Bewusst-Sein Das Neueste Zeitlose Weisheit - Die Rosenkreuzer

Leben im Einklang mit der Quelle allen Seins

AMORC-Quelle-allen-SeinsDie Kunst des richtigen Lebens
Leben im Einklang mit der Quelle allen Seins 

Tief in uns verborgen ruht eine Kraft, durch deren Bejahung und Entfaltung wir die Fülle alles Guten in unserem Leben zur Offenbarung bringen. Es gibt im Menschen ein Höheres Selbst, das das vergängliche Ich des Sinnesmenschen so weit überragt, wie die Spitzen der Berge sich über die Ebene erheben. Die innere Essenz dieses Höheren Selbst gilt es, zum Erblühen zu bringen, damit der Mensch gewahr wird, dass er in Wirklichkeit mit Gott verbunden ist und alle Schätze des Lebens in sich trägt.

Durch die Kunst des richtigen Lebens wird unser Dasein von allen schweren Lasten gelöst und mit neuem Geist erfüllt wird. Im Einklang mit den Gesetzen des Kosmos und dem Willen der Welt zu leben, führt zu einer inneren Zufriedenheit und Fülle. Eine ungeahnte Freude tritt in unser Leben und Harmonie und Stärke treten immer sichtbarer an die Stelle von Disharmonie und Schwäche. Die stets aufbauenden schöpferischen Kräfte des Kosmos fließen unablässig und helfen uns, Schäden und Spannungen auszugleichen und fördern unsere physischen und psychischen Fähigkeiten sowie unser spirituelles Erwachen. Wir haben die Freiheit, entweder in Harmonie mit den Kräften des Kosmos zu leben oder in Widerspruch zu ihnen. Wenn wir ein harmonisches und glückliches Leben führen wollen, so heißte es, sich bewusst zu entscheiden und entsprechend zu handeln.

Allerdings gilt dennoch, dass sich keine Seelenpersönlichkeit der Notwendigkeit entziehen kann, auf ihrem Wege zum Licht über mannigfache Prüfungen und Widerstände, Schwierigkeiten und bittere Erfahrungen höher zu steigen. Wir werden auch durch die richtige Lebenskunst die mit dem Aufwärtsschreiten verbundenen Widrigkeiten und notwendigen Erfahrungen nicht umgehen. Wohl aber werden wir lernen, ihnen mit einer neuen Geisteshaltung gegenüber zu treten und sie zu meistern, weil wir mit den Gesetzen des Lebens in Einklang bleiben. Statt vom Schicksal zu Boden geschlagen und zerschmettert zu werden, werden wir an ihm wachsen und erstarken. Es lohnt sich daher über folgende Frage nachzusinnen:

Wie lange hat ein 100-jähriger Baum gebraucht, bis er so beständig war?

Die richtige Lebenskunst ermöglicht es uns, unseren Körper zu stärken, unsere Gesundheit zu verbessern, unser Denken und Wollen zu läutern und zu einem höheren Leben aufzusteigen, das auf der Führung durch die göttliche Weisheit beruht. So steigert sich unsere Lebensfähigkeit und wir können in unserer Zeit der Menschheit und der gesamten Schöpfung immer besser dienen und erweisen uns so würdig, am Großen Werk teil zu haben.

Ein solches Leben bringt uns in immer lebendigere Berührung mit der einen Quelle allen Lebens und den ihr entströmenden Kräften

Wir lernen, aus ewigen Brunnen zu schöpfen. Wer sein Leben entsprechend ordnet, der verwandelt sich im Lauf der Zeit in einen Kanal, durch den die göttliche schöpferische Kraft sich immer sichtbarer offenbaren kann. Einen solchen Menschen vermögen die Stürme des Lebens kaum mehr zu erschüttern. Er wird durch jede Erfahrung nur reifer und reicher, ganz so wie der 100-jährige Baum allen Stürmen und Unbillen des Lebens trotzt und seine ganze Stärke seit Anbeginn entfaltet.

So kennt das Innere Selbst den Zugang zu den höheren Erfahrungen der kosmischen und der göttlichen Welt und ist stets bereit, dem äußeren Menschen zu helfen. Es ist der Mensch mit seinem Äußeren, in dem er zu sehr verstrickt ist, dass er diese wichtige, innere Welt, die seine Ureigene ist, vergisst und so wenig darauf achtet.

Der Mensch ist keineswegs von der göttlichen Quelle allen Seins getrennt und ist es nie gewesen

Er ist in Wirklichkeit immer mit dem Ursprung verbunden. Die Trennung, die er schmerzvoll empfindet und wahrnimmt, besteht nur in seinem Bewusstsein, und sie ist ein Produkt seiner Unbewusstheit und seines mangelnden Vertrauens zur ewigen Schöpferkraft, zu Gott. In Wirklichkeit kann der Mensch gar nicht von Gott getrennt werden, denn er ist ja seinem Wesen nach Geist und entstammt dieser einen geistigen Quelle.

Der Mensch lebt in Gott, und Gott, der unendliche Geist, lebt in ihm. Sobald der Mensch sich dieser Verbindung mit dem Ewigen bewusst wird, beginnt er sich zu erheben und seine Seele hebt an, sich zu entfalten. Er gewahrt dann etwa in der Weise, wie ein Blitz dem Wanderer im Gewitter den Weg für einen Augenblick erhellt, seine Zugehörigkeit zum Ewigen. Durch sein erwachendes Vertrauen verbindet er sich mit dieser Kraft des Unendlichen.

Hierfür ist allerdings eine Erneuerung des ganzen Menschen erforderlich, ohne die er sein göttliches Erbe nicht anzutreten vermag. Er muss lernen, als Geist zu denken, als Schöpfer seines Schicksals, statt als vergängliches Geschöpf. So wird er zum verlorenen Sohn, der zurückkehren muss in seines Vaters Haus, in das Reich Gottes in ihm, in dem es Nahrung und Reichtum in Fülle gibt und überfließende Freude.

Wenn wir diese Wandlung begreifbar machen wollen, müssen wir uns vorstellen, dass der menschliche Geist einem Gebirge gleicht, von dem nur die höchsten Spitzen im Morgensonnenschein liegen. Diese besonnten Gipfel stellen in ihrer Gesamtheit das eng begrenzte Gebiet des von den Sinnen abhängigen Oberbewusstseins dar. Der ganze übrige, von der Sonne noch nicht beschienene Teil des Gebirges entspricht dem unter der Schwelle des Bewusstseins liegenden, gewaltigen Reich des Tiefenbewusstseins.

Das bewusste Leben des Menschen macht nur einen winzigen Bruchteil seines gesamten Geisteslebens aus

Unter der Oberfläche unseres Tagesbewusstseins schlummert ein umfassenderes Bewusstsein, dessen Tiefen im Göttlichen wurzeln. Unser gesamtes Unterbewusstsein oder Unbewusstes, dieser gewaltige Bereich, hat in seinen tiefsten Tiefen ein inneres Zentrum, das seinem Wesen nach göttlich ist. Es ist nicht nur ein Geschenk Gottes, sondern geradezu ein Teil Gottes. Dies darf freilich nicht dahin missverstanden werden, dass der Mensch Gott sei. In Wirklichkeit ist es so, dass jeder Mensch lediglich ein Aspekt des Göttlichen ist, und es besteht kein Anlass, sich mit dieser Tatsache zu brüsten. Doch immerhin ist es ein trostvoller und Kraft spendender Gedanke, dem Göttlichen anzugehören als ein Funke aus dem Lichtmeer der Gottheit.

Alle Schwäche des Menschen entspringt dem Nicht-Gewahrsein dieser fundamentalen Tatsache

Er weiß und spürt nichts von den unerschöpflichen inneren Kräften und versucht darum immer und immer wieder vergeblich, durch die schwachen Kräfte seines rein äußeren Bewusstseins und Willens etwas zu erreichen. Er ahnt noch nicht, dass er lediglich den Blick nach innen richten sollte. Solange er die göttliche Kraft in seinem Inneren nicht zum Strömen und zur Offenbarung bringt, bleibt er verlassen und hilflos. Sobald er sich jedoch zu einem gewissen Maße selbst erkennt und seine Seele zu erblühen beginnt, so wandelt sich auch sein äußeres Leben. Unter der Hülle seines äußeren Willens erkennt der zu sich selbst Erwachende einen größeren Willen, der ihn in eine Zukunft führt, die tatsächlich zu ihm gehört.

Das feine Instrument unserer Seele kann genauso gestimmt werden wie ein Musikinstrument, dessen locker gewordene Saiten angezogen und neu gestimmt werden müssen. Wenn wir schlaff, unzufrieden und verbraucht sind, dann hören wir auf, ein geeignetes Instrument des Göttlichen zu sein. Wir vermögen dann weder dem Ganzen zu dienen, noch sind wir fähig, unseren persönlichen Aufgaben nachzukommen. Wir sind dann wie ein verstimmtes Instrument, zwar prinzipiell leistungsfähig, aber voller Disharmonien. Wenn wir uns jedoch richtig abstimmen, können wir ein brauchbares und wohlklingendes Instrument der göttlichen Kräfte werden, deren sich der göttliche Musiker in uns erfolgreich zu bedienen vermag.

Eines der Geheimnisse eines sinnvollen und glücklichen Lebens ist der Dienst am anderen, in dem unser Leben fruchtet

Dort liegen unsere sichersten und dauerhaftesten Erfolge, wie überhaupt in allem, was wir abgegeben haben und nicht mehr eigennützigen Zwecken zuführen. Die zuverlässigste Gewähr für ein freudvolles und harmonisches Leben ist, es zu verdienen und sich dessen würdig zu erweisen. Unverdientes Glück macht uns auf die Dauer nicht glücklich; es beschämt uns, und wir haben uns nicht frei gemacht für den Empfang neuer Energien und Kräfte.

Es ist gerade so, als ob wir einatmen wollten, ohne zuvor ausgeatmet zu haben. So können wir nur aufnehmen, was wir zuvor weggegeben haben, und was so unserem Wert für die Gemeinschaft entspricht. Da wir aber wachsen und unser Bewusstsein entfalten wollen und uns nicht an einem eintönigen Hin und Her von Leistungen und Gegenleistungen gelegen sein kann, sollten wir uns bemühen, stets etwas mehr zu geben und ohne Furcht vor dem Versagen unserer Kräfte täglich etwas mehr zu tun. Dies aber nicht in einer erschöpfenden Leistungsspirale um des materiellen Verdienstes willen, sondern als Ausdruck unseres Vermögens und unseres Vertrauens.

Die Berührung mit dem Zentrum in uns, mit unserem Inneren Selbst, können wir mit dem Aufleuchten eines Lichtes vergleichen, indem wir uns selbst und unser Umfeld erkennen können, vor allem auch unsere Fehler und Schwächen, die wir oft nicht wahrhaben wollen und geflissentlich zu übersehen geneigt sind. Dann sehen wir uns und die Gegebenheiten um uns in einem anderen Licht, das uns eine neue Richtung weisen kann, sofern wir aufrichtig gegenüber uns selbst und unsere Mitmenschen sind. Wie zu allen Zeiten können wir nur durch unser Verhalten zeigen, ob wir diese erste große Lehre des Lebens begriffen haben. Es gilt, zunächst uns selbst in Ordnung zu bringen und alle Schwierigkeiten und Widrigkeiten tragen uns höher, und so werden wir zugleich fähiger, unser Leben nach unseren höchsten Idealen auszurichten.

29.10.2018
Alexander Crocoll


Vita des Autors:Dr. rer. nat. Alexander Crocoll

Dr. rer. nat. Alexander Crocoll, geb. 1966. Während seiner wissenschaftlichen Tätigkeit Publikation von Arbeiten zur Genetik molekularer Embryologie. Er beschäftigt sich seit frühester Jugend mit spirituellen Fragen, ist seit drei Jahrzehnten AMORC-Mitglied und arbeitet heute als Sekretär in der deutschen AMORC-Zentrale.

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Bild und Text (c) AMORC

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