Lebensberatung und spirituelles Coaching

Bringt Coaching etwas im neuen Arbeitsumfeld?

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Coaching für die Neue Zeit und in der Neuen Zeit

Dass wir uns als Persönlichkeit mit all unseren Fähigkeiten, Begabungen und Talenten laufend weiterentwickeln, ist im heutigen Arbeitsumfeld fast schon selbstverständlich. Lebenslanges Lernen – eines der Schlagworte seit vielen Jahren.
Dass sich dieses Arbeitsumfeld zum Teil fundamental weiterentwickelt, viele bekannte Berufe wegfallen und z.B. durch digitale Elemente und künstliche Intelligenz ersetzt werden, ist auch bereits durchgedrungen. Daraus resultierende Ängste sind inbegriffen

Dieser Wandel ist für die zahlreichen Coaches und BeraterInnen ein wahres Schlaraffenland. Kaum einer, der nicht Rat sucht und auf Hilfe von außen vertraut – Coaching boomt wie selten zuvor. Die Grenze zwischen Scharlatanerie mit Heilsversprechen und substantieller Arbeit mit Menschen ist fließend. Als jemand, der seit mehr als 20 Jahren Menschen begleitet, selbst viel probiert hat, die Szene kennt und umfangreiche Führungserfahrung hat, frage ich mich, was wir inhaltlich als Coaches und Berater den Menschen in diesem Umbruch in welcher Form anbieten können. Die Antworten sind vielfältig und vielschichtig. Folgen Sie mir auf dem Weg dieses Beantwortungsversuchs.

Coaching und Beratung: Worüber sprechen wir überhaupt?

Teil einer kritischen und inhaltlich substantiierten Auseinandersetzung ist, zu wissen, worüber ich spreche, wenn ich die Begriffe Coaching und Beratung verwende.

Coaching ist fast zu einem Allbegriff geworden

Sehr ähnlich sieht es mit Beratung aus. Ich verwende beide Begriffe synonym, wobei ich bei meinen deutschsprachigen Klienten Beratung im Sinne einer begleitenden Beratung anbiete. Im englischsprachigen Feld spreche ich von Coaching, weil alles andere zu einer unnötigen Komplizierung führt. Darüber kann man trefflich streiten, doch für mich hat es sich als praktikabel erwiesen. Ich will verstanden werden, vor allem von meinen Klienten. Er steht im Mittelpunkt meiner Arbeit – und nicht das akademische sich aneinander Reiben.

Coaching und Beratung beruhen bei mir primär auf strukturierten Gesprächen. Sie werden von mir immer wieder weiterentwickelt und an die aktuellen Erfordernisse angeglichen. Ich bin also kein Coach und keine Beraterin, die nach einer einzigen Methode vorgeht, die über allen anderen steht. Ich halte es für eine große Gefahr, Methoden und Instrumente absolut zu betrachten. Sie sind auch nicht allseligmachend.

Wer dabei bewusst und unbewusst in den Größenwahn und den Hochmut verfällt, fällt meistens rasch und tief. Letztlich sind auch Coaches und Berater ewig Lernende und Suchende. Vielleicht finden sie etwas früher als die Mehrheit die eine und andere Antwort. Sie sind Wegbereiter, vielleicht auch da und dort ein Vorbild. Doch – und das muss einen klar sein – man baut den Weg letztlich nur für sich.

Daher kann man Impulse geben, erklären, verdeutlichen, Information anbieten

Doch den fertigen Weg kann man als Berater nie weitergeben. Der Weg ist und bleibt individuell. Das ist für viele Klienten, die gerne Fertiglösungen wünschen und endlich aus ihrem Dramaland herauswollen, oft schwer zu schlucken. Nicht der Berater löst die Themen, sondern er motiviert und informiert den Klienten so, dass dieser selbst auf die Antwort kommt.

 Coaches und Berater ebenfalls ewig Lernende und Suchende. Sie sind Wegbereiter und bieten Hilfe zur Selbsthilfe an, um den eigenen Weg zu finden zu gehen.

Daher ist für mich immer der Klient mit seiner Frage der Maßstab für mein Vorgehen als Beraterin und Coach. Einen ähnlichen Zugang habe ich in Jahrzehnten in der Wissenschaft praktiziert, sehr zum Ärger mancher Kollegen. Für mich steht der Mensch im Mittelpunkt meiner Arbeit und nicht die Methode. Da ich ein sehr breites Repertoire an Methoden und Instrumente habe, kann ich entsprechend spielen und maßschneidern. Es geht also nicht um die Methode als Fetisch, sondern um den Menschen. Das muss man sich immer wieder bewusst machen und ich betone es hier immer wieder ausdrücklich und gerne mehrfach.

Mein Zugang ist zudem sehr stark an der Eigenverantwortung des Klienten, am Aufzeigen von seinen Potenzialen und an der konkreten, alltagstauglichen Umsetzungen orientiert.

Ferner trenne ich nicht zwischen dem privat-persönlichen Umfeld und dem beruflichen Umfeld

Ich halte das für eine künstliche Trennung, die gelegentlich hilfreich sein kann, um sich zu orientieren. Erfahrungsgemäß fließen die Felder jedoch ineinander – zumindest gedanklich und gefühlt. Und das reicht schon aus, dass es zu Spannungen und Konflikten kommt. Dann ist profunde Hilfe von Außen oft gewünscht.

Ich kombiniere meine jahrzehntelange Führungserfahrung, Ausbildungserfahrung im höheren öffentlichen Dienst, meine Erfahrung als Universitätslehrerin, diverse Managementausbildungen, militärisch-strategisches Wissen mit quantentheoretischen und quantenphilosophischen Erkenntnisse, mit neurowissenschaftlichen Erkenntnisse, mit Atemtechniken, Aufstellungsarbeit, mit astrologischem Wissen (knapp 40 Jahre), mit Meditation und Achtsamkeitsübungen. Es ist ein sehr vielfältiger Zugang, den ich bedarfsgerecht zuschneide. Ich will Menschen mit meinem Zugang dort erreichen, wo Veränderung stattfindet – vom Hirn zum Herz.

 Es ist eine gesunde Mischung aus mehreren Strängen, die einen stimmigen Coach und Berater heute, morgen und übermorgen ausmacht.
Oft werde ich gefragt, wie ich herangehe. Da die Spirale für mich das Symbol von Leben ist, habe ich meinen Gesprächszyklus entsprechend abgestimmt, um das Vorwärts- und Aufwärtsgehen zu ermöglichen.

  1. Ich kläre ab, ob ich für den Klienten überhaupt die richtige Beraterin bin und ob wir auf der menschlichen Ebene einen Zugang zueinanderfinden. Wenn dies gegeben ist, dann geht es weiter.
  2. Ich beginne mit ausgedehntem Zuhören und gebe dem Klienten die Chance, auch seiner eigenen Geschichte, die er sich oft jahrelang erzählt, Raum zu geben. So hört er sich selbst oft erstmals. Das alleine hat bereits einen heilsamen Effekt.
  3. So lasse ich das Gespräch fließen und frage bei Bedarf nach, um zu verstehen und um den Klienten immer wieder zum Kern seines Anliegens zurückzubringen.
  4. Wenn wir „des Pudels Kern“ gemeinsam festgestellt haben, d.h. das eigentliche Thema (nicht jenes an der Oberfläche), dann lege ich die Zusammenhänge dar, die zur Beantwortung seiner Frage aus meiner Sicht erforderlich sind
  5. Dabei bestärke ich meine Klienten während des Gesprächs im Vorgehen und motiviere sie zur Entscheidung, für sich aktiv zu werden, für sich einzustehen.
  6. Danach kommen wir zur Zielfestlegung – wo soll es wie bis wann mit welchen Ressourcen hingehen?
  7. Wesentlich ist dann die Frage „Was ist der erste Schritt auf dem Weg und was braucht es dazu?“
  8. Dann geht der Klient wieder in sein Leben und beginnt mit der Umsetzung des gemeinsam Vereinbarten.
  9. In der Folgesession wird der Stand der Dinge gemeinsam festgestellt, Nachjustierungen vorgenommen und wiederum der nächste Schritt vereinbart.

Dies ist ein spiralartiger Prozess, der je nach Frage und Klient unterschiedlich lang dauern kann. Auch die Zahl der Gespräche ist nicht vorgegeben. Es gibt Fragen und Klienten, die nach einer Sitzung bereits soweit sind, dass sie alleine und eigenverantwortlich gehen können. Dann gibt es Konstellationen, die bis zu 10 Stunden benötigen. Mehr biete ich am Stück nicht an, da es beim Coaching auch einen inneren Verdauungsprozess gibt. Der Klient kann dann nichts mehr aufnehmen. Das Erarbeitete muss sich setzen. Dann kann der nächste Schritt gesetzt werden.

 Coaching und Beratung sind zwei von vielen Möglichkeiten, Menschen in einem strukturierten Prozess auf ihrem persönlichen und beruflichen Weg zu begleiten und sie an sich selbst und ihren wahren Kern heranzuführen.

Zur Zertifizierungswut und zum Akademisierungswahn: Werden Coaching und Beratung verakademisiert?

Als jemand, der aus der Wissenschaft kommt, mit Abschlüssen gesegnet ist und die Mechanismen dieser Branche sehr gut kennt, insbes. die vielfältigen Machtmechanismen und die Ambitionen zur Deutungshoheit zu einzelnen Aspekten und Perspektiven, stelle ich folgende Fragen:

  • Wer legt die Felder fürs Coaching und für die Beratung Standards fest?
  • Wer sagt, was wissenschaftlich ist?
  • Warum verwissenschaftlicht man Coaching und Beratung?
  • Wer ist Teil der Coaching- und Beratungsindustrie?
  • Wer versucht, für viel Geld mit Ausbildungen und Sessions seine Modelle und Ansätze zu verkaufen?
  • Warum braucht man Zertifikate?
  • Was will man damit beweisen?
  • Wem dienen diese Zertifikate?

Es gibt sicherlich noch weitere Fragen …

Coaching und Beratung haben ein bisschen etwas von mehreren Bereichen. Teilweise gehen sie ins Psychologische, ins Seelische, in Erfahrungen, in Erwartungen, ins Management, in die Führungslehre, ins Energetische in seiner Vielfalt, etc. pp. Das macht ihre Einordnung zugegebenermaßen ein wenig schwierig, lässt auf eine gewisse Beliebigkeit schließen und macht es damit auch angreifbar, weil viele damit Heilsprechen implizieren – auch wenn diese im Regelfall explizit ausgeschlossen werden.

Vor allem wenn alte Kategorien und Etiketten unbedingt aufgezwungen werden, dann spießt es sich gehörig mit der Einordnung. Wissenschaftlichkeit und Objektivität sind hier schwer zu finden. Jedenfalls nicht im bekannten und herkömmlichen Sinn. Ist es deshalb unseriös? Kann sein, muss nicht sein. Etwas mit bekannten Instrumenten nicht einordnen zu können, heißt nicht automatisch, dass etwas unwissenschaftlich ist. Wo käme dann die wissenschaftliche Neuerung her, wenn immer alles aus sich selbst reproduziert wird? … Einfach zum Nachdenken, bevor man ins Geheul der Unwissenschaftlichkeit einstimmt.

 Die Verwissenschaftlichung und Akademisierung von Coaching und Beratung kann, muss jedoch kein zwingender Qualitätsausweis sein.

Dies ist jedoch nicht die Tür zur Scharlatanerie und zum Guruhaften

Nein. Es ist schlicht die Anmerkung, dass, wenn man etwas bislang nicht kennt und verorten kann, dieses doch vorhanden sein kann und auch wirken kann. Ich weiß, der Gedanke ist anspruchsvoll, doch notwendig.
Es ist ein Grenzgang, der von den Anbietern ein hohes Maß an Eigenverantwortung verlangt. Die Scharlatanerie und das Guruhafte werden dann zum echten Problem, wenn Heilsversprechen abgegeben werden und Antworten als absolut und unabdingbar hingestellt werden – und Geldschneiderei mit im Spiel ist und persönliche Notsituationen ausgenützt werden.

 Ja, einige schwarze Schafe, die ins Guruhafte abgleiten und viel Schindluder treiben, beschädigen die gesamte Branche. Ja – die Grenzziehung ist oft nicht einfach. Doch es gibt auch so etwas wie einen Hausverstand und einen gesunden Menschenverstand. Der könnte eine erste Einschätzungshilfe sein.

Zur oft angeführten fehlenden Objektivität … Hier antworte ich mit Max Weber, der sinngemäß meinte, dass es Objektivität schon daher nicht gibt, weil die Auswahl des Forschungsgegenstandes bereits eine selektiv-subjektive Entscheidung ist, die viele andere Gegenstände beiseitelässt.
Wer heilt, hat Recht, meinte Paracelus. Das halte ich für das andere Extrem in der Betrachtung und man könnte sagen – es ist sehr empirisch.
Ich adaptiere diesen Gedanken, da mein Zugang gar nichts mit Heilung zu tun hat, zu:

Wer dem Menschen auf seinem Weg zu sich selbst Impulse gibt, die für diesen Menschen wohltuend im Ergebnis wirken und ihm Orientierung auf seinem persönlichen Weg zu sich selbst geben, der hat Recht.

Zudem ist Coaching und Beratung etwas höchst Individuelles

Es geht also nicht um die Verwissenschaftlichung und Pseudoakademisierung, sondern um Glaubwürdigkeit und Authentizität des Coaches und Beraters. Sie bemisst sich aus meiner Erfahrung darin, wie stark die Ernsthaftigkeit im Zugang aufeinander gegeben ist.

Erfahrungswissen, angelerntes Wissen, persönliche Erkenntnisse, WeisheitsWissen, Offenheit, Selbstentwicklung, Neugierde, Austauschfähigkeit, Kommunikationsfähigkeiten, Vermittlungsfähigkeiten, Zuhören können, Verbindungsfähigkeiten, in den Hintergrund blicken können … und manches mehr. Das sind Fähigkeiten, die ich von einem Coach und Berater heute und morgen fordere.

Da wird es dann schon wieder sehr interessant, denn wer wird diesem Anspruch denn auch tatsächlich im gelebten Leben gerecht?!

Es nützen die tollsten angelernten Modelle nichts, wenn die vielen anderen Fähigkeiten fehlen

Und es nützt auch nichts, wenn der Coach und Berater nicht selbst dauernd mit sich arbeitet, Reflexion betreibt, im Fachaustausch ist und selbst Supervision regelmäßig in Anspruch nimmt. Jeder Coach und Berater ist ein lebendes und lebendiges System im Großsystem. Er ist weder allmächtig, noch allwissend. Doch er weiß ein wenig mehr als seine Klienten. Und dieses „ein wenig mehr“ speist sich aus ganz unterschiedlichen Quellen, die nur sehr bedingt zertifizierbar sind.

 Es geht heute und in Zukunft um einen sehr umfassenden Weisheits- und Wissensschatz, den man als Coach und Berater erwirbt und laufend pflegt und erweitert. Das klingt platt und einfach – doch wer lebt diesen Anspruch?

All das geht weit über Zertifikate hinaus, die eine Einstiegshilfe sein mögen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass höchstdekorierte Kollegen nur Bücherwissen reproduzierten, sich selbst wiederholten und in ihrer eigenen Schleife gefangen waren. Es waren die oft unscheinbaren, einfachen, klaren Menschen, die mit der oben angeführten Mischung an Kompetenz die Antworten aufbereiteten, die für mich zum Erfolg führten.

Ergänzend halte ich noch fest

Ja – ein Zertifikat mag am Beginn Orientierung geben, doch wenn ich mit mehr als 20 Jahren Beratungserfahrung feststelle, wie sehr sich die Fragen seither veränderten, meine KlientInnen veränderten, dann stelle ich die berechtigte Frage, ob die Zertifizierung, die Standards und Richtlinien nicht hinter der Realität zeitlich herhinken. Wenn ein Berater nicht regelmäßig, damit meine täglich, selbstreflexiv in dieser sehr flüssigen Phase arbeitet, hat er keine Chance, Menschen vorausgehend zu zeigen, was möglich ist.

 Zertifikate sind am Beginn durch aus hilfreich. Doch im Weiteren bemisst es sich an der konkreten Leistung im Coaching- und Beratungsalltag, wie der Coach und Berater von seinen Klienten wahrgenommen wird. Das muss man sich immer fragen und sich danach justieren.

Der viel gescholtene Placeboeffekt, der sich auch aufgrund des Vertrauensverhältnisses zwischen Berater und Beratenem einstellt – wem schadet er, wenn er souverän und verantwortungsvoll gehandhabt wird?
Der Coachingindustrie, weil Klienten rasch aus sich heraus etwas lernen und dann vielleicht nicht mehr zum Coach kommen? Und was soll dann eine Zertifizierung mit Inflationscharakter bringen – für den Berater und für den Klienten?

Wer kann in der Masse die Qualität unterscheiden? Man muss sich miteinander auseinandersetzen und das oben Angeführte beherzigen. Dann ergibt sich Qualität, die sich deutlich vom Massenangebot unterscheidet. Man muss sich auch über die dahinterliegenden Mechanismen im Klaren sein.
Und – es braucht auf allen Seiten ein hohes Maß an Eigenverantwortung.

 Jenseits aller Zertifizierungen und Akademisierung gilt für mich in der Beratung und im Coaching: Wer dem Menschen auf seinem Weg zu sich selbst Impulse gibt, die für diesen Menschen wohltuend im Ergebnis wirken und ihm Orientierung auf seinem persönlichen Weg zu sich selbst geben, der hat Recht. Dies ist jedoch nur möglich, wenn man sich als Coach und Berater selbst weiterentwickelt.

Wann holt man sich einen Coach bzw. ein/e Berater?

Meistens komme ich zum Einsatz, wenn es bereits einen Vollbrand gibt.
Das kann sowohl in Unternehmen als auch bei Einzelpersonen der Fall sein. Selten bis gar nicht wird meine Leistung vorausschauend in Anspruch genommen, um die Entwicklung wahrhaftig zu gestalten.

So erlebe ich zum Beispiel immer wieder, dass Menschen sehenden Auges in ihren 3. Lebensabschnitt gehen und sich nicht zeitgerecht innerlich darauf vorbereiten. Damit meine ich gewissenhaft, vorausschauend, vorbereitend. So irgendwie tun es manche. Gründlich tun es wenige.
Es ist der Leidensdruck, der eine bestimmte Intensität erreicht haben muss, dass Menschen zu mir kommen. Wenn man also genug hinter der Lage ist und der Zusammenbruch im Gange ist, dann werde ich auf den Plan gerufen. Ich schreibe dies so drastisch, weil es sich in meiner Praxis so darstellt. Warum dies so ist, darüber lässt sich trefflich spekulieren.

Da meine Klientel sehr vielfältig ist, habe ich Menschen, die z.B. ihre persönliche und berufliche Leistungsfähigkeit verbessern wollen, die ihren Führungsstil aus gegebenem Anlass verändern wollen, die ihre Managementfähigkeiten angleichen.
Zudem arbeite ich auch mit Menschen zusammen, die ihre Führungsfähigkeiten im Sinne ihrer Potenziale entwickeln. Dann kommen natürlich auch Menschen zu mir, die ihre Beziehungsfähigkeit im privaten und beruflichen Umfeld entwickeln. Und es kommen seit vielen Jahren Menschen zu mir, die sich mit sich selbst auseinandersetzen und erkannt haben, dass sie der Ursprung und die Quelle ihres persönlichen Glücks sind.

Allen ist gemeinsam, dass zuerst etwas passieren muss, bevor etwas passiert …

Ich bin von Beginn der Zusammenarbeit an sehr klar, definiere meine Rolle als begleitende Beraterin im engen Sinn und bestärke meinen Klienten in seiner Eigenverantwortung und in der Tatsache, dass er alle Antworten in sich trägt. Ich bin eine Art Hebamme, um die Antworten zur Welt zu bringen zu helfen. Und – meine akademische Vergangenheit und meine Führungserfahrung helfen mir, das sich rasch ändernde Arbeitsumfeld zu erfassen und einzuschätzen.

 Vorausschauende Beratung ist selten. Meistens muss das Leben im Vollbrand stehen, bis die Feuerwehr zum Einsatz kommt. Schade – vieles könnte leichter gehen, wenn Coaching und Beratung frühzeitig in Anspruch genommen werden.

Wie sieht unser Umfeld im Allgemeinen und unser Arbeitsumfeld heute und morgen aus?

Nicht erst seit David Precht sich Gedanken über die sich verändernde Arbeitswelt machte, ist klar, dass wir in einem markanten Umbruch durch die Digitalisierung und die künstliche Intelligenz, die in Europa deutlich weniger bislang angenommen wird, sind. Altbekannte und liebgewonnene Berufe verändern sich. Manche verschwinden ganz. Dafür tauchen neue Berufe auf.

Einhergehend sind oft persönliche Herausforderungen für den einzelnen, denn es gibt keine Betriebsanleitung und kein Handbuch für die Gestaltung dieser Art von gravierenden Übergängen.
In einem meiner Beträge zur Bewusstseinsrevolution auf dieser Plattform schrieb ich über flüssige Ordnungen.
Flüssige Ordnungen, also Gefüge, wo klassische Grenzen verschwimmen und das Ich, das Du und das Wir ebenso neu definiert werden, wie der/das Andere, sind unser Aktionsfeld, auf das wir uns erst innerlich einstellen müssen.

Was ein bisschen akademisch klingt, erleben wir täglich

Sehen Sie sich um im Arbeitsumfeld. Vor 10 Jahren war Home Office die Ausnahme. Es wurde auch ein wenig mit scheelen Augen angesehen, konnte man doch die Mitarbeiter nicht wie gewohnt kontrollieren. Wer weiß, was der eine oder die andere tatsächlich in dieser Zeit machte? …
Heute hat sich das Modell seinen Raum im Arbeitsbereich erkämpft und man denkt sogar über eine gesetzliche Zusicherung der Möglichkeit, auch von zu Hause aus zu arbeiten, nach.

Was für eine Entwicklung?!

Wann immer ich mit Menschen zu dieser Möglichkeit spreche, vor allem wenn sie in Kombination mit Präsenz stattfindet, ich höre mehrheitlich Begeisterung. Privat und Beruf verschwimmen räumlich zeitweise. Es müssen neue Grenzen geschaffen werden – nicht immer ganz einfach.

Doch die meisten schaffen das sehr gut und es kommt zu einer markanten physischen und auch psychischen Entlastung. Auch die Effizienz in der Leistungserbringung steigt immer wieder an. Es ist, darauf sei nochmals verwiesen, nicht die Entweder-Oder-Lösung, sondern die für alle Beteiligten gesunde Mischung, der erfolgsversprechend gilt. 

Ähnliches gilt für die 24-Stundenverfügbarkeit durch die Digitalisierung, die bereits einen Rückbau erfährt

Aus meiner Sicht ist das eine natürliche, balancierende Bewegung, die stattfindet. Man muss keinen Detox betreiben. Gelegentlich den Hausverstand einzusetzen, hilft ungemein. Doch – das zeigt sich immer wieder in meiner Praxis – so einfach ist das nicht, wenn das Umfeld nicht mitspielt. Wie setzt man neue Grenzen in diesem Verschwimmen? Sicher nicht mit Detox.

Das erscheint mir so wie die vielfach geforderte Zertifizierung. Alles Mache und Inflation. Bewusstsein ist gefragt. Sehr einfach, doch auch sehr effektiv. Online zu gehen, wie der Trendforscher Matthias Horx schreibt, also achtsam und bewusst mit den digitalen Möglichkeiten umzugehen, ist eine sehr hilfreiche Anregung.

Flache Hierarchien – vor 20 Jahren noch ein Novum – sind heute Gang und Gebe

Startups, die wie die Pilze aus dem Boden schießen, haben oft nicht nur flache, sondern auch sehr lose Strukturen. Teams werden laufend gemischt, um sie wach und innovativ zu halten. Es ist ein Kommen und Gehen. Das kann man mögen oder auch nicht. Die Verflüssigung von Ordnung nimmt uns unser bekanntes Verständnis von Sicherheit. Die gibt es im herkömmlichen Sinn nicht mehr.

Wer nach ihr strebt, ist am falschen Weg. Wer flexibel ist, dynamische Fähigkeiten besitzt, wach, offen und neugierig ist, hat in flüssigen Ordnungen deutlich bessere Karten.

All das lässt sich im Übrigen erlernen – auch in einem Coaching und in einer begleitenden Beratung.
Insgesamt lässt sich schreiben, dass wir Menschen im Arbeitsprozess qualitativ und quantitativ anders gefordert sind als uns dies bislang geläufig war. Gemeinsam mit dem sich rasch verändernden gesellschaftlichen Umfeld, wo bislang bekannte und konstante Größen wegfallen, verunsichert das. Damit können einige sehr gut umgehen, weil es Teil ihres Naturells ist.

Viele hingegen tun sich schwer, Bekanntes gehen zu lassen. Sie stückeln an, gehen auf Tauchstation, propagieren ein Weiter so … etc. pp.
Jene aus der 2. Gruppe sind die, die sich dann, wenn es gar nicht mehr weitergeht, an einen Coach und Berater wenden, um einen Ausweg zu finden.

 Das aktuelle Arbeitsumfeld ist in einem gravierenden Umbruch, wenngleich das Tempo und die Entwicklung je Branche durchaus unterschiedlich sind. Oft ist die Lage sehr verfahren, sodass Coaches und Berater fast schon wie Heilsbringer empfangen werden. Dies ist aus meiner Sicht ein ganz heikler Punkt und führt mich zur nächsten Frage.

Wie positioniert sich der Coach und Berater heute und morgen?

Die Rolle des Neuen Beraters und Coaches zu definieren, ist eine ziemliche Herausforderung. Natürlich sind auch wir in einem Umbruchprozess und Teil desselben. Nein – wir stehen weder außen an der Seitenlinie, noch sind wir im Artenschutzprogramm. Ich kenne keinen Coach und Berater, der nicht von der aktuellen Situation betroffen wäre. Auch ich nehme mich nicht aus.

2018 beschäftigte ich mich mit einer völligen Neustrukturierung meiner Angebote. Ich habe diese noch stärker den Kundenwünschen und den technischen Möglichkeiten angeglichen und beides miteinander neu verbunden. Auch inhaltlich habe ich nachgesteuert. Das Bedarfsfeld hatte sich verändert. Das Arbeitsumfeld hatte sich verändert – beides dauert noch an. Also musste ich vorausschauend handeln.

Nein – ich habe keine zusätzliche Ausbildung gemacht. Ja – ich habe meinen eigenen Erkenntnisprozess dokumentiert und öffentlich zugänglich gemacht. Ich halte es für entscheidend, als Coach und Berater souverän und gleichzeitig berührbar zu sein. Ich halte es auch für entscheidend, als Coach und Berater vor der Lage zu sein, um die Klienten mitnehmen zu können und ihnen konkrete Perspektiven, die sie bereits selbst erprobt haben, anbieten zu können.

 Die Positionierung mag variieren, doch der Kern bemisst sich auch in der Neuen Zeit an der eigenen Wahrhaftigkeit und der Glaubwürdigkeit … jenseits des Zertifizierungswahns, der einem nicht stillbaren Sicherheitsbedürfnis entspringt und Ausdruck von Machtpolitik einer Branche ist, die gerade mit dem gesamten System umbricht.

Coach und Beratende – Neue Strukturen gefordert?

Selbst wenn man als Coach und Berater möglicherweise weiß, wie es geht, um aus der misslichen Lage herauszukommen, steht man nicht über einem Klienten. Meine Erfahrung zeigt mir, dass es neue Strukturen braucht, dass es ein Heraus aus der Ober-Unter-Struktur, aus ‚hier die/der Bedürftige, Unvollkommene – dort die/der sogn. MeisterIn/Vollkommene. All das bezeichne ich als klassisches, altes 3D-Verhältnis.
Führen durch Vorbild war vor einigen Jahren ein Schlagwort. Gar nicht schlecht, solange das Vorbild gehimmelt und geerdet ist. Das ist eine ziemliche Anforderung an den Coach und Berater, doch ich merke bereits erste Erfolge im Umgang mit meinen Klienten.

 Ja – es gibt bereits neue Strukturen zwischen Berater und Beratenem. Vieles ist am Anfang. Vieles ist noch im Fluss. Die Notwendigkeit neuer Strukturen ist jedoch unbestreitbar. Ziel ist der eigenverantwortliche, selbstermächtigte Klient – zumindest aus meiner Sicht und in meinem Beratungsverständnis.

Neue Coachingzugänge – Vom Defizit zur Bereicherung?

Bislang waren Coaching und Beratung defizitorientiert. D.h. der Klient kam und wollte Lösungen zu sog. Problemen. Der Klient kam als Kleiner, als Opfer zum Großen, zum Wissenden. Vielleicht übertreibe ich ein wenig, doch es geht mir um das Wesen der Beziehung, die auf Mangel und Bedürftigkeit aufgebaut war.
Ich propagiere eine Haltungsänderung, die am Wesen des Themas nichts verändert, doch den Zugang dazu maßgeblich anders gestaltet. Ich kommuniziere meinen Klienten, dass sie grundsätzlich vollkommene Partner auf Augenhöhe sind, die einander aus dieser Vollkommenheit heraus bereichern und bestärken. Dies ist eine neue Qualität von Austausch, von Erweiterung, von Entfaltung.

Das nimmt den Klienten aus der Opferrolle heraus und bietet ihm die Möglichkeit an, sich bereits als ganz zu fühlen

Dieses Gefühl hat sich für den eigentlichen Coachingerfolg als maßstäblich herauskristallisiert. Mitgefühl mit der Situation, ja. Erzählen lassen, ja. Gefühle zeigen lassen, ja – unbedingt. Doch dann gilt es als Coach und Berater, den Punkt zu erfühlen (den erlernt man nicht mit einem akademischen Abschluss), wo es darum geht, über Antworten zu sprechen, Wege anzubieten und die Umsetzung konkret zu besprechen.

 Es ist also ein hochdynamischer, stark auf Eigenverantwortung abgestellter Prozess, den ich in Gange bringe, in Gange halte und gemeinsam mit dem Klienten in eine Wunschrichtung leite. Gehen muss der Klient den Weg selbst. Das bleibt ihm nicht erspart. Doch es gibt bei Bedarf Hilfe auf diesem Weg. Es ist Hilfe zur Selbsthilfe.

Coaching für die Neue Zeit und in der Neuen Zeit – auf den Punkt gebracht

Coaching und begleitende Beratung erhalten dadurch einen völlig neuen Geschmack und eine neue Richtung. Doch beide Seiten werden dafür massiv aufgefordert, aus ihren alten, bekannten Komfortzonen herauszusteigen.

Dort findet die Neue Zeit statt – außerhalb der viel zitierten Komfortzone, oft in der Noch-Leere, oft im Wunschdenken … doch wir wissen, dass Gedanken als Frequenz und Schwingung die Realität schaffen.
Sie schaffen Gegenwart und Zukunft. Die Vergangenheit ist festgeschrieben.
Eine Betrachtungsveränderung kann dazu Erleichterung, jedoch keine Veränderung schaffen. Die Gegenwart und die Zukunft sind jedoch gestaltbar.

Hier setzen Coaching und Beratung der Neuen Zeit für diese Neue Zeit an.
Neu, ungewohnt – doch die Suche führt dann auch zum Finden. Schauen wird wieder möglich.
Neues kann sich zeigen und gelebt werden.

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05.02.2019
Andrea Riemer
www.andrea-riemer.de


Es gibt zu Energie, Dimensionen und Bewusstsein bzw. Bewusstseinsrevolution
und den immer noch sich zeigenden Aufstiegssymptomen
folgende Beiträge von Andrea Riemer
(alle aus dem Jahr 2018):

Mit einer Bewusstseinsrevolution ins ‚Neue Normal‘? Einstieg wenn ja – wo bitte und wie? – finden Sie >>> HIER 
Erkenne Dich selbst  – finden Sie >>> HIER 
Wo leben wir eigentlich – GPS für die neue Zeit – finden Sie >>> HIER  
Bewusstseinsrevolution für den Alltag – finden Sie >>> HIER
Unbewusstsein und Bewusstsein – finden Sie >>> HIER 
Aufstiegssymptome- eingebildet oder real? – finden Sie >>> HIER 
Auf ins Leben – mit der Bewusstseinsrevolution – finden Sie >>> HIER 


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