Würde leben

Würde, Wertschätzung und Aufmerksamkeit

blaetter-junge-frau-beautiful-girlWürde, Wertschätzung und Aufmerksamkeit

Als ich gefragt wurde, ob ich nicht auch etwas über “Würde” schreiben möchte, sagte ich ganz spontan: ja. Ohne dass es mir richtig bewusst war, war dies ein Thema, was mich in letzter Zeit sehr beschäftigt, gefordert und gefördert hat.

Ich benannte es allerdings nicht beim Wort “Würde”, sondern beschrieb es eher mit “Wertschätzung“. Anderen gegenüber und vor allem gegenüber sich selbst.

Wenn ich in mir das Wort “Würde” betrachte, also schaue, was dieses alte Wort für mich bedeutet, so zeigt sich mir, dass einer der Grundpfeiler eben diese Wertschätzung ist. Verbunden mit “Aufmerksamkeit” – man kann auch sagen: achtsam.

Wo ist diese Würde sich selbst und anderen gegenüber?

Betrachten wir aktuelle Geschehnisse, die durch die Medien geistern, so ist hier oft die Würde meilenweit entfernt. Näher darauf eingehen will ich an dieser Stelle nicht.

Und so weit brauchen wir auch gar nicht schauen. Die Würde zeigt sich schon bei jedem einzelnen im tagtäglichen Leben. Oder eben nicht. Sei es privat oder beruflich. Im Verhältnis mit Eltern, Kindern, Partnern…

Die Würde, ich mag es hier jedoch lieber Wertschätzung nennen, ist in meinen Augen ein ganz wichtiger Aspekt in unserem Leben. Wenn wir uns selbst gegenüber nicht wertschätzend behandeln, so ist es kein Wunder, dass es im Außen teilweise so extrem ist, und wir auch nicht “würdig” behandelt werden.

Was verstehe ich unter Wertschätzung? Grob gesagt bedeutet Wertschätzung, dass man jemanden so annimmt wie er ist, ihn achtet und Respekt zollt. Und natürlich sich selber gegenüber auch.

Wertschätze ich mich?

Hier dürfte bei den meisten wahrscheinlich sofort ein ganz klares “ja natürlich!” kommen. Das war bei mir ähnlich. Erst nachdem ich merkte, irgendetwas stimmt gerade so ganz und gar nicht, dämmerte es mir. Und Schritt für Schritt trug ich lang gelebte Glaubenssätze und Verhaltensweisen ab. Ähnlich wie bei einer Zwiebel. Schicht für Schicht, bis ich zum Kern kam.

Auslöser war bei mir der zwischenmenschliche Bereich. Eine on-off-eventuell-vielleicht-Beziehung. So lange wie dieses Wort, so lange war auch mein Weg zu erkennen, wo der Casus knacksus liegt. Irgendwann realisierte ich: in unserer Beziehung fehlte die Wertschätzung einander gegenüber. Im Offensichtlichen fehlte diese im Verhalten zwar eher bei ihm, als bei mir – aber, da uns ja alles etwas spiegelt… 🙂 Er reagierte zum einen auf meine Energie und zum anderen hatte dies natürlich auch etwas mit ihm selbst zu tun. Wir lebten quasi den gleichen Glaubenssatz!

Dann kam das “Suchen”. Wo fehlte mir denn meine eigene Wertschätzung? Ich lebe doch schon so und so aus tiefsten Herzen. Ich mache dies und das und jenes für mich selbst. Undsoweiterundsofort. Ich war zunächst wirklich etwas ratlos. Aus diesem Grund bat ich darum, “es” zu finden. Mitten bei der Arbeit dämmerte es mir. An diesen Punkt hatte ich gar nicht gedacht! Ich musste lachen: Meine fehlende Wertschätzung mir selbst gegenüber war im beruflichen Bereich angesiedelt. Ich liebe meine Arbeit – und doch gab es hier ein kleines “Aber”. Es war nichts großes, aber dennoch von Bedeutung. Ich zog andere immer gerne vor. Stellte mich hintenan. Hier fehlte mir meine eigene Wertschätzung mir selbst gegenüber. Was bin ich mir wert?

Ich war unendlich dankbar. Zum einen, dass mir gezeigt wurde, wo sich die mangelnde Wertschätzung mir selbst gegenüber befand, und zum anderen natürlich ihm gegenüber, der die Rolle des Spiegels eingenommen, und somit unbewusst diesen Stein ins Rollen gebracht hatte.

Wertschätzung ist etwas Wunderbares!

Oder anders: kein Beispiel ohne Gegenbeispiel 🙂

Wer einmal erlebt hat, wie sich Wertschätzung von außen gezeigt anfühlt, wird dieses Gefühl nie wieder vergessen. Ich lernte einmal jemanden kennen. Wir sahen uns nur einmal kurz, telefonierten aber viel und erzählten dabei auch viel von uns selbst. So als ob wir uns gefühlte hunderte von Jahren kennen würden. Dabei hörten wir einander aufmerksam zu (hier ist sie, die anfangs schon erwähnte Aufmerksamkeit). Waren bei den Gesprächen ganz präsent und zeigten dem anderen dadurch unsere Wertschätzung. Dann kam es zu einem zweiten Treffen und er schenkte mir ein Teepaket von Hildegard von Bingen, mit der ich mich zu dieser Zeit anfing zu beschäftigen. Ich war sprachlos, fasziniert, begeistert. Er hätte auch nichts mitbringen brauchen – aber es war genau ebendies, was mir im Moment so wichtig war. Das sind für mich diese vermeintlich kleinen Momente, die etwas mit Wertschätzung zu tun haben.

24.11.2017
Sabine Stegmann

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