen möchtest.

Wenn es emotional wird unterwegs: wunderbar, alles darf sein, schau Dir die Emotionen an und dann lass sie gehen.

Du möchtest diesen Prozess lieber nicht alleine und ohne Unterstützung gehen? Sehr gut, ruf Dir Hilfe: die Kräfte der Natur, Krafttiere, Heilige aller spiritueller Traditionen, Engel und Erzengel, das Göttliche, den Schöpfer. Bitte sie, Dir zur Seite zu stehen und Dich mit ihrer Liebe und Vergebung zu unterstützen. Sie alle warten nur darauf, dass wir sie um Hilfe bitten.

Dann beginnen wir damit, die beteiligten Personen und Umstände in Gedanken zu uns zu rufen. Wenn wir sie nicht genau kennen, macht das nichts, wir benennen sie so, wie es uns möglich ist. Und dann sprechen wir mit ihnen, als seien sie da:

Liebe/r … (benenne mit wem oder welcher Situation Du in Vergebung gehen möchtest), bitte komm. Mit …. (benenne die Worte, die Handlungen, die Situation) hast Du/ habt Ihr mich tief verletzt. Es war sehr schlimm für mich. Ich möchte nicht, dass das wieder passiert. Auch nicht, indem ich immer wieder daran denke oder es emotional immer wieder durchleide. Deshalb vergebe ich Dir/ Euch jetzt bedingungslos. Nicht, weil es nicht so schlimm war, sondern damit ich frei bin.

Versuch, die Vergebung zu fühlen. Es macht nichts, wenn das nicht gleich gelingt, es ist ein Prozess. Hol Dir speziell dafür Hilfe von den Kräften der Natur, den Krafttieren und Heiligen aller spiritueller Traditionen, Engeln und Erzengeln, dem Göttlichen, dem Schöpfer. Bitte sie, Dir Unterstützung mit ihrer bedingungslosen Vergebung zu geben speziell auch für das, was nach menschlichem Ermessen gar nicht vergeben werden kann. Erlaube dieser Vergebung, durch Dich hindurch zu denen zu fließen, denen Du vergeben möchtest. Lass es zu. Auch die Tränen, die dann vielleicht kommen mögen.

Und dann kommt der nächste Schritt.

Gibt es irgendetwas, wo Du wissentlich oder unwissentlich ähnliche Fehler gemacht haben könntest? Im Kleinen oder im Großen? Wenn ja, entschuldige Dich dafür. Wenn Dir nichts einfällt, sag: „Falls ich jemals wissentlich oder unwissentlich ähnliche Fehler gemacht haben sollte, tut es mir sehr leid. Ich habe nun gelernt, wie schmerzvoll das ist und werde es nicht wiederholen. Bitte vergebt mir.“

Warum dieser Schritt? Es ist normal und menschlich, dass wir Fehler machen. Wir müssen uns dafür nicht verdammen oder schwere Schuldgefühle mit uns durchs Leben tragen. Wir müssen unsere Fehler auch nicht verleugnen aus Angst, dann nicht mehr „gut genug“ zu sein. Wie hilfreich wäre es für uns, wenn andere uns um Verzeihung bitten könnten? Wie wunderbar ist es, wenn wir andere um Verzeihung bitten!

Alle guten Dinge sind drei:

Zum Schluss dürfen wir uns selbst vergeben. Für unsere eigenen Fehler. Und dafür, dass wir in ungute Situationen geraten sind. Für manche ist dies der schwerste Schritt. Wenn Du dazu gehörst: mach es trotzdem, auch wenn es erstmal nur Worte sind: „Ich vergebe mir selbst für alle Fehler, die ich begangen habe, wissentlich oder unwissentlich und für alle schädlichen Situationen, in die ich geraten bin. Ich passe jetzt besser auf mich auf und auch auf das, was ich sage und tue. Ich lerne jeden Tag dazu und bin dankbar für jede Gelegenheit zu lernen und ein besserer Mensch zu werden.“

Je schwerwiegender die Situation ist, die wir vergeben möchten, desto intensiver und öfter braucht es diesen Prozess der Vergebung, um ihn tief und vollständig zu machen. Bei jedem der drei Schritte, dürfen wir uns Unterstützung der höheren Ebenen holen. Und jedes Mal, wenn wir den Prozess der Vergebung vertiefen, dürfen wir weiter eintauchen in die reine und bedingungslose Liebe für alles was ist, ohne die wahre Vergebung gar nicht möglich wäre.

Stell Dir vor, jede/r von uns würde sich im Loslassen und Vergeben üben. Wie anders würde unsere Welt aussehen! Bist DU dabei?

11.10.2021  
Dr. med. Christiane Gießbach

Alle Beiträge der Autorin auf Spirit Online

gießbach-christiane  spirituelles HeilenDr. med. Christiane Gießbach,
Fachärztin für Allgemeinmediziner und für psychosomatische Medizin und Psychotherapie,
Yoga- und Reikilehrerin, Naturheilverfahren und Akupunktur.
Spirituelle Heilerin als zertifizierte Master Teacher der Tao Academy und Guan Yin Linienhalterin.
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