Wie sieht dein Tier die Welt?

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Tierkommunikation-hund-matsch-pfuetze-dogWie sieht dein Tier die Welt?

Wie Tierkommunikation die unterschiedlichen Sichtweisen zwischen Mensch und Tier sichtbar macht

Komisch, die Menschen…
Manche Tiere wundern sich über die menschlichen Ansichten oder Verhaltensweisen. Das ist einer der interessanten Aspekte in der Tierkommunikation. Wenn Du dem Tier eine Frage stellst, oder etwas erklärst oder zeigst, wird diese Verwunderung, die die Unterschiede zwischen Mensch und Tier zeigt, deutlich.

Ein Beispiel:

Ein Hund wunderte sich sehr, als bei seiner Menschenfreundin –probeweise- Meerschweinchen in einem entsprechenden Käfig einzogen. Da dieser recht groß ist, stellte ihn diese auf ein Sideboard, so dass die Meerschweinchen nicht in Fusshöhe der Menschen standen sondern auf gleicher Höhe besser gucken konnten, ohne Angst.

Der Kommentar der Hündin dazu? „Warum stellst Du Futter auf den Schrank? Komisch, die Menschen…

Tierische Vorlieben und Eigenheiten

Jedes Tier hat seine Vorlieben und Eigenheiten, und es ist ein richtiger Ansatz nach diesen zu fragen. Oftmals gibt es nämlich, gerade bei Katzen, tatsächlich bestimmte Vorlieben, wo Futternapf, Kratzbaum und Katzenklo idealerweise stehen sollten (z.B. Futter und Wasserstelle getrennt, der Kratzbaum dort, wo die Katze auf ihren Wegen vorbeikommt oder nach draußen sehen kann), damit diese sich wohl fühlen und sie auch gern nutzen.

Manche Haustiere sind aufgrund ihrer bisherigen Lebenserfahrungen schlicht nicht gewohnt, dass der Tierhalter sie nach ihren Vorstellungen fragt, und ihre Meinung auch hören möchte.

Im normalen Alltagsgeschehen entscheidet der Mensch oft nach seinen Vorstellungen für das Tier mit, wobei auch bei guten Absichten leicht Missverständnisse entstehen können.

Bestimmt hast Du auch schon einmal vor Deinem Tier gestanden und Dich interessiert gefragt:

Warum machst Du das eigentlich?
Wie fühlt sich das an?
Und wofür ist es gut?
Warum machst Du es nicht auf eine andere Art, die ist doch viel einfacher um zu bekommen was Du möchtest?

Oder Du wunderst Dich, warum Deine Katze plötzlich unsicher ist, nicht mehr oft zuhause, oder Magenprobleme bekommt.

Im Tiergespräch kann sich dann herausstellen, dass sich das betroffene Tier nicht mehr sicher am Futterplatz fühlt, weil es den Artgenossen riecht, der hier kürzlich auch am Futterplatz stand und der viel größer und stärker ist.

Die Bedeutung des Geruches ist ein wichtiger Unterschied- Haustiere nehmen ihre Welt auch geruchlich intensiv wahr, und merken sehr wohl ob gelegentlich eine andere Katze zu Besuch kommt. Auch wenn Deine Katze sie nicht gesehen hat, aber gerochen.

Während der Geruch bei Deiner Wahrnehmung eher eine unbewusste Rolle spielt. „Jemanden gut riechen zu können“ ist dazu ein häufiger Sprachgebrauch. Bewusst nutzt Du als Mensch eher visuelle, auditive, oder haptische Sinneskanäle. Und dann kommen natürlich die Intuition, das Einfühlungsvermögen und die Hellsinne hinzu.

Diese Sinne sind bei Deinem Tier anders ausgeprägt- es hört, sieht oder riecht z.B. intensiver oder anders (beim Sehen gibt es z.B. weitere oder engere Blickwinkel und Gesichtsfelder beim Tier) als Du.

Wie Dein Tier die Umwelt erlebt

Gerade Katzen mit Freigang erleben außerdem auch Dinge außerhalb der Wohnung, mit Rivalen, Revierabgrenzung oder Katzenfreunden. Dein Hund oder Pferd erlebt Rangordnungskämpfe mit Artgenossen, oder ärgert sich über den schlechtgelaunten Pferdepfleger. Dein Pferd bekommt natürlich auch mit, ob die Reitbeteiligung zu ihm passt, oder die Reitlehrerin besonders streng oder fordernd ist.

Um zu erfahren, wie Dein Haustier die Welt sieht, kannst Du die Übung
Ein Tier in Relation zu seiner Umgebung wahrnehmen“ nutzen.
Lasse dir in dieser Übung vom Tier zeigen, wie es eine typische Situation aus seinem Leben (oder eine die Dich besonders interessiert) aus seiner Sicht erlebt.

  • Wie fühlt es sich an, an der Leine neben Dir zu gehen?
  • Den anderen Hund zu treffen?
  • Deinen Menschen beim Nach- Hause- Kommen zu begrüßen.
  • Ihn oder sie zu einem Spiel einzuladen.
  • Ihn oder sie zu sehen, wenn er/sie traurig oder fröhlich ist, oder fernsieht?

Mittels Tierkommunikation ein gegenseitiges Verständnis schaffen

Durch das sich einfühlen in Dein Tier entsteht Verständnis für die Eigenheiten aufgrund der Tierart und des Charakters Deines Tieres, und dieses Verständnis schafft Verbindung und Nähe.

Dies kannst Du auch umgekehrt machen:
Erkläre Deinem Tier, warum Du bestimmte Dinge tust oder tun möchtest. Z.B. dass es wichtig ist, dass Dein Hund auf Dich hört, weil Du nicht möchtest dass er sich oder andere im Straßenverkehr verletzt, und Du ihn damit (Höre bitte auf mich und komm´ zurück wenn ich Dich rufe) schützen möchtest.

Einzelne Kommandos kannst Du Deinem Tier mittels Tierkommunikation auch erklären, und dann weiter mit dem Training machen.

09.05.2020
Yvonne Sebestyen
www.versteh-dein-tier.de
email@versteh-dein.tier.de

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