Aura sehen lernen – Zwischen Faszination und Realität – unsere Haltung zur Aura
Aura sehen lernen ist ein häufig gesuchtes Thema im Bereich Spiritualität und Bewusstsein. Dieser Beitrag erklärt fundiert, ob und wie Menschen eine Aura wahrnehmen können, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse existieren und wie sich Wahrnehmung von Projektion unterscheiden lässt. Dabei verbindet der Artikel spirituelle Erfahrung mit kritischer Einordnung und praktischer Anleitung.
Aura sehen lernen bedeutet nicht, plötzlich farbige Energiefelder zu „sehen“, sondern die eigene Wahrnehmung zu verfeinern. Erste Eindrücke entstehen meist über peripheres Sehen, Sensibilität und Interpretation – nicht über objektiv messbare Farben. Mit Übung kann jeder lernen, subtile Ausstrahlung bewusster wahrzunehmen.
Für eine sachliche Grundlage zur Frage, was die Aura überhaupt ist, lohnt sich der Blick auf den Beitrag Aura verstehen – Funktion, Energiefeld und wissenschaftliche Perspektiven.
Kann man eine Aura wirklich sehen?
Die ehrliche Antwort lautet: Ja – aber nicht so, wie es oft dargestellt wird.
Viele erwarten:
- klare Farbschichten,
- leuchtende Konturen,
- sofort sichtbare Energiefelder.
Das ist die Illusion.
Was tatsächlich passiert:
- Das Auge nimmt feine Lichtveränderungen wahr.
- Das Gehirn interpretiert diese Signale.
- Bewusstsein übersetzt sie in Bedeutung.
Du siehst nicht einfach eine Aura. Du lernst, Wahrnehmung zu lesen.
Was du wirklich wahrnimmst – die drei Ebenen

Wenn Menschen beginnen, eine Aura zu sehen, erleben sie meist drei Dinge gleichzeitig:
1. Optische Effekte
Leichte Lichtschleier oder Konturen entstehen durch:
- Kontraste,
- Nachbilder der Netzhaut,
- peripheres Sehen.
Das ist real – aber kein „Beweis für Energie“ im esoterischen Sinn. Es ist zunächst ein optisches Phänomen.
2. Energetische Wahrnehmung
Viele spüren gleichzeitig:
- Nähe oder Distanz,
- Wärme oder Spannung,
- Sympathie oder Unruhe.
Das ist oft der eigentliche Kern der Aura-Erfahrung: ein feines Spüren von Stimmung, Präsenz und innerer Verfasstheit.
3. Mentale Interpretation
Das Gehirn übersetzt Eindrücke in:
- Farben,
- Bedeutungen,
- emotionale Bilder.
Hier beginnt der Unterschied zwischen Wahrnehmung und Projektion. Was du „siehst“, ist immer auch geprägt von deinen Erfahrungen, Bildern und Erwartungen.
Wie sich diese Ebenen im Zusammenhang von Bewusstsein und Wirkung zeigen, beschreibt ausführlicher der Essay Aura und Bewusstsein – Warum dein Energiefeld mehr ist als nur Energie.
Die größte Illusion – und warum sie so überzeugend ist
Der größte Fehler besteht darin, zu glauben, man sehe objektive Farben.
In Wahrheit gilt:
- Wahrnehmung ist immer subjektiv.
- Farben sind Interpretation.
- Bedeutung entsteht im Bewusstsein.
Das macht die Aura nicht „falsch“ – aber es macht sie deutungsbedürftig. Wer dies versteht, kann mit Aura-Wahrnehmung reifer und verantwortlicher umgehen.
Aura sehen lernen – eine klare Anleitung ohne Esoterik
Wenn du Aura sehen lernen willst, beginne nicht mit Glauben – sondern mit Wahrnehmung.
Übung 1: Der weiche Blick
- Setze dich vor eine helle, ruhige Wand.
- Strecke deine Hand aus oder betrachte deinen eigenen Körperumriss.
- Schau nicht direkt auf den Rand, sondern leicht daneben (peripherer Blick).
Nach kurzer Zeit erkennst du oft feine Konturen oder ein leichtes Flimmern.
Wichtig: Das sind zunächst optische Effekte – sie helfen dir, deinen Blick zu entspannen und feiner hinzuspüren.
Übung 2: Kontrast nutzen
- Bitte eine Person, sich vor einen dunklen Hintergrund zu stellen.
- Nutze gedämpftes, gleichmäßiges Licht.
- Halte deinen Blick entspannt auf Schulter- oder Kopfbereich gerichtet, ohne zu starren.
Nach 20–30 Sekunden erscheinen oft helle oder leicht farbige Ränder.
Auch hier gilt: Ein Teil ist optischer Kontrast, ein Teil ist beginnende energetische Wahrnehmung – beides darf da sein.
Übung 3: Wahrnehmung protokollieren
Für echte Entwicklung ist Reflexion entscheidend. Nimm dir nach den Übungen kurz Zeit und notiere:
- Was hast du gesehen?
- Was hast du gefühlt?
- Was hat sich im Raum oder in dir verändert?
Erst durch diese Rückschau entsteht Klarheit darüber, was wiederkehrend ist – und was eher momentane Projektion war.
Was Farben wirklich bedeuten – und was nicht
Viele Systeme behaupten zum Beispiel:
- Rot = Energie,
- Blau = Ruhe,
- Grün = Heilung.
Das Problem: Diese Bedeutungen sind nicht objektiv messbar. Und trotzdem haben sie Wirkung.
Warum? Weil Farben:
- kulturell geprägt sind,
- emotional wirken,
- innere Zustände spiegeln können.
Eine vertiefende Übersicht der gängigen Deutungen findest du im Beitrag Aurafarbe und Spiritualität – Farben der Seele.
Wenn du sehen möchtest, wie unterschiedlich Interpretation sein kann, lohnt sich ein Blick in die Einzelartikel zu den Farben, zum Beispiel:
- Rote Aura – Bedeutung, Kraft und Schattenseiten
- Blaue Aura – Bedeutung, Wirkung und innere Wahrheit
- Gelbe Aura – Bedeutung, Wirkung und spirituelle Klarheit
Wissenschaftliche Perspektive – was wir wirklich wissen
Es gibt spannende Ansätze, die einzelne Aspekte dessen berühren, was unter „Aura“ verstanden wird:
Biophotonen
Forschungen zur sogenannten ultraschwachen Lichtemission zeigen, dass lebende Zellen messbares Licht aussenden – extrem schwach, aber real.[web:186][web:191][web:200][web:203]
Für das menschliche Auge ist diese Emission viel zu schwach. Sie passt eher zu Metaphern wie „Lebenslicht“ als zu den populären Bildern bunter Aura-Farben.
Herzfeld
Das Herz erzeugt ein elektromagnetisches Feld, das mit geeigneten Messgeräten über den Körper hinaus nachweisbar ist. Studien zeigen, dass emotionale Zustände dieses Feld verändern und dass Kohärenz (innere Ordnung) messbar ist.[web:201][web:204][web:206]
Nervensystem und Wahrnehmung
Menschen reagieren sensibel auf kleinste Signale anderer: Mimik, Muskeltonus, Atem, Stimme, Haltung. Vieles davon wird unbewusst verarbeitet und als „Eindruck“ oder „Ausstrahlung“ erlebt.
Entscheidend ist:
- Es gibt Hinweise auf messbare Felder und Lichtemission lebender Systeme.
- Es gibt jedoch keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass Menschen farbige Auren objektiv sehen, wie sie in vielen Bildern dargestellt werden.
Genau hier liegt die Chance: Spiritualität wird glaubwürdig, wenn sie ehrlich bleibt und die Grenze zwischen Forschung und Deutung klar benennt.
Warum viele scheitern – und frustriert aufgeben
Die häufigsten Gründe, warum Menschen beim „Aura sehen“ aufgeben, sind:
- falsche Erwartungen,
- zu viel Wollen und Druck,
- zu wenig tatsächliche Wahrnehmung,
- Verwechslung von Gefühl und Fantasie.
Aura sehen ist kein Trick. Es ist ein Prozess – und dieser Prozess braucht Zeit, Übung und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.
Die eigentliche Fähigkeit hinter dem „Aura sehen“
Wenn du tiefer gehst, erkennst du: Es geht nicht in erster Linie um Sehen. Es geht um Bewusstsein.
Du lernst:
- feiner wahrzunehmen,
- weniger zu bewerten,
- schneller zu spüren, wenn etwas stimmig oder unstimmig ist.
Und genau das verändert alles – auch ohne spektakuläre Farberlebnisse.
Fazit – Aura sehen ist kein Ziel, sondern ein Nebenprodukt
Aura sehen lernen klingt spektakulär. Die Wahrheit ist leiser.
Du entwickelst:
- Sensibilität,
- Präsenz,
- Klarheit.
Und irgendwann passiert etwas Entscheidendes: Du brauchst keine Farben mehr, um Menschen zu verstehen.
Mini-FAQ – Aura sehen lernen
Kann wirklich jeder Aura sehen lernen?
In gewissem Sinn ja – aber nicht jeder wird klare Farben sehen. Wahrnehmung entwickelt sich individuell. Manche sehen eher Lichtschleier, andere spüren vor allem Stimmungen.
Wie lange dauert es?
Erste Effekte können nach wenigen Tagen bewusster Übung spürbar sein. Echte Sicherheit und Differenzierung entstehen meist über Wochen und Monate.
Ist das wissenschaftlich bewiesen?
Einzelne Aspekte wie Biophotonen und elektromagnetische Felder sind gut erforscht, die populäre Vorstellung farbiger Aura-Schichten jedoch nicht.[web:186][web:191][web:200][web:203] Eine nüchterne Einordnung bietet der Artikel Aura verstehen – Funktion, Energiefeld und wissenschaftliche Perspektiven.
Kann man sich täuschen?
Ja. Deshalb ist Reflexion entscheidend. Notiere Eindrücke, vergleiche sie über Zeit und bleibe offen für die Möglichkeit, dass nicht alles, was intensiv erscheint, automatisch „Botschaft“ ist.
Weiterführende Artikel in der Aura-Themenwelt
Wenn du tiefer einsteigen möchtest, helfen dir diese Beiträge beim Einordnen deiner Erfahrungen:
- Aura verstehen – Funktion, Energiefeld und wissenschaftliche Perspektiven
- Aura und Bewusstsein – Warum dein Energiefeld mehr ist als nur Energie
- Aurafarbe und Spiritualität – Farben der Seele
- Rote Aura – Bedeutung, Kraft und Schattenseiten
- Blaue Aura – Bedeutung, Wirkung und innere Wahrheit
- Gelbe Aura – Bedeutung, Wirkung und spirituelle Klarheit
07.03.2026
Heike Schonert
HP für Psychotherapie und Dipl.-Ök.
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Heike Schonert – Heilpraktikerin für Psychotherapie, Diplom-Ökonomin, Autorin und Mitherausgeberin von Spirit Online
Heike Schonert ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Diplom-Ökonomin, Autorin und Mitherausgeberin des Online-Magazins für Bewusstsein, Spiritualität und gesellschaftliche Verantwortung Spirit Online. Als Mitgründerin und redaktionelle Gestalterin prägt sie seit vielen Jahren die inhaltliche Ausrichtung des Magazins. Ihr Anliegen ist es, Menschen Impulse zu geben, ihr Leben bewusster zu gestalten, ihre inneren Potenziale zu entdecken und neue Perspektiven für persönliches Wachstum zu entwickeln.
In ihrer Arbeit verbindet Heike Schonert psychologisches Verständnis, ganzheitliche Gesundheitsansätze und spirituelle Perspektiven. Ihre Beiträge beschäftigen sich häufig mit Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Selbstreflexion, Meditation, Achtsamkeit, innerer Heilung sowie einem bewussten Umgang mit sich selbst und der Welt. Für sie steht der Mensch als Ganzes im Mittelpunkt. Sie ist überzeugt, dass persönliche Entwicklung, innere Heilung und gesellschaftliche Verantwortung eng miteinander verbunden sind. Diese Haltung prägt sowohl ihre journalistische Arbeit als auch ihr Engagement für Spirit Online. Ihr persönliches Leitmotiv lautet: „Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, uns als Ganzheit begreifen und von dem Wunsch erfüllt sind, uns zu heilen und uns zu lieben, wie wir sind, werden wir diese Liebe an andere Menschen weitergeben und mit ihr wachsen.“ Schwerpunkte ihrer Arbeit Psychologische und spirituelle Persönlichkeitsentwicklung Meditation, Achtsamkeit und Selbstreflexion Ganzheitliche Gesundheit und Bewusstsein Spirituelle Perspektiven auf gesellschaftliche Themen
Schwerpunkte ihrer Arbeit
- Psychologische und spirituelle Persönlichkeitsentwicklung
- Meditation, Achtsamkeit und Selbstreflexion
- Ganzheitliche Gesundheit und Bewusstsein
- Spirituelle Perspektiven auf gesellschaftliche Themen
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