Jenseitsbotschaften über ein Medium

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Stapel-shutterstock-wolken-menschJenseitsbotschaften über ein Medium    

Wissenschaftlichen Hypothesen und Untersuchungen möglicher Quellen zu Jenseitsbotschaften bzw. jenseitiger Informationen!

Mehrere Studien mit Menschen, die ein Medium sind, konnten statistisch signifikante Ergebnisse zeigen, welche darauf hindeuten, das verschiedene zeitgenössische Medien in der Lage sind, unter Laborbedingungen Informationen von einer verstorbenen Person zu empfangen [1, 2, 3, 4].

Diese Studien konnten zeigen, dass Medien unter Laborbedingungen Informationen über eine verstorbene Person erhalten können aber die eigentliche Quelle, von welcher das Medium die Informationen erhält, kann dadurch nicht zu 100% bestimmt werden. PSI ist im Bereich der Parapsychologie ein Oberbegriff für anomalistische Kognition, extrasensorische Wahrnehmung (ESP) oder Psychokinese (PK) und für eine mögliche Quelle von PSI haben Wissenschaftler unterschiedliche Hypothesen, welche ebenfalls wichtig sind in der Berücksichtigung der Erforschung der Medialität [1].

Jenseitsbotschaften – Die möglichen hypothetischen Quellen von PSI

Durch Wissenschaftler wurden unterschiedliche Hypothesen vorgeschlagen für die mögliche Quelle der empfangenen Informationen über eine verstorbene Person durch ein Medium [1]. Die Schwierigkeit innerhalb der Laborversuche mit Medien besteht scheinbar in der Abgrenzung der Quelle und wird als „Source of PSI Problems“ bezeichnet [1].

Die Survival Hypothese von PSI

Die „Survival Hypothese von PSI“ bezieht sich auf das Überleben des Bewusstseins oder Teile des Bewusstseins der Persönlichkeit eines Individuums nach seinem physischen Tod als Fortbestand des Bewusstseins getrennt von dem physischen Körper [5]. In diesem Fall würde ein Medium direkt Informationen von dem überlebenden Bewusstsein einer zu der Zeit verstorbenen Person erhalten, was auch eine gewisse Form von PSI erfordert, damit Informationen übertragen werden können [5].

Dabei könnte entweder das Medium Informationen über die verstorbene Person durch eine Art „telepathisches Scannen“ seiner Gedanken erhalten oder die verstorbene Person sendet telepathisch Informationen an das Bewusstsein des Mediums [5]. Diese Art von PSI wird von dem Wissenschaftler Michael Sudduth auch als „Survival PSI“ bezeichnet, welchen er als hoch raffinierte sowie wirksame Art von PSI-Funktion bezeichnet, die nicht von der zu unterscheiden ist, was von der Super-PSI-Hypothese verlangt wird [5].

Die Hypothese des „Psychic Reservoir“ oder „Cosmic Reservoir

Diese Hypothese bezieht sich auf die Vorstellung, dass alle Informationen seit Beginn der Zeit oder des Ursprunges auf eine bestimmte Art und Weise sowie irgendwo im Universum gespeichert werden und das ein Medium als Informationsquelle eher auf diesen kosmischen Speicher zugreift und nicht direkte Informationen von einer verstorbenen Person erhält, dessen Bewusstsein den physischen Tod überdauert hat [5].

Gegen diese Hypothese gibt es aber auch einige Einwände zum Beispiel welches Organisationsprinzip oder welche Intelligenz verbirgt sich hinter dem „Psychic Reservoir“ und im Vergleich zu Laborbeweisen, welche Telepathie und Hellsichtigkeit unterstützen, existieren keine wissenschaftlichen Beweise, die auf einen kosmischen Informationsspeicher hinweisen [1].

Die „Super PSI-Hypothese“ oder „Living – Agenten PSI Hypothese

Die Super PSI – Hypothese geht davon aus, dass die Informationen, welche ein Medium erhält, durch die paranormalen Fähigkeiten oder PSI der lebenden Personen erklärt werden kann [6]. Die Wissenschaftler Michael Sudduth und Stephen Braude haben für den Begriff Super PSI – Hypothese die genauere und neutralere Bezeichnung Living – Agenten PSI Hypothese eingeführt [5].

Trennung der hypothetischen Quellen von Jenseitsbotschaften durch wissenschaftliche Versuche

Wissenschaftliche Forschung ist erforderlich, um festzustellen, welche der wissenschaftlichen Hypothese die beste Erklärung für die durch Medien erhaltenen Informationen liefert [5]. In den letzten Jahren wurde durch Wissenschaftler vom Windbridge Research Center die experimentelle Verblendung der Versuche von Einzel-, Doppel-, Dreifach- auf Fünffachdesigns bei der beweisorientierten Medienforschung erweitert [7].

Für Wissenschaftler war es wichtig herauszufinden, ob die Anwesenheit des Sitters notwendig war für eine genaue Lesung mit einem Medium [7]. Somit führten Wissenschaftler einen Experimentator ein als stellvertretenden Sitter (Proxy-Sitter, verblendet für Informationen über den Sitter und die verstorbene Person), der mit dem Medium Testlesungen zum Beispiel über das Telefon durchführte [7].

Jenseitsbotschaften – Wissenschaftler sind zu dem Schluss gekommen,

dass ein Medium, welches gegen Informationen vom Sitter und über die verstorbene Person geblendet während der Testlesungen mit dem Proxi-Sitter genaue Informationen über die verstorbene Person erhalten kann ohne die Anwesenheit des Sitters und Feedback [4,7].

Durch die Verblendung zwischen Proxy-Sitter und dem Medium ist der Erhalt von Informationen durch Telepathie ausgeschlossen, da weder der Proxy-Sitter noch das Medium Kenntnisse über den Sitter und die verstorbene Person hat [7]. Somit stützen Versuche mit Medien nach dem fünffach verblendeten Versuchsprotokoll des Windbridge Research Center stark die „Survival Hypothese von PSI [7].

Können unter fünffach verblendeten Versuchsbedingungen Informationen von bestimmten Verstorbenen erhalten werden, die für den Versuch ausgewählt wurden, war eine weitere Fragestellung, welcher Wissenschaftler nachgingen [7]. Hier konnten die Versuche zeigen, dass Medien in der Lage waren, spezifische Informationen von den ausgewählten Verstorbenen zu erhalten und sogar spezifische Fragen aus dem Leben der verstorbenen Person beantworten [7].

Für den Fall, das hier die „Survival Hypothese von PSI“ greift,

könnte von einer aktiven Mitarbeit der Verstorbenen innerhalb der wissenschaftlichen Forschung mit Medien ausgegangen werden, welche dem Medium Informationen über ihr Leben vermitteln sowie ein Interesse daran haben, das Überleben des Bewusstseins zu beweisen.

Neben beweisorientierter Forschung mit Medien, die darauf konzentriert ist, die Genauigkeit der Informationen unter kontrollierten Laborbedingungen zu prüfen, kann prozessorientierte Forschung der Phänomenologie eines Mediums während der medialen Lesung und der psychischen Lesung hilfreich sein bei der Definition der Informationsquelle [5].

Durch die Erfahrung der Medien direkt zu unterscheiden zwischen medialen Informationen von einer verstorbenen Person sowie von Informationen aus einer psychischen Lesung, von einer lebenden Person und der Verwendung von Telepathie, Hellsehen und Präkognition sowie experimenteller Beweise dafür, dass beide Erfahrungen tatsächlich für Medien unter kontrollierten Bedingungen unterschiedlich sind, besteht die Möglichkeit, bei einer empirisch gesteuerten Unterscheidung zwischen „Survival – PSI“, „Super – Psi“ oder dem „Psychic Reservoir“ zu differenzieren [5].

Ein weiterer interessanter Studienansatz besteht in der Interaktion des Mediums in Form von PSI mit dem Proxy-Sitter über Dyad – Telepathie [1]. Dyaden – Telepathie bezeichnet hier während der verblendeten Versuche die telepathische Verbindung zwischen Medium und Proxy-Sitter und soll die Wahrscheinlichkeit testen ob die PSI Quelle eine verstorbene Person ist oder Dyad – Telepathie zwischen Proxy-Sitter und Medium [1].

Warum ist die Unterscheidung der unterschiedlichen Hypothesen von PSI sowie die Erforschung von Medien wichtig

Es ist wichtig zu bestimmen, aus welcher Quelle die von Medien angezeigten Informationen stammen für die Wissenschaft, um die Beziehungen zwischen Geist / Gehirn / Bewusstsein eindeutiger zu verstehen ob zum Beispiel Bewusstsein ein lokalisiertes Produkt unseres Gehirns ist oder nicht lokal existiert und an das Gehirn vermittelt oder übertragen wird [5].

Diese Forschung ist auch im sozialen Bereich von Bedeutung und das nicht nur aufgrund des wachsenden Interesses der Gesellschaft an Medialität und dem Überleben des Bewusstseins, sondern auch um die Fragen zu klären, ob Medien vermisste Personen finden oder zu strafrechtlichen Ermittlungen beitragen können [5].

Weiterhin können die durch ein Medium bereitgestellten Informationen die Angst vor dem Sterben lindern, technologischen und sozialen Fortschritt mit sich bringen sowie bei der Trauerbewältigung hilfreich sein [5].

* Sitter = Person für den die Lesung bestimmt ist
* Proxy-Sitter = stellvertrender Sitter in wissenschaftlichen Studien
* psychic = Informationen über eine lebende Person
* medial = Informationen über eine verstorbene Person

Quellen

Foto Quelle: www.canstockphoto.com

1. A. J. Rock & L. Storm. (2015). Testing Telepathy in the Medium/Proxy-Sitter Dyad: A Protocol Focusing on the Source-of-Psi Problem. Journal of Scientifi c Exploration, Vol. 29, No. 4, pp. 565–584, 2015
2. Beischel, J., & Schwartz, G. E. (2007). Anomalous information reception by research mediums demonstrated using a novel triple-blind protocol. EXPLORE: The Journal of Science & Healing, 3, 23–27.
3. Kelly, E. W., & Arcangel, D. (2011). An investigation of mediums who claim to give information about deceased persons. The Journal of Nervous and Mental Disease, 199(1), 11–17.
4. Beischel, J., Boccuzzi, M., Biuso, M., & Rock, A. J. (2015). Anomalous information reception by research mediums under blinded conditions II: Replication and extension. Explore: The Journal of Science and Healing, 11(2), 136–142.
5. J. Beischel & A. J. Rock (2009). Addressing the survival versus psi debate through process-focused mediumship research. The journal of parapsychology 73.
6. T.P.M. Rivas (2009). Is Super-Psi Really a Suitable Alternative for All Survival Data? https://www.researchgate.net/publication/309196518_Is_Super-Psi_Really_a_Suitable_Alternative_for_All_Survival_Data
7. Beischel, J. & Schwartz, G. E. (2007). Methodological Advances in Laboratory-Based Mediumship Research. Rhine Research Conference: “Consciousness Today” March 23-25, 2007

17.12.2020
Dr. rer. hum Jana Stapel
Diplom – Biologie, Medium, mediale Beratung, Wahrnehmungs-Coaching
E-Mail: mediumdr.stapel@gmail.com
Webseite: www.medium-dr-janastapel.com

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portrait-jana-stapelÜber Dr. rer. hum. Jana Stapel

Als Medium kombiniert sie in ihren Vorträgen und Seminaren das Wissen aus der Bewusstseinsforschung, Reinkarnationsforschung, Nahtodforschung, Medialitätsforschung und Quantenphysik mit ihren eigenen Erfahrungen, die sie als Medium gemacht hat.
In ihrer Praxis in Rostock bietet sie Jenseitskontakte, Kontakt zum eigenen Geistführer als mediale Beratung, ein Wahrnehmungs Coaching in Zusammenarbeit mit dem eigenen Geistführer, Mediale Abende, Mediale Übungszirkel sowie verschiedene Vorträge und Seminare an.
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