Herausforderung Angsthund – wie geht man damit gut um?

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angst-hund-dogHerausforderung Angsthund – wie geht man damit gut um?

Ängstliche oder unsichere Hunde kennst Du vielleicht von Hunden aus dem Tierschutz, die aus schlechten Haltungsbedingungen kommen oder aus dem Ausland nach Deutschland transportiert wurden.
Wenn ein Hund auf der Straße gelebt hat, hat er i.d.R. wenig oder gar keinen positiven Kontakt zu Menschen gehabt. Ist er auf der Straße geboren worden, so macht auch der Hundewelpe keine positiven Erfahrungen mit Menschen, auf denen dieser später aufbauen könnte.

Was ist überhaupt ein sogenannter
„Angsthund“?

Ein Angsthund fällt oft sofort durch seine Körperhaltung auf. Es wirkt, als traute er sich zwischendurch kaum zu atmen vor Angst. Sichtbar zu werden, geschweige denn sich frei zu bewegen in Räumen oder unter Menschen, wie ein liebevoll sozialisierter Hund, der den Umgang mit Menschen positiv verknüpft hat.

Hunde, die auf der Straße geboren wurden oder eine Zeitlang nach einem Aussetzen auf der Straße auf sich gestellt überleben mussten, sehen Menschen oft als fremde Wesen an. Zu denen man lieber Abstand hält- denn gerade in anderen Ländern haben diese Hunde oft Gewalterfahrungen mit Menschen gemacht. Wurden vertrieben oder angegriffen, oder auch eingefangen.

Ein Straßenhund z.B. lernt Menschen oft nicht kennen. Er kennt schlicht kein Zusammenleben mit Menschen, weiß nicht, dass man ihnen vertrauen kann, dass es auch nette Menschen gibt und man Freundschaften schließen kann. Wurde der Hund ausgesetzt, kommen zusätzlich Verlassens- oder Trennungsängste durch das Erleben des Ausgesetzt- Werdens hinzu.

Wie fühlt sich so ein Hund?

Oftmals hat ein „Angsthund“ einfach Angst vor dem Unbekannten, oder vor allem und jedem um ihn herum. Und da er diese Angst sehr stark empfindet, behindert sie ihn, sich auf ein neues Leben mit Dir einzulassen, und das zu lernen, was er für einen Freizeithund braucht.

Er empfindet große Angst, die ihn überrollt und aus der er nicht mehr herauskommt. Das wirkt sich sehr behindernd auf Training oder eben das Lernen an sich aus, da der Hund für jeden dieser Schritte erst einmal seine Angst überwinden oder sich ihr stellen muss.
Wenn Du verstehst, woher die Angst kommt und in welchen Situationen sie auftritt kannst Du Deinen Hund darin besser unterstützen.

Dein Angsthund ist bei Dir angekommen. Wie kannst Du ihn nun auf sein neues Leben als Freizeithund am besten vorbereiten?

1. Ankommen & Erden

Wenn der Hund Angst empfindet oder traumatisiert ist, wirkt sich dies auch körperlich aus. Der Körper ist angespannt, ebenso das Nervensystem. Diese Dinge können sichtbar sein wenn der Hund am ganzen Körper zittert, oder unter sich macht. Oder in weniger starker Form: Der Hund klemmt den Schwanz deutlich unter den Körper ein, läuft geduckt, zieht den Kopf ein oder zeigt Beschwichtigungssignale wie den Blick abwenden.

Diesen Stress abzubauen schaffen Hunde z.B. gut durch Laufen (an der Laufleine), durch das Etablieren eines Entspannungshalstuches oder einer Entspannungsdecke (mittels Verhaltenstraining), durch das Etablieren eines „Es ist sicher“- Wortes (mittels Tierkommunikation) oder durch eine regelmäßige Reiki- Gabe (in die Nierengegend).

2. Einfühlsame Kommunikation

Beobachte Deinen ängstlichen Hund fein, um mehr darüber herauszufinden, wie er sich im Zusammenleben mit Dir, in allen neuen Situationen, in dem was er noch nicht gut kennt, fühlt.

Nimm Deinen Hund wahr, wenn Du Dinge mit ihm erlebst oder etwas ausprobierst- was kommt gut an, was nicht? Lasse Dir so von Deinem Hund zeigen, womit er schon umgehen kann. Und was er von Dir braucht, um einen besseren Umgang mit den angstauslösenden Dingen zu finden.

Mache Dein Herz warm und weich, und nutze die Ein- Wege- Kommunikation, um Deinem Hund das Sicherheitswort per Tierkommunikation zu übermitteln, oder ihm mitzuteilen, dass er Dir vertrauen kann.

3. Dennoch klare Führung des Menschen

Der erste Stolperstein beim Umgang mit einem ängstlichen Hund ist es, dass Du ihn in Watte packen möchtest. Du möchtest ihm alle Liebe geben, die Du hast. Leid von ihm fernhalten. Es ist menschlich, dass Du als Mensch trösten möchtest, wenn der und Angst zeigt.

Beim Hund kommt dadurch jedoch oft an: „Oh. Mein Mensch hat auch Angst. Also muss es RiCHTIG SCHLIMM sein, und ich muss auf jeden Fall Angst haben. Meine Angst ist berechtigt.“ Die Angst des Hundes wird dadurch eher bestätigt und verstärkt, als dass er sich sicher fühlt.

Besser ist:
Du zeigst dem Hund, wie er sich seiner Angst stellen kann, und hilfst ihm da raus. Dafür ist es im ersten Schritt wichtig, sich selbst zu vertrauen und Sicherheit auszustrahlen. Denn ein ängstlicher Hund merkt noch mehr, wenn Du selbst Angst hast.

4. Erkennen, wann taucht die Angst auf?

Beobachte fein, in welchen Situationen die Angst Deines Hundes auftaucht. Reagiert er in allen neuen Situationen ängstlich? Oder nur in bestimmten? Was macht diese Situationen aus? Wenn Du in dieser Situation etwas veränderst: Was verstärkt, was vermindert die Angstreaktion?

5. Grenzen setzen und Unterstützung geben, für mehr Sicherheit

Sorge dafür, dass Dein Hund hundgemäße Unterstützung von Dir bekommt, in Situationen, in denen er ängstlich oder unsicher ist. Ein Angsthund sollte das Regeln schwieriger Situationen an Dich abgeben lernen. Setze ihm Grenzen, wo dies wichtig ist. Eine klare und gewaltlose Kommunikation gibt Deinem Hund ebenfalls Sicherheit.

Achtung: Manche Hunde haben bei lauter Stimme, oder dem Heben des Armes Angst, da sie sich an gewaltsame Situationen, oder eine Bestrafung vom Menschen erinnert fühlen. Stimme Deine verbale Kommunikation mit dem Hund auf diesen Umstand ab.

6. Gemeinsam (kontrolliert) neue Situationen üben

Hilf Deinem Hund, gemeinsam mit Dir, seinen neuen Lebensbereich zu erkunden. Wenn ihr schwierige Situationen übt, wo es kontrolliert möglich ist, baut das Euer Vertrauen zueinander und das Selbstvertrauen des Hundes auf.

Dem Angsthund sein neues Leben erklären

Gerade für Angsthunde eignet sich eine Kontaktaufnahme mittels der telepathischen Kommunikation mit Tieren sehr gut.

  Die telepathische Kontaktaufnahme kannst Du außerdem ohne Körperkontakt machen, der Hund muss dafür nicht angefasst werden und kann den Abstand zum Menschen wahren, bei dem er sich wohl fühlt.
Übung: Denke an Dein Tier, und mache Dein Herz warm und weit und fühle Dich verbunden mit Deinem Tier.

Denke an die folgenden Worte, und stelle Dir vor, wie Du sie dem Tier in dieser Wärme bewusst sagst: „Du bist hier in Deutschland. Hier leben Menschen mit Hunden als Freunde zusammen. Niemand tut dir etwas, solange ich bei Dir bin. Wenn wir zum Arzt müssen, erkläre ich Dir, warum. Bei mir ist es sicher, und in der Wohnung/im Haus auch. Darauf kannst Du vertrauen.

11.11.2020
Yvonne Sebestyen
www.versteh-dein-tier.de
email@versteh-dein.tier.de

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