Runen der Sommersonnenwende

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blume-rune-stonesRunen der Sommersonnenwende

Am 21. 6. ist die Sommersonnenwende. In den skandinavischen Ländern und auch im Baltikum wird sie fröhlich als Mittsommerfest gefeiert.
Dort wird es um diese Jahreszeit kaum dunkel. So nennt man dort diese Zeit  „weiße Nächte“ und sind von vielerlei lebendigem Brauchtum erfüllt.

Vielerorts wird am Johannistag ein Feuer entzündet, dass die ganze Nacht brennen muss. Der Morgentau nach der Mittsommernacht soll heilsam sein für Mensch und Tier.
In Lettland glaubt man, dass alle Kräuter und Pflanzen, die man an Mittsommer pflückt, von besonderer Kraft erfüllt sind, und aus der Mark Brandenburg kommt die Überlieferung, dass ein Stück Johanniskraut unsichtbar machen kann, wenn man es in der Johannisnacht
(= Sommersonnenwende) pflückt und in den Schuh legt.
Der Haken daran ist aber, dass man das Kraut und damit die Unsichtbarkeit erst wieder loswird, wenn die Schuhe durchgelaufen sind. 

Auch in Spanien wird die „Nacht des heiligen Johannes“ gefeiert. Neben den Feuern gibt es an den dortigen Küsten den Brauch, um Mitternacht im Meer zu baden.

Bei uns in Deutschland spielt die Sommersonnenwende nur in heidnischen Kreisen eine Rolle.

Es ist der längste Tag, die größte Lichtfülle und die kürzeste Nacht. Alles steht in voller Blüte, Mutter Natur schenkt uns Fülle und Üppigkeit im Überfluss.

Die Schleier zwischen den Welten sind dünn, und mit etwas Glück und Respekt können wir vielleicht einen Blick auf die Elfenkönigin und ihr Gefolge erhaschen und lernen einen gutmütigen Steintroll kennen.
Auf jeden Fall sind die Naturgeister leichter zu sehen, und auch die Zwiesprache mit den wilden Tieren ist einfacher.

Wer irgend kann, sollte sich in dieser besonderen Nacht in die größtmögliche Wildnis in ihrer / seiner Nähe begeben, um dort ein wenig Einkehr zu halten und auf die Mutter Natur zu lauschen.

Besonders schön ist es, wenn man einen geschützten Platz kennt, an dem man die ganze Nacht verbringen kann. Wer dort einschläft, merke sich seine Träume, denn den Träumen dieser Nacht zwischen den Zeiten und Eindeutigkeiten schreibt man seit alters eine prophetische Macht zu.

In einer Gruppe sollte man darauf achten, still zu sein. Sonst zerfasert die Energie allzu leicht aus dem Bewusstsein, und die möglichen Wunder bleiben unbemerkt.

Sehr lohnend ist es, mit den zugehörigen Runen des Festes zu meditieren in dieser besonderen Nacht.

Es sind  dies Jera, Uruz und Sowilo.

Jera ist die Rune der Ernte.

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(c) Laura Steinfeldt

Obwohl ja die Erntezeit nach der Sommersonnenwende erst so richtig beginnt.
Diese Rune bringt zur Reife, was ausgesät wurde. Ein Prozess ist abgeschlossen, ein Werk beendet. Dabei bezieht sie sich sowohl auf Materielles als auch auf Geistiges oder Emotionales. Wichtig ist dabei immer:

Ganz gleich, ob du Bohnen, Liebe oder kluge Pläne „ausgesät“ hast, du kannst natürlich nur das ernten was du wirklich gesät hast.

Mache es dir also immer wieder bewusst: Welche Energie gebe ich jetzt ab? Denn sie kommt als Ernte zu Dir zurück.

Auch die Sonnenrune Sowilo

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(c) Laura Steinfeldt

ist mit der Sommersonnenwende verbunden, denn schließlich ist dies das Sonnenfest mit der größten Lichtfülle.

Sowilo bringt Klarheit und Licht und Wärme in dein Leben.
Man sagt ja auch: „Die Sonne bringt es an den Tag!“ Und meint damit, dass Klarheit entsteht. Und so schauen wir in Sowilos Licht zurück auf die erste Jahreshälfte, und sehen, wie gut wir alles bestellt haben oder wo es mangelt.

Die dritte Rune, die mit diesem Fest verknüpft ist, heißt Uruz.

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(c) Laura Steinfeldt

Sie ist die Rune des Heilens. Uruz unterstützt jedwede heilerische Tätigkeit, ganz gleich, ob körperlich, geistig oder seelisch. Sie kann Anwendung bei Menschen, Tieren und Pflanzen finden. Auch heilt sie energetische Wunden in Wald oder Feld.

Uruz erdet sehr stark, man kann es gut fühlen, wenn man die Runenhaltung (Stadha) einnimmt.

So haben wir auch in diesem Fest zwei Runen, die für sehr gegensätzliche Kräfte stehen:
Uruz  für die Erde und Sowilo für die Sonne.
Himmel und Erde verbinden sich im Einklang des kosmischen Kreisens und daraus entsteht die Ernte, Jera.

Immer wieder finden wir in der Arbeit mit den Runen diese Verbindung des gegensätzlichen Kräfte. Aber statt sie in schwarz oder weiß, gut oder böse zu unterteilen, wird eine organische Verbindung offensichtlich, die uns viel über die kosmischen Gesetzte lehren kann.

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Constanze Steinfeldt

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