Angst als Freund – Warum die Lösung aller Probleme in der Annahme liegt

angst-frau-fenster-window-view

angst-frau-fenster-window-viewDie Angst als Freund: Warum die Lösung aller Probleme in der Annahme liegt

Angst als Freund – Probleme sind etwas Gutes! Warum? Weil kein unangenehmes Gefühl auftaucht, wenn es dem Menschen nicht etwas sagen möchte. Die Motivation eines Widerstands ist stets Wachstum. Doch löst sich ein Problem allein durch radikale Akzeptanz?
Anjana Gill zählt zu Deutschlands erfolgreichen Bestseller-Autoren im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und beschäftigt sich seit Jahren mit dem Lösungsdenken.

Unwillkommenes heißen die Menschen nur sehr selten willkommen.

Nach Anjana Gill zählt dies zu den zentralen Problemen des Lebens und führt dazu, dass wir mit dem, was ist, hadern und die Angst dahinter verdrängen. Die meisten Menschen möchten das unangenehme Gefühl von Hilflosigkeit nicht spüren und kämpfen folglich in der Regel dagegen an. Ein Kampf, der in den Augen von Gill nicht gewonnen werden kann: Ängste ständig zu verdrängen, verstärkt diese nur. Ein Paradox, das in seiner Erkenntnis wertvoll für das Lösungsdenken ist. Ziel ist es, die Angst zu würdigen, um entspannter und selbstsicherer im Umgang zu werden. Gedanken wie ‘Meine Angst will gesehen werden“ oder „Sie will mir helfen“ bringen den Flucht- oder Kampfimpuls häufig direkt zur Abschwächung.

Angst als Freund – Erkennen und Annehmen: Angst ist grundsätzlich nichts Negatives

Fakt ist: Menschen sind angstbesetzte Wesen. Angst ist grundsätzlich nichts Negatives und hat die Funktion, unser Überleben zu sichern. Daher lohnt es sich, die Angst als Freund zu begreifen, weniger als Störenfried. Ohne sie würden wir nicht vor der Gefahr davonrennen, unsere Überlebenskräfte mobilisieren und uns schützen. Die Formel ist einfach erklärt, um einen freundlichen Umgang zu erreichen: Wir müssen sie anerkennen, annehmen und uns ihr stellen. Als Kämpfer oder Flüchtender sind wir ihr ausgeliefert, denn sie ist uns immer auf den Fersen. Sind wir dann einmal krank oder erleben einen Schicksalsschlag, kommt die verdrängte Kraft mit immensem Druck nach oben. Besser ist es, sie zu einem hilfreichen Gestaltungswerkzeug der eigenen Entwicklung zu sehen und sie stets willkommen zu heißen.

Eifersucht, Ungeduld, Wut: Eigenschaften, die der verdrängten Angst entstammen – Angst als Freund

Wer einmal eine Angst zu verdrängen versucht hat, weiß, wie viel Kraft dieser Akt kostet und welche Folgen sie für den Menschen trägt. Denn wenig nützliche Eigenschaften entstammen verdrängter Angst: Gier aus der Angst davor, zu kurz zu kommen. Eifersucht aus der Angst, verlassen zu werden. Wut aus der Angst, nicht gesehen zu werden. Doch wie kann der Mensch seine Angst besser verstehen lernen? Fakt ist: Ängste sind nie allgemeiner Natur. Das furchtsame Gefühl, welches wir als ein solches empfinden, entsteht immer nur durch die eigene Bewertung. Demzufolge liegt die Lösung für ein Gefühl immer auch beim Menschen. Nie außerhalb.

Das Gesetz der Polarität: Die bewusste „Symptomverschreibung“

Anjana Gill ist dank ihrer indischen Wurzeln schon seit der Kindheit mit der Spiritualität verbunden und weiß um die Wirkung der universellen Gesetzmäßigkeiten. Hierzu gehört das Gesetz der Polarität. Dieses belegt, dass von allem in der Welt immer zwei Pole existieren – Schwarz und Weiß, Licht und Schatten, Glück und Unglück, Tag und Nacht. In der Praxis bedeutet dies, dass hinter allen Widerständen auch ein positiver Gegenpol stehen muss. Die Technik der paradoxen Intervention hilft, diese Widerstände zu nutzen und ins Gegenteil zu verkehren. Wenn das Problem in stark übertriebenem Maße produziert statt bekämpft wird, bietet sich plötzlich die Möglichkeit, das Verhalten selbst zu steuern.

Alles darf da sein: Akzeptanz aller Gefühle und Gedanken

Für mehr Wirkung braucht der Mensch drei Schritte hin zur Veränderung: Das intellektuelle Erkennen: „Ich spüre Angst.“ Dann das emotionale Anerkennen: „So fühlt sich das an, und ich akzeptiere das.“ Und schließlich die Verwandlung: „Ich kann die Angst integrieren und mein Leben leben, trotzdem.“ Damit durchlebt der Mensch kurzfristig einen Schmerz, Schuld und Scham sowie mittelfristige Freude (Akzeptanz der eigenen Gefühle).

Gill fordert ihre Klienten häufig auf, problematische Verhaltensweisen nicht zu bekämpfen, sondern erst einmal zu akzeptieren und sogar absichtlich und übertrieben zu unternehmen. Beispielsweise sollen Menschen, die zur Angst vor dem Alleinsein neigen, versuchen, absichtlich mehr Gefühle von Verlassenheitsangst zu produzieren. Dann kommt man schnell zum Kern, worum es eigentlich geht: Nicht der Partnerwunsch ist das Problem. Er ist der Auslöser. Im Fall der Verlassenheitsangst ist es die Selbstannahme und der Selbstwert, die im ängstlichen Menschen zu stärken sind.
Die paradoxe Intervention ist also ein Rezept für eine „Symptomverstärkung der Angst“, eine Behandlung, die das Gegenteil von dem verordnet, was sie eigentlich erreichen will. Ziel ist es, innere Widerstände positiv zu nutzen und ins Gegenteil zu verkehren.

5 entscheidende Schritte zur Akzeptanz deiner Ängste:

1. Flucht- und Kampfmodus aufgeben – Wenn ein Ereignis ansteht, das eine Angst in dir auslöst, kämpfe nicht an und laufe nicht davon, sondern spüre die Angst und übe dich in Akzeptanz, indem du dir selbst ein Eingeständnis machst.
2. Akzeptanz aller Gefühle – Der Impuls ist stark und natürlich, die Angst loszuwerden. Doch der bessere Weg ist, jedes Gefühl willkommen zu heißen und ohne Bewertung anzuerkennen.
3. SelbstbeobachtungLerne deine Angst kennen, was möchte sie dir sagen, wovor will sie dich beschützen? Was kannst du selbst tun, um dich um deine Angst zu kümmern? Stell dir vor, die Angst ist ein kleines bedürftiges Kind, das Zuwendung braucht.
4. Ins Gegenteil verkehren – Ängste sind sehr stark mit Gefühlen verbunden und das Zulassen dieser Gefühle ist wichtig, um dich mit deiner Angst zu verbünden. Erlaube dir, alles zu fühlen und alle grauen Wolken durch dich hindurchziehen zu lassen, ohne Abwehr oder Wertung.
5. Integration und Visualisierung – Sobald du eine tiefgreifende Akzeptanz deiner Angst erreicht hast, wird der Impuls der Flucht oder des Kampfes enorm schwach. Denn wir haben sie integriert, einen Platz in uns geschaffen, wo sie sicher ist und gesehen wird.

Zusammenfassend gilt:

Sobald der Mensch sich seiner Gedanken und Gefühle bewusst wird, kann er auch seine gefühlsmäßigen Reaktionen und Auswirkungen besser verstehen. Wichtig ist hierbei, dass die Selbstbeobachtung wohlwollend geschieht, weniger kritisch und ablehnend. Schuldgefühle oder Scham bringen die betroffene Person nur in eine weitere negative Spirale. Allein mit dieser Erkenntnis kann der Mensch bereits etwas in Bewegung bringen und das innere System verändern.
Doch wie jede Transformation braucht es etwas Übung und Geduld. Es ist ähnlich wie ein Muskel, der auf neue Reize reagiert und sich stetig anpassen wird, sodass du deine Ängste und ihre Folgen transformieren kannst.
Anjana Gill liefert mit ihrem aktuellen Werk einen ehrlichen Blick auf die Probleme des menschlichen Lebens und deren Entstehung. Mit konkreten Übungen und dem selbst entwickelten Lösungsdenken zeigt sie dem Leser auf, wie dieser das Polaritätsprinzip zu seinem Vorteil nutzen kann, um schwierige Situationen im Leben besser zu meistern.

27.06.2021
Anjana Gill
www.anjanagill.de

Alle Beiträge der Autorin auf Spirit Online

Anjana GillAnjana-Gill-Querformat

Anjana Gill, 1964 geboren in Bonn, ist Bestseller-Autorin mit deutsch-indischen Wurzeln. Als Expertin für moderne Spiritualität© und Beraterin für Wunscherfüllung begeistert sie viele Menschen mit ihren lebensnahen und humorvollen Büchern quer durch alle Bevölkerungs- und Altersgruppen. Ihr Top-Bestseller „Danke, liebes Universum: 95,7 % Wunscherfüllung“ stand monatelang in der Bestseller-Liste von Amazon. Mit Leidenschaft und Freude beschäftigt sie sich seit Jahrzehnten mit spirituellen Themen und der Anatomie von Wunscherfüllung und Lösungsdenken. Gill lebt mit ihrer Familie in Bonn.
»Zum Autorenprofil«


Buch TippCover Danke für die wunderbare Lösung Anjana Gill

„Ich wusste gar nicht, dass Probleme lösen so viel Freude machen kann. “ Sophie T.
Kommt dir das auch bekannt vor? Es gibt im Leben immer irgendwo ein Problem, das uns stört. Wir finden z. B. keine passende Wohnung, suchen einen besseren Job, möchten ein höheres Einkommen, müssen eine Trennung verarbeiten, haben Ärger, bekommen eine Absage, machen uns Sorgen um jemanden und, und, und … Aber es gibt eine Lösung – eine Möglichkeit, mit der sich unsere Probleme quasi von selbst auflösen…..

„Danke für die wunderbare Lösung“
von Anjana Gill
Mit dem Universum löst du jedes Problem
Verlag Silberschnur (2021) Taschenbuch, 160 Seiten
ISBN 978-3-96933-005-0, € 12,00 (D)

Alle Beiträge der Autorin auf Spirit Online

Für Artikel innerhalb dieses Dienstes ist der jeweilige Autor verantwortlich. Diese Artikel stellen die Meinung dieses Autors dar und spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung des Seitenbetreibers dar. Bei einer Verletzung von fremden Urheberrecht oder sonstiger Rechte durch den Seitenbetreiber oder eines Autors, ist auf die Verletzung per eMail hinzuweisen. Bei Bestehen einer Verletzung wird diese umgehend beseitigt.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*