Die sieben Tage der Schöpfung – Eine Geschichte der Zweimachungen

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AMORC-SchoepfungEine Geschichte der Zweimachungen – 
Die sieben Tage der Schöpfung 

Die Genesis ist das erste der fünf Bücher, die Moses zugeschrieben werden. Es ist die der abendländischen Welt überlieferte Darstellung der Entstehung der Schöpfung und des Menschen. Wir wissen, dass Moses ein Eingeweihter in die Mysterien des antiken Ägyptens war und daher mit den Überlieferungen über die Entstehung der Schöpfung vertraut war. Darüber hinaus wurde er von seinem Schwiegervater Jethro in der Wüste in weiteres verborgenes Wissen eingeweiht, nachdem er Ägypten verlassen musste. Befassen wir uns also mit dem Beginn der Genesis, d.h. mit den sieben Tagen der Schöpfung.

Vor der Schöpfung

Bereits vor dem, was später als Schöpfung bezeichnet wird, beginnt mit einem Impuls aus einer anderen Ebene heraus ‒ von jenseits der drei Schleier ‒ der Grund allen Daseins in der diesseitigen Welt gelegt zu werden. Noch so weit entfernt von Zeit und Raum, dass selbst der Begriff Uranfang nicht treffend erscheint, denn wie kann etwas jenseits von Zeit und Raum einen Anfang haben?

Dann in zeitloser Folge das Erscheinen der ersten Triade dreier übergeordneter transzendenter Kräfte als Lenker der nachfolgenden sieben Sphären. Und so vollziehen sich im Verlauf dieser Erzählung der Genesis innerhalb von sieben Tagen die zehn Akte der Schöpfung.

Der Beginn der Schöpfung

In sieben Schöpfungstagen hat Gott die Welt erschaffen, und doch gilt der siebte Tag als nicht abgeschlossen, da er bis heute fortbesteht. Eines Tages wird sich die Welt der Sieben erfüllt haben und wir treten ein in die Welt des achten Tages. Die erfüllte 7 reicht bis zur 49 und doch hat die Genesis 50 Kapitel, was für eine Verheißung… Doch kehren wir zurück zum Anfang der Genesis, zu deren Beginn. Schlagen wir die Thora auf und beginnen zu lesen, ganz am Anfang. Im Hebräischen steht da:

Bereschit bara elohim et ha schamajim we et ha’aretz
בראשית ברא אלהים את השמים ואת הארץ

Am Anfang schuf die Gottheit Himmel und Erde…

Die Bibel bzw. die Thora beginnt mit der Genesis in Kapitel 1,1 mit den Initialen 2-2, d.h. also mit der hebräischen Letter Beth, der Zwei, schließlich sind hebräische Lettern in erster Linie Zahlen. Bereschit bara, also 2-2, wobei i.d.R. die erste hebräische Letter Beth auch noch größer geschrieben ist, um auf die besondere Bedeutung dieser Zwei hinzuweisen.

Bereschit bara, also: „Am Anfang…“ Manchmal wird das auch mit „Im Anfang…“ übersetzt, um der eigentlichen Bedeutung näher zu kommen. Richtiger ‒ zumindest im Sinne der Zahlen ‒ wäre aber wohl mit 2-2 zu beginnen, also: „Beim Beginn…“ Dann hätten wir auch im Deutschen B-B also 2-2. Aber, auch die Zahlenwerte in einer Übersetzung einzuhalten, lässt sich wohl kaum verwirklichen.

Und dennoch, diese Zwei am Anfang des Buches Genesis hat eine besondere kosmologische Bedeutung. Sie signalisiert, dass hier quasi der zweite Akt beginnt. Der biblische Schöpfungsbericht ist nicht falsch oder unwahr ‒ es stimmt schon, Gott schuf Himmel und Erde ‒ aber er beginnt nicht ganz am Anfang, weil das Ewige keinen Anfang hat.

Das Gebäude der Schöpfung

Der Buchstabe B, die hebräische Letter Beth, bedeutet als hebräisches Wort ‘Haus‘, also das Gebäude der Schöpfung. Sein Erscheinen am Anfang der Thora wird deshalb so gedeutet, dass Gott der sekundären materiellen Schöpfung innewohnt, ohne mit ihr identisch zu sein, so wie auch wir nicht mit unserem Haus, also nicht mit unserem Körper, identisch sind.

Wenn wir die Gesamtheit aller Wirklichkeit von der Materie her anschauen, sollten wir uns vergegenwärtigen, dass Materie nicht das Ein und Alles ist. Neben oder hinter der Materie gibt es noch etwas Zweites. Dadurch, dass die Zwei am Platz der Eins steht, symbolisiert sie die wahre Natur der göttlichen Realität. Es gibt Schöpfung und Schöpfer, Materie und Geist, Unendlichkeit und Ewigkeit. Die Zwei zu Beginn des Schöpfungsberichtes verweist auf eine Zweiheit.

Es geht also um eine Welt der Zweiheit, die Welt der Bewusstwerdung. Die Zwei erst ermöglicht uns Bewusstheit. Was vorher ist, liegt jenseits unseres Bewusstseins, auf der verborgenen Seite des Daseins. Bewusstheit entsteht erst auf der Ebene der Zwei, als Gegenüberstellung oder Spiegelung, quasi als Leben im Haus der Schöpfung. Auch unseren Inneren Meister können wir erst durch eine Gegenüberstellung zu unserem irdischen Sein erkennen, obwohl wir doch eigentlich eins sind.

Wir erkennen die Zwei auch darin, dass das Buch Genesis zwei Schöpfungsberichte enthält, die Beschreibung der sieben Schöpfungstage und danach die Geschichte von Adam und Eva. Aber verbleiben wir beim Thema, den sieben Schöpfungstagen.

Diese Erzählung stellt immer wieder einen Gegensatz heraus, indem die beiden Äußersten in einer Zweiheit genannt werden. Es geht hier also wiederholt um Zweiheiten, und die Geschichte der Schöpfung erscheint uns als eine Geschichte der Zweimachungen. So gibt es schon beim Beginn Himmel und Erde als zwei Äußerste. Dann folgt an jedem der sechs Schöpfungstage erneut die Äußerung eines Gegensatzes.

TAG 1
Am ersten Tag gibt es den Gegensatz oder die Gegenüberstellung von Licht und Finsternis.
TAG 2
Am zweiten Tag ist von den Wassern über der Ausdehnung, der Feste, dem Firmament, dem Gewölbe oder wie auch immer das übersetzt sein mag und den Wassern darunter die Rede.
TAG 3
Am dritten Tag werden zunächst die Wasser und das Trockene einander gegenüber gestellt und dann folgt am selben dritten Tag eine weitere Zweiteilung im ersten Leben, dem Pflanzenleben, d.h. den Wachstumskräften, bei dem samen- und fruchttragende Pflanzen eine weitere Zweiheit darstellen.
Dieses Prinzip der ersten Drei findet seine Fortsetzung am vierten, fünften und sechsten Tag.
TAG 4
Am vierten Tag steht dem großen Licht des Tages das kleinere der Nacht gegenüber.
TAG 5
Am fünften Tag werden das Leben der Vögel, die am Firmament in Richtung der Wasser oberhalb der Feste fliegen und das Leben der Tiere in den Wassern unter der Ausdehnung einander gegenüber gestellt.
TAG 6
Am sechsten Tag schließlich folgt zunächst der Gegensatz zwischen dem Vieh und den wilden Tieren. Dann folgt am gleichen Tag eine weitere Schöpfung, die des Menschen, wobei der Dualismus darin begründet liegt, dass die Frau als Gegenüber des Mannes erscheint, also wiederum eine Zweiheit.

Nun wissen wir, dass es eigentlich zwei zusammenhängende Gruppen von je drei Tagen gibt, die Gruppe der ersten drei Tage und die Gruppe der zweiten drei Tage. Es gibt also einen Zusammenhang zwischen dem ersten und dem vierten, dem zweiten und dem fünften und dem dritten und dem sechsten Tag. Dabei zeigt sich in der zweiten Triade eine Ausgestaltung oder Konkretisierung, d.h. eine Art Wiederholung auf einer anderen Ebene, und zwar eine Wiederholung dessen, was sich bereits in der ersten Triade vollzieht.

Bringen wir das in ein Schema, so springt uns dies sofort ins Auge:

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Am ersten Tag gibt es also das Licht und die Unterscheidung zwischen Licht und Finsternis.

Wir sehen, dass die Geschichte am vierten Tag auf das Thema Licht und Finsternis zurückkommt, wenn die Lichter – Sonne, Mond und Sterne – die Aufgabe erhalten, Licht und Finsternis voneinander zu scheiden.

Am zweiten Tag wird von der Trennung der Wasser oberhalb und unterhalb der Ausdehnung berichtet.
Am fünften Tag begegnen wir dem wieder, wenn Leben kommt, in Richtung der Wasser oberhalb der Ausdehnung und in die Wasser unterhalb der Ausdehnung.

Im Gegensatz zu den beiden vorhergehenden Tagen geschehen am dritten Tag zwei nachdrücklich getrennte Schöpfungen, Land und Meer sowie samengebende und fruchttragende Gewächse. Der sechste Tag ist auch durch eine solche Zweiteilung der Schöpfungen gekennzeichnet, nämlich das erscheinen von Vieh und wilden Tieren sowie von Mann und Frau.

Wir sehen hier am sechsten Tag, ebenso wie auch schon am dritten Tag, die bereits erwähnte Besonderheit einer Doppelung. Jeweils auf der dritten Stufe dieser beiden Triaden erkennen wir eine besondere Doppelung der Drei. Doch stellen wir diese zunächst für einige Augenblicke zurück und betrachten das soeben eingeführte Schema.

Wir erkennen sofort zwei Seiten oder Säulen:

  • Wir sehen auf der rechten Seite, also der Seite des ersten und vierten Tages, die Säule des Lichtes.
  • Auf der linken Seite, der Seite des zweiten und fünften Tages, erkennen wir die Säule des Wassers.
  • In der Mitte erkennen wir die bereits erwähnte Doppelung der Drei, also den dritten Tag und dessen Widerschein im sechsten Tag.

Der Baum des Lebens

Diese mittlerweile vertraute Darstellung der Schöpfungstage erinnert uns an den Lebensbaum. Nähern wir uns also den sieben Schöpfungstagen, so wie diese in der Genesis erzählt werden, erneut in anderen Worten. Wie aus dem Text vor dem ersten Schöpfungstag hervorgeht, ging diesem etwas voraus. Der erste Schöpfungstag ist also nicht der Anfang des Kosmos, eher der Beginn des Entstehens dieser Welt.

Wir hatten uns zu Beginn dieser Ausführungen bereits in Erinnerung gerufen, dass mit der Schöpfungsgeschichte quasi der zweite Akt beginnt, weil das Ewige keinen Anfang hat. Das Gebäude der Schöpfung ist also etwas Sekundäres. Wir hatten gehört, dass bereits zu Beginn der Schöpfungsgeschichte, durch deren Beginn mit der Zwei, die wahre Natur der göttlichen Realität zum Ausdruck kommt. Es gibt Schöpfung und Schöpfer, Materie und Geist, Unendlichkeit und Ewigkeit.

Doch kehren wir zurück zu den sieben Schöpfungstagen. Der erste Schöpfungstag entspricht der Emanation der Sephira Chesed, also der Vierten Seite im ‘Buch des Menschen’. Der Lebensbaum beginnt jedoch mit Kether, der Krone, so wie dem ersten Schöpfungstag in der Beschreibung in der Genesis etwas vorausging. Wir hatten ja bereits gesehen, dass die Schöpfung nicht ganz am Anfang beginnt, sondern sozusagen beim Beginn.

Der erste Zustand, der erste Tag der Schöpfung, wurde geschaffen aus der Einheit der drei Lichter, die einer Quelle entströmen.

Dies hat unweigerlich eine Reflexion zur Folge, das Entstehen des zweiten Tages der Schöpfung. Während der erste Schöpfungstag von der Einbringung des Lichtes handelt, hat der zweite Tag als besonderes Merkmal das Wasser inne. Auf ähnliche Weise wiederholt sich dieses Muster in den beiden Schöpfungsberichten, der erste Schöpfungsbericht handelt vom Licht, der zweite ist eine Wassergeschichte. Beim Lesen der Bibel wird man merken, was hier gemeint ist…

Doch zurück zu den Wassern des zweiten Schöpfungstages. Wir wissen, dass das Wasser symbolisch für das Bewusstsein steht, das in allem wirkt, was vom Licht gezeugt wurde. Der unendliche Strom des Bewusstseins ist hier mit dem zweiten Tag besonders angesprochen. Und doch ist das Wasser nicht am zweiten Tag entstanden, sondern es wird geteilt in die oberen und die unteren Wasser ‒ durch die Feste, die Gott eingerichtet hat und die er Himmel nannte. Dies zeigt, dass der Himmel nicht über den Wassern steht, sondern inmitten zwischen den oberen und den unteren Wassern.

Von der denkwürdigen Zweiheit der Drei und ihrer Verbundenheit mit der Vier

Der dritte Schöpfungstag wird im Buch des Menschen mit der Sphäre Tiphereth in Verbindung gebracht. An diesem dritten Schöpfungstag können wir erstmals feststellen, dass zwei Schöpfungsakte stattfinden. Diese zwei Schöpfungsakte entsprechen der bereits erwähnten Besonderheit der Doppelung des dritten Tages oder allgemein der Drei.

Mit dem Erreichen des dritten Zustandes kommt eine Einheit zustande; es wird etwas vollendet und dies zeigt sich in dieser sonderbaren Doppelung der Drei. Hier geschieht etwas sehr merkwürdiges, im wahrsten Sinne des Wortes. Man erkennt, dass innerhalb des Drei-Tage-Zyklus vier Schöpfungsvorgänge erfolgen. Vor jeder Schöpfungstat heißt es: „Und Gott sprach.

Innerhalb von jeweils drei Tagen ‒ also während der ersten drei und den zweiten drei Schöpfungstagen – sprach Gott jeweils vier Mal. Zum Zyklus von drei Tagen gehören also vier Schöpfungstaten.

Ebenso wie die erwähnten ersten zwei Prinzipien Licht und Leben oder Feuer und Wasser in den Erzählungen der Genesis verborgen sind, gilt dies auch für die Besonderheit der Doppelung der Drei, d.h. also der Verbundenheit der Drei mit der Vier, die sich in der weiteren Erzählung der Genesis fortsetzt.

Als Beispiel seien die drei Erzväter mit ihren vier Frauen genannt, also Abraham, Isaak und Jakob sowie Sarah, Rebekka, Rachel und Lea. Jakob als der Dritte der Erzväter ist ein Zwilling, der Zwillingsbruder von Esau. Die Doppelung des Dritten zeigt sich auch in den beiden Namen von Jakob, nämlich Jakob und Israel. Entsprechend hat er zwei Frauen, Rachel und Lea.

Diese Doppelung des Dritten geht weiter.

Sie zeigt sich auch in der Zweiheit der Dienstmägde, Bilha und Silpa. Abraham und Isaak spielen als Einzelne eine Rolle, Jakob als der dritte der Erzväter hingegen wird im Widerstreit geboren und der Gegensatz zu diesem anderen bestimmt den Fortgang der Erzählung.

Dieses eigentümliche Prinzip, d.h. die Besonderheit der Doppelung der Drei und damit deren Verbundenheit mit der Vier kennen wir auch aus anderen Zusammenhängen. So ist zum Beispiel das Dritte in der Reihe der Tierkreiszeichen ein Doppeltes, die Zwillinge, also zwei.

Oder in der Alchemie:

aus den beiden primären Elementen Feuer und Wasser entstehen die zwei gemischten oder zusammengesetzten Elemente Luft und Erde. Oder auch ganz konkret als Mann, Frau und Kind. Auch hier ist die Drei, das Kind, etwas Doppeltes; es kann Sohn oder Tochter sein. Wir sehen also auch hier jeweils eine Dreiheit, welche durch eine Vierheit quasi nach außen tritt.

Über diese Verbundenheit der Drei mit der Vier schrieb auch Jakob Böhme, was zu seinem Ärger mit der Kirche beitrug, die ihm nämlich u.a. vorwarf, die Vier über die heilige Trinität zu stellen oder diese zumindest mit ihr gleichzusetzen. Und dennoch, nach dem Gesetz des Dreiecks vollendet sich eine Manifestation in der Drei und erscheint in der Vier. Und daher steht in der Welt der Schöpfung die Drei über der Vier, so wie dies zum Beispiel bei der Tarotkarte des Kaisers ins Auge springt. Über den gekreuzten Beinen des Kaisers, also über der Vier, steht die Drei, die von der Haltung seines Oberkörpers gebildet wird.

Und doch war die Vier bereits vor der Schöpfung vorhanden. Denn die Schöpfung vollzieht sich jeweils in drei Stufen, was nur geschehen kann, wenn die zwei bereits erfüllt ist, was eben auf die Vier verweist. Doch zurück zu den Schöpfungstagen. Mit dem dritten Schöpfungstag ist also der erste Zyklus abgeschlossen.

Nun steigen wir hinab in die Welt der Formen und der Zyklus entfaltet sich erneut auf einer tieferen Ebene ‒ immer mehr hinein ins Konkrete, auch wenn wir noch weit entfernt sind von der materiellen Welt der Erscheinungen. Mit den Schöpfungstagen vier und fünf werden die Motive Licht und Wasser erneut aufgegriffen und somit werden die siebte bzw. achte Seite im Buch des Menschen aufgeschlagen. Netzach und Hod erscheinen.

Das Fundament als die Sphäre der zwei Wege

Mit dem sechsten Schöpfungstag, der neunten Seite im Buch des Menschen, der Sephira Jesod, erreichen die Emanationen einen besonderen Höhepunkt, mit dem auch das erste Kapitel der Genesis endet. Aus allen anderen Emanationen hervorgegangen, kann hier in Jesod das Fundament für die spätere Verkörperung geschaffen werden. Die Schöpfungen dieses sechsten Tages sind wieder zweigegliedert, wie am dritten Tag.

Nachdem die Tiere des Landes geschaffen wurden, die geistigen Grundlagen sind hier gemeint als die Lebensgrundlagen des Menschen… Nachdem also die Tiere des Landes geschaffen waren, tritt der Höhepunkt ein, die Erschaffung des Menschen, wiederum als eine Zweiheit, also als Mann und Frau.

Die Sphäre des Fundamentes ist jene, die wir im Traum und in der Meditation am leichtesten erreichen können;

dort ist alles aufbewahrt, was zum Menschen gehört, bevor er in die materielle Welt von Assiah trat, mit ihrer Sphäre Malkuth. Symbolisch ordnen wir dieser Welt den Mond zu, der für das Bewusstsein steht, jene Voraussetzung dafür, dass sich die Dinge auf dem irdischen Plan manifestieren können.

Der Einklang mit der besonderen Zweiheit, also der Doppelheit in der Drei, zeigt sich in dieser Sphäre Jesod als der Welt des sechsten Tages darin, dass wir auch von der Sphäre der Zwei Wege sprechen.

Wieder einmal gilt es, sich zu entscheiden, welchen Weg wir bewusst gehen, um damit auch das weitere Geschehen auf der materiellen Ebene zu prägen. Und so zeigt sich die Verbundenheit der Welt des sechsten Tages mit der Welt des siebten Tages. Mit dem sechsten Schöpfungstag endet das erste Kapitel der Genesis, also der erste Schöpfungsbericht.

In der Schöpfungsgeschichte werden also allein schon durch die Kapiteleinteilung die ersten sechs Tage vom siebten Tag unterschieden.

Die Überlieferung sagt, dass die sechs Tage außerhalb jenes Zeitbegriffes stehen, den wir kennen.

Das für uns Seiende entsteht erst, wo in der Schöpfungsgeschichte vom siebten Tag gesprochen wird; seine Wurzeln hat der Mensch aber im sechsten Tag. Der sechste Tag ist die Grundlage des Weges, der mit dem siebsten Tag beginnt.

Es gibt also zwei Schöpfungsberichte, entsprechend dem ersten und zweiten Kapitel der Genesis. Die erste Geschichte erzählt von der verborgenen Seite des Daseins und wie diese aus dem Absoluten hervorging. Die zweite Geschichte zeigt, wie dasselbe in der Welt des Werdens erscheint. Die Welt des Werdens ist die Welt, die wir kennen. Sie hat eine Reihenfolge, zeigt eine Struktur der Entwicklung, also mehr das Konkrete und Gesetzmäßige.

Wir erkennen also wiederum eine Zweiheit in dieser Gegenüberstellung. Die ersten Tage der Schöpfung haben eine sehr starke Verbindung zu dem, was wir als Sein empfinden. Diesen ersten sechs Tagen der Schöpfung steht also die Welt des siebten Tages gegenüber.

Die Welt des siebten Tages

Nach unseren Betrachtungen über die sechs Schöpfungstage des ersten Kapitels wenden wir uns also nunmehr dem Beginn des zweiten Kapitels der Genesis zu, mit dem auch der siebte Tag der Schöpfung beginnt. An diesem siebten Tag, so heißt es, ruhte Gott. Aber, wie es zu Beginn des zweiten Kapitels der Genesis heißt:

Er segnete ihn und heiligte ihn.

Zum ersten Mal nach der Erschaffung des siebten Tages ist dann in der Folge auch nicht mehr von Gott oder der Gottheit, also von Elohim, die Rede, sondern von Gott, dem Herrn. Dies hat natürlich eine besondere Bedeutung, denn damit ist eine andere Wirkkraft Gottes gemeint, nämlich jene, die JHVH zugeschrieben wird und im siebten Tag mit dem Beginn der Paradiesgeschichte in Erscheinung tritt.

Ein anderer Schöpfungszustand beginnt nun,

eine Abstufung sozusagen, die aus der ersten Schöpfung heraus entstanden ist. Die Geschichte vom Menschen beginnt. Es ist die Geschichte vom Paradiesgarten, die hier im zweiten Kapitel beginnt, die Geschichte von Adam und Eva im Garten Eden. In diesen ganz besonderen Garten pflanzte ER, Gott der Herr, zwei Bäume, den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.

Von Eden wiederum geht ein Strom aus in den Garten, der sich dort in vier Flüsse teilt… Doch ist dies bereits die Fortsetzung dieser Erzählung. Bleiben wir nach den sechs Schöpfungstagen beim siebten Schöpfungstag und versuchen, uns diesem anzunähern. In diesen siebten Tag wurde der Mensch hineingesetzt und mit besonderen Aufgaben versehen.

Die Sphäre der Sieben ist die Welt der Entwicklung, eine Entwicklung, die auf dieser Ebene nie aufhört, sondern beständig fortbesteht, solange die irdische Ebene existiert. Mit dem siebten Schöpfungstag ist die Sphäre Malkuth des Lebensbaumes gemeint. Malkuth als der siebte Schöpfungstag ist jene Sphäre, die auch als das Königreich bezeichnet wird. Der Mensch ist hier hineingesetzt und hat zur Aufgabe bekommen, als König in diesem Königreich zu wirken, in der Welt von Assiah, der Welt des Tuns.

Die Zahl Sieben nimmt in unserer Sphäre, der Welt der Sieben, in der der Mensch sich bewegt und entwickelt einen ganz besonderen Platz ein. Alles in unserer sichtbaren und sinnlichen Welt wirkt nach dem Gesetz der Sieben.

Diese Ordnung der Sieben lebt noch immer in uns, wenn auch in der Regel unbewusst;

aber doch spricht uns diese Ordnung im tiefsten Inneren an. Vielleicht gerade deshalb, weil wir in dieser Welt der Sieben zu Hause sind. Wir sind in der Welt der Sieben drin, deshalb ist sie so schwer zu fassen. Nur allzu zu häufig ist es so, dass wenn wir in einem Prozess oder einem Geschehen drin stecken, wir meist nicht ganz klar sehen und unser Weg in der Regel eher von Ahnungen geprägt ist.

Häufig sehen wir erst im Nachhinein klar. Ähnlich erscheint es uns auch mit der Sieben zu ergehen. Sie ist uns so vertraut und doch merkwürdig fremd, nicht richtig zu fassen. Ein Geheimnis scheint sie zu umgeben. Aber damit sind wir nicht allein. Vielen Menschen scheint es so zu gehen.

So berichtet zum Beispiel der Informatiker Dr. Dr. Gert Mittring, dass die Sieben für ihn eine Zahl sei,

„die sich immer dem Zugriff entzieht. Sie ist die einzige Zahl, die ein besonderes Maß an Selbständigkeit hat. Sie ist die Zahl, die am meisten widerspenstig ist. Sie ist am schlechtesten in den Griff zu kriegen, hat ihre eigene Dynamik und ihren Zauber und sie ist die Herausforderung per se.“

Ähnliches berichten Musiker in Bezug auf die Rhythmik der Sieben,

so zum Beispiel Reinhard Flatischler, Percussionist und Therapeut. Er sagt:

Siebener sind ungreifbar wie Räume, in denen man erst lernen muss, sich zurecht zu finden. Daher ist der Siebener-Rhythmus in jeder Kultur auch mit einem Mysterium verbunden.

Oder Albrecht Beutelspacher, Professor für Mathematik:

Das Interessante an der Sieben ist, dass sie in der real erfahrbaren Welt nicht vorkommt. Es gibt keine Kristalle, die eine sieben-zählige Struktur haben und keine Blumen, die sieben Blütenblätter haben. Aber in unserem Denken und in unserer Kultur spielt sie eine große Rolle.“

Eigentlich gilt das für alle bekannten Kulturen, denn überall scheint die Sieben eine besondere Rolle zu spielen.
In der Menschheitsgeschichte begegnet uns daher die Zahl Sieben in fast unendlich vielen Formen; und doch entspringt das Mysterium der Sieben einer gemeinsamen Quelle.

Die Sieben ist also uralt und geht allein historisch bis weit vor die Schöpfungsgeschichte zurück.

Zum Beispiel ist der Babylonische Schöpfungsmythos Enuma Elish auf sieben Tafeln geschrieben. Die Tafeln eins bis sechs gelten Marduk und seiner Schöpfung, die siebte Tafel hingegen der allgemeinen Gottesverehrung. Dieses Schema kommt uns doch sehr bekannt vor.

Auch wenn es in Babylonien noch keine sieben-Tage Woche gab, so galt doch auch dort die Sieben als strukturierende Zeitzahl im Hinblick auf die Organisation oder Festlegung der religiösen Feste, war also keine Zahl zum Erfassen weltlicher Äußerlichkeiten. Weiterhin spielten in der babylonischen Kultur die sieben Stufen des Kosmos, die sieben Weltrichtungen oder auch die Siebenzahl der Gestirne in den Plejaden eine bedeutende Rolle.

Auf die allumfassende Dimension der Sieben verweist auch die Pyramide, deren Konstruktion auf der Sieben beruht.

Hier haben wir das Viereck des Grundrisses bzw. der vier Seiten, verbunden mit den vier Dreiecken der Seiten. Deutlich erkennen wir bei der Pyramide die erwähnte Verbundenheit der Drei mit der Vier und auch, dass die Drei über der Vier steht. Und wir wissen auch, dass Pyramiden nicht ausschließlich in Ägypten zu Hause sind, sondern überall auf dem Erdball zu finden sind.

Zumindest in Ägypten stand die Sieben für Schutz und Regeneration, auch wenn ihr weitere, individuelle Charaktereigenschaften zugewiesen wurden, was uns an die vorhin erwähnte Aussage des Informatikers Mittring erinnert.

Auch wenn wir alle stets von der Sieben umgeben sind, so bleibt sie doch ein Geheimnis. Vielleicht deshalb, weil wir mitten in ihr drin stecken. Natürlich haben wir alle schon davon gehört, von den sieben Geistern vor dem Thron, von den sieben Tugenden, den sieben Körpern und den sieben Phasen oder Stufen in der Alchemie. Jedes siebte Jahr war ein Sabbatjahr, und nach sieben mal sieben Jahren kam das Jubeljahr.

Wir alle kennen das irgendwie. Zum Beispiel:

7 Gemeinden, 7 Geister, 7 Siegel, 7 Posaunen, 7 Engel, der 7-armigen Leuchter, 7 Metalle, 7 Planeten, usw. usf. Oder in Märchen und Mythen. Auch hier begegnet uns ständig die 7: Die 7 Zwerge hinter den 7 Bergen, 7 Meilenstiefel, 7 auf einen Streich und natürlich die 7 Geißlein. Auch hier ließe sich die Liste der Beispiele fortsetzen.

Wir kennen auch: Die 7 Öffnungen des Kopfes, 7 Kontinente, 7 Farben des Regenbogens, 7 Töne. Aber nicht nur auf einer Ebene begegnet und die Sieben, oft auch auf mehreren Ebenen und häufig auch ganz profan: Zum Beispiel gibt es die amerikanische Supermarktkette Seven Eleven, die auf 7 mal 11 und damit auf die 77 verweist.

Die Bekleidungskette K & G verweist ebenfalls auf die 77. Der 11. und der 7. Buchstabe. Wiederum 11 x die 7 = 77. Bei Glücksspielautomaten finden wir die Goldene 7 und auch die dreifache 7 als 777 oder im Lotto das Spiel 77.

Die Mission Apollo 11 wurde im 7. Monat gegründet. Wiederum die 77. Oder einfach nur 7 Up; kennt vermutlich jeder.

Doch es geht auch bizarrer: Das Pentagon liegt am 77. Längengrad und wurde von Flug 77 getroffen. Der südliche der beiden Zwillingstürme wurde angeblich im 77. Stockwerk getroffen.

Aber lassen wir das, bevor wir uns in krude Theorien versteigen. Bleiben wir bei der Annäherung an das Mysterium der Sieben bei unserer Ausrichtung. So sagt Dr. Daniel Tyradellis, Philosoph und Kulturwissenschaftler:

Überall wo die Sieben aufscheint, scheint sie eine Verbindung herzustellen zwischen menschlicher Lebenswelt, den Gesetzen der Natur und dem Willen Gottes.

Die Sieben gilt als heilige Zahl, als heilend und mit Gott verbunden,

als eine Zahl, die auf den Menschen eine ganz eigene Wirkung hat. Die Sieben ist die wichtigste Zahl der Schöpfung, da sich in keiner anderen die Qualität die Schöpfung so ausdrückt wie in dieser Sieben. Ja man könnte sagen, dass nur um diese Sphäre der Sieben hervorzubringen, Gott die gesamte Schöpfung ins Leben rief. Der Mensch als letzter in der Schöpfung enthält alles was vorausgegangen ist. Deshalb ist er der Letzte!

In dieser heiligen Sieben ist alles enthalten was vorher war, entsprechend gilt die Sieben auch als Zahl der Vollkommenheit, wobei es hier wichtig erscheint, Vollkommenheit und Vollendung zu unterscheiden. Gott ruht in diesem Tätigkeitsfeld des Menschen, der hier als Agent des Schöpfers wirken soll. Der Mensch wurde ausgesandt aus der göttlichen Welt in sein geschaffenes geistiges Reich der Schöpfung. In diesem Reich ist alles vorhanden, was geschaffen wurde. In dieser Welt wurde ein Garten angelegt und der Mensch wurde ausgesandt, um dort zu wirken.

Die Welt der Sieben ist die Welt der Entwicklung.

Und so wie der Mensch das Paradies verlassen hat, so wird er eines Tages dorthin zurückzukehren, wo seine geistige Heimat ist, sein eigentliches Zuhause. Die sieben Phasen der Schöpfung sollten, nachdem sie aus der Göttlichen Welt hervorgegangen sind, im Buch des Menschen eingeschrieben bleiben.

Sie sollten zu den Stufen der Entwicklung werden, damit der Mensch sich aus dem Reich der materiellen Welt und des materiellen Bewusstseins wieder emporzuheben vermag, dann wenn Zeit und Raum sich vollendet haben. Das ist die ursprüngliche hohe Bedeutung der Sieben in allen Kulturen seit alters her. Es erscheint also offensichtlich, dass die Sieben etwas Grundlegendes im Leben des Menschen darstellt, insbesondere in Bezug auf seine innere Entwicklung.

Den Aufstieg aus den Fesseln der Materie kann der Mensch durch die Arbeit an sich selbst bewirken, durch die uns allen vertraute Aufforderung des „Erkenne dich selbst!“.

Dieses Erkennen des Selbst ist eine Wiedererkennung des anderen Wesens in uns selbst, entspricht also dem Gewahrwerden des Inneren und des Höheren Selbst und somit der Verbundenheit mit der gesamten Welt der Schöpfung, die doch unser Zuhause ist. In dem Maße, wie wir uns diesem, unserem eigentlichen Wesen, zuzuwenden, stellen wir die Verbindung her und schaffen jene Grundlage, auf der eines Tages die Einheit des Wesens Mensch wieder hervortreten kann.

In dieser Welt der Sieben ist nichts vollkommen, aber alles befindet sich auf dem Weg dorthin. Und so sind die sieben Tage der Schöpfung die sieben Stufen Gottes, der sich in diese Schöpfung hinein versenkte und ruht.
Denn ER hat den Menschen dorthin gesandt um zu wirken, so dass sich diese Welt der Sieben erfüllt, sich quasi selbst begegnet.

Dass die Sieben sich eines Tages erfüllt als 7 x 7, also 49, darauf verweist auch die Tatsache, dass das erste Buch Mose, die Genesis, 50 Kapitel hat und wir eines Tages die Schwelle überschreiten, hinein in die Welt des 8. Tages, in der die Schöpfung und der Mensch sich gewandelt haben werden…

Die sieben Stufen der Entwicklung | Der Weg nach Hause

Und trotz aller Verheißung leben wir im Hier und Jetzt in der Welt der Sieben, in der Welt der Entwicklung und alle Zyklen der Entwicklung vollziehen sich in einer Siebenheit. Doch was ist die Grundlage für die bewusste Entwicklung des Menschen?

Die Grundlage für die bewusste Entwicklung des Menschen ist das Unterscheidungsvermögen; und in der Tradition der Rosenkreuzer steht für das Unterscheidungsvermögen die hebräische Letter Zain, also wiederum die Sieben.

Denn erst wenn wir unterscheiden können, können wir uns auch entscheiden. So erkennen wir erneut in der Bedeutung der Sieben auch die Dualität der Schöpfung, die ein Unterscheidungsvermögen erst ermöglicht. Wir können keine Entscheidung treffen, wenn wir nicht unterscheiden können. Es gilt also wiederum, sich bewusst zu entscheiden und sich entsprechend auszurichten.

Diese Ausrichtung auf unseren Ursprung und unser wahres Wesen gelingt uns leichter, wenn wir uns auf die Welt der Sieben wirklich einlassen und dieses vermeintliche Exil annehmen.

Und so ist die Zahl Sieben jene, die die Befreiung des Menschen herbeiführt.

In der Erzählung der sieben Schöpfungstage hatten wir gesehen, dass sich nach dem Gesetz des Dreiecks eine Manifestation in der Drei vollendet und in der Vier erscheint, durch die Vier quasi nach außen tritt.

Bei dieser Verbundenheit der Drei mit der Vier und der resultierenden Sieben gilt es immer, die geistige Drei über die materielle Vier zu stellen, um so zur richtigen Geisteshaltung zu gelangen, schließlich entströmen die drei Lichter einer einzigen Quelle.

Und so wie wir einst das Paradies verlassen haben, so werden wird eines Tages dorthin zurückzukehren, wo unsere geistige Heimat ist, unser wahres Zuhause.

24.02.2020
Dr. rer. nat. Alexander Crocoll


Vita des Autors:Dr. rer. nat. Alexander Crocoll

Dr. rer. nat. Alexander Crocoll, geb. 1966. Während seiner wissenschaftlichen Tätigkeit Publikation von Arbeiten zur Genetik molekularer Embryologie. Er beschäftigt sich seit frühester Jugend mit spirituellen Fragen, ist seit drei Jahrzehnten AMORC-Mitglied und arbeitet heute als Sekretär in der deutschen AMORC-Zentrale.

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Bild und Text (c) AMORC

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