Wertvorstellungen

Brücke am Meer

Wertvorstellungen und Glaubenssätze-2_TreppenWertvorstellungen und Glaubenssätze – Menschen und Illusionen

Wertvorstellungen sind eng verbunden mit Glaubenssätzen der Menschen, die einzelne oder Gruppen als Vorstellungen oder Qualitäten zu Beziehungen, Ideen oder Gegenständen entwickeln. Werte schaffen die individuelle Grundlage für Entscheidungen und Handlungen. Werte schaffen Motivation und bestimmen zum Beispiel die Richtung menschlicher Anstrengungen, wie Aufwendungen für Zeit und Tätigkeiten, Geld verdienen und so weiter. Mit Hilfe der persönlichen Wertevorstellungen wählen Menschen also Handlungsweisen aus und „bewerten“ sie. Werte definieren auch den Wunsch nach dem was oder wie etwas sein sollte.

Der Mensch versucht seine ganz persönliche Richtung als ganz bestimmte Zukunft zu erkennen. Das Handeln wird so ausgerichtet, dass die Wahrscheinlichkeit der gewünschten Zukunft erreicht werden kann. Dinge, die dem Ziel nicht förderlich erscheinen, werden vermieden. Werte und damit verbundene Bewertungen geben die Sinnhaftigkeit wieder bezüglich Aktivitäten und deren Einordnung. Ob bewusst oder unbewusst, erlebt der Mensch seine Werte als Richtungsweiser.  Sie sagen ihm, das ist gut oder schlecht, wünschenswert oder nicht.

Werte sind keine Glaubensätze. Doch es ist höchst wahrscheinlich, dass sich bei den meisten Menschen zu jedem Wert ein Glaubenssatz gesellt. Sparsamkeit als Wertvorstellung kann zum Beispiel den Glaubenssatz begleiten „Ich muss mein Geld zusammenhalten“.

Werte lassen sich in individuelle Werte und kollektive Werte einteilen. Desweiteren unterscheiden wir äußere Werte (Gesetze, Freiheit, liberale oder konservative Werte, Geld, etc.), die eine Funktion als Wert erfüllen. Innere Werte erleben wir als Glück, Liebe, Freundschaft, Harmonie, Geselligkeit, Disziplin, Druck. Werte sind Bestandteil unserer sozialen Handlungen. (Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Vertrauen). Gesundheit und Fitness sind körperbezogene Werte. Weisheit, Bildung, Wissen verbinden wir mit unserer geistigen Entwicklung.

Oftmals kommt es zu Wertekonflikten. Diese entstehen, wenn Handlungen sich nicht in Übereinstimmung mit Werten befinden, wie z.B.: Ich will ehrlich sein, aber…….

Eingeschlagene Lebensrichtungen werden verlassen. Wer dies vermeiden will, sollte sich also bewusst mit seinen Glaubenssätzen und seinen Werten auseinandersetzen.

Geäußerte Reflexionen eigener Werte können Mixturen aus Rationalisierungen, idealisiertem Selbstbild und verzerrten Selbstbeobachten sein. Es wundert also nicht, dass oft genannte Werte, die der Mensch als wichtig erachtet, tatsächlich in seinem Leben nicht realisiert, gelebt werden. Dieser Widerspruch wird leicht verständlich, wenn in bewusst wahrgenommen und unbewussten Werten gedacht wird. Jeder Mensch hat seine Prioritätenliste seiner wichtigsten bewussten Werte; dass seine unbewussten Werte mit seinen bewussten kollidieren, wird selten wahrgenommen.

Vielleicht liegt hierin das Geheimnis, warum Menschen intuitiv nicht als authentisch erlebt werden.

Uwe Taschow

Autor

5. Juni 2013.

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