Denkanstöße durch Naturerlebnisse an Kraftorten in Süd-Afrika

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Denkanstöße durch Naturerlebnisse drei affen Denkanstöße durch Naturerlebnisse in Afrika

Anfang des Jahres (kurz, bevor die Corona-Krise begann) waren mein Mann und ich in Südafrika, um eine Freundin, die dorthin ausgewandert ist, zu besuchen. Ein Aufenthalt dort, in der weiten Natur und unter äußeren Umständen, die so anders sind als bei uns in Europa, setzt einen Break, einen Halt im Kopf. Das Denken wird ruhiger hier, der Griff der alten Muster lockert sich. Wir haben dort einige merk-würdige Situationen erlebt. Schon unmittelbar dort Vorort erschienen sie uns wie Metaphern: Wie Bilder, die helfen, das eigene Leben zu reflektieren und mit neuen Augen zu betrachten.

Denkanstöße durch Naturerlebnisse

Denkanstoß #l: Wenn sich das Wetter und die Umstände urplötzlich anders zeigen als gedacht

Stell dir vor, du bist an einem wunderschönen Ort. Es ist Hochsommer. Du beschließt morgens schon beim Aufwachen gut gelaunt, heute ein bestimmtes Ziel anzusteuern. Zum deinem Erstaunen ist aber der Himmel verhangen und es nieselt. Du fährst dennoch los. Wenig später findest du dich mit deinem Auto (völlig unerwartet) im tiefsten, weißen Watte-Nebel wieder.

Irritiert drosselst du die Geschwindigkeit. Glücklicherweise, denn da taucht direkt vor dir im Nebel (mitten auf der Schnellstraße!) eine Horde Paviane auf. Ihnen scheint nicht klar zu sein, dass sie hier auf der Schnellstraße nicht die Stärkeren sind.
Mit entschlossenem Gesichtsausdruck und eindeutigem Imponiergehabe blockieren sie (heute mit Erfolg!) nicht nur deine Fahrtspur, sondern auch die Überholspur. 

Woran erinnert dich dieses Bild?
Vielleicht kennst du ähnliches aus in deinem (Berufs-)Leben? Du glaubst, es sei heute klar, wo die Reise langgeht. Aber dann stehst du urplötzlich und unvorhergesehen doch im dichten Nebel. Und dann taucht da zu allem Überfluss auch noch eine Horde Affen auf. Die sich zwar ganz offensichtlich einfältig verhalten, denen aber es jetzt nichtsdestotrotz gelingt, mit ihrem Imponiergehabe alle(s) aufhalten.

Was tust du nun? Wie ist deine automatische Reaktion? Was denkst, fühlst und sagst du dann (oder eben nicht)? Und fällt dir jetzt, wenn du anhand dieses afrikanischen Bildes darüber nachdenkst, eine andere Heranweise ein? Vielleicht ein Perspektiven-Wechsel: Weg von „So ein blöder Nebel“ oder „diese Affen haben mir jetzt gerade noch gefehlt“ hin zu einem „Ah, das ist interessant!“, „Wow, was einem unterwegs so alles begegnet!“. Oder vielleicht kannst du jetzt über das Ereignis lachen?

Denkanstöße durch Naturerlebnisse drei affen

Denkanstoß #2: Eine auf den ersten Blick harmlose, ältere Dame bremst uns mit stoischer Ruhe aus

Wieder sind wir unterwegs, um von einem Ort zum anderen zu reisen. Heute ist es sonnig, der Himmel ist strahlenblau und weit. Das schöne Wetter und die Vorfreude auf unser Ziel machen gute Laune. Wir fahren auf einem unbefestigten Hohlweg, der uns zwingt, das Tempo zu reduzieren. So haben wir die Möglichkeit, Dinge am Straßenrand zu entdecken, die uns sonst auf der schnellen Reise vermutlich entgangen wären. Da! Direkt neben uns am Straßenrand bewegt sich eine Schildkröte. Wir halten an, um sie zu beobachten. Einer freilebenden, afrikanischen Schildkröte begegnet man ja nicht alle Tage. Diese zwei Minuten Pause müssen drin sein, auch wenn die Route, die vor uns liegt, noch lang ist. 

Als ob die Schildkröte sich unserer Aufmerksamkeit und Bewunderung bewusst wäre, drehte sie sich nun zu uns um. Sie streckt dabei ihren Hals ganz lang in unsere Richtung. Wer von uns bestaunt hier gerade wen?
Und wer bestimmt hier, was jetzt geschieht?

Die Schildkröte bewegt sich nun (entgegen ihrer ursprünglichen Marschrichtung Richtung Gebüsch) wieder auf die Straßenmitte zu. Immer noch hat sie Hals und Kopf weit nach vorne ausgestreckt und läuft nun direkt vor uns auf die Fahrbahn. Nur etwa 50 cm vor dem Auto überquert sie die Straße. Sie wirkt sehr entschlossen. Und sie bewegt sich dabei sehr, SEHR langsam. Jetzt haben wir keine Wahl mehr, jetzt bestimmt sie was geschieht. Nun können wir solange nicht mehr weiterfahren, wie sie sich für ihre Überquerung Zeit lässt.

Kennst du ähnliches aus deinem (Berufs-)Leben?
Da ist jemand, dem du dich überlegen fühlst oder den du vielleicht nicht so ganz für voll nimmst. Aber dann, im dem Augenblick, wo du demjenigen deine ganze Aufmerksamkeit schenkst, da wendet sich plötzlich das Blatt. Jetzt bestimmt er oder sie, wie lange er deine Zeit in Anspruch nimmt.
Vielleicht erkennst du auch jetzt erst, während du diese kleine Geschichte liest, eine solche Situationen aus deinem Alltag. Denn der oder die Betreffende wirkt ja so harmlos. Oder vielleicht auch hilflos. Dennoch bestimmt er oder sie über deine Zeit.
Denkanstöße durch Naturerlebnisse schildkroete

Denkanstoß #3: Wo steckt der Elefant?

Bei einer Reise durch Südafrika hat man viele Tierbegegnungen, geplant oder auch ungeplant. Wir wollten gerne Elefanten in freier Wildbahn beobachten: Im 70 km langen Addo Elephant Nationalpark kann man mit dem Auto auf eigene Faust auf geschotterten Wegen „pirschen“. Hunderte von Elefanten leben hier und sind ganz leicht zu beobachten, so heißt es auf der Internetseite des Parks.

Voller Vorfreude und auch ein bisschen aufgeregt fahren wir los, um Elefanten zu beobachten. Wir fahren durch die sanfte Hügellandschaft mit vielen Dornenbüschen und hohen Bergen am Horizont. Wir cruisen Kilometer um Kilometer. Nach einer halben Stunde sind wir dann schon froh, als wir außer den vielen Büschen auch eine kleine Antilopenherde entdecken und beobachten können. Auch eine dunkelbraune Hyäne sehen wir mit großen runden, schwarzen Ohren. Aber Elefanten?! Weit und breit sind keine zu sehen.

Das ständige wachsame Schauen nach rechts und links in die Büsche und auch in die Ferne vor uns strengt mich nach über einer Stunde vergeblicher Suche an. „Geduld“, sagt mein Mann, „so ist das beim Pirschen. Schau mit weichem, weitem Blick.“ Ich muss lachen, denn das sind genau meine Worte, die ich benutze, wenn ich anderen den Zugang zur Intuition vermittele.

Tatsächlich war das der richtige Hinweis. Durch das Umschalten und Weichwerden, nicht nur beim Schauen, sondern auch in der inneren Haltung, verändert sich mein Erleben. Ich lasse meine Erwartungen los. Genieße nun einfach nur jetzt im Augenblick unsere Fahrt. Und die Ruhe hier und die Weite der Landschaft. Ich genieße es, hier im Urlaub keinen Plan und keinerlei Termine zu haben. So lässt sich jetzt auch ein leider verwaistes Wasserloch leichter ertragen (Wasserlöcher sind hier der Geheimtipp zum Auffinden von Tieren im Nationalpark). Und das nächste. Und das nächste.

Ich bin dennoch zufrieden mit dem, was sich von alleine zeigt, so wie eine noch eine kleine Herde von Antilopen, dieses Mal mit drei Jungen. Dann, als wir nach fast drei Stunden des Umherfahrens die Idee, hier je Elefanten zu entdecken und beobachten zu können, schon aufgegeben haben, da passiert es. Nur wenige Meter vor uns bricht ein Elefant aus dem Gebüsch und kreuzt direkt vor uns, direkt vor unserem Auto, die Straße. Es passiert so schnell, dass mein Verstand es kaum erfassen kann.

Denkanstöße durch Naturerlebnisse kopf elephant

Kennst du solche Situationen?

Du möchtest etwas Bestimmtes erreichen oder erleben. Wo du auch bist, ständig hältst du danach Ausschau. Oder du denkst unablässig daran. Irgendwann wirst du ungeduldig und denkst: „Nun soll es aber mal passieren!“ Und später irgendwann gibst du dann auf. Oder lässt schließlich die Idee einfach los. Vergisst vielleicht sogar das Objekt deiner Begierde. Und dann plötzlich, in einem Augenblick, als du gerade gar nicht damit gerechnet hast, da plötzlich geschieht es.

Was kannst du für dich aus dieser afrikanischen Elefanten-Geschichte für solche Situationen mitnehmen? Was kann dir helfen, die Zeit bis „es“ endlich passiert, entspannt(er) und zufrieden(er) zu verbringen?
Du brauchst nicht nach Afrika zu reisen, um in der Natur Coaching-Impulse zu finden.
Achte beim nächsten Mal, wenn du eine Frage hast oder dich eine Herausforderung quält, darauf, was dir beim Spaziergang im Wald oder sogar auch mitten in der Stadt begegnet. Und vielleicht magst Du es dann als Kommentar hier mit uns teilen?


BuchtippKira-Klenke-Cover-Lichtwerkzeuge

In Zeiten, in denen das Reisen nicht mehr so möglich ist, wie wir es immer gewohnt waren, kannst du dich auch von Zuhause aus, ohne zu reisen, mit dem Energiefeld von Kraftorten verbinden. Das ist das Thema des Buches von Kira Klenke
Die Lichtwerkzeuge von Avalon:
Durch innere Reisen an Kraftorte Heilung finden
Inkl. 7-Tage Lichtwerkzeuge-Challenge »Dein Leben upgraden in nur 7 Tagen«
Neue Erde Verlag 2020, ISBN 978-3890607702

Zum Buch

21.10.2020
Prof. Dr. Kira Klenke
www.KiraKlenke.de

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