Weisheit und Wissen befreit dich vom Bösen

Weisheit und Wissen befreit dich vom Bösen – Yoga der königlichen Erkenntnis

„Wenn Du erkannt hast, was Weisheit und Wissen ist, wirst Du vom Bösen befreit werden. Es ist königliche Erkenntnis, ein königliches Geheimnis, ein vollkommenes Mittel zur Läuterung: unmittelbar einleuchtend, der universalen Ordnung gemäß, leicht zu praktizieren, unvergänglich.“
(Kapitel 9 in der Bhagavad Gita, dem Lied Gottes)

Die erste Übersetzung dieser wunderbaren Gesänge von Liebe, Licht und Leben aus dem Sanskrit in die englische Sprache erfolgte erst 1785 durch Charles Wilkins. Der deutsche Gelehrte August Wilhelm von Schlegel (1767 – 1845) übertrug im Jahr 1823 die Sanskrittexte ins Latein. Schlegel hatte zusammen mit Ludwig Tieck die Werke von William Shakespeare in die deutsche Sprache übersetzt. August Wilhelm Schlegel war der Inhaber des ersten Lehrstuhls für Indologie in Deutschland an der Universität Bonn.

Wilhelm von Humboldt (1767 – 1835) bezeichnete die Bhagavad Gita als „… das schönste, ja vielleicht das einzig wahrhafte philosophische Gedicht, das alle uns bekannten Literaturen aufzuweisen haben.“

Weisheit und Wissen Humboldt Zeit ein leerer Raum

Für Humboldt war Sprache eine Kraft, die den Menschen die Tür zur Welt öffnet. Sie sei wie ein Filter, durch den wir die Welt wahrnehmen. Deshalb müssten verschiedene Sprachen auch zu unterschiedlichen Ansichten über die Welt führen. Die Sprache sei Ausdruck der „Geisteseigentümlichkeit“ eines Volkes, formulierte Humboldt. Seine Theorien haben große Bedeutung erlangt. Er gilt als einer der ersten Forscher, die die kulturelle Bedeutung von Sprache erkannt haben.

Wie leben die Menschen?
Wie sprechen sie?
Wie denken sie?

Wilhelm von Humboldt war fasziniert von diesen Fragen.

Yoga der königlichen Erkenntnis
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Zwar studierte er wie die meisten Offizierssöhne auch die Juristerei, aber es scheint, dass ihn der Bereich der Sprachwissenschaft schon sehr früh weit mehr reizte. Intensiv besuchte er die Vorlesungen des bekannten Philologen Christian Gottlob Heyne. Seine Sprach-Leidenschaft begleitete Wilhelm von Humboldt sein ganzes Leben.

Er beschäftigte sich mit insgesamt 32 Sprachen und beherrschte Französisch, Englisch, Italienisch, Latein, Griechisch und in geringem Maße Spanisch in Wort und Schrift. Er untersuchte das Baskische, das Sanskrit und Kawi, eine Südseesprache. Er wollte wissen, welchen Einfluss die Sprache auf die Denkweise der Menschen hat.

„Die Quelle der intuitiven Weisheit versiegt nie!“
(Mönch & Mystiker Bede Griffiths, 1906 – 1993)

BHAGAVAD Gita Griffiths
330 Seiten – New York 1987

Die wenigen deutschen Übersetzungen der Bhagavad Gita sind gut 100 Jahre alt.

In einem 330-Seiten Kommentar „The River of Compassion“ hat Bede Griffiths die Bhagavad Gita meisterlich interpretiert.

Bei Bede Griffiths klingt beim Lesen jeder einzelnen Zeile der ganze Kosmos in seiner Vielfalt, Schönheit und Erhabenheit. Sein indischer Name war Swami Dayananda (Glückseligikeit in der Barmherzigkeit).
Die 18 Kapitel der Bhagavad Gita haben das gesamte indische Geistesleben beeinflusst. Kein Text der Hinduliteratur wird so viel gelesen, so oft auswendig gelernt und so häufig zitiert, wie diese Verse.

Viele Hindus ziehen das Buch als wichtigen Ratgeber heran und auch für Mahatma Gandhi war es von erheblicher Bedeutung. Mahatma Gandhi wollte dieses Werk noch mehr Menschen zugänglich machen. Darum verfasste er, obwohl kein Schriftgelehrter, eine Übersetzung in seine Muttersprache Gujarati und schrieb dazu auch eigene, knappe Kommentare. Diese Ausgabe widmete er den Armen, die wenig Geld für Bücher ausgeben können sowie denen, die selten Zeit zum Lesen haben; nach eigenen Worten den Frauen, Geschäftsleuten und Handwerkern.

Kapitel 9: Yoga der Königlichen Erkenntnis

Diese Verse werden von Bede Griffiths wie folgt meisterhaft kommentiert:

„Dieses Wissen ist königlich und ein Geheimnis, es ist reinigend. Krishna gebraucht den Begriff ‚pratyaksha’, d.h. es geht um etwas, das durch direkte intuitive Erfahrung erkannt wird, im Gegensatz zum rationalen oder unterscheidenden Wissen, das durch Sinneserfahrung möglich und dann durch logisches Erkennen zu einem System wird. Im intuitiven Wissen schauen wir von innen und begreifen mit einem Mal das Ganze in all seinen Beziehungen. Nur auf diese Weise können wir uns selbst erkennen. Wir müssen nicht nur über uns selbst von außen etwas lernen, sondern haben eine innere intuitive Bewusstheit von uns selbst und diese lässt uns in echter Selbsterkenntnis wachsen.

Die Wissenschaft ist moralisch indifferent. Man kann eine höchst unmoralische Person und doch ein großer Wissenschaftler sein oder auch philosophisches Wissen ganz unabhängig von der Moral entwickeln, während intuitives Wissen nur durch moralische Vollkommenheit, durch ‚dharma’ reifen kann. Wenn wir einmal über dieses Wissen verfügen, sprudeln alle unsere Gedanken und Handlungen aus dieser Quelle der intuitiven Weisheit hervor, die nie versiegt. Nur wenn wir jenseits dieser Welt der äußeren Erscheinungen, jenseits des unterscheidenden Wissens, das innere Zentrum entdecken, wenn wir beständig zu diesem Zentrum zurückkehren, gelangen wir zur Freiheit…“

03.04.2025
Roland R. Ropers
Religionsphilosoph, spiritueller Sprachforscher, Buchautor und Publizist

https://kardiosophie.network


Über Roland R. Ropers

Ehrfurcht vor dem Leben Roland Ropers

Roland R. Ropers geb. 1945, Religionsphilosoph, spiritueller Sprachforscher,
Begründer der Etymosophie, Buchautor und Publizist, autorisierter Kontemplationslehrer, weltweite Seminar- und Vortragstätigkeit.
Es ist ein uraltes Geheimnis, dass die stille Einkehr in der Natur zum tiefgreifenden Heil-Sein führt.

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Buch Tipp:

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Weg-Weiser zur kosmischen Ur-Quelle

von Roland R. Ropers und
Andrea Fessmann, Dorothea J. May, Dr. med. Christiane May-Ropers, Helga Simon-Wagenbach, Prof. Dr. phil. Irmela Neu

Die intellektuelle Kopflastigkeit, die über Jahrhunderte mit dem Begriff des französischen Philosophen René Descartes (1596 – 1650) „Cogito ergo sum“ („Ich denke, also bin ich“) verbunden war, erfordert für den Menschen der Zukunft eine neue Ausrichtung auf die Kraft und Weisheit des Herzens, die mit dem von Roland R. Ropers in die Welt gebrachten Wortes „KARDIOSOPHIE“ verbunden ist. Bereits Antoine de Saint-Exupéry beglückte uns mit seiner Erkenntnis: „Man sieht nur mit dem Herzen gut“. Der Autor und die sechs Co-Autorinnen beleuchten aus ihrem individuellen Erfahrungsreichtum die Vielfalt von Wissen und Weisheit aus dem Großraum des Herzens.

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