Aufstieg & Lernen Selbsthilfe - Übungen

Vergebung – Der Weg in die Freiheit

Herzluftballons im blauen HimmelVergebung – Der Weg in die Freiheit 

von Rosita Bannas 

Warum fühlen wir uns als Opfer?
Wie viele Menschen, habe ich in meinem Leben Situationen erlebt, wo ich mich verletzt, verlassen, zurückgewiesen oder in anderer Weise schlecht behandelt gefühlt habe. Wir sind mit Konzepten aufgewachsen, die Anderen sind schuld, wenn es uns schlecht geht. Die Anderen sind die Eltern, die Lehrer, der Partner, die Kollegen, die Nachbarn, der Staat, die Umstände usw.  Das Opfer –Täter Bild ist immer noch weit verbreitet. Oder wir fühlen uns schuldig, wenn wir die Erwartungen unserer Mitmenschen nicht erfüllen können, wir sind schlechte Eltern, schlechte Partner, schlechte Freunde ….  Wie oft kritisieren wir uns selbst, weil wir unseren eigenen Ansprüchen nicht genügen oder wundern uns,  von anderen kritisiert zu werden.
Seit 2003 arbeite ich als Feng Shui Beraterin und habe immer wieder festgestellt, dass es gerade im Bagua Familie und Vorfahren und im Bagua Beziehungen die meisten Blockaden gibt. Mit Feng Shui kann viel in Bewegung kommen und die Auflösung von Blockaden wird unterstützt, aber an die tieferliegenden Ursachen kommt man nur schwer ran. Diese alten Muster liegen tief in unserem Unterbewusstsein vergraben. Oft haben sie ihren Ursprung in unserer Kindheit oder in früheren Leben.

Wie entstehen unsere Opfergeschichten?
Ein Beispiel: Als wir Kind waren, hat uns ein Elternteil verlassen  oder uns nicht die Liebe gegeben,  die wir brauchten. Unsere Reaktion darauf war, dass wir glaubten, nicht liebenswert zu sein.  Wir haben, als wir noch sehr klein waren, die Überzeugung „ich bin nicht liebenswert“ angenommen. Diese Überzeugung ist  meist unbewusst und erzeugt immer wieder Situationen in unserem Leben, die dies wiederspiegelt. Das heißt, durch das Resonanzgesetz senden wir dies aus und wir bekommen immer wieder Beweise dafür, dass wir „nicht liebenswert sind“. Wir fühlen uns auch heute von Menschen, die uns wichtig sind, zurückgewiesen oder lieblos behandelt.
Wenn wir jedoch erkennen, dass unsere  bewussten und unbewussten Überzeugungen für das  verantwortlich sind, was uns ständig widerfährt, sind wir nicht länger Opfer.  Wir können selbst entscheiden, dass diese Überzeugungen nicht der Wahrheit entsprechen.  Wenn wir unsere Überzeugung ändern, wird sich auch unser Erleben ändern. 

Warum lohnt es sich zu vergeben?
 Es befreit uns aus unserem Opferdasein.  Wir erlösen uns selbst.  Was wir vergeben, verschwindet allmählich aus unserem Leben.  Vergebung befreit uns von unseren Leiden. Was übrig bleibt ist Freude, Gesundheit  und Glück. Denn das ist unser natürlicher Zustand.  Durch Vergebung werden wir frei, ein Leben nach unseren Vorstellungen zu erschaffen.  Anderen vergeben,  heißt im Grunde sich selbst zu vergeben. Und wenn wir uns selbst vergeben,  vergeben auch wir den anderen. Denn alles ist miteinander verbunden. Die Anderen konnten nur in unserem Leben sein, weil es etwas in uns gab, das Ihnen erlaubt hat, uns das „anzutun“. Aber im Grunde gibt es kein „da draußen“, denn alles im Außen ist nur eine Widerspiegelung unserer inneren Welt.

Wie können wir vergeben?
Wer hat schon versucht anderen oder sich selbst zu vergeben?  Es ist oft sehr schwierig und langwierig, vor allem, wenn es um tiefgreifende und dramatische Dinge geht, die uns widerfahren sind. Wir sind überzeugt, dass etwas Schlimmes passiert ist und fühlen uns als Opfer.
Mit den Methoden der Radikalen Vergebung nach Colin Tipping ist es einfach das Opferdasein hinter sich zu lassen.  Es erfordert  nur ein wenig  Bereitschaft und den Glauben, dass alles einen Sinn hatte und hat, auch wenn wir ihn im Moment noch nicht erkennen. Wenn wir die Möglichkeit zulassen, dass alles was wir durchlebt und durch litten haben, zu unserer Entwicklung und zu unserem Wachstum beigetragen hat, kann die Heilung unserer Wunden geschehen. Mit Ent-wicklung meine ich all die Schichten abzuwickeln, die uns von unserem wahren Wesen, unserem göttlichen Kern trennen.
Es ist an der Zeit, das Alte hinter sich zu lassen, die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und zu erkennen, wer wir wirklich sind. So können wir den nächsten Schritt gehen und der Meister unseres Lebens werden.
Zum Abschluss  möchte  ich ihnen den 4 Schritte Prozess der Tipping-Methode mitgeben.                                

Ein Beispiel: Sie sind vielleicht ärgerlich, weil Sie jemand kritisiert. Dann sagen Sie zu sich selbst:

  1. „Schau, was ich erschaffen habe!“ Sie könnten erkennen, dass Sie diese Situation unbewusst erschaffen haben und sich die Überzeugung „ich bin nicht gut genug“, oder eine andere dahinter verbergen könnte und dies nicht der Wahrheit entspricht.
  2. „Ich sehe, dass ich urteile und dennoch liebe ich mich.“ Es ist die Erkenntnis, dass wir die Situation bewerten, denn sonst würden wir uns nicht ärgern. Es ist aber auch die Aufforderung uns so zu lieben, wie wir sind. Denn wir sind liebenswert, auch in unserem unvollkommenen menschlichen Verhalten.
  3. „Ich bin bereit, die Vollkommenheit in der Situation zu sehen.“ Sie bekunden die Bereitschaft, dass das, was gerade passiert, zu unserer Heilung und zu unserer Bewusstwerdung beiträgt.
  4. „Ich entscheide mich für die Kraft des Friedens.“ Hiermit entscheiden Sie sich bewusst ihren Ärger loszulassen.

Somit können Sie Gefühle wie Ärger, Wut und Schuldzuweisungen auflösen. Probieren Sie es aus.  Auch Selbstvorwürfe und Schuldgefühle, die unsere Energie blockieren, können mit der Tipping-Methode geklärt werden. Als Ergebnis tragen Freude und Lebensenergie zur Entfaltung unseres vollen Potenzials bei. Sie unterstützt uns dabei, mit uns selbst und der Welt in Frieden zu kommen.
Ohne langwierige Prozesse, jahrelange Übung oder Therapie, unabhängig vom persönlichen Glauben und auch bei Skepsis funktioniert diese Methode bei allen Menschen, die bereit sind, sie auszuprobieren.
„Vergebung ist keine einmalige Sache, Vergebung ist ein Lebensstil.“ Martin Luther King
(c) www.rositabannas.de

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