spirituelle Geschichten

Seelengewitter der Tiere und Pflanzen

seelengewitter-der-tiere-und-pflanzen-childSeelengewitter

Gott war ärgerlich. Die kollektive Seele der Tiere und der Pflanzen war in Aufruhr. Das hätte eigentlich nicht geschehen dürfen. War es doch der göttliche Plan gewesen, dass alle Seelen jederzeit in der Lage sind, sich an die große Wahrheit zu erinnern. An die Wahrheit, dass alles, was geschieht Liebe ist, dass mit den Augen der Liebe gesehen nichts bleibt wie es ist und dass alles dem großen Wandel unterliegt und doch unwandelbar ist.

Also, was war passiert, dass sich zunehmend Verletzung, Angst und Unsicherheit an einem Platz manifestiert hatten, der dazu gedacht war, Freude und Frieden auszustrahlen?

Hier gab es sofortigen Handlungsbedarf

Gott rief seinen Vertreter, einen mächtigen Engel namens Zofiel zu sich und schickte ihn auf die Reise mitten in das Herz der verwundeten Seele, mit dem Auftrag, genau zuzuhören, was die einzelnen Seelen zu erzählen hätten. Es musste schnell ein Weg der Heilung gefunden werden.

So kam es nun, dass Gottes Vertreter sich auf den Weg machte. Der erste Eindruck war überwältigend. An jeder Ecke kochte und brodelte es und viele verunsicherte Tiere wollten sich zu Wort melden. Damit das Chaos nicht überhand nahm, bat Zofiel sie zu sich und versprach jeder Einzelnen von ihnen gut zuzuhören, was sie zu berichten hätten.

Zuerst meldete sich ein Tiger zu Wort. Grollend sprach er:

„ Zofiel, ich melde mich hier als Vertreter vieler Tiergenossen, die im Moment auf der Erde leben. Ich spreche für die Elefanten, die Gorillas, die Nashörner, die Pandas und vielen mehr. Den Glühwürmchen, den Spatzen, dem Schwarzstorch und unseren Brüdern und Schwestern im Meer und in den Flüssen, in der Luft, in den Wäldern und in den Ebenen. Wohin man auch schauen mag, kein Lebensraum auf der Erde ist mehr sicher für uns. Wir werden gejagt, vertrieben, getötet. Unser angestammter Platz wird uns genommen und unser Recht zu leben mit Füssen getreten.

Dann meldete sich grunzend ein Schwein und sprach:

„ Ich gehöre nicht zu den wilden Tieren, ich bin dazu gezüchtet worden, den Menschen als Nahrungskette zu dienen. Damit waren ich und meine Spezies auch einverstanden, doch so wie man uns heute behandelt, das ist verachtend und hinterlässt tiefe Spuren in unserer Seele. Wir werden eingezwängt, zum Fressen gezwungen, wir sehen weder das Tageslicht noch spüren unsere Füße den Boden der Mutter Erde unter sich.
In großen Gefährten werden wir zum Sterben gefahren und nicht einmal unsere letzten Minuten können wir in Würde verbringen sondern nur in Angst und Panik. Wir sehen nicht als letztes das große Licht, sondern unsere Augen erlöschen im Angesicht des Wahnsinns.

Das ist noch gar nichts, fiel ein kleines daunenweiches Küken ein. „ Stell dir vor, fast im selben Moment, an dem wir geboren werden, müssen wir schon wieder auf grausame Weise sterben. Nur weil wir das falsche Geschlecht haben und männliche Küken sind, wirft man uns lebendig in eine Maschine, die uns zerfleischt „.

Dann meldete sich ein sehr alter Baum zu Wort

Besonnen sprach er: „ Ich habe eine lange Zeit auf der Erde verbracht und viele meiner Artgenossen fallen sehen. Zu Beginn waren wir Teil einer mächtigen grünen Lunge, die den Planeten mit Sauerstoff versorgt hat. Doch zunehmend gibt es kahle Länder, die schonungslos der Sonne und dem Regen ausgesetzt sind und immer unfruchtbarer werden. Auch wir und unsere Pflanzengeschwister müssen mehr und mehr der Übermacht der Menschen weichen „.

Zofiel hörte sehr genau zu und er verstand den überwältigenden Schmerz dieser Geschöpfe. Er sprach: „ Hört zu, all meine Lieben. Ich kann mir vorstellen, was ihr durchmacht und ich weiß, wie leicht es da geschehen kann, sich von Gott getrennt zu fühlen. Doch das ist nicht wahr, ihr seid nicht getrennt und ihr könnt es niemals sein. Gott hat mich zu euch geschickt, um euch zu erinnern.

Vor langer Zeit hat sich ein Jeder und eine Jede von euch dazu bereit erklärt, genau in dieser schwierigen Situation zu inkarnieren. Es war euch ein Anliegen, den Menschen zu helfen, indem ihr ihnen zeigt, dass sie so nicht weiter leben können. Ihnen gehört Mutter Erde nicht. Auch sie sind Gäste und müssen eines Tages gehen.

Viele von ihnen haben das vergessen und benehmen sich wie die Herren der Schöpfung. Sie haben keine Achtung vor ihren Mitgeschöpfen und sie haben schon lange vergessen, der Mutter Erde für ihre Gaben zu danken.

Doch nicht alle sind so

Dank eurem Leid und eurer Hingabe wachen immer mehr von ihnen auf und erkennen den schrecklichen Irrtum, dem sie anheimgefallen sind. Sie versuchen Lösungen zu finden für die Misere. Sie haben erkannt, dass sie nicht nur ihren Mitgeschöpfen großes Leid zugefügt haben, sondern dass sie auch sich selbst der Schönheit und der Vielfalt berauben, wenn sie so weiterleben wie bisher.

Wer von den Menschen kennt noch die lauen Sommernächte, wenn Tausende von Glühwürmchen die Luft erhellen und an den Zauber längst vergessener Feen-Reiche erinnern? Wer würde nicht den Gesang der Vögel vermissen, wenn sie eines Tages still blieben und wie einsam wären viele Orte der Erde ohne die Anwesenheit der großen Wildtiere?

Ihr seht also, ihr seid keine Opfer, ihr wart und seid die Gestalter eures Schicksals

Ihr müsst euren Schmerz nicht mehr festhalten, er hat zu Größerem gedient. Pflanzen-und-Tiere-Mata-Fischer
Alles was jemals gelebt hat, in allen vergangenen Zeiten, jetzt und in aller Zukunft hat seinen ätherischen Platz hier in dieser Gruppenseele.
Niemand wird vergessen werden.
Einige von euch werden sich neu inkarnieren, einige die Form wechseln und vielleicht in anderen Planetensystemen Erfahrungen sammeln. Doch seid gewiss, ihr seid immer geborgen in der Liebe des Schöpfers und der Schöpfung. Zwischen ihm und euch kann es niemals eine Trennung geben.“

Während Zofiel so sprach, war die Unruhe einer meditativen Ruhe gewichen. Die Tiere spürten wieder den Atem der Ewigkeit und die Seele atmete aus – ganz tief –und Frieden kehrte ein.  

24.02.2019
Om shanti – Frieden
Mata

PS. Die kleinen Geschichten entstanden in der dunklen Zeit. Einige meiner Mitbetroffenen in der Klinik gaben mir immer wieder einmal 10 willkürlich ausgewählte Worte, die ich zu einer Geschichte zusammen fügte und nun gerne zur Verfügung stelle.

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