Ursprung des modernen Yoga – Tandava Tanz

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Tandava Tanzyoga felsen sonnenuntergangDer Tandava Tanz – Ursprung des modernen Yoga – Meditation in Bewegung

Die Tandava-Tanz ist die älteste Form des Yoga und eine fast vergessene Meditations-Form. Seine Wurzeln liegen verborgen in Kaschmir in Indien. Hindu-Aufzeichnungen aus dem Altertum lassen darauf schließen, dass im Tandava-Tanz der Ursprung aller modernen Yoga-Übungen liegt. Der Tandava-Tanz als Meditation stammt aus dem Kaschmirischen Tantrismus der Kaula-Tradition (8. – 9. Jh. n. Ch.).

Tandava-Tanz – Der göttliche Tanz Shivas

Shiva verkörpert in der Mythologie den höchsten der Götter im Shivaismus (einer Unterform des Hinduismus). Er schöpft in seinem wilden, zutiefst mystischen Tandava-Tanz den gesamten Kosmos aus sich selbst heraus. Er erschafft den Kosmos, er erhält den Kosmos und er zerstört den Kosmos. Danach beginnt der Zyklus von neuem. Dies ist bezeichnend für den ewigen kosmischen Energie-Kreislauf. Shiva tanzt und der Kosmos bewegt sich.

Meditation auf höchster Ebene

Das Hauptaugenmerk der Meditation liegt auf einer sehr tiefen körperlichen Entspannung durch Bewegung in Verbindung mit einer besonderen Atmung. Das erlaubt dem Körper, harmonisch mit den Schwingungen des Kosmos zu vibrieren. Wir tanzen in der Meditation nicht so wild wie Shiva beim Hervorbringen eines ganzen Universums. Wir bewegen uns im Gegenteil sehr langsam. Der Geist kann entspannen und das Bewusstsein dehnt sich aus.
Langsamkeit ist eine Eigenschaft der Götter. Wenn wir uns in der Meditation in größtmöglicher Langsamkeit bewegen, sind wir unserem innewohnenden göttlichen Wesen sehr nah.

Kosmische Vibrationen als Tor in die Ekstase

Das Wahrnehmen der Vibrationen des Kosmos ist uns angeboren. Dieser Zustand der Ekstase, der “kosmischen Glückseligkeit“, ist nicht verschwunden. Wir tragen ihn in uns. Die Erinnerung an das “Eins-Sein mit allem“ ist in unserem Wesen und in unserer Seele verankert.
Dieses angeborene innere Wahrnehmen der Vibrationen des Kosmos ist mit der Zeit durch vielerlei Erlebnisse und Prägungen überlagert worden. Anspannungen und Erstarrungen auf emotionaler, mentaler und körperlicher Ebene blockieren den Zugang in unsere ursprüngliche Daseinsform und in unsere Glückseligkeit. In der Meditation wird dieser Zustand in uns wieder wach gerufen werden.

Meditieren ohne Anstrengung

Der Schlüssel zur Leichtigkeit in der Tandava-Meditation liegt darin, dass wir nicht bewusst versuchen, unseren Verstand vom Denken abzuhalten. Der Körper wird auf einer Art und Weise bewegt, dem unser Verstand nicht so leicht folgen kann. Nach einer Weile lässt er die Meditierenden in Ruhe.
In der Tandava-Meditation gibt es keinerlei Anstrengung, nicht geistig und auch nicht körperlich. Wir arbeiten mit unserem Bewusstsein. Zum Beispiel wird das bewusste Wahrnehmen unserer Atmung in den tiefen Bauch unsere Muskulatur entspannen. Bewusstheit ist das Tor in die Entspannung. Bewusstheit bringt uns mit uns selbst und mit unserem Körper in Verbindung.

Harmonie und Freude

Der Lohn unseres Bemühens, unseres Übens ist es, Freude zu empfinden. Die emotionale Freude kann sich nur dann einstellen, wenn wir körperliche Freude empfinden können. Die äußere Bewegung des Körpers in der Meditation ist dazu da, die innere Bewegung des Körpers wieder auferstehen zu lassen. Wenn uns das gelingt, empfinden wir Harmonie.

Wie geht Tandava-Meditation?

Die Meditation beginnt mit einer Heranführung an eine tiefe Bauchatmung. Der Punkt, in den die Meditierenden hinein atmen, befindet sich oberhalb des Schambeines. Unmittelbar auf diesem Knochenbogen, der sich etwas oberhalb des Genitalbereiches fühlen lässt, setzt die sehr tiefe Bauchmuskulatur an. Es erfordert Übung, um bei der Einatmung eine Bewegung in der tiefen Muskulatur spüren zu können. Am Anfang reicht es aus, wenn wir es uns vorstellen können, so tief nach unten zu atmen. Mit der Zeit wird der Atem unserem Bewusstsein folgen.

Im Flow sein

Die Bewegungen des Körpers werden vom Becken über die Wirbelsäule, Schultern, Arme und Hände aufgebaut. Der entscheidenden Punkt ist, dass beide Körperseiten unabhängig voneinander eine andere Bewegung ausführen. Das ist der Schlüssel, der uns aus dem Kopf und in den Körper bringt.
Gemeinsam mit der bewussten Atmung in die tiefe Bauchmuskulatur entsteht so ein stetiger Atem-, Bewegungs- und Energiefluss. Die Bewegung des Zwerchfells während der Atmung spielt eine zentrale Rolle. Wenn es sich frei bewegen und die unteren und oberen Energien miteinander vermischen kann, entsteht ein Gefühl von Einheit.

Wir sind im Tandava angekommen

Wenn der Moment da ist, dass wir uns von unserem Meditations-Kissen oder vom Stuhl erheben, treten wir ein in den kosmischen Tandava-Tanz. Wir führen alles Gelernte im Stehen aus und unsere Wahrnehmung und unsere Energien können sich in alle Ebenen des Raumes ausbreiten. Es gelingt leichter, die Energien zu spüren, die dabei ins Fließen kommen. Die Beine werden in den Bewegungsfluss integriert. Am Ende bewegt sich alles vom kleinen Zeh bis zum Kopf. Alle Bewegungen werden in größtmöglicher Langsamkeit ausgeführt. Je langsamer wir werden können, um so kraftvoller sind unsere Empfindungen.

Der Tanz mit dem Kosmos

Wenn wir die Meditation eine zeit lang geübt haben, kann es passieren, dass wir das Gefühl bekommen, als würden gar nicht wir selbst diesen Tanz ausführen. Unsere Bewegungen folgen nicht mehr dem bewussten Willen und wir sind eingetaucht in den Kosmos, der uns umgibt. Wir entdecken unsere ursprüngliche räumliche und grenzenlose Freiheit. Diese räumliche Freiheit ist eng verbunden mit der Präsenz in unserem Körper. Wir nehmen uns und unseren Körper sehr deutlich wahr.

Was während oder nach der Meditation auftreten kann

Die Energie der Tandava-Meditation kann uns auf eine neue Art und Weise beleben und mit Freude erfüllen. Sie ist ein wunderbares Werkzeug, um den eigenen Körper wieder intensiver zu spüren.
Unsere Sinne verfeinern sich. Manche Menschen berichten z.B. von veränderter Farb- und Lichtwahrnehmung. Alle unsere Sinne können sensitiver und intensiver werden – riechen, schmecken, fühlen, hören …
In der Tandava-Meditation kann mit dem Energiefluss unser Emotionalkörper berührt werden. Es kann sein, dass uns ohne erkennbaren Grund, einfach nur aus Freude, die Tränen rollen. Einige Menschen berichteten, dass alte Muster oder Erfahrungen sich aufgelöst haben. Alte Wunden wurden berührt und auf den Weg in die Heilung gebracht.

Free Download Tandava-Meditation

Hier gibt es einen Free Download für eine »»» geführte Tandava-Meditation 

30.06.2021
Viel Freude wünscht euch,
Claudia Terstappen
Mensch, Medium, Medizinfrau und Seminarleiterin
https://mediales-heilcoaching.de

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Claudia-Terstappen
(c) Claudia Dittrich

Claudia Terstappen

ist von Natur aus ein spirituelles Medium, eine Medizinfrau und eine Heilerin. Ihre Sicht reicht bis in höchste Ebenen des Seins und ihr Wissen ist mit der Quelle allen Seins verbunden.
Sie arbeitet tiefgreifend, umfassend und lebensverändernd im Seelen- und Körper-Heilcoaching und als Jenseitsmedium.
Ihre Arbeit ist geprägt von hoher Achtsamkeit, Respekt und Liebe für Menschen und findet immer auf der Ebene ihres Herzens statt.
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