Weisheit

Krishnamurti – authentisch Erkenntnisse selbstlos in die Tat umsetzen

wasser-steine-balanceKrishnamurti authentisch Erkenntnisse selbstlos in die Tat umsetzen

Mein Freund Krishnamurti.
In diesem Beitrag geht es um einen Mann, der ein höchst bemerkenswertes Leben führte. Seine einzigartige Authentizität beruht insbesondere darauf, dass er die wertvollen Erkenntnisse, welche er an seine Mitmenschen zu vermitteln versuchte und für die er äußerst zielstrebig eintrat, selbstlos in die Tat umsetzte. Einen schwerwiegenden Widerspruch zwischen Theorie und Praxis sucht man in diesem Fall vergeblich – dieser Mensch lebte seine Lehre und fungierte somit als lebendiges Beispiel für die tatsächliche Anwendbarkeit seiner Botschaft.

Jiddu Krishnamurti (im Text gelegentlich mit JK abgekürzt) gilt als einer der größten spirituellen Lehrer des 20. Jahrhunderts.
Er erblickte am 12. Mai 1895 in Indien als achtes Kind seiner Eltern das Licht der Welt.

Krishnamurti

Bild Quelle: https://wiki.yoga-vidya.de/Krishnamurti

Als er 10 Jahre alt war, starb seine Mutter. Schon als Kind fiel Krishnamurti durch eine außergewöhnliche Ausstrahlung auf, doch aufgrund seines introvertierten Wesens und mangelhafter Motivation im Schulunterricht schätzten seine Lehrer ihn als geistig zurückgeblieben ein.
Die Theosophische Gesellschaft, eine einflussreiche okkulte Organisation, erkannte das enorme Potential des Jungen und erwählte ihn bereits im Jahre 1910 zum „Weltlehrer“, von dem erwartet wurde, die theosophischen Lehren weltweit zu verbreiten. Man bereitete ihn sorgfältig auf diese Aufgabe vor und gründete den „Orden des Sterns im Osten“, zu dessen Leiter Krishnamurti ernannt wurde.

Auflösung des Ordens
Am 3. August 1929 – im Alter von 34 Jahren – löste Krishnamurti schließlich durch eine Rede vor 3.000 Mitgliedern den für ihn gegründeten Orden auf.

Im Folgenden Ausschnitte aus seiner äußerst eindrucksvollen Ansprache:

„Ich behaupte, dass die Wahrheit ein unwegsames Land ist und dass es keine Pfade gibt, die zu ihr hinführen – keine Religion, keine Sekten. Das ist mein Standpunkt, den ich absolut und bedingungslos vertrete. Die Wahrheit ist grenzenlos, sie kann nicht konditioniert, sie kann nicht auf vorgegebenen Wegen erreicht und daher auch nicht organisiert werden. Deshalb sollten keine Organisationen gegründet werden, die die Menschen auf einen bestimmten Pfad führen oder nötigen. (…) Ich möchte keiner spirituellen Organisation, ganz gleich welcher Art, angehören, und ich bitte euch, das zu verstehen. (…)
Solche Organisationen verkrüppeln das Individuum, hindern es daran zu wachsen und seine Einzigartigkeit zu leben, die ja darin liegt, dass es ganz allein diese absolute, uneingeschränkte Wahrheit entdeckt. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass ich mich – da ich der Präsident des Ordens bin – entschlossen habe, den Orden aufzulösen. (…) Das ist keine großartige Tat, denn ich will keine Jünger oder Anhänger; ich meine das so, wie ich es sage. In dem Moment, in dem man beginnt, jemandem zu folgen, hört man auf, der Wahrheit zu folgen. Es ist mir gleich, ob ihr auf meine Worte hört oder nicht. Ich will in dieser Welt etwas ganz Bestimmtes tun, und ich werde es unbeirrbar tun.

Es geht mir um eine einzige, wesentliche Angelegenheit: Die Befreiung des Menschen. Ich will ihn von allen Begrenzungen, allen Ängsten befreien. (…) Ich habe keine Jünger, keine Apostel; weder auf der Erde noch auf der spirituellen Ebene. (…)
Ich will den Menschen befreien, damit er sich wie ein Vogel in den klaren Himmel erheben kann, unbelastet, unabhängig, ekstatisch in dieser Freiheit. (…)
„Wie viele Mitglieder hat Ihre Organisation?“ Das ist die erste Frage, die ich von jedem Zeitungsreporter gestellt bekomme. „Wie viele Anhänger haben Sie? Aufgrund der Anzahl werden wir uns ein Urteil darüber bilden, ob das, was Sie sagen, wahr ist oder nicht.“ Ich weiß nicht, wie viele es sind. Es interessiert mich nicht. (…)

Ihr habt außerdem die Vorstellung, dass nur ganz bestimmte Menschen den Schlüssel zum Königreich der Glückseligkeit besitzen. Niemand besitzt ihn. (…) Dieser Schlüssel ist euer inneres Selbst. (…) Ihr seht also, wie absurd dieses ganze Gebäude ist, das ihr errichtet habt – eure Suche nach Hilfe von außen, eure Abhängigkeit von anderen, die für euer Wohlbefinden, euer Glück, eure Stärke sorgen sollen. All das könnt ihr nur in euch selbst finden. (…)
Ich habe mich nun entschlossen, den Orden aufzulösen, dessen Leiter ich zufällig bin. Ihr könnt andere Organisationen gründen und auf jemand anders warten. Damit habe ich nichts zu tun. Ich habe kein Interesse daran, neue Gefängnisse zu errichten und neue Dekorationen für diese Gefängnisse zu kreieren. Mein einziges Interesse liegt in der absoluten, uneingeschränkten Befreiung des Menschen.“

Krishnamurti vs. Konditionierung

Wer die zahlreichen Bücher von Krishnamurti studiert hat (in erster Linie Aufzeichnungen seiner Vorträge), dem wird aufgefallen sein, dass er niemals andere Menschen zitiert, um seine eigenen Ausführungen zu unterstreichen. Obwohl bekannt war, dass er eine große Zuneigung bspw. für den Buddha verspürte, betonte er bei jeder Gelegenheit die Notwendigkeit der eigenständigen und unbeeinflussten Suche nach spiritueller Wahrheit.
Wie im Zitat bereits deutlich wurde, weigerte sich Krishnamurti, selbst die Rolle eines übergeordneten „Meisters“ einzunehmen, was seine Bewunderer selbstverständlich nicht davon abhielt, ihn als solchen zu betrachten.

Für seine kompromisslose Ablehnung jeglicher Autorität wurde Krishnamurti von einigen anderen spirituellen Lehrern kritisiert, die den Einfluss eines „Gurus“ für notwendig oder zumindest potentiell hilfreich erachteten.
Es ist gerade diese völlige Losgelöstheit und Unabhängigkeit seiner Lehre von allen traditionellen Konzepten, die ihn zu einem höchst unkonventionellen und dafür umso effektiveren Lehrer macht.

Ein immer wiederkehrendes Thema in seinen Vorträgen und Büchern ist die Konditionierung des Menschen und all die Einschränkungen, die damit einhergehen. Die Anpassung an vorgegebene Muster hindert uns häufig daran, das uns innewohnende Potential zur Entfaltung zu bringen. Ebenso erläuterte JK immer wieder die Möglichkeit, sich von dieser gesellschaftlichen Prägung zu befreien. Nur darin liegt wahre Kreativität.

Selbsterkenntnis

Niemals verlor Krishnamurti in seinen Ausführungen den praktischen Bezug zum alltäglichen Dasein seiner Mitmenschen. Obwohl er selbst im Laufe seines Lebens tiefe spirituelle Erfahrungen machte (u. a. erlebte er Nachtodkontakte und außerkörperliche Erfahrungen), enthält seine Lehre kaum mystische Aspekte, sodass sie u. a. auch vielen Wissenschaftlern leicht zugänglich war.

Für JK besteht Selbsterkenntnis darin, sich durch aufmerksame Beobachtung des eigenen Innenlebens (Gedanken, Gefühle etc.) seiner eigenen Motive und der daraus resultierenden Handlungen bewusst zu werden. Er betrachtete zwischenmenschliche Beziehungen (also das Verhalten im Umgang mit anderen Menschen) und die Beziehung zur Natur als besonders gut geeignet, um eine kritische Selbstbetrachtung vorzunehmen, daraus Erkenntnisse zu gewinnen und eine Transformation auf der praktischen Ebene herbeizuführen. Diese Wandlung beginnt stets im eigenen Innern, woraufhin sich das äußere Spiegelbild des inneren Zustands in der physischen Welt manifestiert – im Klartext: Chaos im Menschen, Chaos in der Welt… Harmonie im Menschen, Harmonie in der Welt. (JK: „Du bist die Welt!“) Nur durch eine Transformation des Individuums ist schließlich eine wahre Revolution des kollektiven menschlichen Bewusstseins möglich. Um es in Goethes Worten auszudrücken:

„Jeder kehre vor der eigenen Tür und die Welt ist sauber.“

Vom Werden zum Sein

Eines der zentralen Probleme des menschlichen Lebens liegt laut JK in der offensichtlichen Tatsache, dass sich die meisten Menschen in einem Bewusstseinszustand des Strebens nach Mehr befinden. Während unsere heutige Leistungsgesellschaft Eigenschaften wie Ehrgeiz als lobenswert und effektiv erachtet, legte Krishnamurti die Fatalität offen:

„Ehrgeiz ist Angst”

Was hat Ehrgeiz in der Welt angerichtet? Nur wenige Menschen haben je darüber nachgedacht. Wenn sich jemand anstrengt, einen anderen zu übertrumpfen, wenn jeder versucht, sich durchzusetzen, zu gewinnen – sind Sie je dahintergekommen, wie es im Herzen dieser Menschen aussieht? Wenn Sie in Ihr eigenes Herz schauen und sehen, wann Sie ehrgeizig sind, wann Sie sich bemühen, jemand zu sein, im spirituellen Bereich oder in der Welt, werden Sie feststellen, dass der Wurm der Angst darin haust. Der ehrgeizige Mensch ist der Ängstlichste von allen, denn er fürchtet sich davor zu sein, was er ist, weil er sagt: „Wenn ich einfach nur bin, was ich bin, dann werde ich nichts sein. Deshalb muss ich ‚jemand‘ werden, ich muss Ingenieur werden, Lokomotivführer, Richter, Minister.“ “

In den Augen Krishnamurtis wirken sich die ständigen Vergleiche, wie sie in unserer Gesellschaft üblich sind, besonders schädlich auf die Entwicklung eines Menschen aus. Ein Kind hinsichtlich seiner erbrachten Leistungen mit einem anderen Kind zu vergleichen und es auf diese Weise unter Druck zu setzen (wie es täglich überall auf der Welt geschieht), stufte Krishnamurti als geistige Vergewaltigung ein.

Erinnerungen sind wertlos

Zudem erkannte er, dass die meisten Menschen auf neue Lebenssituationen ausschließlich vor dem Hintergrund ihrer Gewohnheit reagieren. Sie sehen ihre Mitmenschen durch die Gitterstäbe konditionierter Gedanken, sodass eine echte zwischenmenschliche Beziehung schlichtweg im Keim erstickt wird.
Das Gedächtnis und darin abgespeicherte Geschehnisse aus der Vergangenheit verhindern die von JK empfohlene Unvoreingenommenheit, mit der wir den Herausforderungen des Lebens begegnen sollten. Doch wir tragen die Last vergangener Erfahrungen mit uns herum und können so den Anforderungen der Gegenwart nicht gerecht werden.

Ein Beispiel: Wenn ich einen Menschen nur durch den Schleier der Erinnerungen sehe, die mir vielleicht vor Augen führen, dass diese Person mich einst beleidigt hat, dann mache ich das einstige Verhalten dieser Person zu einer beständigen Identität. Dies ist eine verheerende Illusion, die alte Konflikte aufrechterhält und sich vergiftend sowohl auf die eigene Psyche als auch auf den Körper auswirken kann (je nach Intensität kann Groll in der Tat gesundheitsschädlich sein). Besonders bedeutsam ist diese Erkenntnis natürlich in Bezug auf jene Menschen, mit denen wir eine langjährige Vergangenheit teilen. Wenn es mir gelingt, meinen Mitmenschen vollkommen neu zu betrachten, als würde er mir zum ersten Mal begegnen, ohne negative Erinnerungen abzurufen und mich in meinem Verhalten von ihnen beeinflussen oder gar leiten zu lassen, dann transzendiere ich jegliche Trennung und ermögliche eine Erneuerung, die auf Liebe und Mitgefühl basiert.

Liebe

Die Liebe war innerhalb seiner Lehre stets von großer Bedeutung. JK verstand es, seinen Zuhörern einen Spiegel vorzuhalten, in dem sie überprüfen konnten, ob das, was sie als Liebe bezeichneten, diesen Titel wirklich verdient hatte. In den allermeisten Fällen, so JK, handelt es sich nicht um Liebe, sondern um ein Abhängigkeitsverhältnis, gegenseitiges Ausnutzen und somit um Flucht vor der Einsamkeit.
„Ich liebe meine Frau, solange sie an meiner Seite bleibt. Wenn sie mich verlässt, verwandelt sich meine Liebe in Hass. Das ist keine Liebe!“, so JK sinngemäß. Wirkliche Liebe besteht ohne Erwartungen und ist bedingungslos.

Freiheit von Gedanken

Krishnamurti vermochte die Unzulänglichkeit des menschlichen Verstandes mit erstaunlicher Klarheit aufzuzeigen. Der Zwang, sämtliche Sinneswahrnehmungen zu benennen, kategorisch einzuordnen und zu bewerten, macht es dem Menschen nahezu unmöglich, die wahre Tiefe des Lebens zu erkennen. So lebt er nur in einer begrifflichen Dimension, einer Welt der gedanklichen Konzepte und verwechselt seine Interpretation der Wirklichkeit – eine völlige Illusion – mit der tatsächlichen Wirklichkeit. Krishnamurti selbst genoss es regelmäßig, stundenlang ohne einen einzigen Gedanken in völliger Stille zu verweilen. Diese Stille betrachtete er als die Quelle schöpferischer Kreativität. Er liebte ausgiebige Spaziergänge in der Natur. Offenbar war es ihm dadurch auch möglich, in eine non-verbale Kommunikation mit der Tierwelt zu treten, zu der durchschnittliche Menschen in der Regel nicht in der Lage sind. Es wird berichtet, dass sich die wilden Tiere Indiens in Krishnamurtis Gegenwart ungewöhnlich friedvoll und angstfrei verhielten.

Die Tücken der Identifikation

Die Kompromisslosigkeit Krishnamurtis wird im folgenden Zitat zum Ausdruck gebracht:

„Wenn Sie sich als Inder oder Moslem oder als Christ oder Europäer oder irgendetwas anderes bezeichnen, dann sind Sie gewalttätig. Verstehen Sie, warum das gewalttätig ist? Weil Sie sich vom Rest der Menschheit abspalten! Wenn Sie sich durch Glauben, durch Nationalität, durch Tradition abspalten, ruft das Konflikte hervor. So gehört ein Mensch, der Gewalt zu überwinden sucht, nicht zu einem bestimmten Land, zu irgendeiner Religion, einer politischen Partei oder einem besonderen System; sein Anliegen ist es, die Menschheit als Ganzes zu verstehen…
Solange es Nationalismus gibt, solange du glaubst, Deutscher, Russe oder Amerikaner zu sein, ausschließlich einer bestimmten Nation anzugehören, solange wird es Kriege geben. Solange du Christ bist und ich bin Hindu oder du bist Muslim und ich bin Buddhist, ist die Voraussetzung für Krieg geschaffen.

Solange du ehrgeizig bist, die Spitze deiner Gesellschaft erreichen willst und nach Leistung und Erfolg strebst, wirst du ein Auslöser des Krieges sein.”

Dem ist inhaltlich nichts hinzuzufügen.

Obwohl JK die typischen Illusionen des menschlichen Lebens eher gnadenlos zu zerschmettern pflegte, fehlte es seinem unmittelbaren Umgang mit Menschen niemals an Empathie und emotionaler Wärme. Einigen seiner Gesprächspartner hielt er liebevoll die Hand, während er zu ihnen sprach. Er trat seinen Mitmenschen ausnahmslos mit großer Höflichkeit und Respekt gegenüber. Enge Vertraute heben in ihren Erzählungen außerdem eine stark ausgeprägte Lebensfreude und herzhaften Humor hervor – ganz zu schweigen von einer Anziehungskraft, Würde und Schönheit in seiner physischen Erscheinung, die auch von männlichen Freunden und Bekannten immer wieder betont wird. Besondere Fähigkeiten wie die Gabe des Heilens, häufige Einblicke in außersinnliche Wahrnehmungsbereiche und die Tatsache, dass er von sehr vielen Menschen als großer Erleuchteter angesehen und geradezu verehrt wurde – all das konnte nichts daran ändern, dass Krishnamurti kein gedankliches Selbstbild kreierte, sich selbst keine Wichtigkeit beimaß, nur ungern über persönliche Erfahrungen sprach und stets bescheiden blieb.

Kein Widerstand

Widerstandslosigkeit gilt als bedeutendes Merkmal einer Lebensführung, die von wahrhaftiger spiritueller Praxis geprägt ist. Die völlige Akzeptanz dessen, was ist, führt zu einem unerschütterlichen inneren Frieden.
In anderen Beiträgen habe ich bereits zu verdeutlichen versucht, dass das reine Bewusstsein, das wir essentiell sind, völlig unabhängig von sämtlichen physiologischen Umständen ist und von keinem Ereignis jemals berührt werden kann. Krishnamurti brachte diese Erkenntnis mit einfachen, aber sehr kraftvollen Worten auf den Punkt:

„Ich habe nichts gegen das, was geschieht.“

Danke für die Inspiration!

Wenn es darum geht, in der jüngeren Geschichte der Menschheit eine möglichst unkonditionierte Person ausfindig zu machen, ist Krishnamurti der erste Mensch, der mir diesbezüglich in den Sinn kommt.
Durch seine ausgereifte Achtsamkeit entging ihm nichts. Was sein Geist erforschte, das durchdrang er vollständig. Die Klarheit seines Verstehens bzgl. der Zusammenhänge und Dramen des menschlichen Lebens ist wahrhaft überwältigend.
Möge das wertvolle Vermächtnis dieses großartigen Mannes auch in Zukunft weiterhin viele Menschen inspirieren, so wie es mich inspiriert hat.

Jiddu Krishnamurti starb am 12. Februar 1986 in Kalifornien im Alter von 90 Jahren.

22.05.2018
Simon Bartholomé

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1 Kommentar

  • Das gilt alles – wenn überhaupt – nur für die Sache der reinen spirituellen Entwicklung, die jeder selbst durchleben muss. Aber auch nur aus dieser einen Perspektive heraus. Wenn ich aber beispielsweise eine Umweltinitiative gründe, gilt das schon nicht mehr.

    Sich zu organisieren ist ein sozial wichtiges Schlüsselverhalten, welche – spirituell richtig der Sache nach ausgerichtet – zur Emanzipation des Menschen erheblich beitragen kann.

    Viele spirituelle, energetische Einsichten kann man überhaupt erst im organisierten Zusammenspiel und Agieren mit anderen Menschen begreifen und sich bewusst machen. Es kann die eigene geistige Entwicklung erleichtern und befördern.

    Religionen und Sekten hingegen sind eine sehr spezielle Form von Organisation, die oft eher auf eine Art konditioniertes Verhalten, Personenkult, Götzenverehrung, Gurus u.ä. hinaus laufen, anstatt auf echte Befreiung. Bekanntermaßen ist ja sogar der buddhistische Klerus is Thailand arg in Beruf verraten – siehe hier:
    http://www.hh-violette.de/wp-content/uploads/2017/04/Gier-mit-göttlichem-Segen.pdf

    Kapital frisst Hirn, leider mal wieder…

    Mehr zu dem Themenkomplex findet man ansonsten hier:
    http://www.hh-violette.de/wohin-falsch-verstandene-spiritualitaet/

    Gruß aus Hamburg
    Holger

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