Weisheit

Achtsamkeit im Alltag

NebelAchtsamkeit im Alltag

Jeden Moment neu erleben

Achtsamkeit und Mitgefühl sind Tugenden, die unserem Leben einen tieferen Sinn geben.

Meist leben wir ziemlich unbewusst und nehmen das, was unmittelbar um uns herum geschieht, kaum richtig wahr. In Gedanken sind wir ganz woanders, denken entweder über unsere Vergangenheit nach oder malen uns eine bessere Zukunft aus. Doch wahre Achtsamkeit spielt sich im Hier und Jetzt ab. Sie setzt ein offenes Bewusstsein für die gegenwärtige Erfahrung voraus und ein Mitgefühl für unsere Mitmenschen und die gesamte Schöpfung. Eine Erfahrung in der unmittelbaren Gegenwart zu machen, ist allerdings gar nicht so einfach. Sie setzt eine vorurteilsfreie innere Haltung voraus, die frei von altem Ballast ist. Erst dann kann man wirklich wahrnehmen, was ist und die Menschen und Ereignisse in einem neuen Licht betrachten.

Wege zur Achtsamkeit

Um in die eigene Mitte zu kommen und ein achtsames Leben führen zu können, das inneren Frieden und tiefe Ruhe mit sich bringt, sollte man die folgende sieben Punkte beachten und in das Leben integrieren.

  1. Beurteilen Sie niemanden, denn Sie kennen die Situation der anderen nie genau.
  2. Haben Sie stets Geduld, und lassen Sie sich nicht von Emotionen mitreißen.
  3. Bewahren Sie sich den Geist des Anfängers, d. h. nehmen Sie die Welt um sich herum unbefangen wahr. 
  4. Üben Sie sich in Vertrauen. Durch Misstrauen zieht man negative Dinge an.
  5. Greifen Sie nicht nach Dingen, die Ihnen nicht gehören, d. h. respektieren Sie den Besitz anderer.
  6. Akzeptieren Sie, was ist. Dadurch können sich die Umstände verändern.
  7. Üben Sie das Loslassen. Je mehr man loslassen kann, desto einfacher wird das Leben.

 Achtsamkeit lernen

Achtsamkeitstrainings, die auf dem Erlernen und Üben dieser sieben Faktoren beruhen, sind hilfreich. Sie sind geeignet für Menschen, die nach Selbsterkenntnis und innerer Entwicklung streben, aber auch für kranke Menschen mit akuten oder chronischen Beschwerden, bei Stresssymptomen wie Nervosität, Depressionen oder Burn-Out-Syndrom, Wer kein spezielles Training absolvieren möchte, kann selbst auf das Einhalten dieser sieben Faktoren achten. Man kann die Achtsamkeitsübungen auch gut alleine durchführen. So kann man beispielsweise ein Tagebuch der Achtsamkeit führen, in dem man festhält, wie man einen Tag verbracht hat, und wann man wirklich bei sich war oder eben nicht.

Zeit für sich selbst

Eine gute Idee ist es auch, eine so genannte Achtsamkeits-Stunde einzuführen. Dies ist eine Zeit, die man täglich für sich reserviert, und in der man bewusst Achtsamkeit übt. So kann man etwa eine Blumenblüte betrachten, sie einfach wahrnehmen, ohne an ihren Namen oder Zweck zu denken. Stattdessen lässt man ihre Schönheit, ihren Duft auf sich wirken. Oder man nimmt sich Zeit für ein Gespräch mit Freunden, dem Partner, den Nachbarn. In diesem Gespräch hört man wirklich zu, was der andere sagt, ohne dabei schon die Antworten parat zu haben. Diese Art von Zuhören hat heilenden Charakter – für die anderen und einen selbst. Auch die Beobachtung des Atems bringt Achtsamkeit mit sich. Atmen Sie einfach ruhig und gleichmäßig ein und aus, und fühlen Sie dabei den Rhythmus Ihres Atems. Stellen Sie sich beim Ausatmen vor, wie Sie alles Alte loslassen und dadurch Raum schaffen für neue Erfahrungen.

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