Gehirnhälften und ganzheitliches Denken

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Rechte Gehirnhälfte und linke Gehirnhälfte – Weniger Mythos. Mehr Fakten

Rechte Gehirnhälfte und linke Gehirnhälfte bezeichnen die beiden sogenannten Hemisphären des menschlichen Gehirns. Ihnen werden jeweils Aufgaben zugeschrieben, wie beispielsweise abstraktes und räumliches Denken, Sprache, Gefühle, logisches Denken etc. Viele im Alltag verwendete Zuschreibungen werden von der modernen Hirnforschung gestützt. Andere hingegen lassen sich nicht belegen. Die Aufteilung in die rechte Hirnhälfte und die linke Hirnhälfte findet man auch in der Psychologie. Manches, was in unser Allgemeinwissen überging, gilt mittlerweile als Mythos. Beispielsweise lässt die Zuschreibung des Geschlechts zu einer Gehirnhälfte wissenschaftlich nicht belegen.

Das Gehirn, eines der faszinierendsten und komplexesten Organe des menschlichen Körpers, besteht aus verschiedenen Bereichen und Funktionen. Eine bedeutende Eigenschaft des Gehirns ist die Aufteilung in zwei Hemisphären – die linke und die rechte Gehirnhälfte.

In diesem Artikel werden wir uns mit den Grundlagen und der Funktion dieser beiden Gehirnhälften befassen und erkennen, wie ganzheitliches Denken als Brücke zwischen ihnen dienen kann. Das Gehirn, bestehend aus Nervenzellen, Synapsen und verschiedensten Areale wie dem Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm, steuert und koordiniert alle unsere körperlichen und geistigen Funktionen. Die linke Gehirnhälfte ist in erster Linie für logisches Denken, analytische Fähigkeiten und Sprache zuständig. Die rechte Gehirnhälfte hingegen ist kreativer und intuitiver, sie verarbeitet visuelle Informationen und steht mit unseren Emotionen in Verbindung.

Eine effektive Kommunikation zwischen den beiden Gehirnhälften ist entscheidend für ein ganzheitliches Denken. Wenn wir unter anderem Informationen aufnehmen, speichert die linke Gehirnhälfte sie ab, während die rechte Gehirnhälfte das gesamte Bild erfassen und Zusammenhänge erkennen kann. Dies ermöglicht uns ein tieferes Verständnis und trägt zum ganzheitlichen Denken bei. Ganzheitliches Denken ist somit die Möglichkeit, beide Gehirnhälften miteinander zu verbinden und dadurch unser Denkvermögen zu optimieren. Es beinhaltet, die Vorteile beider Hemisphären zu nutzen und sowohl logische Analyse als auch emotionale Intuition in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

Grundlegende Informationen über die linke und rechte Gehirnhälfte

Die beiden Gehirnhälften, das linke und die rechte Hemisphäre, spielen eine wichtige Rolle in der Funktionsweise unseres Gehirns. Das Gehirn besteht aus verschiedenen Regionen wie dem Großhirn, dem Kleinhirn und dem Hirnstamm, die jeweils spezifische Funktionen erfüllen. Die beiden Gehirnhälften sind durch eine Vielzahl von Nervenzellen, sogenannten Neuronen, miteinander verbunden. Diese Neuronen ermöglichen die Kommunikation und den Austausch von Informationen zwischen den beiden Gehirnhälften. Während das linke Gehirn für analytisches Denken, Logik und Sprachverarbeitung zuständig ist, übernimmt das rechte Gehirn die Verarbeitung von visuellen und räumlichen Informationen sowie die Kreativität und Intuition. Es ist wichtig zu verstehen, dass beide Gehirnhälften zusammenarbeiten und sich ergänzen, um eine ganzheitliche Denkweise zu ermöglichen. Durch das ganzheitliche Denken können wir das volle Potenzial unseres Gehirns nutzen und effektiver lernen, Informationen speichern und Probleme lösen. Es ist also von entscheidender Bedeutung, die Funktionen und die Kommunikation zwischen den beiden Gehirnhälften zu verstehen, um das ganzheitliche Denken zu fördern und zu entwickeln.

Aufgaben des Gehirns und der beiden Hemisphären

Bereits im 19. Jahrhundert entdeckte man, dass es im Gehirn unterschiedliche Areale mit unterschiedlichen Funktionen gibt. Man dachte, dass es eine Asymmetrie im Gehirn gibt. Mittlerweile ist die Gehirnforschung weit fortgeschritten. Gleichwohl bleiben immer noch Rätsel, die zu weiterer Forschung inspirieren.

Beiden Hirnhälften können unterschiedlichen Funktionen zugeschrieben werden. Manches wird von beiden Hemisphären wahrgenommen.

Die linke Hirnhälfte ist in den meisten Fällen für die Sprache und das abstrakte Denken zuständig. Diese Hemisphäre sind Intuition und Emotion beheimatet.

Die rechte Hirnhälfte ist im Regelfall für räumliches Denken und das Erkennen und Verorten von bildhaften Zusammenhängen vorgesehen. In dieser Hemisphäre des Gehirns sind logisches und rationales Denken verortet.

Beide Seiten arbeiten sehr unterschiedlich und haben ihre speziellen Aufgaben. Es geht daher nicht darum, eine Seite stillzulegen (wie von manchen Esoteriker*innen empfohlen), sondern zu erkennen, welche Aufgaben zugeordnet sind und wann welche Hälfte aktiv wird.

Eine Übersicht, was sich an Aufgaben im Gehirn abspielt

Die nachfolgende Übersicht gibt einen guten Überblick zu den jeweiligen Aufgaben (sie ist entnommen von https://www.sprachenmarkt.de/wissenswertes/lernen/gedaechtnisspeicher/gehirnhaelfte.html)

Die rechte Gehirnhälfte ist spezialisiert auf:

Die linke Gehirnhälfte ist spezialisiert auf:

gefühlsmäßiges Denken

logisches Denken

konkretes Denken

abstraktes Denken

Anfassen und Begreifen

Bildung von Begriffen

ganzheitliches Arbeiten

analytisches Arbeiten

Integrieren

Analysieren

Musik, Geräusche

Buchstaben, Zahlen

Farben, Gerüche

Schriftbilder

Formen, Bilder, Gestalten

Einzelheiten, Fakten

räumliches Nebeneinander

zeitliches Nacheinander

Sehen, Fühlen, Deuten und Verstehen

Hören, Sprechen, Schreiben und Lesen

Intuition, Kreativität

Befolgung von Regeln und Anweisungen

 

Der Mensch ist, wie bereits angeführt, kein einheitlicher oder schwergewichtiger Typus in Fragen des Gehirns. Vielmehr spielt die linke mit der rechten Hemisphäre zusammen. Das Gehirn ist daher immer als Ganzes in seiner Wirkweise zu betrachten.

Sehr schön lässt sich die Rolle des Gehirns am Erlernen einer Sprache darstellen. Sie ist unsere wesentliche Ausdrucksform. Es geht dabei nicht nur um den lautierenden Ausdruck per se, sondern auch um das Verstehen des Ausgedrückten. Dies ist ein wesentlicher Faktor, weil in der Kommunikation immer eine individuelle Interpretation des Gesagte mitschwingt. Die führt dann auch zu den vielzitierten Missverständnissen.

Die Aufstellung zur Verteilung der Hirnfunktion kann man mit Blick auf das Sprachenlernen so interpretieren (ist entnommen von https://www.sprachenmarkt.de/wissenswertes/lernen/gedaechtnisspeicher/gehirnhaelfte.html)

Die linke Hemisphäre

die rechte Hemisphäre

versteht, deutet, gestaltet

Laute

Tonfall

Wortsinn

Das Gemeinte (Ironie, Spaß)

Lesen

sprachliche Bilder

Schreiben

komplexe Situationen

Hören

Mimik, Gestik

Sprechen

gesellschaftliche Konventionen

Grammatikregeln

graphische Strukturen

 

Funktion der linken und rechten Gehirnhälfte

Die Funktion der linken und rechten Gehirnhälfte spielt eine entscheidende Rolle beim ganzheitlichen Denken. Das Gehirn ist ein komplexes Organ, das aus verschiedenen Bereichen besteht, wie dem Großhirn, dem Kleinhirn und dem Hirnstamm. Jeder Teil des Gehirns hat spezifische Funktionen und ist für unterschiedliche Aufgaben zuständig. In Bezug auf die linke und rechte Gehirnhälfte sind die Funktionen unterschiedlich verteilt. Die linke Gehirnhälfte ist vor allem für logisches Denken, Analyse und Sprache zuständig, während die rechte Gehirnhälfte für Kreativität, Intuition und emotionales Verständnis verantwortlich ist.

Die beiden Gehirnhälften kommunizieren über Nervenzellen, synaptische Verbindungen und Informationen werden zwischen ihnen ausgetauscht. Diese Kommunikation ist wichtig, um ein ganzheitliches Denken zu ermöglichen. Denn nur wenn beide Gehirnhälften zusammenarbeiten, kann das volle Potential des Gehirns genutzt werden. Ganzheitliches Denken bedeutet, Informationen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und sie zu kombinieren, um komplexe Probleme zu lösen oder neue Ideen zu entwickeln.

Für Menschen ist es von Vorteil, beide Gehirnhälften gleichermaßen zu aktivieren und zu nutzen. Indem sie unter anderem neue Dinge lernen oder unterschiedliche Aufgaben ausführen, können sie ihre Gehirnfunktionen verbessern und Synapsen stärken. Dies ermöglicht es ihnen, flexibler zu denken und ihre kognitive Leistungsfähigkeit zu steigern. In der heutigen Zeit, in der wir ständig mit Informationen und Reizen bombardiert werden, ist es umso wichtiger, unser Gehirn optimal zu nutzen.

Durch ganzheitliches Denken können wir die Funktionen unserer linken und rechten Gehirnhälfte in Einklang bringen und unsere kognitive Leistungsfähigkeit steigern. Es ist Zeit, die vielfältigen Fähigkeiten unseres Gehirns zu entdecken und sie zu nutzen, um die Herausforderungen des modernen Lebens zu meistern. In diesem Sinne ist ganzheitliches Denken der Schlüssel zur optimalen Nutzung unseres Gehirns.

Kommunikation zwischen den beiden Gehirnhälften

Die Kommunikation zwischen den beiden Gehirnhälften ist ein faszinierendes Phänomen, das eine zentrale Rolle in unserem Denken und Handeln spielt. Das Gehirn besteht aus verschiedenen Regionen und Bereichen, die jeweils bestimmte Funktionen erfüllen. Die beiden Gehirnhemisphären – die linke und die rechte – haben unterschiedliche Aufgaben und Fähigkeiten. Während die linke Gehirnhälfte vor allem für logisches Denken, Sprache und Analyse zuständig ist, ist die rechte Gehirnhälfte für Kreativität, Intuition und bildhaftes Denken verantwortlich.

Die Kommunikation zwischen den beiden Gehirnhälften erfolgt über eine Vielzahl von Nervenzellen, den Neuronen, die durch Synapsen miteinander verbunden sind. Die Neuronen sind in der Lage, Informationen in Form von elektrischen Impulsen zu übertragen. Dieser Informationsaustausch ermöglicht es den Gehirnhälften, koordiniert zusammenzuarbeiten und verschiedene Funktionen zu übernehmen. Eine wichtige Komponente der Kommunikation zwischen den Gehirnhälften sind die unterschiedlichen Bewegungen, die unser Gehirn steuern.

Das Großhirn ist für die bewussten Bewegungen verantwortlich, während der Hirnstamm und das Kleinhirn automatische und unbewusste Bewegungen steuern. Diese Bewegungen sind eng mit den Funktionen der Gehirnhälften verbunden und ermöglichen es, Informationen effizient zu verarbeiten und zu nutzen. Durch das Verständnis der Kommunikation zwischen den Gehirnhälften können Menschen ihre Lern- und Denkfähigkeiten verbessern. Ganzheitliches Denken, das eine Brücke zwischen den beiden Gehirnhälften schafft, spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Ganzheitliches Denken ermöglicht es, Informationen aus beiden Gehirnhälften zu integrieren und auf diese Weise ein umfassendes und ganzheitliches Verständnis zu entwickeln. Insgesamt können wir sagen, dass die Kommunikation zwischen den beiden Gehirnhälften ein spannendes Phänomen ist, das unsere Denk- und Handlungsfähigkeiten beeinflusst. Indem wir uns dieses Zusammenwirkens bewusst werden und ganzheitliches Denken fördern, können wir unser Gehirn optimal nutzen und unsere Fähigkeiten verbessern. Das Wissen über die Funktionen des Gehirns und die Kommunikation zwischen den beiden Gehirnhälften ist somit ein wertvolles Tool, um unsere geistige Leistungsfähigkeit zu steigern.

Ganzheitliches Denken als Brücke zwischen den beiden Gehirnhälften

Gehirnhälften und ganzheitliches Denken sind eng miteinander verbunden. In den vorherigen Abschnitten haben wir bereits grundlegende Informationen über die Gehirnhälften und ihre Funktionen kennengelernt. Nun möchten wir uns auf das spezielle Thema des ganzheitlichen Denkens als Brücke zwischen den beiden Gehirnhälften konzentrieren. Das Gehirn besteht aus verschiedenen Bereichen und Regionen, die eng miteinander interagieren.

Das Großhirn, Kleinhirn und der Hirnstamm sind dafür verantwortlich, Informationen zu verarbeiten und Funktionen wie Motorik, Lernen und Gedächtnis zu steuern. Diese Aufgaben werden durch Nervenzellen, auch Neuronen genannt, und Synapsen ermöglicht. Durch die Kommunikation zwischen den beiden Gehirnhälften werden Daten und Informationen ausgetauscht, um ein ganzheitliches Denken zu ermöglichen. Ganzheitliches Denken bezieht sich auf die Fähigkeit, Informationen aus beiden Gehirnhälften zu nutzen und ein umfassendes Verständnis zu entwickeln.

Es hilft uns, komplexe Probleme zu lösen, kreativ zu sein und neue Zusammenhänge herzustellen. Eine Studie hat gezeigt, dass Menschen, die ganzheitlich denken, effektiver lernen und ihr Wissen besser anwenden können. Das ganzheitliche Denken ist also eine wertvolle Brücke, um die Funktionen beider Gehirnhälften optimal zu nutzen. Es eröffnet neue Perspektiven und ermöglicht uns, das volle Potenzial unseres Gehirns zu entfalten. Insgesamt ist ganzheitliches Denken eine wichtige Fähigkeit, die jeder entwickeln kann, um sein Gehirn effizienter zu nutzen und erfolgreich zu sein.

Was wissen wir alles nicht über das Gehirn

Das Gehirn, das faszinierende Organ, das uns ermöglicht zu denken, zu fühlen und zu handeln, ist immer noch eines der größten Mysterien der Wissenschaft. Obwohl wir im Laufe der Jahrhunderte viel über das Gehirn gelernt haben, gibt es immer noch unzählige Dinge, die wir nicht wissen und die uns weiterhin Rätsel aufgeben. Wir wissen unter anderem bisher nicht genau, wie das Gehirn Erinnerungen speichert und abruft. Wir wissen, dass es bestimmte Bereiche im Gehirn gibt, die mit dem Gedächtnis in Verbindung stehen, aber wie genau diese Informationen gespeichert und wie sie wieder abgerufen werden können, ist immer noch weitgehend unbekannt.

Dies ist ein Bereich, in dem die Forschung noch viele Fragen beantworten muss. Ein weiteres großes Rätsel ist die Frage, wie das Gehirn Bewusstsein erzeugt. Obwohl wir wissen, dass das Bewusstsein eng mit dem Gehirn verbunden ist, verstehen wir bislang nicht, wie genau es entsteht. Wie kann eine Ansammlung von Neuronen und Synapsen zu etwas so Komplexem wie dem menschlichen Bewusstsein führen? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler und Philosophen gleichermaßen und es gibt noch keine eindeutigen Antworten.

Auch die Frage, wie das Gehirn Emotionen verarbeitet und reguliert, ist bisher nicht vollständig geklärt. Wir wissen, dass bestimmte Bereiche des Gehirns mit Emotionen in Verbindung stehen, aber wie genau diese Verarbeitung funktioniert und wie sie unsere Gefühle beeinflusst, ist bis jetzt nicht vollständig verstanden. Dies ist ein Bereich, in dem die Forschung noch viel Arbeit leisten muss, um ein umfassendes Verständnis zu erlangen.

Des Weiteren gibt es noch viele unbekannte Aspekte der neuronalen Plastizität, also der Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen und zu verändern. Obwohl wir wissen, dass das Gehirn in der Lage ist, neue Verbindungen zwischen Neuronen zu bilden und bestehende Verbindungen zu stärken oder zu schwächen, gibt es noch viele Fragen darüber, wie genau dieser Prozess abläuft und wie er beeinflusst werden kann. Dies ist ein Bereich, der weiterhin intensiv erforscht wird, um das volle Potenzial der neuronalen Plastizität zu verstehen und möglicherweise für therapeutische Zwecke zu nutzen.

Wie erzeugt das Gehirn Bilder

Das menschliche Gehirn ist zweifellos ein faszinierendes Organ, das in der Lage ist, Bilder auf eine erstaunliche Weise zu erzeugen. Es ist ein komplexes Netzwerk von Milliarden von Nervenzellen, das Informationen verarbeitet und interpretiert, um uns die Welt um uns herum wahrnehmen zu lassen. Wenn wir über das Erzeugen von Bildern sprechen, beziehen wir uns auf die Fähigkeit des Gehirns, visuelle Reize zu verarbeiten und daraus ein Bild zu formen.

Dies geschieht durch eine komplexe Abfolge von elektrischen Impulsen und chemischen Reaktionen, die in den verschiedenen Regionen des Gehirns stattfinden. Der Prozess beginnt mit den Sinnesorganen, insbesondere den Augen, die Lichtstrahlen aufnehmen und in elektrische Signale umwandeln. Diese Signale werden dann über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet, genauer gesagt an den visuellen Kortex, der sich im hinteren Teil des Gehirns befindet. Im visuellen Kortex werden die elektrischen Signale in komplexe Muster und Formen umgewandelt. Hier werden auch Informationen wie Farben, Kontraste und Bewegungen verarbeitet.

Das Gehirn nutzt dabei verschiedene neuronale Schaltkreise und Verbindungen, um diese Informationen zu analysieren und zu interpretieren. Ein entscheidender Faktor bei der Bildgenerierung ist die Fähigkeit des Gehirns, Erfahrungen und Erinnerungen zu nutzen, um das Bild zu vervollständigen. Das Gehirn kann auf vergangene Erfahrungen zurückgreifen, um fehlende Informationen zu ergänzen oder um eine Vorstellung von dem zu bekommen, was es sieht. Ferner spielen auch Emotionen eine wichtige Rolle bei der Bildgenerierung.

Das Gehirn ist in der Lage, Emotionen mit visuellen Reizen zu verknüpfen und dadurch eine bestimmte Stimmung oder Atmosphäre zu erzeugen. Dies erklärt, warum wir manchmal unterschiedliche Empfindungen haben, wenn wir dasselbe Bild betrachten. Insgesamt ist die Fähigkeit des Gehirns, Bilder zu erzeugen, ein erstaunlicher Prozess, der auf einer Vielzahl von Faktoren beruht. Von der Aufnahme von visuellen Reizen über die Verarbeitung im visuellen Kortex bis hin zur Nutzung von Erfahrungen und Emotionen – all diese Komponenten tragen dazu bei, dass wir die Welt um uns herum in Form von Bildern wahrnehmen können. Es ist faszinierend zu bedenken, dass jeder Mensch aufgrund seiner individuellen Erfahrungen und Erinnerungen einzigartige Bilder erzeugt. Das Gehirn ist wirklich ein Meisterwerk der Natur und seine Fähigkeit, Bilder zu erzeugen, ist ein Beweis für die erstaunliche Komplexität und Schönheit des menschlichen Geistes.

Persönlichkeit über die Hemisphäre erklären. Ein Mythos

Manch psychologischer Test suggeriert, dass man die Persönlichkeit des Menschen über die Gehirnhälften erklären kann. Sie haben sicherlich schon gelesen und gehört: der/die ist linkshirnig oder rechtshirnig.

Diese Zuschreibung zur einen und anderen Hemisphäre mag populärwissenschaftlich gut klingen. Doch sie lässt sich evidenzbasiert nicht belegen. Es ist nicht beweisbar, dass eine Gehirnhälfte sozusagen die andere übernimmt. Es ist auch nicht unterlegt, dass sich daraus eine individuelle Persönlichkeit erklären lässt.

Daher handelt es sich um einen gut gepflegten Mythos, der offenbar Allgemeingut wurde.

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Die Verbindung zwischen den beiden Hemisphären

Beide Teile des Gehirns sind miteinander durch einen Balken, der Corpus Callosum, verbunden. Er gilt als das wichtigste Bahnsystem, weil er über ca. 200 Millionen Fasern den Informationsaustausch ermöglicht. Der Corpus Callosum ist daher die Verbindungsbrücke zwischen den beiden Hälften.

Beide Gehirnhälften müssen sich austauschen können, denn es gibt eine Fülle an Funktionen, die beide gemeinsam wahrnehmen. Motorische und sensorische Funktionen sind auf beide Hemisphären verteilt.

Zudem gibt es „gekreuzte“ Aspekte, wie etwa die Steuerung der Muskelgruppen der linken Körperseite. Sie erfolgt durch die rechte Gehirnhälfte. Für die rechte Körperseite gilt es umgekehrt. In dieser Steuerung arbeiten beide Seite in komplexer Abstimmung.

Synchronisation der beiden Gehirnhälfte

Eine der interessantesten Fragen ist, wie man die beiden Hemisphären synchronisieren kann. Warum kann man das machen? Welche Möglichkeiten werden dafür angeboten? Wer kann das machen?

Die Synchronisation der beiden Gehirnhälfte (auch Hemisphärensynchronisation) bedeutet, dass sie auf der gleichen Frequenz schwingen. Das heißt, die Gehirnwellen sind aufeinander abgestimmt und schwingen gleichartig. Bereits in den 1980er Jahren arbeitete man experimentell mit Licht und Alphawellen, um die Hemisphärensynchronisation zu belegen.

Das Warum ist rasch erklärt: wenn man beide Hälften nutzt, holt man das Beste aus seinen Möglichkeiten heraus. Balance ist ein Naturzustand. Sie fühlt sich auch angenehmer an als Einseitigkeit. Man ist zentriert und konzentriert. Die Stresssymptome werden geringer. Es fühlt sich beruhigend und harmonisch an. Zudem kann man der Hemisphärensynchronisation Lernen in jeder Altersgruppe anregen und begleiten. Auch für die Persönlichkeitsentwicklung im weitesten Sinn ist sie hilfreich, weil dafür jede Balancierung wesentlich ist.

Wer kann das machen? Jedem Menschen steht die Möglichkeit der Synchronisation offen. Kinder sind in jungen Jahren so veranlagt, dass sie natürlich beide Seiten nutzen. Erst ab der Pubertät machen sich die beiden Hemisphären bemerkbar.

Wie synchronisiert und balanciert man nun die beiden Gehirnhälfte aus?

Regen Sie alle Sinne an und setzen Sie diese beim Erfüllen einer Aufgabe auch ein. Damit kann das Erlernte vom Gehirn im gesamten Bereich abgespeichert werden.
Kombinieren Sie beispielsweise Lesen mit Bildern.
Hören Sie dafür speziell komponierte Musik.
Versuchen Sie es mit binauralen Beats und stimulieren damit ein die Synchronisation im Gehirn.
Nutzen Sie die Möglichkeiten der Klanganwendungen, die über die klassische Musik hinausgehen. Ihr Gehirn wird es Ihnen ebenso danken, wie Geist, Körper und Seele.
Sehen Sie speziell dafür geschaffene Bilder an. Ihr Gehirn kann dann ausgleichend aktiv werden.
Probieren Sie Brainwave Entrainingment (Gehirnwellentraining).

Hier finden weitere, sehr einfache, doch wirkungsvolle Übungen.

25.03.2023
Außerordentl. Honorarprofessorin Dr.habil. Dr. Andrea Riemer, Ph.D.
Zur Autorin finden Sie alles Wissenswerte unter: www.andrea-riemer.de

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Gehirnhälften und ganzheitliches Denken andrea riemer september 2021Über Andrea Riemer:

nach einer einzigartigen, 25 Jahren umfassenden internationalen Karriere als Wissenschaftlerin und Beraterin für Sicherheitspolitik und Strategie (Doktorat in BWL, Ph.D. und Habilitation in Militärwissenschaften; außerordentl. Honorarprofessorin), hat sich Andrea Riemer ab 2012 als eine der erfahrensten Buchautorinnen und Vortragenden zu existentiellen Fragen des Lebens in der poetischen Philosophie etabliert.
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