Veränderung ist eine Lektion

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veraenderung-ton-omDer Mutmacher des Monats Juni 2020
Veränderung – das ist zweifellos eine Lektion

Denke daran, dass die Gegenwart alles ist, was Du hast.
Mache das JETZT zum Mittelpunkt Deines Lebens.
Eckhart Tolle

Da kam ein kleiner Virus angeflogen – und auf einmal ist nichts mehr wie zuvor! Es geschehen Dinge, die wir niemals hier für möglich gehalten hätten: Sicher geglaubte Existenzen geraten binnen weniger Wochen ins wanken oder brechen gar zusammen.

Selbstverständlichkeiten wie persönliche Begegnungen,

ein Händedruck oder eine Umarmung – gelten quasi über Nacht als „lebensgefährlich“. Statt Gesichtern sieht man auf einmal nur noch Masken, die weder Antlitz noch Mimik erkennen lassen.

Ein unbeschwerter Teil einer Menschenmenge bei einer Veranstaltung zu sein, ist inzwischen kaum noch vorstellbar: Aus einer sozialen Gemeinschaft formt sich im Eiltempo eine in erster Linie nur noch virtuell verbundene Isolationsgesellschaft, und statt uns einander mehr anzunähern, rücken wir weiter voneinander ab.

Misstrauen liegt unausgesprochen in der Luft: Ist das Gegenüber vielleicht ein potenzieller Gefährder, dessen Viren einen in Quarantäne zwingen oder sogar töten können?

Derart vehemente Eingriffe in unsere Lebensgewohnheiten, wie wir sie in den letzten Wochen erleben mussten, fordern Gegenkräfte heraus, welche die Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit sämtlicher getroffener Maßnahmen wiederum in Frage stellen.

Ist das eine Lösung?

Nein. Statt dessen nimmt die allgemeine Verunsicherung nur noch zu, niemand scheint mehr so recht zu wissen, was nun wirklich richtig und sinnvoll ist und wie es in den nächsten Wochen, Monaten oder gar Jahren weiter geht: Wir werden lernen müssen, mit der Gefahr von Viren und Ansteckung zu leben.

Denn Viren sind Meister der Mutation, sie passen sich immer wieder neu an um auf diese Weise zu überleben – was die jährlichen Grippeviren bereits seit Jahrhunderten zeigen. Ebenso werden wir noch lange die Auswirkungen der Pandemie- Maßnahmen zu spüren bekommen, denn dieser Virus hat es geschafft, eine ganze Welt zur Veränderung zu bewegen.

Veränderung – das ist zweifellos eine Lektion,

die wir generell von Viren lernen können! Was aber sollen wir denn verändern? Wir können uns schließlich nur im Rahmen der Vorgaben bewegen und müssen da so manche Unstimmigkeiten wohl oder übel in Kauf nehmen.

Aber genau da beginnt der Moment von Veränderung, nämlich Veränderung an uns selbst und unseren Reaktionen auf die Geschehnisse im Außen vorzunehmen!
Beobachtung der eigenen Reaktionen ist jetzt sinnvoll:
Wie reagieren wir auf die äußeren Umstände?
Fühlen wir Unverständnis, Wut, Hilflosigkeit, Zorn oder gar Angst bis hin zur Panik?

Dann können wir sicher sein, dass diese Emotionen unbewussten Widerständen durch Verdichtungen innerhalb unseres Emotionalkörpers geschuldet sind. Verändern wir den dumpfen Ton dieser Emotionen!

Tiefes, bewusstes Atmen bringt Verhärtungen in uns in Bewegung, die Atemimpulse verstärken sanfte Fließbewegungen, ein klarer Moment der Gegenwart öffnet sich auf diese Weise und bewusste Veränderung der Reaktionen kann erfolgen.

Wenn es gerade möglich ist, begleitet man den Ausatem mit einem lang getönten „AUM“=„OM“.

Allein der Klang dieses einen, selbst erzeugten Tones katapultiert uns in die unmittelbare Gegenwart unserer Selbst, denn es ist das Wesen des Tons, nur in diesem einen Moment, im Jetzt zu erklingen um dann für unsere Ohren nie wieder vernehmbar zu sein!

Doch nun sind veränderte, bewusste Reaktionen möglich, denn sie können ausschließlich in Momenten des Hier und Jetzt passieren: Eine Transformation der Emotion in eine gesunde Neutralität statt vorherigem, negativem Widerstand wird auf diese Weise möglich.

Die gewaltige Kraft der Gegenwart zu erkennen, zählt zu den großen Chancen, die uns diese Zeit jetzt bietet. Wir können praktisch nichts mehr für die Zukunft gesichert planen, da niemand weiß, ob und wann wieder extreme Maßnahmen in Sachen Virus unsere Planungen durchkreuzen. Der Vergangenheit von Menschenmassen ohne Maske z.B. im Fußballstadion.

03.06.2020
Antje Nagula,
www.AbwUnMusic.de 
https://www.facebook.com/abwunmusic

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Antje Nagula

Antje Nagula

ist ausgebildete Sängerin (mit staatlichem Diplom) und hat inzwischen sechs Alben mit spiritueller Musik veröffentlicht. Sie schreibt ihre Musik selber „so, wie ich sie in mir höre“. Ihre Texte widmen sich so grundlegenden Fragen des Daseins wie z.B. „Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?“ oder fordern Menschen auf „Geh einen Weg, den noch nie einer ging!“

Antje Nagula ist nicht nur Sängerin, Komponistin und Produzentin von Musik, sondern auch Veganerin und vor allem Klangforscherin aus Leidenschaft. Ihr Spezialgebiet ist das Gestalten einer Persönlichkeit durch Töne und der damit verbundene alte Weg des Nada Yoga als Hilfe zur Selbsthilfe.
Zu diesem Thema wird sie im kommenden Sommer neben Einzelterminen auch einige Seminare in Deutschland anbieten.

Noch während ihres Examens fand ihre Karriere als Opernsängerin jedoch krankheitsbedingt ein jähes Ende.
Sie widmete sich fortan intensiv der Meditation und den Studien des spirituellen Wissens der Musiktradition der großen Weltreligionen. So kam sie in Kontakt mit spiritueller Musik, was ihr nach langer Zeit einen neuen Zugang zu Musik und der faszinierenden Wirkung ihrer Stimme auf Menschen eröffnete.
[mehr erfahren…]

   Sie ist eine Künstlerin, die durch und durch von Ton und Klang erfüllt ist. Auf Grundlage einer alten indischen Tonlehre hat sie die Bewegung der „Nada Brahma Sound Circle“ ins Leben gerufen, um möglichst viele Menschen durch die Stimme wieder zum Klingen, zum Vibrieren und damit auch zur Selbstheilung zu bringen. Diese „Singkreise“ treffen sich regelmäßig in immer mehr Städten.

   Für ihr unermüdliches Bemühen um die Erkenntnis der Wirkungsweise von Ton und Klang wurde ihr 2014 der „Mind Award für Bildung und Neues Bewusstsein“ verliehen.
Ihr aktuelle CD „Öffne dich und singe“ ist eine Meditations-CD mit Texten und Liedern zur Unterstützung und Verbreitung der „Nada Brahma Sound Circle“.

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