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Das Ruder deines Lebens – spirituelle Geschichte

Ruder-deines-Lebens-spirituelle-geschichte-boatDas Ruder deines Lebens

Stell dir vor, du sitzt auf einem Schiff, das sich auf einem Meer befindet.
Wo du dort sitzt?
Ich sehe dich auf dem Boden sitzen. Fast kauernd, benommen drein schauend.

Du wunderst dich. Ein Wundern erreicht dein Bewusstsein. Denn schon länger ist es nicht mehr so richtig hell geworden. Auch ist es kälter geworden, sehr windig. Die Wellen schlagen ab und an hoch und du wirst nass.

Wahrlich, es gab schon bessere Zeiten auf diesem Schiff. Du erinnerst dich an jemanden, war das ein Kapitän? Spiritalis hieß er, der war toll, kannte auch schöne Plätze. Das Wetter war damals auch besser. Du hast ihn schon eine Weile nicht mehr gesehen. Die Erinnerung an Spiritalis lässt dich wacher werden, du schaust dich um.

Die Insel

Wo um Himmels Willen, steuert dieses Schiff eigentlich hin? Mit aufkommendem Entsetzen siehst du es: Auf die Insel der Benommenen!

Schnell springst du auf, bist auf den Beinen und wach. So wach warst du schon lange nicht mehr.
Auf die Insel der Benommenen! Das kann nicht sein, das muss verhindert werden! Nur von wem…..?

Vor langer, langer Zeit hast du einmal von dieser Insel gehört. Spiritalis hat dir in einer „Unterrichtsstunde“ davon erzählt. Eigentlich kommt es dir so vor, als wäre es im Traum gewesen……

Schon von weitem sieht die Insel der Benommenen irgendwie…., naja….., benommen aus.

Jegliche Schönheit und Freude ist von ihr genommen worden. Sie liegt etwas im Nebel, so als ob sie sich unsichtbar machen will. Der Himmel über ihr ist bedeckt, grau und meist dunkel.
(Anmerkung: Es gibt einen kleinen Rest Bewusstsein in ihr, einen guten Kern, der nicht entdeckt werden will, der nicht von den Schiffen gefunden werden will, der sich und seine Hässlichkeit verstecken will. Doch sie kann nicht verhindern, dass die Benommenen auf ihr landen. Da sind andere Kräfte am Werk.)

Der Rand der Insel ist übersät mit Schiffs-Wracks, die an ihr zerbrochen sind.
Die Vegetation der Insel ist verdorrt, Tiere gibt es nicht. Dafür große Betonklötze mit ganz kleinen Fenstern, in denen die „Menschen“ wohnen.

Sie brauchen sich um nichts zu kümmern, alles ist geregelt und automatisiert. Was sie anziehen, was und wann sie essen. Bildlich ist es mit einem Fließband zu beschreiben, auf dem sie stehen und das sie von A nach B bringt. Und nach C, nach D, und so weiter. Sie schauen viel Fernsehen, eher dramatisches, so dass sie den Eindruck bekommen sollen, dass es ihnen doch ganz gut geht. Aber auch, dass nur ja nicht allzu gute Laune aufkommt.

Mehr willst du gar nicht an die Insel denken, denn es ist einfach deprimierend. Fakt ist, die Insel der Benommenen ist nicht mehr weit entfernt.
Das Schiff, auf dem du dich befindest, steuert darauf zu.

Bewusstwerdung

Du siehst „Andere“ um dich herum, manche putzen etwas, oder schauen angstvoll aufs Meer, manche bereiten ihre Flucht vor. Und wer von ihnen dich ansieht, tut es mit vernichtendem Blick. Du bekommst das Gefühl, irgendetwas mit diesem Schlamassel zu tun zu haben.

Du kratzt dich am Kopf, versuchst einen klaren Gedanken zu fassen. Irgendwo in dir muss doch ein klarer Gedanke sein!
Stell eine Frage, der Anfang ist, eine Frage zu stellen“ – dir ist, als hörtest du Spiritalis Stimme. Irgendwo.

Eine neue Kältewelle umfängt dich, und da rutscht es endlich aus dir heraus: „WEM gehört dieses Schiff?“ Die Anderen auf dem Schiff halten inne, und schauen dich an:
Na DIR! Dir!“ Erklingt es im Chor.

Du schaust über die Reling, da muss doch ein Schiffsname stehen. Und tatsächlich, da steht einer: Deiner. Dein Name steht auf dem Schiff.

Das Ruder

Und wer steuert mein Schiff auf die Insel der Benommenen zu?“
Niemand, und manchmal Fremde“, sagen die Anderen im Chor.
Fremde, die Kräfte haben, aber nur, weil DU nicht da bist. Sie wollen ihre Ziele durchsetzen, aber nur, weil DU keines hast. Sie haben dich gelockt, mit Dingen außerhalb von dir, bis du ganz benommen warst, und alles abgegeben hast: Dein Ruder, deine Selbstverantwortung, deine Selbstfürsorge, deinen Glauben und dein Vertrauen. An sie. Nur deshalb sind „sie“ so stark geworden.

In dem Moment durchzuckt es dich. Du rennst los.

Du wirst schneller und schneller und entwickelst Kräfte, von denen du nicht einmal ahntest, dass du sie hast. Dein Schiff steuert unterdessen weiter auf die Insel der Benommenen zu. Zwar langsamer, denn die Erkenntnis hat die Fahrt in die Katastrophe verlangsamt, aber dennoch wird nur dein Handeln die Richtung ändern. Dein Handeln im Sinne von deinem Willen. Deinem Wollen, Glauben und Vertrauen.

Und so erreichst du endlich, nach so langer Zeit den Raum, in dem das Ruder steht. In diesem Moment siehst du, wie sich darin dunkle, verzerrte Schatten auflösen. Schreckliches Geheule begleitet den Prozess. Doch dies kann dich nicht schrecken, denn du hast nur noch eines im Sinn: Du nimmst das Ruder, dein Ruder in deine Hände, und reißt es im letzten Augenblick, bevor dein Schiff kentert, herum. Du hast es gerade noch geschafft.

Du atmest durch, und da steigt ein inneres Bild, eine Ahnung in dir herauf, wo es hingehen soll.

Jedenfalls nicht auf die Insel der Benommenen. Vielleicht mal auf der Insel der „Zu-sich-Gekommenen“ vorbeischauen…..

Du grinst, denn eine innere Freude bereitet sich in dir aus, fließt aus deiner Freude-Fülle aus dir heraus und benetzt die Welt um dich herum.
Da hörst du die Anderen schon im Chor singen: „Halleluja! Halleluja!

20.10.2019
Melanie Ackermann
www.melanieackermann.de

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