Frühlingsrunen – formgebende Kräfte – magische Zeichen

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wald-runesFrühlingsrunen – formgebende Kräfte

Die Runen haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie leitet uns von den heiligen magischen Zeichen der Altvorderen bis zum Missbrauch unter dem Nazi-Regime.
Sie wurden verehrt und verfemt, heilig gehalten und in den Schmutz gezerrt. 
Die Runen selbst haben sich nie um das, was die Menschen in ihnen gesehen haben, gekümmert. Sie sind formgebende Kräfte, Kräfte, die das Universum bewegen. Das Weltbild, welches hinter den Runen steht, ist geprägt von Freiheit, Individualität und Unabhängigkeit. Jede/jeder, die/der ernsthaft mit Runen arbeitet, wird ihren/seinen ganz persönlichen Zugang finden.
Seit ca. 30 000 Jahren benutzen die Menschen Runen und runenähnliche Zeichen. Man findet sie in den Felszeichnungen von Schweden, Frankreich, England und Spanien.

Im Laufe der Zeit haben sich die gebräuchlichen Runenzeichen mehrmals verändert.

Das älteste uns bekannte heißt dann auch „Älteres Futhark“ und war gebräuchlich von 30 000 v. Chr. bis 500 n. Chr.
Danach benutzte man das „Jüngere Futhark“, in Schweden noch bis ins 19. Jahrhundert.
Das „Angelsächsische Futhark“ besteht aus 33 Zeichen und wurde bis ins 10. Jahrhundert verwendet.
Um 1920 schuf Guido von List das sogenannte „Armanen- Futhark“, eine willkürliche Auswahl von 18 Zeichen, die mit rassistischen Inhalten verknüpft waren. 
Das Ältere Futhark, mit dem ich mich hier beschäftigen möchte, hat 24 Runen. Der Name Futhark rührt von den Anfangsrunen der Runenreihe her: Fehu, Uruz, Thurisaz, Raido und Kenaz.
Die Runen als magische Zeichen verbinden sich mit den Jahreszeiten von Mutter Erde ebenso wie mit den Lebenszyklen des Menschen.
In dieser Jahreszeit, dem Frühling, spielt das Wiedererwachen der Natur die größte Rolle. Alles ist bereit, zu wachsen, sich zu entfalten. Jede Knospe signalisiert uns: Neuanfang, Neugeburt, Wiedererwachen.

Als allererste begegnet uns hier die Rune Berkana, die Rune der Birkenmutter, der Weiblichkeit und des Nährens.

Berkana bringt Erdung, Fruchtbarkeit und Nahrung. Damit ist sowohl die Nahrung für den Körper gemeint als die Nahrung für den spirituell suchenden  Geist. Sie zeigt uns die Notwendigkeit, den leiblichen Körper gut zu versorgen, möglichst mit hochschwingender Nahrung, damit der Geist und die Seele wachsen können. Sie birgt die Erdung, die für ein harmonisches spirituelles Wachstum nötig ist.

Zu der weiblich-nährenden Kraft gesellt sich die männlich-dynamische Kraft mit der Rune Tyr.

Unter seinem Namen Ziu ist er seit uralten Zeiten bekannt als Gott der Gerechtigkeit und des Ausgleichs. Er opferte seine rechte Hand im Rachen des Fenris-Wolfes, damit alle neun Welten mit den Menschen, Göttern, Riesen, Zwergen und allen anderen Geschöpfen darin vor den Mächten des Chaos bewahrt sind. Seine Energie ist die Klarheit und Kraft zur Handlung.

Beide Kräfte bedingen einander und bringen gemeinsam die Kraft des Frühlings mit sich.

Das Samenkorn braucht beide Kräfte in Ausgewogenheit. Berkana, die Kraft des Nährens, sorgt dafür, dass alles da ist, was das Saatkorn zum Wachsen braucht. Sie stärkt das werdende Leben und hütet die Kraft des Keimlings, bis die Zeit reif ist. Dann tritt Tyrs dynamische Kraft hervor, die es möglich macht, dass das Samenkorn genug Keimkraft entwickelt und sich  durch seine Hülle der erste Keim treibt. Erst beides gemeinsam in ausgewogener Harmonie bringt uns den Frühling.

19.04.2018cover-runen-steinfeldt-neue-erde
Constanze Steinfeldt

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