Nimmst Du wahr, ist es eine Eingebung?

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Nimmst Du wahr oder denkst Du? Medial?

Immer wieder werde ich gefragt, wie man denn unterscheiden kann ob man eine „richtige“ Eingebung hat oder ob man auf dem Holzweg ist und eben nur denkt etwas wahrzunehmen. Nun, leider ist diese Frage nicht in einem Satz zu beantworten. Nimmst Du wahr? Bist Du Medial?

Der Unterschied zwischen einer Wahrnehmung, und dem Gedanken dass man eine Wahrnehmung hat, ist nämlich ein ganz schmaler Grat. Und wie schon zu befürchten war, bei jedem individuell. Es gibt also aus meiner Sicht kein Patentrezept, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Ich kann Dir aber sagen, was es aus meiner Sicht braucht, um diesen Unterschied kennen zu lernen.

  • Achtsamkeit / Aufmerksamkeit

Um zu verstehen, was und wie man wahrnimmt braucht es zuerst mal eine (grosse) Prise Aufmerksamkeit. Man muss in erster Linie überhaupt einmal bereit sein, bei sich selber genauer hinzuschauen. Warum fühle ich, was ich gerade fühle? Wieso fühle ich das? Und was für eine Emotion ist das genau? Denn bei genauerem hinschauen gibt es ganz viele Fassetten von „Wut“, „Angst“ und „Liebe“ und all den Gefühlen, die dazwischen liegen.

Wie im innen, so im aussen! Willst du die Gefühle und Gedanken von jemand anderem verstehen (und richtig interpretieren) so kommst du nicht darum herum, zuerst bei dir selbst genau hin zu schauen und verstehen zu lernen.

  • Aufräumen für Fortgeschrittene

Ein Medium, egal ob sensitiv oder medial, ist vom Wortlaut her ein „Kanal“. Ein Kanal bedeutet nichts weiter, als das man etwas aufnimmt (Energie, Eingebung, Botschaft, Gefühl, etc.) und dies weitergibt, an den Klienten, den Übungspartner, wen auch immer.

Je mehr du in deinem Inneren aufgeräumt hast, je neutraler dein Kanal ist, desto besser funktioniert deine Wahrnehmung bei anderen. Stehen dir deine Blockaden bis zum Hals und wirst du von deinen Emotionen vollständig eingenommen, so wird dir dein gegenüber genau dies spiegeln und zeigt somit nicht seine eigenen, sondern eben deine Emotionen auf.

Wenn du grosses „Glück“ hast, werden am Anfang deine Blockaden sogar vom Gegenüber ansatzweise verstanden, wahrscheinlich habt ihr ähnliche Themen die gerade aktuell sind. Dies hat aber wenig mit einer ausgeprägten Gabe zu tun, sondern ist lediglich dem Gesetz der Resonanz, gleiches zieht gleiches an, zu zuschreiben.

  • Der kleine Unterschied

Hast du also halbwegs bei dir für Ordnung gesorgt und weisst, wie sich deine Gefühlslagen anfühlen und im Inneren wie im Aussen bemerkbar machen, dann kannst du anfangen, den kleinen Unterschied kennen zu lernen. Wie? Durch üben, üben und noch mal üben. Am besten kannst du dies in einer Übungsgruppe, in einem geschützten Rahmen, wo du deine Hellsinne immer wieder ausprobieren und vertiefen kannst. Durch das Feedback in der Runde oder vom Übungspartner, lernst du so deine Wahrnehmung immer besser kennen und erfährst immer wieder den kleinen Unterschied zwischen Wahrnehmung und dem denken etwas wahrzunehmen kennen.

Warum es so wichtig ist, sich selber zuerst zu kennen bevor man sensitiv- / medial arbeitet:

Die geistige Welt kann immer nur mit dem arbeiten, was das Medium (der Kanal) auch interpretieren kann! Ein kleines Beispiel: Mein Wissen in den Bereichen Medizin und Anatomie ist sehr bescheiden, um es mal freundlich auszudrücken. Es würde mir also absolut nichts bringen, wenn sich mir das Bild einer schlechtfunktionierenden Niere zeigen würde, wahrscheinlich wüsste ich noch nicht einmal, dass es sich dabei überhaupt um eine Niere handelt. Hingegen eine Person die im medizinischen Bereich arbeitet, würde sofort erkennen, dass eine Person ein Nierenproblem hat, weil sie mit diesem Bild etwas anfangen könnte. Und darum kann die geistige Welt die Informationen auch immer nur so übermitteln, wie sie sehr wahrscheinlich auch interpretiert werden können.

Sie arbeiten also mit deinen Erinnerungen, deinen Gefühlen und deinen Gedanken, weil du diese bereits kennst und so auch zuordnen kannst. Das heisst aber, dass man unterscheiden muss, ob eben dieses Gefühl oder Bild nun von dir erdacht, oder eben wahrgenommen wurde.

Ich versuche dir zu erklären, wie sich für mich dieser kleine Unterschied anfühlt:

Eine Wahrnehmung fühlt sich für mich sehr neutral an. Selbst wenn ich ein Gefühl wahrnehme, und das mag nun im ersten Moment komisch klingen, fühlt sich diese Emotion neutral an. Es klingt in meinem Inneren nichts an, selbst wenn es um eine gezeigte und vielleicht schmerzhafte Erinnerung von mir gehen sollte. Ich nehme sie einfach neutral wahr und gebe es weiter. Sobald ich aber irgendwie spüre, dass es mich in meinem Inneren auch nur  ansatzweise berührt, so weiss ich mit grosser Wahrscheinlichkeit, dass ich nur denke wahrzunehmen, oder aber das eines meiner eigenen Muster gerade auch gespiegelt wird.

Und genau das ist der Grund, warum ich persönlich die oben genannten Punkte so wichtig finde. Und das ist auch der Grund, warum eine fundierte Ausbildung in diesem Bereich eben nicht eine Schnellbleiche von sechs Wochen sein sollte, sondern über Jahre dauern sollte. Selbst ich lerne bei jeder Einzelsitzung, bei jedem Jenseitskontakt und an jedem Seminarwochenende auch wieder neues über mich und meine Hellsinne. Dieser Prozess wird aus meiner Sicht nie beendet, sondern immer wieder vertieft.

Medial?

05.03.2018
Nicole Cupa Medium
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