Glaube und Aberglaube – Was können wir darunter verstehen?

Alles Anders Glaube und Aberglaube

Alles Anders Glaube und AberglaubeGlaube und Aberglaube – Was können wir darunter verstehen?

Die Frage von Glaube und Aberglaube begleitet die Menschheit schon solange, wie wir Menschen denken können. In unserem Glauben steckt eine gewaltig große Kraft. “Allein unser Glaube kann Berge versetzen.” Doch kann auch ein Aberglaube ebenso “Berge versetzen”?

Glaube.
Glauben wir.
Aber glauben wir wirklich?

Glauben – aber . . . !

Allein der Glaube kann Berge versetzen . . .

Glaube . . . – ja, was ist das eigentlich?

Letztendlich ist das, was wir glauben, unsere (subjektive) Wahrheit. Daher ist jeder Glaube im Grunde genommen ein Irrglaube und sogar ein Wahn, ein in sich unerschütterliches Weltbild, ein nicht zerstörbares Gedankengebilde, eine unumstößliche gedankliche Konstruktion, die allein in unserem Kopf existiert.

Entsprechend unserem Glauben erklären wir uns unsere Welt

Unser Glaube erlaubt in uns bestimmte Wahrheiten und Bilder und verbietet zugleich andere diesem Glauben entgegen stehende Wahrheiten, Gedanken, Erkenntnisse und Wahrnehmungen. Gerade in der aktuelle C.-Krise wird sehr deutlich, dass sowohl die C.-Gläubigen wie auch die C.-Widersacher eine feste Überzeugung von dem haben, was die wahre C.-Wahrheit ist. Und weil es allein schon diese beiden großen, voneinander gespaltenen Lager gibt, können wir mit Sicherheit feststellen, dass sich beide Lager irren und dass es noch eine ganz andere Wahrheit gibt, die derzeit niemand auf dem Schirm hat.

In früheren Zeiten und bis heute glaubten die Menschen an Gott, an den einen Gott oder an viele Götter. Die Götter hatten ihr Zuhause im Himmel und in den Sternen. Und die Götter waren für das Leben von uns Menschen zuständig. Sie schossen Pfeile der Liebe ab oder ließen erzürnt Donnerblitze zucken.

Unser Glauben entsteht an der Stelle, an dem wir entscheiden, wem wir Glauben schenken. Das, was wir nicht für glaubwürdig halten, ist für uns eine Lüge, ein Irrtum, falsch, eine Fehlinformation, Fake.

Unser Glaube und Aberglaube wird durch das Außen geformt

Die Mehrheit der Menschen glaubt derzeit an die Wahrheiten und Informationen, die über die Zeitungen und Medien ausgestrahlt und verbreitet werden. Doch diese Wahrheit kann nur einen Teil der übergeordneten Wahrheit abbilden, sonst würde diese subjektive Wahrheit nicht zu einer Erfahrung werden können. Die absolute Wahrheit könnten wir niemals erfahren, weil der Gegenpol fehlen würde.

Der Hauptirrtum der meisten Menschen ist der, dass wir glauben, unsere Wahrnehmung sei wahr. Es heißt zwar „Wahrnehmung“, doch unsere Wahrnehmung ist eigentlich eine „Fehl-Nehmung“ oder „Falsch-Nehmung“.

  • Alles, was wir wahrnehmen, ist Lug und Trug.
  • Alles ist Fake.
  • Alles ist Illusion.

Alles ist Lug und Trug – unsere eigene Wahrnehmung belügt uns

Wir nehmen das Außen für wahr. Doch die gesamte Realität und die ganze Welt der Formen und Dinge ist die Unwirklichkeit.

  • Die wahre Wirklichkeit ist unser Innen.
  • Die wahre Wirklichkeit ist die Welt unserer kreativen Fantasie.
  • Die wahre Wirklichkeit ist das Spüren unseres Herzens.
  • Die wahre Wirklichkeit ist unser Bauchgefühl.

Und dass dies tatsächlich so ist, können wir beweisen. Der Beweis ist sogar ganz offensichtlich, denn die ganze Welt macht es uns vor.

Die Menschen glauben ihren Gedanken.
Die Menschen nehmen ihre Ängste für wahr.
Die Menschen meinen, ihre Hirngespinste seien die Realität.

Doch dies alles ist eine Illusion.

Alles ist Illusion

Und dass die Illusionen tatsächlich Illusionen sind, dies dürfen wir jetzt erkennen. Und weil uns das Erkennen und Anerkennen dieser Wahrheit (dass alles Illusion ist) so immens schwer fällt, deswegen müssen die Dinge im Außen immer absurder und verrückter werden. Es muss alles so irrsinnig absurd werden wie eine kroteske Karikatur, damit wir irgendwann bereit sind, die Illusionen als solche anzuerkennen.

Unsere inneren Bilder repräsentieren unsere Gedanken und unsere innere Wahrheit

Die Frage ist ja, wie eigentlich unsere Realität entsteht. Und unser Glaube und unser Aberglaube formen unsere Realität  –  in unseren mentalen, inneren Seelenbilderwelten, die aus Vorstellungen und Ansichten bestehen. Die Wirklichkeit, die wir für die Realität halten, ist nur Schein. Es ist alles nur eingebildet. Wirklichkeit entsteht niemals im Außen, sondern immer in unserem Innen. Dies mag uns verwundern, doch hierzu ein plakatives Beispiel.

Wenn wir beispielsweise in Schottland an der imposanten Küste inmitten der Natur stehen und hinaus aufs Meer blicken, dann ist dies unsere Realität. Doch wenn dann unser Handy klingelt und wenn wir eine Nachricht von unserer/unserem Ex bekommen, dann regen wir uns plötzlich auf, dann schnellt unser Pulsschlag in die Höhe, dann bekommen wir Schnappatmung, dann kriegen wir Schweißausbrüche, dann fahren unsere Gedanken in unserem Kopf Karussell. Wir kriegen innerlich eine heftige Krise, regen uns schrecklich auf, verlieren jeglichen Lebensmut und stürzen uns in die Tiefe.

Dabei war die Natur um uns herum so schön friedlich.
Die Sonne schien.
Die Felsen und die grüne Landschaft lagen einfach so da.
Die Wellen klatschten ans Ufer.
Alles war wundervoll, herrlich und schön.

Doch wir haben die Realität im Außen gar nicht mehr wahrgenommen.

Unsere Gedanken wurde zu unserer inneren Wirklichkeit.
Unsere innere Realität wurde zu unserer maßgeblichen Realität.

Und so geht es uns immerzu und ständig in unserem Alltag – nur dass wir dies gar nicht mehr bemerken, nicht mehr mitbekommen, überhaupt nicht realisieren.

Wir glauben, unsere Gedanken seien unsere Realität

Was wir glauben, dass sind unsere inneren Bilder.
Wir glauben unseren Gedanken.
Wir glauben, unsere Gefühle seien echt, real und wirklich.

Doch alle Gedanken und Gefühle sind nicht unsere eigenen Energien, sondern empathisch aufgenommene Fremdenergien. Sie gehören anderen Menschen.

  • Wir selbst sind Geist.
  • Wir selbst sind Liebe.
  • Wir selbst sind Licht.
  • Wir selbst sind Freude.
  • Wir selbst sind Herz.
  • Wir selbst sind Frieden.

Glaube und Aber-Glaube . . .

Mit Glaube und Aberglaube ist es so eine Sache. Es muss, damit unser Glaube zu einer Erfahrung werden kann, natürlich einen Gegen-Glauben, den Aberglauben, geben. Wenn wir in unserem Alltag einmal bewusst auf unsere eigenen Worte sowie auf die Worte der anderen Menschen hören, dann werden wir erstaunt, verwundert und überrascht sein, wie oft wir das Wort „aber“ gebrauchen. Wir sagen immerzu und ständig „aber“.

Mit „aber“ bringen wir zum Ausdruck, dass wir „etwas anderes“ glauben.
Jedes „aber“ ist gleichbedeutend mit einem „Nein“.
Jedes „aber“ hat die Kraft von einem „Veto“.

Doch nur wenn wir „Ja“ sagen, kann die universale Liebe frei fließen.

Indem wir „Nein“ und „aber“ sagen, legen wir uns selbst und anderen Menschen ständig Steine und riesige Felsbrocken in den Weg und verhindern Entwicklung. Wir stoppen das Fließen und Strömen der universalen, reinen, göttlichen Liebe.

Was sagt die Wissenschaft zum Aberglauben?

Aus wissenschaftlicher Sicht wird unter „Aberglaube“ „der irrige Glaube an die Wirksamkeit übernatürlicher Kräfte“ verstanden. Wenn wir inzwischen jedoch sicher davon ausgehen können, dass alles Energie ist und dass die energetischen Kräfte (inklusive Telepathie und Mentalkommunikation) die eigentlich wirksamen Kräfte sind, dann ist der sogenannte „Aberglaube“ die eigentliche Wahrheit und unsere wissenschaftliche Sicht der Dinge ist der tatsächliche Aberglaube.

Die wesentliche Unterscheidung hierbei ist jedoch eine andere. Unter „Aberglaube“ verstehen wir Phänomene wie zum Beispiel Hexerei und dämonische Kräfte. Einen solchen Aberglauben finden wir im Leben und im Handeln der Menschen aller Kulturen zu allen Zeiten. Hiermit eng zusammen hängen gewisse Vorstellungen wie auch Verhaltensweisen, Muster, Denkmuster und Riten. Und auch der Glaube an Glück oder Unglück bringende Symbole (Glückssymbole) oder Sprüche beziehungsweise Flüche werden hierunter subsummiert.

Das Ego und der Aberglaube

Der Unterschied zwischen Glaube und Aberglaube ist eher darin zu sehen, ob wir die Energien dieser Schöpfung von Herzen und im Zeichen des Lichts erlauben oder ob wir die Energien, die uns zur Verfügung stehen, mit unserem Verstand willentlich nutzen und aus unserem Ego und aus unserem Willen heraus gezielt und manipulativ steuern. Hier reichen sich Aberglaube und schwarze Magie die Hände. Und es ist für unser Ego äußerst verlockend, die Kräfte und Energien dieser Schöpfung entsprechend seinen eigenen Plänen, Zielen und Vorstellungen zu nutzen – sehr häufig im Sinne von Macht, Machtmissbrauch, persönlichem Vorteil und persönlicher Bereicherung  –  was (für die anderen) zu Schmerz führt.

Die Kraft des universalen Bewusstseins

Betrachten wir den Aberglauben aus einer psychologischen Sicht, so hängt er eng zusammen mit Begriffen wie „magisches Denken“ oder mit sich selbsterfüllender Prophezeiung. Aberglaube steht häufig in einem engen Zusammenhang mit magischen Praktiken und den verschiedensten Ritualen. Die Menschen glauben dann, dass das Ritual seine Kraft entfalten würde. In Wirklichkeit entspringt jedoch alles, was geschieht, allein der Kraft des universalen Bewusstseins. Und unser eigener Geist ist „der verlängerte Arm“ dieses universalen Bewusstseins. Es sind also wir selbst als Geist, der die Dinge geschehen lässt. Doch dies würden wir uns niemals anmaßen beziehungsweise eingestehen.

Wenn Kinder außersinnliche Phänomene wahrnehmen und von übernatürlichen Wahrnehmungen erzählen, so glauben wir Erwachsenen, dass sie sich irren, dass mal wieder ihre Fantasie mit ihnen durch geht und dass unsere Kinder sich täuschen. Doch wer sich tatsächlich täuscht, das sind wir Erwachsenen, die den Zugang zu diesen Energie-Dimensionen einfach verloren haben. Unser Denken und unser Verstand (unser Ego) unterbindet jegliche feinfühlige, übersinnliche, mental-energietische, außerkörperliche Wahrnehmung sowie auch jegliche bewusste telepathische Kommunikation.

Glaube und Aberglaube sind wechselseitig Vordergrund und Hintergrund füreinander

Unsere gesellschaftliche Konditionierung und unsere erlernten Werte verbinden mit dem Wort „Aberglaube“ eine eher negative Wertung. Wir glauben, unser Glaube sei wahr und unser Aberglaube sein falsch. Wir glauben, unser Glaube sei lichtvoll und unser Aberglaube sei dunkel und irgendwie abseits der Norm. Doch eigentlich sind Glaube und Aberglaube beide vollkommen wertfrei einfach die Art und Weise, wie wir diese Welt wahrnehmen und was wir für wahr und richtig oder für unwahr und “nicht real” befinden.

Wir könnten nun mit Glaube den lichtvollen Glauben unseres Herzens assoziieren und mit Aberglaube den Glauben unseres Verstandes, unseres Ego, unseres Schattens, unserer Gedanken. Was gesellschaftlich anerkannte, geachtete und für würdig und gut befundene Glaubensformen und religiöse Praktiken, Kulte und Rituale sind und damit als „richtig“ und „allgemeingültig“ befunden/bewertet werden, wird in der Regel von der Mehrheit einer Gesellschaft bestimmt. Das, was die meisten Menschen machen, ist „richtig“. Und das, was wenige machen, ist „falsch“.

Glauben und Aberglauben bestimmen was “richtig” und was “falsch” ist

Diesen Glauben an das, was „richtig“ oder „falsch“ ist, können wir hierbei von der Kirche und den Religionen entkoppeln, denn die Menschen haben auch einen festen Glauben in Bezug auf die aktuelle C.-Krise entwickelt und auch hinsichtlich ihrer Essgewohnheiten, ihres Fleischkonsums, ihres umweltbewussten Verhaltens, ihres Fahrens mit dem Auto und wie Krankheiten entstehen und geheilt werden können. All dies ist in Wirklichkeit weniger eine Sache der Wissenschaft, sondern vielmehr eine Sache unseres Glaubens. Es hängt eher zusammen mit der Kraft und der Ausrichtung unseres Geistes als mit den Äußerlichkeiten und mit den Dingen dieser Welt.

Natürlich hegt sich bei solchen Worten bei vielen Menschen ein innerer Widerstand/Widerspruch. Und hieran können wir schon leicht bemerken, wie wir dazu neigen, an unserem eigenen Glauben, unseren eigenen Überzeugungen, unseren eigenen Einstellungen und unseren eigenen Ansichten und Meinungen (krampfhaft) festzuhalten. Warum? Weil wir uns mit unserem Glauben identifizieren und weil wir unser Weltbild nicht bereit sind, in Frage stellen zu lassen. Dies ist ganz normal für jeden Verstand und für jedes Ego. Allein der Geist ist da flexibel, weil er ebenso wie die Liebe alles erlaubt.

Meistens halten wir an unserem eigenen Glauben krampfhaft fest

Ganz extrem wurde der Aberglaube gegen Ende im Mittelalter im Kampf gegen Abtrünnige verwendet. Wer nicht so an Gott glaubte, wie die Kirche es vorschrieb, wurde als Ketzer verfolgt und der Häresie (dem Folgen einer Lehre, die im Widerspruch zu den Glaubensgrundsätzen von Kirche und Religion steht) beschuldigt.

Immer wieder wird der Begriff „Aberglaube“ mit Unvernunft und Unwissenschaftlichkeit gleichgesetzt. Wer abergläubisch ist, dem wird unterstellt, einer falschen Einsicht zu folgen und die natürlichen Geschehnisse falsch zu deuten, falsch zu verstehen und falsch zu interpretieren. In diesem Sinne ist bereits dieser Beitrag durch einen Aberglauben geprägt, weil er Wahrnehmung und Gesetzmäßigkeiten anders darstellt und anders wiedergibt, als der Mainstream es für richtig erachtet.

„Aberglaube“ wird mit Unvernunft und Unwissenschaftlichkeit verbunden

Sogar in etymologischer Wörterbüchern wir der Wortbestandteil „aber-“ aufgefasst als ein Ausspruch von „nach“, „wider“ oder „hinter“ verbunden mit einer eher abschätzige Bedeutung. Durch „aber“ wird sozusagen das Gegenteil dessen betont, was der zweite Wortbestandteil zum Ausdruck bringt: Glaube – Aberglaube – “Gegen-Glaube”.

Wir kennen solche „Wortspiele“ beispielsweise von „witzig“ und „aberwitzig“. Man könnte statt von Aberglaube oder “Gegen-Glaube” auch von „Missglaube“ oder „Fehlglaube“ sprechen. Jeder Glaube sowie alle Glaubensinhalte, Glaubensformen und damit zusammenhängenden Verhaltensweisen, die von der dominierenden christlichen Glaubenslehre abweichen, wären in diesem Zusammenhang ein solcher Fehlglaube. Sie werden als heidnisch, unmoralisch und ketzerisch eingestuft, was einen negativen, verbotenen Beigeschmack hat.

Im Mittelalter landete man, wenn man sich dem Christlichen Glauben abtrünnig zeigte, rasch auf dem Scheiterhaufen, wurde verfolgt oder fand auf anderem Wege seinen frühzeitigen Tod. Hier tritt nun mehr als deutlich der Aberwitz des Glaubens hervor, denn der Glaube, der ja an die lichtvolle Liebe glaubt, handelt dann gegenüber dem Aberglauben oder Fehlglauben, der ja angeblich dunkel und falsch ist, gewaltsam, aggressiv und lebensvernichtend. Dabei sollte doch gerade der lichtvolle Glaube die Liebe, die Freude, den Frieden und das Erlauben aller Unterschiedlichkeiten repräsentieren. Und genau aus diesem Glauben heraus, der für sich beansprucht, der Glaube der Liebe zu sein und den Aberglauben als Schatten bezichtigt, handeln die Menschen aus Schattenenergien heraus und zeigen damit auf, dass sie selbst der eigentliche Aberglaube sind. Dies führt zu dem Rückschluss, dass der Aberglaube der eigentlich wahre Glaube sein muss, was vielen Menschen nun natürlich so gar nicht passt.

Alles steht Kopf und ist anders, als wir denken

Zu recht – denn letztendlich sind sowohl Glaube wie auch Aberglaube beide „falsch“. Der einzig wahre Glaube ist, nicht zu glauben, sondern einfach ohne Glaube zu sein. Doch der Mensch (das Ego) braucht einen Glauben, sonst fühlt er sich orientierungslos und hilflos. Ohne Glaube weiß der Mensch nicht, was er tun und lassen soll. Ohne Glaube weiß der Mensch nicht, was „falsch“ und was „richtig“ ist.

Jeder Glaube – egal ob Glaube oder Aberglaube – ist der Glaube an „etwas“ und damit an eine Form. Doch die universale, reine, göttliche Liebe ist feinstofflich-formlos. Für uns Menschen ist es offensichtlich unmöglich, an das Nichts zu glauben. Wir brauchen immer „etwas“, auf das wir unseren Verstand ausrichten/fokussieren können. Wir brauchen „etwas“, das wir anbeten und dem wir folgen können. Dabei können dies sowohl Vorstellungen wie auch Bilder oder Skulpturen oder Worte oder eine ganze Lehre sein. Doch jedes „etwas“ – ganz gleich was es ist – ist eben eine Form und damit nicht mehr die wahre, reine, himmlische Liebe im Original. Daher ist jeder Glaube, ganz gleich was wir glauben und ganz gleich ob Glaube oder Aberglaube, ein Irrglaube.

Nicht umsonst heißt es in der Bibel: „Du sollst Dir kein Bild von mir machen.“

Denn Gott und die Liebe lassen sich niemals auf ein konkretes Bild reduzieren. Gott und die universale Liebe sind immer allumfassend. Doch dies übersteigt eben unseren Verstand.

Jeder Glaube ist ein Irrglaube

Alles, was wir im Namen eines vermeintlichen Glaubens tun, ist falsch, denn wir tun es, um einem erdachten Glauben zu dienen. Wir dienen unseren Gedanken, unserem Verstand, unseren ausgedachten, fiktiven Gedankenkonstruktionen – unseren Wahnvorstellungen. Sowohl Glaube wie auch Aberglaube sind beides Fehlglauben. Beide sind falsch. Beide irren sich. Beide bedienen unser Ego. Beide führen in die Hölle.

In den Himmel gelangen wir nicht mit einem Glauben oder mit unseren Gedanken, sondern mit unserem gedankenleeren Sein

In den Himmel gelangen wir nur durch Achtsamkeit, Gegenwärtigkeit und Präsenz. Wir können den Himmel niemals mit unseren Gedanken betreten, nur mit unserem Herzen, nur mit unserer Herzensfeld-Intuition, nur mit unserem Inneren Kind.

Unser Inneres Kind denkt nicht. Unser Inneres Kind ist lebendiges Sein, reine Energie, Kreativität, Fantasie, der jetzige Moment ohne Vergangenheit und ohne Zukunft – und folglich ohne Gefühle. Denn all unsere Gefühle entstehen aufgrund unserer Gedanken. Indem wir an die Vergangenheit denken, fühlen wir Trauer oder Wut. Und indem wir an die Zukunft denken fühlen wir Angst und Schrecken. All diese Gefühle sind Ego pur. Sie basieren auf unseren Gedanken, Vorstellungen und Erwartungen. Ohne Gedanken haben wir keine Gefühle.

Das Christentum ist eigentlich eine Glaubens-Sekte

Im Zuge der Christianisierung wurde den Menschen der christliche Glaube nahe gebracht, beigebracht und eingetrichtert. Die Menschen wurden dazu gezwungen, die christliche Lehre zu verinnerlichen und ihr zu folgen. Die Menschen wurden genötigt und gezwungen, in christlichen Kategorien zu denken. Den Menschen wurde das freigeistige Denken verboten.

Die Bekehrung der Heiden hin zum „richtigen Glauben“ – nicht nur in Europa, sondern auch in Übersee – war das übergeordnete Ziel der Christen. Ein solches Vorhaben entspringt den Ideen unseres Verstandes. Es ist ein Einfall unseres Ego. Die Verwirklichung zielt auf Ziele in der Zukunft ab. Und damit sind diese Vorstellungen und Pläne auf der Ebene von Zeit und somit in der Energie unseres Ego anzusiedeln. Die Vorhaben der Christen und der gesamten Christianisierung sind reine Form-Energien und damit pures Ego. Und weil sie reines, pures Ego sind, deswegen haben sie so unendlich viel Leid und Schmerz über die gesamte Menschheit gebracht.

Wahre Liebe erlaubt alles – es gibt nur „richtig“

  • Wahre Liebe lässt frei.
  • Wahre Liebe erlaubt alles.
  • Wahre Liebe schätzt, würdigt und achtet die Vielfalt.
  • Unser Herz segnet die Andersartigkeit von allem, was anders ist.

Wenn die Menschen einen Glauben erdacht haben, der angeblich der einzig wahre Glaube sei, dann muss genau dieser Glaube ein Aberglaube sein, weil er „aber“ und „nein“ und „falsch“ zu den anderen Glaubensmöglichkeiten sagt, die ja auch ebenfalls gleichberechtigter Bestandteil dieser Schöpfung sind.

Jeder Glaube an „etwas“ ist ein Glaube an eine Form und muss daher von seiner Natur her schon ein Unglaube und ein Aberglaube sein. Der einzig wahre Glaube ist der Glaube an das Nichts. Doch dieser Glaube ist eben kein Glaube, sondern einfach nur eine Erkenntnis. Denn aus dieser Glaubenserkenntnis heraus leitet sich keinerlei „falsches“ oder „richtiges“ Handeln oder Verhalten ab. Das Nichts würde uns Menschen ja niemals sagen oder vorschreiben, was zu tun ist und was „falsch“ und was „richtig“ ist. Es ist einfach alles richtig.

Alles ist „richtig“ – es gibt kein „falsch“

Natürlich sind die Menschen immer wieder damit konfrontiert, dass ein gewisser Zauber, der den Dingen und Sachen anhaftet, uns immer wieder in Versuchung führt. Wir sprechen Dingen, Sachen, Gegenständen und Formen bestimmte Eigenschaften zu. Und so nutzten die Menschen in der Vergangenheit und nutzen die Menschen bis heute Formen, Gegenstände, Symbole, Amulette, Orte und Plätze für bestimmte Rituale. Es gibt Kraft-Orte, Kraft-Bäume, heilige Haine, magische Höhlen und zahlreiche esoterische Requisiten und Materialien, deren erstaunliche Wirkung uns Menschen sehr beeindruckt.

Die Christen fürchteten, dass all diese Dinge, Sachen, Orte und Plätze die Menschen von dem einen, wahren Glauben abbringen könnten. Doch dies ist ein Irrtum. Denn die Dinge sind einfach nur Dinge. Die magische Zauberkraft, die ihnen innewohnt, ist unsere eigene, heilige, geistige Zauberkraft. Es ist die einem jeden Menschen innewohnende magische Kraft unseres Geistes.

Kein Stein, kein Ast, kein Stück Holz, kein Dolch, kein Glas und keine Glaskugel könnte aus sich selbst heraus irgendetwas bewegen, erwirken oder verursachen. Es braucht ein wahrnehmendes Bewusstsein, das gegenwärtig ist, um eine Wirkung zu erzielen. Und dieses wahrnehmende Bewusstsein sind zum Beispiel wir als Mensch, wir als Geist. Die Wirkung, die erzielt wird, entspringt unserem eigenen geistigen Potenzial. Der Stein oder der Gegenstand, den wir erblicken und nutzen, aktiviert lediglich in uns selbst diesen Aspekt unseres eigenen Bewusstsein-Seins und unserer eigenen uns inne wohnenden ganz natürlichen, schöpferischen Kraft.

Es gibt den einen Menschen und Gott

Wir als Mensch sind Geist, sind Bewusstsein und haben einen freien Willen. Und dann ist da noch Gott. Gott ist das universale Bewusstsein. Gott ist universale Intelligenz. Gott ist feinstofflich-formlose Bewusstseinsenergie. Aus der Energie dieses kosmischen Bewusstseins heraus sind alle Formen entstanden. Sie sind entstanden, damit das Bewusstsein, das formlos ist, Erfahrungen machen und Gefühle fühlen kann. Nur „etwas“ kann „etwas“ erfahren. Nur “etwas” kann “etwas fühlen”. Nur Formen können Erfahrungen machen.

Das universale Bewusstsein, aus dem alles entsprungen ist, ist die universale Liebe, die feinstofflich-formloses Nichts ist. Und das Nichts kann sich als Nichts natürlich nicht erfahren. Deshalb hat das Nichts „etwas“ erschaffen, nämlich Formen, durch die es sich nun erfahren kann. Doch alle Formen sind lediglich Werkzeuge und Hilfsmittel. Sie dienen. Sie sind nützlich, um ihren Zweck zu erfüllen: das Erfahrungen-Machen und das Gefühle-Fühlen.

Unsere Augen sind das Tor zwischen Himmel und Erde

Schon wenn wir andere Menschen mit einem bösen Blick anschauen, handeln wir magisch, praktizieren wir als Zauberer und Hexer/Hexe. Wir kennen den Spruch: „Wenn Blicke töten könnten.“ Zum Glück können wir Menschen unseren Blickkontakt nicht so lange halten. Durch die Pupille unserer Augen wirken die enormen Kräfte des universalen Bewusstseins. Wohin unser Blick fällt, sorgen wir entweder, wenn wir aus unserem Ego heraus gucken und mit unseren Bewertungen und Urteilen „ein vernichtendes Urteil fällen“, für verbrannte Erde, Tod und Verderben. Oder wir schauen aus unserem Herzen heraus in die Welt und sind Liebe, dann fließt durch die Pupille unserer Augen die reine, pure, lichtvolle, strahlende Liebe des Himmels hinein in diese Welt. Dies geschieht immer dann, wenn wir aus unserem Herzen heraus die Welt betrachten und liebevoll die Geschehnisse erlauben, gewähren, ermöglichen, bejahen, würdigen, wertschätzen und segnen.

Nicht wir als Mensch oder unsere Augen als solche sind „das Übel der Welt“ oder „die Freude des Himmels“, sondern die Energie hinter unseren Pupillen verursachen Leid oder Seligkeit. Unser Verstand tötet, weil jeder Gedanke kalt und abgetrennt von der universalen Liebe und von unserem Herzensfeld ist. Die Liebe unseres Herzens hingegen bringt Formen zum Erblühen, schenkt neues Leben und sorgt für Wohlwollen und Heiterkeit. Und in jedem Menschen existieren beide Anteile gleichwertig, der Schatten ebenso wie das Licht.

Aberglaube und Dämonen und unsere Gedanken

Das, was die Menschen seit Jahrtausenden unter Dämonen verstehen, ist nichts weiter als unser Ego. Es ist unser Verstand, unser Denken. Ein Dämon ist nichts Besonderes, nichts Schlimmes, nichts Furchtbares, sondern einfach ein Gedanke. Doch wenn dieser Gedanke größer und größer wird und sich immer weiter aufplustert, so wie wir es derzeit in der weltweiten C.-Krise erleben, dann wird dieser einst kleine und unscheinbare Gedanke so riesengroß, überwältigend und übermächtig, dass er unser ganzes Leben bestimmt. Und plötzlich hat uns die Angst fest im Griff, weil wir mit unserem Verstand an angstmachende Situationen und Möglichkeiten denken.

Doch all diese Gedanken sind nur Möglichkeiten, Optionen, Fiktion, Fantasie. Sie werden nur dadurch zu einer manifestierten Realität, weil wir diese Gedanken immer wieder denken. Jedes Mal, wenn wir an einen Gedanken denken, wässern und begießen wir diesen Gedanken, sodass der Gedanke wachsen und gedeihen kann, darf und soll. Es liegt einfach an uns selbst, welche Gedanken wir größer wachsen lassen möchten. Wir selbst sind der Gärtner/die Gärtnerin in unserem eigenen Kopf.

Wir selbst sind der Gärtner/die Gärtnerin in unserem Kopf und hegen und pflegen unsere Gedanken

Der Menschheit ist es bisher noch nicht gelungen, das Denken zu genießen. Die meisten Menschen leiden nach wie vor unter ihren übermächtigen Gedanken. Unsere Gedanken beeinflussen unser gesamtes Leben maßgeblich. Dabei sollte das Jetzt, der derzeitige Augenblick, der gegenwärtige Moment unser Leben maßgeblich beeinflussen und unsere Realität sein. Die C.-Krise ist eine Hilfestellung, uns über unser wirres, unkoordiniertes, ängstliches Gedanken-Denken zu erheben. Wir sollen, dürfen und müssen in einen neuen Frieden finden, in dem wir als bewusster Geist unsere Gedanken gezielt nutzen (anstatt wie bisher von unseren vielen Gedanken untergebuttert zu werden).

Und dann war da noch die Sache mit Luzifer

Mitunter werden Dämonen als gefallene oder von Gott verstoßene Engel verstanden. Auch Luzifer, der Teufel, wird mitunter verstanden als einer der höchsten, lichtvollen Engel („der Lichtträger“), der angeblich im Himmel gegen Gott rebellierte und daraufhin aus dem Himmel verbannt wurde. Hierdurch wurde Luzifer zum Gegenspieler Gottes und gleichzeitig zum Urheber des Bösen, als Herrscher der Hölle. Letztendlich ist dieser Luzifer jedoch nicht weiter als unser Ego. Luzifer, der Teufel, die Hölle sind Sinnbilder und Metaphern für unser Ego, unseren Verstand und unsere Gedanken.

In unserer Essenz sind wir Geist, Liebe, Freude, Frieden, Licht, Gott. Unsere innere Stimme ist unsere Intuition. Dies ist die Stimme unseres Herzens, was gleichbedeutend mit dem Himmel in uns selbst sowie mit unserem Bauchgefühl ist. Es ist unser Spüren. Wir spüren etwas – eine Energie, ein nicht richtig benennbares Gefühl, das wir gar nicht so richtig in Worte fassen können. Diese Energie unseres Herzens ist feinstofflich-formlos.

Und als Gegenspieler zu unserer feinstofflich-formlosen Intuition haben wir unsere Kognition, unseren Verstand und all die vielen klar benennbaren Worte und Gedanken, die wir mit unserem Kopf sprechen und klar und deutlich artikulieren können. Das Denken, das Nachdenken und das ständig Denken-Müssen ist für viele Menschen tatsächlich zu einer Höllenerfahrung geworden. Wir schmoren in unseren eigenen Gedanken. Wir brutzeln im Feuer unserer gedanklichen Selbstzerfleischung. Unsere Gedanken fahren in unserem Kopf Karussell. In unserem Kopf sind unsere Gedanken so schrecklich laut. Wir finden aus unserem Kopfkino nicht mehr heraus.

Frieden ist nichts weiter als Gedanken-Stille

Wenn unsere Gedanken still sind und wenn unser Verstand eine Pause macht, dann haben/fühlen wir inneren Frieden. Durch Meditation, Achtsamkeit, Gegenwärtigkeit und Präsenz im Jetzt können wir diese Stille fördern und genießen.

Stille ist der Himmel auf Erden.
In der Ruhe liegt die Kraft.

Mit dieser Ruhe ist die Stille unserer Gedanken gemeint.

Es ist der innere Kampf der gesamten Menschheit, in dem die Menschen verzweifelt versuchen, ihrer Gedanken Herr zu werden. Es ist unser innerer Kampf zwischen Kopf und Herz, zwischen Ego und Geist, zwischen Kognition/Verstand und Intuition/Bauchgefühl. Und all die vielen Kriege im Außen in der Welt spiegeln lediglich diesen, unseren inneren Kriegszustand wider. Und mit den vielen magischen Symbolen, Riten, Kulten, Ritualen und Praktiken versuchen wir verzweifelt, unsere Gedanken in geordnete Bahnen zu lenken. Ein Unterfangen, das von Misserfolgen, großer Frustration, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung begleitet ist. Und die sogenannten Dämonen sind nichts anderes als unsere Vorstellungen. Es sind Bild gewordene Gedanken, die wir uns als innere Visionen vorstellen. Wir sitzen in unserem eigenen Kopf im Kinosaal und schauen uns die Gruselfilme der Gedanken unseres Ego an.

Wir werden die Liebe niemals finden können, da sie formlos ist

Wie können wir nun in diesem Zusammenhang unseren Glauben und den Aberglauben einsortieren? Ein Glaube von Herzen jenseits der Worte ist reine Liebe. Dieser Glaube ist kein Gedanke, sondern viel eher ein Fühlen und Spüren aus unserem Herzensfeld heraus. Jeder Gedanke ist bereits ein Aberglaube.

Unter dem Begriff des „Aberglauben“ werden auch Praktiken und Glaubenssätze subsummiert, die wissenschaftlich als unbegründet gelten und dem erreichten Kenntnisstand einer Gesellschaft nicht (mehr) entsprechen. Doch da die Wissenschaft lediglich die Welt der Formen messen und erforschen kann und weil die gesamte Wissenschaft Denken ist und auf den künstlichen Gedankenkonstruktionen unseres Verstandes/unseres Kopfes basiert, ist sogar die Wissenschaft auf dem Holzweg unterwegs, denn die wahre Wahrheit ist die feinstofflich-formlose Energie der reinen Liebe – das Nichts.

Unsere Seele ist Unendlichkeit und möchte das Begrenztsein erfahren

Wenn die Seele in einen Körper inkarniert, dann vergisst diese Seele ihr eigenes Liebesein. Unser Ego hat von Liebe einfach keine Ahnung und identifiziert sich mit dem Körper, mit dem Außen und mit all den Dingen dieser Welt. Das „Eingesperrt-Sein“ unserer Seele in einem Körper muss dabei ja auf Dauer krank machen. Doch offensichtlich ist genau diese Erfahrung für unsere Seele interessant und spannend, sonst würde die Seele so etwas ja nicht tun. Die Seele selbst ist unbegrenzte Unendlichkeit. Da ist das Erfahren der Begrenztheit eines Körpers einfach mal etwas anderes als immer nur Friede, Freude Eierkuchen und eitel Sonnenschein und Freiheit im Himmel.

Und natürlich versuchen die Menschen dann, den erkrankten Körper wieder zu heilen, denn Schmerzen tun nun mal weh. Dieser körperliche Schmerzimpuls ist also dann die ausschlaggebende Motivation für unser Ego, irgendetwas auszuprobieren und zu machen und zu tun, damit es uns wieder besser geht. Es gilt dann also der Grundsatz: Not macht erfinderisch. Und auf diese Weise führt unser Schmerz unser von der universalen Liebe abgetrenntes Ego wieder zurück in die Liebe. Denn das Ego entdeckt nach und nach immer mehr unserer eigentlichen, ursprünglichen, geistigen und göttlichen Gaben, Fähigkeiten, Talenten, Qualitäten und Kompetenzen.

Zwar glaubt das Ego, es selbst als Körper könne niemals heilig sein und niemals zaubern, doch überraschenderweise wird das Ego vom Leben eines Besseren belehrt und muss sich eingestehen, dass es über magische, energetische, mentale und universale Kräfte verfügt. Da das Ego von sich selbst aber ein anderes Selbstbild hat und glaubt, dass es selbst nichts kann und dass nur Gott „alles kann“, verleugnet das Ego sehr hartnäckig und ziemlich vehement, dauerhaft und penetrant seine eigenen Fähigkeiten und seine eigene Göttlichkeit.

Wir leben im Zeitalter der Transformation

Wir befinden uns nun heute in dem Zeitalter der Transformation, in dem wir uns in Metamorphose begeben und uns umwandeln von der erdgebundenen, runzligen, dunklen, schweren Raupe hin zu einem sich in die Lüfte erhebenden, aufschwingenden, farbenfrohen, leichten, lustig dahin flatternden Schmetterling. Unser Ego war die Raupe. Wir als Geist sind der bunte Schmetterling.

Wir als Ego brauchen also dringend einen neuen Umgang, einen neuen Zugang und eine neue Erlaubnis, unsere natürlichen göttlichen Gaben erleben und erfahren zu dürfen und zum Beispiel Krankheiten durch energetische, heilende, geistige Handlungen oder Behandlungen genesen zu lassen. Letztendlich sind niemals wir persönlich die treibende Kraft, die Ursache oder die Wirkung. Letztendlich brauchen nicht wir als Ego-Mensch uns etwas auf „unsere“ Fähigkeiten einzubilden, sondern wir als Mensch sind lediglich der Kanal für die Liebe des Himmels. Wir als Mensch sind lediglich das Durch. Und die Liebe des Himmels darf dann durch uns als Mensch wie durch eine Tür, wie durch ein Tor, wie durch einen Gartenschlauch hindurch fließen. Die universale Liebe ist die Kraft des Himmels, die Heilung bewirkt. Wir sagen mit der Kraft unseres freien Willens lediglich „Ja“ und erlauben, dass die Liebe als die heilende Kraft des Himmels wirken und ihre heilenden Kräfte im Weltlichen entfalten darf.

Wir sind das Tor, das Durch, das Portal zwischen Himmel und Erde

Jedes Ritual, jedes verwendete Symbole, jede magische Handlung und jede Spruchformel ist lediglich „der Gartenschlauch“, durch den „das Wasser der Liebe“ vom Himmel auf die Erde fließen darf. Der Gartenschlauch tut dabei nichts selbst. Es lässt das Wasser der Liebe lediglich durchfließen. Dar Gartenschlauch braucht sich auf sein Gartenschlauch-Sein also nichts einzubilden. Er ist und bleibt nur ein Gartenschlauch.

Wir als Mensch sind nun zugleich ein Gartenschlauch wie auch der Himmel/Gott. Wir sind beides. Unser Ego ist der Gartenschlauch und wir als Geist sind Gott (die Liebe des Himmels). Hier hatten die Menschen lange Zeit ein Identifikationsproblem, wer sie nun eigentlich wirklich sind. Daher noch einmal:

Unser Ego ist der Gartenschlauch.
Unser Kopf ist ein Gartenschlauch.
Unser Verstand ist ein Gartenschlauch.
Unser Denken ist ein Gartenschlauch.
Wir Menschen in/mit unserer Identifikation sind ein Gartenschlauch.

Und wir als Geist sind Gott.
Wir als Geist sind die universale Liebe.
Wir als Geist sind der Himmel.
Wir als Geist sind das Paradies.
Wir sind nichts weiter als ein Gartenschlauch, durch den die Liebe in die Welt fließt

Und so muss die Liebe des Himmels durch uns selbst als Hölle (Ego) hindurch fließen, damit die Liebe die Welt mit ihrem Wasser bewässern kann.

Bisher ist es so, dass die Liebe des Himmels nur von oben in uns einströmt und dann in uns blockiert wird. Und in die Welt lassen wir dann immer unseren eigenen Willen fließen, die Vorstellungen und Wünsche unseres Ego. Wir lassen das Feuer unseres Ego, unserer Hölle, unseres Verstandes in diese Welt fließen. Unser Ego ist wie ein Abfangjäger und fängt die himmlische Liebe ab, wandelt sie in sich um und lässt sie dann als Höllenfeuer weiterfließen in die Welt. Dies ergötzt unser Ego und nährt unseren Ego-Schmerzkörper. Und überall in der Welt zündeln die Konfliktherde und Kriegsschauplätze.

Ursache und Wirkung

Manchmal entsteht ein Aberglaube einfach durch die falsche Verknüpfung von Ursache und Wirkung. Menschen neigen aus ihrer Natur heraus zu der irrigen Vorstellung, dass gleichzeitige Ereignisse automatisch kausal miteinander verknüpft seien. Insbesondere bei einmaligem, zweimaligem oder mehrmaligem zeitlichen Zusammentreffen von zwei Ereignissen wird oftmals eine ursächliche Verbindung angenommen oder es findet eine unbewusste Konditionierung statt. Hierdurch kann rasch ein abergläubisches Verhalten entstehen.

Umgekehrt braucht es zur Auflösung einer erfolgten Konditionierung, einer Überzeugung oder eines Glaubensmuster viele, viele Male des Nichtzusammentreffens, um die programmierte Prägung wieder aufzulösen. Hier ist eine differenzierte Betrachtungsweise erforderlich, denn einerseits können die Ereignisse tatsächlich unabhängig voneinander auftreten (was aber sehr unwahrscheinlich ist) und andererseits kann es sich tatsächlich um Fügungen oder Synchronizitäten handeln, die – weil letztendlich alles energetisch miteinander verknüpft ist – eben doch zusammenhängen, wenn auch nicht kausal-weltlich-ursächlich.

Unsere Gedanken und unser Glaube prägen maßgeblich unser Leben

Das Thema Glaube und Aberglaube ist ein Thema, das jeden Menschen betrifft und in seinem Alltag an vielen Stellen berührt. Unser Glaube prägt uns maßgeblich. Und hierbei geht es nicht nur um unseren Glauben an einen Gott, sondern auch um Glauben an die verschiedensten Wahrheiten. Wir erfassen die Welt und das Leben über unsere körperlichen Sinne und nehmen Phänomene im Außen (für) wahr. Aus dieser Wahrnehmung heraus bildete sich bereits während unserer Kindheit unser Weltbild. Und dieses einmal erstellte Weltbild ist dann unser fester Glaube und unsere persönliche Wahrheit bis heute.

Die Wahrheit unseres Herzens sieht hingegen möglicherweise ganz anders aus. Doch da die Liebe feinstofflich-formlos ist, orientieren wir uns eher an den handfesten, anfassbaren, sichtbaren und wissenschaftlich nachweisbaren harten Fakten und Dingen dieser Welt als an unserer inneren Intuition.

Alles steht Kopf

Wir Menschen halten die Wahrheit der Welt der Dinge für wahr. Und wir halten die Phänomene des Mental-Energetischen und Geistigen für Aberglauben. Doch in Wirklichkeit verhält es sich eben genau anders herum. Die wahre Wahrheit ist die Ebene des Feinstofflich-Formlosen, des rein Energetischen. Das, was wir als Aberglaube bezeichnen, sollte eigentlich unser wahrer Glaube sein. Und das, was wir als unseren Glauben und unsere weltliche Wahrheit annehmen/glauben, sollten wir als Fehlglauben/Aberglauben erkennen.

Es gibt keinen Grund, eine der beiden Wahrnehmungen, Wahrheiten und Glaubensarten zu verurteilen. Beide sind richtig und beide sind wichtig, damit wir in dieser Welt Erfahrungen sammeln können. Beide Wahrnehmungen haben in ihrer spezifischen Art und Weise ihre Bedeutsamkeit  –  die eine im Vordergrund als Licht und die andere im Hintergrund als Schatten. Und zugleich liegt die wahre Wahrheit jenseits von beiden Wahrnehmungen – und ist und bleibt für uns Menschen immer ein Mysterium.

Wir sind mitten in einem globalen Wandel

Die Menschheit, die gesamte Welt und alles Leben auf dieser Erde befinden sich bereits mitten in einem globalen, kollektiven Wandel. Es geht um den Wechsel vom Ego in den Geist, vom Verstand ins Herz, vom Denken ins Spüren. Und dies wird dazu führen, dass wir in naher Zukunft auch wieder mit den Tieren und Pflanzen ganz selbstverständlich in vollkommen natürlicher Art und Weise kommunizieren (können).

Bis zum heutigen Tag dominierte der Schatten, das Ego, unser Verstand, die Formen im Außen, die Welt der Dinge unser Leben und wir glaubten, dies sei die Wahrheit. Dass das Außen wahr sei, war unser Glaube.

Es ist nun an der Zeit, alles auf den Kopf zu stellen und „den Spieß umzudrehen“. Es geht darum, anzuerkennen, dass wir uns schlicht und einfach geirrt haben. Das macht ja nichts. Lediglich unserem Ego macht dies etwas aus, weil unser Ego immer glaubte, es sei richtig und im Besitzt der Wahrheit gewesen. Jetzt darf unser Ego eben erkennen, dass es sich geirrt/getäuscht hat.

Wir leben in einer Zeit der Ent-Täuschung unserer Gedanken

Wir leben in einer Zeit der Desillusionierung. All die vielen die Täuschungen werden offensichtlich und treten zutage.  Die Täuschungen enden. Das “Haltbarkeitsdatum” der Täuschungen und Illusionen ist abgelaufen. Das Ende der Täuschung bringt uns in Kontakt mit der wahren Wahrheit unseres eigentlichen Seins.

Das, was bisher unser Glaube war, ist Fake und der eigentliche Irrtum.
Und das, was bisher Aberglaube war, ist bisher übersehene Wahrheit und wahrer Glaube.

Jeder Glaube und jeder Aberglaube ist ein Glaube an „etwas“. Die Wahrheit ist das Nichts, die universale, feinstofflich-formlose Liebe, das reine Bewusstsein, wir selbst als Geist/Gott.

Es geht also nicht darum, den einen Glauben gegen einen anderen Glauben auszutauschen, sondern es geht darum, einfach Erkenntnis über all diese Zusammenhänge zu gewinnen/zu haben und dann all dies jetzt einfach so stehen zu lassen.

Wir brauchen nichts mit dieser Erkenntnis zu tun.
Wir brauchen nicht auf diese Erkenntnis zu reagieren.
Wir brauchen uns nicht irgendwie anders zu verhalten.

Wir dürfen diese Erkenntnis jetzt einfach erkennen.

Das genügt.

Was das Leben jetzt hieraus macht, das werden wir schon erfahren, wenn es soweit ist . . .

23.08.2021
Alles Anders
Buchautor

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Über Alles AndersAlles Anders Glaube und Aberglaube

Wir können diese Welt mit unseren äußeren, organischen Augen betrachten. Und wir können diese Welt mit unseren inneren Augen – mit den Augen unseren Herzens – ansehen.

Mit den Augen unseres Körpers können wir all die viele Dinge an der Oberfläche sehen. Wir betrachten die Formen in ihrer oberflächlichen Erscheinung. Mit unseren weiteren körperlichen Sinnen (hören, riechen, schmecken, tasten) können wir weitere Eigenschaften und Merkmale wahrnehmen und die Beschaffenheit der Dinge körperlich-sinnlich erfassen. Diese Art der Wahrnehmung ist ein Erfassen auf der Ebene unseres Verstandes (unseres Ego).

Hierüber hinaus können wir mit unserem Herzen „sehen“. Dieses „mit dem Herzen sehen“ ist ein Spüren. Wir spüren diese Welt sowie die Erscheinungen des Lebens in ihrer feinstofflich-formlosen Dimension. Wir nehmen sie energetisch wahr. Wir erkennen, verstehen und begreifen sie auf einer tieferen, inneren Ebene jenseits unserer Sinne. Diese Art der Wahrnehmung ist ein Erfassen auf der Ebene unseres Bewusstseins (unseres Geistes).

Optimal ist es, wenn sich beide Wahrnehmungsvarianten perfekt ergänzen.

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