Visionen verändern die Welt – Utopien für die Menschheit

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schloss-sand-hand-landscapeVisionen verändern die Welt – Utopien für die Menschheit – Utopie und spirituelles Leben!

Nicht jede Vision oder Utopie führt die Menschheit in ein Himmelreich. Wir kennen alle Visionen und Utopien die umgesetzt Grausam und schrecklich sind oder waren. Aber wir können wählen. Welche Seite der Medaille wir folgen wollen. Eins ist sicher. Die Menschheit braucht Visionen um sich weiterentwickeln zu können. Der jetzige Zustand der Welt ist nicht nur Stillstand. Der jetzige Zustand führt ins Chaos, wenn nicht schlimmeres.

Es geht also um Visionen und Utopien und Utopie und spirituelles Leben. Viele Menschen empfinden Visionen in den aktuell turbulenten Zeiten als Risikofaktor – und legen deshalb die innovativen Ideen wieder zurück in die Schreibtischschublade. Aber vielleicht ist genau diese Haltung schuld daran, dass Land und Leute von einer Krise in die nächste schlittern. Während sich die Politik mit Altlasten beschäftigt, dreht sich die Welt weiter und verursacht immer neue Herausforderungen. Nur wer progressiv nach vorne denkt, kann etwas gewinnen. Mut und Herz statt Angst und Zynismus. Letztlich fehlt es vielen ganz einfach an Bewusstsein für das wahre Potential der menschlichen Entwicklung..

Das klingt nach etwas Großem, dabei bezeichnet der Begriff Utopie dem griechischen Wortursprung nach lediglich einen „Nicht-Ort“. Eine fiktive Gesellschaftsordnung also, die vielleicht auch gar nicht umsetzbar ist in allen Einzelheiten. Dennoch sind Utopien mehr als ein verrücktes Gedankenspiel. Sie sagen viel über das Menschen- und Weltbild des jeweiligen Erfinders aus. Wie würde ich in einer perfekten Welt die Gesellschaftsverhältnisse ordnen? Wie würde die Arbeitswelt aussehen? Welche Werte würden dort maßgeblich sein? Die Utopie ist also so etwas wie ein moralischer Kompass. Verlernen wir das utopische Denken, wird die Kompassnadel wild ausschlagen. Versteht man Utopien als Gegenstück zu aktuellen Gesellschaftsverhältnissen, bergen sie immer auch ein kritisches Potenzial. Dem liegt der Gedanke zu Grunde, das wir die Verbundenheit aller Dinge begreifen und erkennen das alles Handeln, auch das nicht Handeln, Konsequenzen hat. Dies lehrt uns unter anderem die Quantenphysik.

Mangel an Visionen?

Das Paradoxe ist, dass die visionären Ideen offen auf der Straße liegen. Die Wissenschaft und Menschen sind der Politik oft meilenweit voraus. Die Ideen müssten also nur aufgegriffen werden. Die Vision eines Grundeinkommens zum Beispiel besteht schon seit Jahrzehnten, vielleicht sogar seit Jahrhunderten. Thomas Morus schrieb im Jahr 1516 in seinem Werk „Utopia“, dass es sinnvoll wäre, „jeden mit einer Art Lebensunterhalt zu versorgen, damit niemand zu der grausigen Not gezwungen wird, zuerst ein Dieb und dann eine Leiche zu werden“. Seitdem hat sich die Gesellschaft weiterentwickelt, die Idee eines Grundeinkommens auch. Trotzdem wurde das Thema in Deutschland nie ernsthaft diskutiert.

Grundeinkommen als realistische Utopie – Visionen in der Politik

Die Linke wird wahrscheinlich die einzige Partei sein, die das Grundeinkommen in ihrem Wahlprogramm für 2017 thematisieren wird. Dabei sind dieses Thema im Speziellen und Visionen im Allgemeinen nicht zwangsläufig ein linkes Phänomen. Für verschiedene Konzepte eines Grundeinkommens sprechen sich auch Personen aus, die nicht unbedingt im Verdacht stehen, links zu sein: dm-Gründer Götz Werner, Telekom-Chef Timotheus Höttges oder sogar der ehemalige CDU-Ministerpräsident Dieter Althaus mit seinem „solidarischen Bürgergeld“.

Was ist das Visionäre am Grundeinkommen?

Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung und Technisierung werden zahlreiche Berufsfelder komplett verschwinden und Menschen damit ihre Arbeit verlieren. Ein Grundeinkommen könnte unsere Gesellschaft und vor allem unsere Arbeitswelt radikal verändern. Es könnte der oben beschriebenen Entwicklung zuvorkommen. Wer ernsthaft über ein Grundeinkommen nachdenkt, bewahrt sich die Chance, endlich einmal eine große gesellschaftliche Entwicklung vom Ende her zu denken. Und auch wenn ein Grundeinkommen alleine noch keine ausgewachsene Utopie ist – es würde das Verhältnis der Menschen zur Arbeit stark verändern. Die Kompassnadel würde sich wohl ganz neu ausrichten. Utopie und spirituelles Leben!

Das Beispiel Grundeinkommen zeigt aber auch, warum viele Visionen schnell verworfen werden. Auf den ersten Blick sind Visionen meist unbezahlbar. Dass das aber nicht das letzte Argument sein sollte, hat die deutsche Einheit gezeigt. Auch sie war eine Vision, vor allem die von Helmut Kohl, dem langjährigen Bundeskanzler. Kohl hat die Bedenken, die Einheit würde unbezahlbar, nicht so übergroß werden lassen, dass sie das ganze Projekt gefährdeten.
Der Microsoft-Gründer Bill Gates denkt das Grundeinkommen zusammen mit einer Robotersteuer und will so die entsprechenden finanziellen Kapazitäten schaffen. Die Maschinen arbeiten für die Menschen, während die Menschen das ohne Gegenleistung erhaltene Geld für ihre neu gewonnene Freizeit nutzen können.

Wer nur in den Grenzen des Systems denkt, kann keine progressive Politik machen

Utopisch, lautet das Urteil, das als Vorwurf gemeint ist. Und doch geht es genau darum. Wer immer nur in den Grenzen des aktuellen Systems denkt, kann keine progressive Politik machen.
Viele Visionen kranken aber nicht nur an der vermeintlich unmöglichen Finanzierbarkeit. Es fehlt auch an Erklärungen. In Deutschland werden das Grundeinkommen oder eine Robotersteuer nur in bestimmten Kreisen diskutiert, an Universitäten, in Wirtschaftskreisen, in linken Parteien. Der Diskurs reicht selten darüber hinaus. Was wir benötigen ist Utopie und spirituelles Leben als neue Sichtweise des Lebens an sich!

In der Schweiz wurde 2016 über ein Grundeinkommen abgestimmt. Das Ergebnis: 78 Prozent der Wählerinnen und Wähler sprachen sich dagegen aus. Wäre das Ergebnis gleich ausgefallen, wenn es einen jahrelangen, in der ganzen Gesellschaft ausgetragenen Diskurs zu dem Thema gegeben hätte und nicht nur Professoren und Wirtschaftsgrößen untereinander gestritten hätten? Claude Longchamp, der Leiter des Umfrageinstituts gfs.bern, sagte nach der Abstimmung, dass die Hauptgründe für die Ablehnung Unklarheiten und Zweifel an der konkreten Umsetzbarkeit waren.

Diese Zweifel gibt es auch in Deutschland, dabei besteht hier eine recht große Offenheit gegenüber dem Thema: 52 Prozent Zustimmung konnte aktuell eine Studie zum Grundeinkommen messen. Die Befragten sehen in dem Instrument vor allem ein Mittel, um Armut zu bekämpfen und Freizeit für Familien zu schaffen.

Vorteile des Grundeinkommens in einer innovativen Gesellschaft:

  • größere Chancengleichheit, mehr soziale Gerechtigkeit & Lebensqualität für alle
  • das System dient wieder vermehrt dem Menschen (statt umgekehrt). So kann der Einzelne entscheiden, ob er eine unethische Arbeit übernehmen oder einen zweiten oder dritten Job bedienen muss
  • der Mensch hat größere Chancen, seine Kreativität zu entfalten und dadurch seine Berufung zu finden
  • Ein Schritt Altersarmut zu vermeiden
  • Sicherheit, Zufriedenheit, Glück vermindert Krankheiten
  • Das Grundeinkommen kann viele Sozialleistungen und Sonderzahlungen (Kindergeld, Wohngeld, Bafög, …) ersetzen und spart dadurch Verwaltungs- und die damit zusammenhängenden Sachkosten ein. Bürokratie wird abgebaut und spart Steuergelder. Es könnte das marode staatliche Rentensystem reformieren und die vom Steuerzahler finanzierten Beamtenpensionen als auch jene erheblichen ungerechten Unterschiede zur staatlichen Privatrente gerechter gestalten. Es wird Zeit dies in breiter Öffentlichkeit zu diskutieren.

Uwe Taschow
Juli 2017

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