Gibt es einen Gott?

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Gibt es einen Gott?
Haben Atheisten in der Frage nach einem Gottesbeweis und Existenz die besseren Argumente?

Gibt es einen Gott?
Wenn ja, dann zeigt ihn uns …!

Die Menschheit ist in der Frage, ob es einen Gott gibt, gespalten. Jeder beantwortet diese Frage auf seine eigene Art und Weise. Für die einen gibt es ganz selbstverständlich einen Gott. Sie sehen Gott überall, im Kleinen wie im Großen sowie in jedem Detail. Für die anderen ist es Beweis genug, dass es KEINEN Gott gibt, weil niemand Gott zeigen und (mit empirischen oder wissenschaftlichen Methoden) nachweisen kann. Ein wechselseitiges VERSTEHEN der konträren Lager scheint ausgeschlossen.

Ohne Gott sein

Atheismus bedeutet so viel wie „ohne Gott sein“ und ist gekennzeichnet durch die Ablehnung des Glaubens an Gott beziehungsweise „der Glaube an“ die Abwesenheit von Gott. Natürlich könnte man hier gleich einhaken und kritisch hinterfragen: „Ist der Glaube an die Abwesenheit von Gott nun seinerseits ein Glaube, der „die Abwesenheit von Gott“ zum „neuen Gott/Glaube“ erhebt?

Im Gegensatz zum Atheismus bezeichnet der Theismus unseren Glauben an Götter. Wir können hierbei sogar noch den Monotheismus (den Glauben an einen Gott) und den Polytheismus (den Glauben an mehrere Götter) unterscheiden. Jede Kirche/Glaubensrichtung ist hierbei von ihrem ganz eigenen Glauben fest überzeugt – worin wir schon erkennen können, dass KEIN Glaube als solcher in seiner Absolutheit wahr sein KANN.

Aus der Sicht des Atheismus ist die Existenz von Gott/Göttern ungeklärt beziehungsweise nicht klärbar. Hiermit einher geht die logische Überzeugung, dass es Gottheiten nicht gibt und nicht geben kann. Diese innere Haltung von einem Dasein ohne Glauben an Gott hat natürlich Auswirkungen auf die Lebensweisen und Erklärungsversuche der Menschheit. Menschen versuchen seit Alters her Naturphänomene und Geschehnisse zu erklären, zu deuten, zu begreifen und zu verstehen. Hier unterscheiden sich die Menschen von den Tieren und Pflanzen, die einfach alles so hinnehmen, wie es ist.

Unser Verstand

Letztendlich ist es unser Verstand, der diese Welt verstehen will. Unser Kopf will die Welt erklären und begreifen. Unser Denken sortiert die Welt in Schulbladen, Kisten, Kästchen und Kasten ein. Alles soll fein säuberlich seinen Platz bekommen. Wir Menschen geben dem Leben eine Ordnung. All dies bietet unserem Ego eine gute Orientierung, die Grundlage für sämtliche Bewertungen ist und Erfahrungen erst ermöglicht.

Doch wir fallen aus allen Wolken, wenn die Ordnung unseres Ego zerstört wird, wenn unsere Erklärungsmuster, Vorstellungen, Begrifflichkeiten und Formeln von unerklärlichen Naturphänomenen ausgehebelt werden.

Wer tut so etwas?

Welche (wessen) Kräfte wirken dort?

Die Unerklärbarkeit macht uns Menschen Angst.
Und Angst ist nicht schön, sondern verunsichert uns.
Wie fühlen uns ausgeliefert und als Opfer.

Früher brachten die Menschen dann Opfergaben dar, um die Götter milde zu stimmen. Und vielleicht leben wir heute immer noch so, ohne dies bewusst wahrzunehmen …

Glaube und Unglaube

Der Atheismus-Begriff ist verknüpft mit Glaube und Unglaube. Wir sprechen von „Gottlosigkeit“, von der “Leugnung Gottes“ oder von einer „Ungläubigkeit“. Im Alltag sagen wir: „Das ist ja „unglaublich“!

Wie hängen nun Gott und Glaube oder Unglaube zusammen?
Ist das, an was wir glauben, automatisch unser Gott?

Ist, wenn wir glauben, dass es etwas NICHT gibt, dies ebenso ein Glaube und damit wie eine Gottheit zu betrachten?

Die Welt der Dinge

Auf der Suche nach Gott suchen wir Gott dort, wo auch wir selbst als Menschen leben: in dieser Welt. Doch diese Welt ist lediglich „eine „Welt“, nämlich die äußere Welt der Dinge. Dort werden wir Gott dort niemals finden (können – sofern es ihn gibt). Gott und Glaube hängen eng zusammen.

Wir können „Glaube“ nirgendwo kaufen, abwiegen, portionieren, anmalen, schmecken, riechen oder messen. Glaube kostet nichts. Es gibt kein Ladengeschäft, in dem wir Gott oder einen Glauben einkaufen könnten. Ebenso können wir die Energie, die mit unserem Glauben einhergeht, nicht einfach so in einen Mülleimer werfen. Unser Glaube haftet uns an. Er ist und bleibt uns treu (und wir ihm). Dies macht die therapeutische Arbeit ja so schwer, zäh und mühsam.

Unser ganzes Leben ist voll bunter Dinge. Doch. „Wo ist Gott?“

Da sind die Spielsachen der Kinder.
Da sind Häuser und Autos.
Da sind Werkzeuge und Geräte.
Da sind Kleidung und Accessoires.
Da sind Tiere und Pflanzen.
Da sind so viele schöne Dinge in dieser Welt.
Doch wo ist Gott?

Die einen sagen: „In all diesen Dingen ist Gott enthalten“. Doch wenn man die Dinge untersucht, kann man im Mikroskop nichts finden, was wie Gott aussieht.

Sieht Gott überhaupt irgendwie aus?

Zeig mir Gott, wenn es ihn gibt!

Der Gottesbeweis

Ein Gottesbeweis ist der Versuch von Menschen, mit Hilfe rationaler Argumente die Existenz Gottes zu beweisen. Dies ist bisher nicht gelungen. Und es wird immer wieder erneut versucht und darüber diskutiert. Hierbei ist es fraglich, ob es sinnvoll ist, Gott beweisen zu wollen. Wer glaubt, vertritt mitunter sogar die Auffassung, dass Beweise überflüssig sind. Und Gläubige gehen sogar so weit, dass sie Beweise in einer gewissen Weise als kontraproduktiv bewerten frei nach dem Motto: Spätestens, wenn der Beweis erbracht ist, ist Gott verschwunden.

Denn alle Versuche, einen Beweis herbei zu führen, gehen davon aus, dass Gott zumindest in Teilen seiner Existenz der Logik dieser Welt unterliegt und somit verstandesmäßig, kognitiv und logisch zu erfassen ist. Ja sogar noch weiter: Nur solange wir an Gott glauben, KANN Gott existieren. Doch in dem Moment, in dem wir Gott bewiesen hätten, bräuchten wir ja nicht mehr an Gott zu glauben, weil ein Beweis erbracht wurde – und Gott wäre verschwunden. Unser Glaube lebt also geradezu von dem Phänomen der Unbeweisbarkeit.

An was glaube ich, ans Innen oder ans Außen?

Unser gesamtes Leben spielt sich „da draußen“ ab. Wir blicken mit unseren Augen in die Welt und betrachten die Dinge um uns herum. All unsere Sonnesorgane mit Augen, Nase, Ohren, Mund und Haut nehmen „die Welt da draußen“ wahr. Wir fühlen, ob es warm oder kalt ist. Wir riechen. Wir hören die Stimmen und Geräusche. Wir schmecken das Essen. Noch keinem Menschen ist es ja gelungen, bei sich selbst mit den organischen Augen in den eigenen Kopf hinein zu schauen. Niemand kann in sich selbst hinein riechen. Unsere sinnliche Wahrnehmung ist außen fixiert. Und folglich suchen wir auch Gott im Außen.

Nicht mit unseren Sinnen, wohl aber in unserer Fantasie und mit unserem „Dritten Auge“ können wir „nach innen“ in unsere Seelenbilderwelten schauen. Wir können sogar, wenn wir still und leise sind, unsere eigene innere Stimme (= Intuition) hören. Was wir dort sehen/hören ist nicht fester, sondern feinstofflicher mental-energetischer Natur. Und so ist auch Gott, wenn wir von Gott sprechen, nur hier im Energetischen zu finden. Gott lebt einzig und allein in diesen mentalen Dimensionen unserer inneren Wahrnehmung, unserer Fantasie und unseres Glaubens.

Und so wie es im Außen das Universum mit allen Sternen und den gesamten Kosmos gibt, so gibt es als energetisches Spiegelbild hierzu in unserem Innen einen dem Außen ebenbürtigen Kosmos – ein inneres Universum. Und GOTT umfasst beides: den äußeren wie auch unseren inneren Kosmos. Gott ist beides zusammen.

Allein der Gedanke an Gott ist Glaube

Gott ist unser Glaube.
Gott ist das Zusammenspiel von Denken, Fühlen und Spüren.

Wir denken mit unserem Kopf (Verstand).
Wir fühlen mit unserem Körper.
Wir spüren mit unserem Bauchgefühl (Intuition).

Und aus dem Zusammenspiel von Denken, Fühlen und Spüren entspringt unsere Wahrheit – oftmals als eine Annäherung an ein bereits erlebtes Ereignis (in diesem oder in früheren Leben). Und dies führt dann dazu, dass wir (etwas) glauben …

Wir glauben, dass wir bei der Prüfung durchfallen … oder sie bestehen …
Wir glauben, dass wir kein Radschlagen können … oder es doch können …
Wir glauben, dass wir eine schlechte Köchin sind … oder doch eine gute Köchin sind …
Wir glauben, dass wir ein Opfer sind … oder souverän unser Leben gestalten …
Wir glauben, dass wir „es“ nicht verdient haben … oder doch Schönes verdient haben …
Wir glauben, dass wir ein Unglücksrabe sind … oder ein Glückspilz …
Wir glauben, dass „es“ uns missgelingen wird … oder dass wir erfolgreich sein werden …

Und ganz gleich was wir glauben – wir werden immer recht behalten …
Dies ist ein wundervolles Phänomen.

Unser Glaube IST UNSER GOTT.

Wir beten innerlich unsere Gedanken, Gefühle und unsere innere Stimme an und wir tun (unbewusst) alles Erdenkliche dafür, dass sich unser Glaube bestätigt. (Und weil uns unsere Kindheit stark geprägt hat, tun wir heute als Erwachsene alles Erdenkliche dafür, dass sich auch heute dieselben Muster immer wieder bestätigen, wie wir sie damals als Kind verinnerlicht haben.)

Wo finde ich Gott?

Die Ausgangsfrage war, ob die Atheisten in der Frage nach einem Gottesbeweis und seiner Existenz die besseren Argumente haben. Und bei der Beantwortung dieser Frage ist es erstaunlicherweise unbedeutend, ob man an Gott glaubt oder nicht. Und es ist auch unbedeutend, dass wir uns die Glaubensfrage stellen, denn es gibt keinen einzigen Menschen, der nicht glaubt.

Unser Glaube – ganz gleich ob Christ oder Atheist oder in welcher Kultur auch immer lebend – ist unser Glaube an unsere eigenen Vorstellungen. Und indem wir an uns selbst glauben, sind wir unser eigener Gott.

Jeder ist sein eigener Gott.

Und selbst diejenigen Menschen, die den Glauben an sich selbst verloren haben, haben einen Glauben. Sie haben den Glauben, dass sie Ihren Glauben an sich selbst verloren haben. Und diese Überzeugung charakterisiert sie. Aus dieser inneren Haltung heraus gestalten sie ihr Leben – meist vollkommen unbewusst.

Und wer an einen Gott der Kirche glaubt, dessen Glaube ist eben genau dieser Glaube. Und wenn die Menschen früher an verschiedene Götter geglaubt hatten, so war eben genau dies ihr Glaube.

Gott finden wir dort, wohin wir unsere Gedanken lenken.
Wohin Du denkst, Energie Du lenkst.
Und wir lenken unsere Gedanken immer zu unserem Gott.
Gott ist genau das, an was wir jetzt denken.

Und wenn wir an einen lieben Menschen denken, dann ist diese Liebe unser Gott.
Und wenn wir an einen schrecklichen denken, dann ist dieser Hass unser Gott.

Wir beten zu Gott, indem wir unsere Gefühle anbeten.
Wir beten zu UNSEREM Gott, indem wir unseren Gefühle Raum geben.

Und wenn wir jammern und klagen, uns ärgern und hadern, uns in unserem Elend suhlen und uns immer noch und immer wieder als Opfer fühlen, dann beten wir eben genau diese Gefühle an. Dann sind diese Energiefelder unser derzeitiger Gott.

Und es KANN uns gar kein „anderer Gott“ von unserem Leid, Schmerz und Schicksal befreien/erlösen, weil wir uns in genau dieser Erfahrung/Rolle (auf einer tieferen, unbewussten Ebene) lieben. Wir WOLLEN jetzt DIESE Erfahrung machen.

Die Frage war die falsche Frage

Die Frage nach Gott und Glaube beziehungsweise nach Unglaube und einer Nichtexistenz von Gott führt also schon wieder an der Wahrheit vorbei, lenkt uns erneut in die Illusion, vertuscht die Tatsachen und spielt weiterhin das ewige Versteckspielen der Menschen.

Wir glauben – ob wir dies nun wollen oder nicht …
Was wir erleben/erfahren IST UNSER GOTT …

DAS JETZT IST GOTT.

Weil … wenn es NICHT Gott wäre, dann wäre das Jetzt ja anders.

Wir beten Gott an, indem wir das Jetzt so erschaffen haben, wie es ist. Niemand anders kann unsere Lebenssituation gestalten, außer wir selbst.

Wir sind gleichzeitig Gott und der Gläubiger.

Die eingangs gestellte Frage und JEDE Frage über Gott und Glaube ist absurd und sinnlos, weil es nur uns selbst als Gott und nur uns selbst als den einzigen Gläubigen, der an uns selbst als Gott glaubt, gibt. Alle anderen Denkvarianten sind Gedankenspiele und Ablenkungsmanöver und treffen neben das Ziel.

Dies mag nun anerkennen wer mag.

Jeder ist seines Glückes Schmied.
Jeder schmiedet sich sein Glück selbst.

Unser eigener Wille/Glaube ist unser Himmelreich …
… und damit unsere (subjektive) Wahrheit …
… und damit unser Gott …

02.03.2020
In Liebe Dein/Euer
Björn Geitmann
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