Das Herz wieder öffnen – Intuition stärken und Liebe fühlen

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offenes-herz-wolke-cloudDas Herz wieder öffnen – Intuition stärken und Liebe fühlen

Um zu unserem wahren Selbst zu erwachen, ist es hilfreich, vielleicht sogar erforderlich, dass wir unser Herz wieder öffnen. Wie Du das schaffen kannst und was sich dadurch in Deinem Leben und im Leben Deiner Mitmenschen verbessern kann, erfährst Du in diesem Artikel. 😊

Wir kommen mit einem offenen Herzen auf die Welt

In dem Moment, in dem wir auf die Erde kommen, ist unser Herz noch offen. Wir sind noch eine reine, all-liebende, all-wahrnehmende Seele. Wir sind uns noch unserer Anbindung an Gott bewusst, wissen noch, dass wir alle Teile eines großen Ganzen sind. Wir gehören alle zusammen und finden es natürlich und normal, jedem zu vertrauen und jedem zu helfen. Als kleine Babys schenken wir noch jedem, der uns freundlich anschaut, ein Lächeln. Der Schleier des Vergessens entsteht erst nach und nach. Zu Beginn unseres irdischen Lebens haben wir noch kein Ich. Oder hast Du schon mal ein sehr junges Kleinkind gesehen, dass „ich“ sagt? Kleinkinder sprechen von sich selbst in der dritten Person. Sie sind noch im Einheitsbewusstsein, wissen noch, dass sie Ausdruck einer größeren liebevollen Seele sind, die durch jeden von uns leuchtet und strahlt. Das Ich entsteht erst nach und nach, weil wir älteren Menschen den jüngeren Kindern beibringen, sie wären ein Ich. In Wirklichkeit SIND wir natürlich kein Ich. Wir HABEN ein Ich. Das ist ein wichtiger Unterschied. (Wenn Du dazu mehr wissen willst, lies gerne meinen Artikel über den Ich-losen Zustand.)

Wenn das Herz offen ist, nehmen wir intuitiv die Dinge so wahr, wie sie wirklich sind. Wir sind mit unserer göttlichen Weisheit verbunden, schwingen hoch und fühlen die omnipräsente göttliche Liebe. Wir nehmen wahr, dass diese Liebe in jedem von uns schlummert, in jedem Menschen, jeder Pflanze und jedem Tier.

Zu Beginn unserer irdischen Inkarnation sind wir es gewohnt, jedem um uns herum zu vertrauen. Das ist so, weil wir es von unserer Heimat beim lieben Gott so gewohnt sind. Da, wo wir herkommen, ist es normal, jedem zu vertrauen, denn beim lieben Gott, der Quelle allen Seins, ist alles reine Liebe. Jeder handelt aus Liebe, jeder hat das Beste für alle anderen im Sinn, und es gibt nur reines Glück.
Als kleine Menschen sind wir noch stark mit dem Energiefeld unserer biologischen Eltern verbunden und nehmen ihre Gedanken und Gefühle in uns auf. Schon im Mutterleib bekommen wir mit, was unsere Mutter bewegt, ob sie die Welt positiv oder eher ängstlich betrachtet. Die Gedanken und Gefühle unserer engsten Verwandten beeinflussen uns.

Wir blockieren durch angstvolle Gedanken unser Herzchakra

Angstvolle Gedanken und Erfahrungen können dazu führen, dass sich im Laufe unserer frühen Lebensjahre unser Herz nach und nach schließt. Damit meine ich natürlich nicht das physische Herz, sondern das Herzchakra, dass wir selbst durch angstvolle Gedanken oder Zweifel blockieren.

Junge Menschen, die es ja noch gewohnt sind, allem und jedem zu vertrauen, sind in ihrer Jugend vielen verschiedenen Reizen ausgesetzt. Da wären zum einen die Medien wie TV, Zeitschriften oder PC-Spiele. Was einigen Menschen nicht bewusst ist: Erst ab einem bestimmten Zeitpunkt ihrer Entwicklung lernen Kinder, zwischen Film und Realität zu unterscheiden. Jüngere Kinder sollten unter keinen Umständen ohne das Beisein der Eltern Filme schauen oder PC-Spiele konsumieren, denn das wäre ihrer emotionalen Gesundheit und Entwicklung nicht zuträglich. Ab welchem Alter Kinder so weit sind, dass sie differenzieren können und nicht mehr alles, was sie auf der Leinwand sehen, für real halten, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

In zahlreichen PC-Spielen und Filmen laufen Geschichten nach folgendem Schema ab: Es gibt irgendein Problem, und ein Held muss es lösen, indem er gegen jemand anderen kämpft. Solche Medien fördern meines Erachtens ein dualistisches Denken, das Menschen voneinander trennt, indem es Etiketten wie „gut“ und „böse“ auf an sich neutrale Charaktere klebt. Kein Wunder, dass Herzen sich nach und nach schließen, denn Angst macht eng, wie schon der Name sagt.

Wenn alle Menschen, die Gott jemals geschaffen hat, Brüder und Schwestern sind, ist es dann eine sinnvolle Lösung, jemanden, der uns Ärger macht, zu bekämpfen? Würdest Du als Mutter oder Vater Deinem Kind sagen, es soll sein Geschwisterchen bekämpfen, oder würdest Du eher vorschlagen, ein klärendes Gespräch zu führen, um eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu erarbeiten? Glücklicherweise gibt es bereits immer mehr pädagogisch wertvolle Filme und Spiele, die zeigen, dass es auch anders geht: mit Verständnis, Mitgefühl, Gnade und Gemeinschaftssinn.

Gottvertrauen und Liebe öffnen unser Herzchakra

Es gibt übrigens nicht nur schlechte Nachrichten auf der Welt. Die guten Nachrichten schaffen es zwar kaum ins Fernsehen, aber wer suchet, der findet. 😉 Interessanterweise können wir all das Gute, das überall um uns herum da ist, nur wahrnehmen, wenn unser Herz geöffnet und die Intuition aktiv ist. Das ist der Knackpunkt. Wüssten wir, dass in Wirklichkeit alles gut ist, weil Gott alles im Blick hat und weiß, was er tut, dann hätten wir sofort keine Angst mehr. Doch erst der Glaube daran, dass aus einer höheren Perspektive betrachtet alles okay ist, öffnet wieder unser Herz und lässt uns das wahrnehmen, was wir innerlich schon immer gewusst haben. Was das ist, werde ich Dir nicht sagen, denn Dein eigenes Herz ist es, das Dir zur richtigen Zeit all Deine Fragen beantworten wird. Dein Herz ist es, das Dich wieder Deine Verbindung zu Gott und seiner Weisheit erleben lässt.

Weltweit erinnern sich jetzt zunehmend mehr Seelen daran, wie wundervoll und göttliche wir alle sind. Immer mehr Leute erkennen das Göttliche und Liebevolle in anderen Leuten. Es gibt einen grundlegenden Unterschied in der Wahrnehmung, wenn unser Herzchakra offen oder geschlossen ist. Ist es geschlossen, dann fühlen wir uns abgeschnitten und isoliert vom Rest der Welt. Wir spüren weder Gott noch unsere Seelengeschwister. Wo die Wahrnehmung fehlt, treten Gedanken und Projektionen an ihre Stelle. Es ist, als würdest Du alles Gute aussperren und niemanden an Dich heranlassen. Misstrauen ist kein guter Ratgeber, denn Angst schränkt Deine Perspektive ein. Wenn Du Dich unter einem Stein verkriechst, siehst Du nur noch Dunkelheit, auch wenn die Sonne in voller Pracht auf den Stein und die Landschaft um Dich herum scheint.

Wenn Du klar sehen möchtest, verabschiede Dich erst einmal von all Deinen Gedanken und Projektionen.

Gedanken und Projektionen, die Dein Ich sich ausdenkt, spiegeln nicht die Realität wieder. Sie sind nur vorläufige Modelle der Realität, die Du Dir entweder selbst geschaffen oder von jemand anderem auf der Erde übernommen hast. Ein Modell muss, sobald aktuelle Informationen kommen, aktualisiert werden. So ist es in der Wissenschaft, so ist es auch im Leben. Am schnellsten zur Einsicht und zur Öffnung Deines Herzens kommst Du, wenn Du Dir selbst einige der folgenden Fragen stellst:

  • Wer wäre ich ohne diese Gedanken?
  • Wie würde ich mich fühlen, wenn diese Gedanken und Gefühle nicht wahr wären?
  • Wer ist mein Gegenüber, wenn ich alles, was ich über diesen Menschen zu wissen glaube, zur Seite lege und ihn ganz neutral anschaue?

Diese Fragen sind so ähnlich wie die Methode „The Work“ von Byron Katie.

Durch das aktive Hinterfragen können wir Stück für Stück lernen, zu unterscheiden, was wir tatsächlich wahrnehmen und was wir nur wahrzunehmen glauben – was nur eine Projektion unserer Glaubenssätze ist. Dies ist ein kognitiver Ansatz, mit dem wir den Irrtums der Identifikation mit unserem Ich – unseren Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen – Schritt für Schritt überwinden können.

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© Shih-Yu Fang

Überwindung des Ich-Denkens führt zum Erwachen

Grundsätzlich ist es sinnvoll, an Deinem eigenen Erwachen zu arbeiten. Damit ist nicht gemeint, Dich über andere Menschen zu erheben oder zum Super-Guru zu werden. Da wir allesamt großartig und besonders sind, wäre es ein wenig albern, anzunehmen, dass einer von uns besser oder weiser wäre als alle anderen. 😂 Alles, was Dich im Erwachensprozess voranbringt, hilft Dir, Dich wieder an Gott und Deine Verbindung zu ihm zu erinnern. Erhöhe in dem für Dich richtigen Tempo Deine Schwingung, indem Du immer mehr derjenige oder diejenige bist, der oder die Du wirklich bist. Höre auf, zu glauben, Du wärst Deine Gedanken und Gefühle. Du BIST nicht Deine Gedanken und Gefühle, sondern HAST Gedanken und Gefühle. Da ich nicht das Rad neu erfinden will, verweise ich an dieser Stelle auf Kurt Tepperwein, in dessen Videos Du mehr zu diesem Thema erfährst. Kommen wir gleich zum nächsten Tipp, wie Du zurück zur reinen Wahrnehmung mit einem offenen Herzen gelangst.

Intuition und Verstand gehen Hand in Hand

Im Leben gibt es vielfältige Situationen, in denen wir uns wiederfinden können. In jeder dieser Situationen haben wir stets die Wahl, ob wir auf die Stimme unserer Intuition oder auf unseren Verstand hören wollen. Im Laufe Deines aktuellen Erwachensprozesses wirst Du immer öfter die Erfahrung machen, dass es sich auszahlt, auf die Intuition zu hören. Doch bedenke dabei: Eine Ganzheit oder ein optimaler Lebensweg besteht aus Yin und Yang, wie die Daoisten sagen würden. Würde einer dieser beiden Aspekte fehlen, so entstünde ein Ungleichgewicht. Im Kontext Deines Lebens bedeutet eine perfekte Balance zwischen irdischem Verstand (Yin) und göttlicher Intuition (Yang), dass Du sowohl die Perspektive der Intuition als auch die Perspektive Deines Verstandes anschauen darfst. Je mehr Erwachensmomente Du hast, desto mehr kommst Du ins Gottvertrauen und lernst, die Impulse Deiner Intuition zu erkennen.

Doch wichtig ist auch, die Erdung beizubehalten. Damit Du nicht in Fantasiewelten abdriftest und jeglichen Bezug zum Erdenleben verlierst, behalte auch Deinen Verstand im Blick. Der Verstand ist nichts Schlechtes. Hören wir nur auf ihn, so ist unser Blickwinkel zu eng, und wir sitzen Irrtümern auf. Hören wir nur auf die Intuition, dann könnte es sein, dass wir von all den Eindrücken und Wahrnehmungen, die auf uns einströmen, überwältigt sind und erschrecken, weil wir diese Vielfalt der Sinneseindrücke während unseres Menschseins ja völlig vergessen hatten. Wir sollten uns schrittweise und im richtigen Tempo wieder zurückerinnern und an unsere erweiterte Wahrnehmung und unser erweitertes Bewusstsein gewöhnen.

Für jemanden, der vorübergehend geglaubt hat, ein Mensch zu sein – obwohl wir in Wirklichkeit grenzenlose Seelen und Kinder Gottes sind – übersteigt das, was eigentlich die Realität ist, die Vorstellungskraft. Es sollte daher nicht zu schnell gehen. Wer es mit dem Erwachen zu eilig hat und meditative Übungen macht, für die er oder sie noch nicht bereit ist, geht das Risiko eines Kundalini-Syndroms ein, d. h. die Energie steigt zu schnell Deine Chakren hinauf, sodass Halluzinationen oder andere psychische Erkrankungen entstehen können. Daher empfehle ich, gerade zu Beginn Deines spirituellen Erwachens – noch nicht permanent in der Seelenperspektive oder dem Ich-losen Zustand zu verweilen, sondern zwischendurch ins menschliche Alltagsbewusstsein zurückzukehren.

Obwohl die göttliche Weisheit jedem von uns zugänglich ist, würde ich Dir ans Herz legen, Kontakt zu einem bodenständigen spirituellen Lehrer, der Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, zu pflegen. Du erkennst diese Leute daran, dass Du in ihrer Nähe Vertrauen und die Gewissheit fühlst, dass alles gut ist. Diese Leute sind bescheiden und haben sehr viel GEDULD. Ein guter Qigong- oder Yoga-Lehrer wird stets im Blick behalten, dass Deine Energie während der spirituellen Übungen gleichmäßig im Körper bleibt und nicht zu rasch aufsteigt. Nur, wer Wurzeln hat, kann auf gesunde Weise öffnende Übungen und Meditationen machen.

Die Vorteile des geöffneten Herzens

Öffnest Du Dein Herz durch geduldiges, schrittweises Voranschreiten auf Deinem persönlichen Erwachensweg, dann öffnet sich Dein Herz genau zu dem Zeitpunkt, zu dem Du bereit bist. Manche Leute haben auch ein einschneidendes Erlebnis mit Gott, z. B. eine Epiphanie in höchster Not oder ein Nahtoderlebnis, aus dem sie mit einem erweiterten Weltbild und einem felsenfesten Gottvertrauen, ja einer unerschütterlichen Gewissheit zurückkehren, dass alles gut ist.

Falls Du ein naturwissenschaftlich denkender Mensch bist, der nicht gern glaubt, sondern Hypothesen mit dem Verstand analysiert, empfehle ich Dir, einen Blick in das Buch von Dr. Eben Alexander zu werfen. Der Neurochirurg berichtet von seinen Erfahrungen mit Gott, die mit keiner der gängigen wissenschaftlichen Theorien erklärt werden können – es sei denn, man nimmt die Existenz eines höheren Wesens – Gott, Licht, All-eins, Quelle etc. – an.

Ich selbst kannte diesen Autor und seine Story nicht. Als ich eines Tages in die Bibliothek ging, fühlte ich, dass von einem Buch in einem Regal eine unheimlich hochschwingende Energie ausging. Also lieh ich das Buch aus und las es. Und es tat mir so gut! Was ich im Herzen wusste, wurde in diesem Buch so präsentiert, dass auch mein Verstand es annehmen konnte. Und genau darum geht es: Seele und Verstand sollten sich im selben Tempo weiterentwickeln und als harmonische Einheit wirken. Was die Intuition spürt, sollte auch vom Verstand halbwegs nachvollzogen werden. Der Verstand erdet uns, sichert uns die Bodenhaftung und wirkt ausgleichend. Ein geöffnetes Herz bedeutet, dass Verstand und Seele einander vertrauen, sich harmonisch ergänzen, wir sowohl geerdet als auch nach oben hin angebunden sind.

Die Schönheit der Welt wird wieder sichtbar

Unser Herzchakra ist ein Portal, durch das unser göttliches Sein und all unsere Liebe aus den inneren Ebenen hinaus in die schöne Welt strahlt und diese noch schöner macht. Wann immer unser Herz offen ist, wirken wir sympathisch und anziehend auf andere Menschen. Das kann am Anfang etwas anstrengend sein, wenn wir es nicht mehr gewohnt sind. Nicht nur unsere Seelenessenz, die ja aus reiner Liebe besteht, strahlt von innen nach außen. Durch ein geöffnetes Herz kann auch all die Liebe, die wir in anderen Menschen oder Situationen des Lebens vorfinden, hinein in unser Wahrnehmungsfeld gelangen.

Erst durch die Öffnung des Herzens erkennen wir diese Liebe und nehmen die Dinge so wahr, wie sie wirklich sind. Wir fühlen, wie verbunden wir jederzeit mit unseren Lieben und auch mit Gott sind. Wir erkennen, dass wir uns nicht an Freunde und Verwandte klammern müssen, da unsere Liebe und Freundschaft permanent existieren. Durch unsere Herzen sind wir im Inneren alle miteinander verbunden. Das stellt uns so zufrieden, dass wir niemandem mehr hinterherjagen müssen und keine Liebesbeweise mehr brauchen; wir fühlen ja schließlich, dass die Liebe da ist.

Wir fühlen, dass eine Freundschaft und eine Liebe bedingungslos sind und auch dann fortbestehen, wenn wir keinen Kontakt während einer Inkarnation haben. Seelisch sind wir alle in Liebe vereint. Wenn das Herz offen ist, haben wir auch keine Angst oder Abneigung gegenüber unserem Erdenleben. Da wir die Dinge nun so sehen, wie sie wirklich sind – durchdrungen von göttlicher Liebe – fühlen wir uns sicher und geborgen auf Mutter Erde, sind automatisch in unserem Erdenkörper präsent und haben nicht mehr den Wunsch, aus dem Körper zu fliehen, wenn mal eine herausfordernde Situation eintritt. Wir fühlen schließlich, dass Gott in jeder einzelnen Sekunde unseres Lebens mit uns ist und durch jeden anderen Menschen auf diesem Planeten leuchten kann – wenn wir es uns erlauben, hinzusehen.

Gottes Licht leuchtet in uns allen

Dazu möchte ich Dir von einem interessanten Erlebnis berichten. Einmal wollte ich mich auf eine Parkbank setzen, um die Natur zu genießen. Von Weitem sah ich einen Mann in verwahrloster Kleidung, der eine Flasche in der Hand hielt und schwankte. Ich überlegte kurz, doch nicht in den Park zu gehen. In dem Moment sagte Gott innerlich zu mir: „Hab keine Angst. Ich bin auch in diesem Menschen.“

Da sich bis jetzt alles, was Gott mir über die Intuition hatte zukommen lassen, als wahr und hilfreich erwiesen hatte, hörte ich also auf diesen inneren Impuls und steuerte auf die Bank zu. Als ich in die Nähe des Mannes mit der Flasche kam, wurde mein Blick wie magisch von ihm angezogen. Ich sah ihn an – und was ich sah, rührte mich fast zu Tränen. Als unsere Blicke sich trafen, war der Blick des Mannes glasklar, und es war, als würden wir uns schon ewig kennen. Ich fühlte Gott hinter den Augen des Mannes. Es war, als wolle er mir mit einem Schmunzeln sagen: „Siehst du?“

Der Mann stand auf einmal gerade und blickte mich mit so weisen Augen an, dass ich mich an meinen Tai-Chi-Lehrer erinnert fühlte. So ist es, wenn Du aufhörst, Menschen mit Deinen oberflächlichen irdischen Augen anzusehen, und sie stattdessen mit dem Herzen anschaust. Dann siehst Du plötzlich hinter die Person – die Rolle, die eine Seele während einer Inkarnation spielt – und erkennst die göttliche und gütige Seele, die hinter der Person steckt. Einen Menschen so anzusehen, ist ein Geschenk für Dich und denjenigen, mit dem Du diesen Blick austauschst.

Einen Menschen mit dem Herzen statt nur mit den Augen anzuschauen, kann den anderen in Sekundenschnelle daran erinnern, wer er oder sie wirklich ist. Es ist der Moment, in dem eine Seele die andere anschaut, und wir uns wieder der Tatsache bewusstwerden, dass wir alle zu jeder Zeit wertvoll und in Ordnung sind und unermesslich von unserem himmlischen Vater geliebt werden. Das Wort „Vater“ ist natürlich nur ein Platzhalter, denn Gott lässt sich mit keinem Wort beschreiben. Etwas Grenzenloses lässt sich nicht definieren (= eingrenzen).

Wie immer gilt: Glaube nicht, was ich schreibe, sondern mache Deine eigenen Erfahrungen. Du bist genauso mit Gott verbunden wie alle anderen auch. Es gibt niemanden, der weiser oder spiritueller ist als Du. 💝

01.05.2021
Liebe Grüße von
Varia Antares
Germanistin, Dozentin, Autorin


2020-Varia-antaresVaria Antares

Die Germanistin, Dozentin und Autorin schreibt über Spiritualität und deren Umsetzung im Alltag. Sie möchte Mut machen, Menschen motivieren und begeistern.

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