Achtsamkeit Cornerstone Würde leben kostbar und einzigartig

Die Würde des Menschen ist antastbar

Achtsamkeit und Würde leben-mann-Trauer-abstrakt-loveMenschenwürde ist antastbar – Achtsamkeit und Würde leben!

Diese Umformulierung des Artikels 1 unseres Grundgesetzes, das Menschenwürde unantastbar sei, rüttelt auf, stellt sie doch in Frage, wie viel uns dieser oft zitierte Grundsatz aus dem Grundgesetz im alltäglichen Umgang mit unseren Mitmenschen, aber auch angesichts anhaltender globaler Ungerechtigkeiten tatsächlich wert ist. Was ist heute Menschenwürde tatsächlich wert? Ist Menschenwürde tatsächlich unantastbar? 

Es gibt unzählige Beispiele im alltäglichen dem wir begegnen und uns fragen könnten, musste das sein? Viele unterschiedlichste Impressionen eines „würdelosen“ Verhaltens hat Eingang gefunden in unser Leben. Und findet sogar eine Akzeptanz ohne großen Widerspruch. Sei es unseren Umgang mit der Natur, Tiere, Genetische, Künstliche Intelligenz und militärische Killer Roboter bis hin zu Politik und Wirtschaft. Unsere Gesellschaft hat die Beziehung zu Würde und einem würdevollen Verhalten verloren. Würde ist ein veraltetes Wort. Altmodisch und abstrakt. Es wird nicht mehr ernst genommen oder gar gelebt. Selbst der Staat und seine Institutionen ist vor würdelosen Diskussionen und Gesetzen nicht sicher. Liegt es daran, das uns im Modernen Leben die Würde an sich komplett abhanden gekommen ist? In unserem Handeln verlieren wir Wert und Ethik. Wir misshandeln brutal, Frauen, Kinder, Tiere und die Natur. Wir verletzen Recht und Grundgesetz. Wir alle, denn wir schauen zu! Der Konsum ist uns wichtiger als das Wissen woher die Billigklamotten kommen, die Menschen für einige wenige Cent produzieren. Das macht uns zum Mitwisser, denn wir tolerieren Verbrechen.

Begriff der Menschenwürde 

Für uns ist es eine viel bestätigte Tatsache, dass  Würde (Menschenwürde) und damit verbundene ethische Prinzipien konsequent außer Kraft gesetzt wurden. Und dies ist wesentlich durch Politik, Politiker, Wirtschaftsführer, Hedgefonds, sogenannten Eliten und vielen Konsum willigen  gefördert worden. Über Jahrzehnte. Die Schäden die bereits angerichtet wurden sind kolossal und unübersehbar für jeden der nicht wegschaut. Die Würde des Menschen, der Tiere, der Natur wird mit Füßen getreten. Ja selbst der Klimawandel führt zu noch weit mehr sozialer Ungleichheit und zu Würde losem Verhalten. Der Mensch opfert seine Würde, seine Menschenwürde für einen vermeintlichen Wohlstand. Und opfert aus Dummheit die Zukunft der eigenen Kinder. Der Mensch braucht eine Moderne Definition des Begriffes Würde um sein Recht überhaupt erst wieder als unantastbar wahrnehmen zu können! Menschenwürde und Würde sind ein Recht, das zu verteidigen lohnt. Das bedeutet Eigenverantwortung zu übernehmen und Würde und Achtsamkeit im Alltag aktiv als unantastbar, respektvoll zu integrieren.

Umweltprobleme wie der Klimawandel sind Katalysatoren der sozialen Ungleichheit. Wenn Sie zu den ärmeren Teilen der Bevölkerung gehören, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie an einer stark befahrenen Straße wohnen, sehr viel höher. Das Umweltbundesamt hat dokumentiert, dass bei unter Dreijährigen der Bleigehalt im Blut bei der untersten Einkommensschicht deutlich höher ist als bei den höheren Einkommensklassen. Und zwar, weil sie an Wohnorten leben, die stark befahren sind. Auch die extreme Hitze wirkt sich je nach Klassenzugehörigkeit aus. Der Staat diskutiert, fabuliert und toleriert die Verbrechen der Industrie. Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit heißt es in Artikel 2 des Grundgesetzes!

Wenn Sie arm sind, leben Sie in alten Gebäudebeständen mit vielen Personen in kleinen, meist akklimatisierten Räumen. Als Wohlhabender hingegen leben Sie auf viel mehr und im Idealfall klimatisiertem Raum. Dann haben Sie einen Garten, vielleicht sogar einen Swimmingpool. Da lässt es sich dann auch bei 40 Grad aushalten. Zu heiß wird es also vor allem für die Armen.

Würde und Umwelt ist auch ein Bestandteil der Menschenwürde – unantastbares Recht?

Blicken wir auf eine nie dagewesene „verheerende Ausrottungswelle“ die über unseren Planeten hinweg fegt kann man nicht mehr von einer gelebten Würde sprechen. Im Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen, – verschwinden viele Tierarten schlicht von der Erde: In den vergangenen vierzig Jahren hat der World-Wildlife-Fond (WWF) einen Rückgang der Tierbestände um 58 Prozent gemessen. Die über 14.000 untersuchten Tierpopulationen haben sich mehr als halbiert, meldete der WWF-Report 2016.

Es verschwinden Tiere aber nicht nur aus den Ökosystemen in Riff oder Regenwald, sondern „manche schlicht aus unserem Blickfeld und damit aus dem Bewusstsein ganzer Generationen: Pute, Huhn und Schwein leben abgeschottet in Modernen Tierfabriken.“ Wir Menschen „denken und handeln gespalten“, wenn es um den Umgang mit Tieren geht: Den einen – den Nutztieren – werde die Würde abgesprochen. „Schlachtkonzerne etwa, bezeichnen Schweine als Rohstoffe – wie kann das sein?“ In die anderen werde sehr viel hineinprojiziert. Haustiere würden vermenschlicht, gar vergöttert. „Die einen verwöhnen wir mit Haustierfutter, die anderen werden dazu verarbeitet.” Die Würde existiert nicht mehr. Oder doch? Vielleicht lebt die Würde mit dem wachsenden Verständnis für Achtsamkeit auf? Achtsamkeit und Würde leben von unten nach oben! Vorleben, sich bewegen und dem Staat daran erinnern, das Menschenwürde und Würde an sich kein austauschbares bloßes Objekt darstellt. der Mensch muss begreifen, das er selbst verantwortlich ist und für Würde und Menschenwürde offen sich einsetzen muss!

Es war eine historische Errungenschaft, dass sich nahezu alle Länder der Welt auf den Schutz und die Achtung der Menschenwürde verpflichtet haben. Durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahr 1948 hat sich ein normatives Bezugssystem herausgebildet, anhand dessen sich die vielseitigen Verletzungen der Menschenwürde identifizieren und bekämpfen lassen. Was sind Menschenrechte heute noch wert. Fragen Sie sich dies bitte offen und ehrlich! (Die nicht bindende Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde 1948 mit der Stimme der USA von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris verkündet. Die USA haben die Amerikanische Menschenrechtskonvention von 1969 nicht unterzeichnet.)

Ausbeuterische Kinderarbeit als Schicksal von Millionen Kindern weltweit oder menschenunwürdige Lebensbedingungen in den Slums des globalen Südens sind nur ausgewählte Beispiele für Verletzungen der Menschenwürde, die hier in diesem online Magazin behandelt werden. Sicher ist die Not von Menschen, die in extremer Armut leben, keineswegs vergleichbar mit der von Menschen hierzulande. Dennoch können wir uns auch in Deutschland keineswegs zurücklehnen mit der Begründung, bei uns sei Würde und Menschenwürde schon hinreichend garantiert. Sie muss tagtäglich geschützt und geachtet werden, und dies ist auch eine zentrale Herausforderung für den tagtäglichen Umgang miteinander in Familie, Schule und im Arbeitsumfeld.

Menschenrechte werden weltweit verletzt und das jeden Tag. Es gibt nur wenige Staaten in denen Menschenrechte nicht verletzt werden, selbst der demokratische Rechtsstaat westlicher Industrienationen bietet keinen absoluten Schutz vor Übergriffen. Die Mehrzahl aller Menschenrechtsverletzungen ereignet sich jedoch in Schwellenländern und in den Entwicklungsländern.

Noch nie war eine so große Zahl von Menschen durch Eingriffe in elementare Lebensrechte bedroht oder betroffen wie heute und selten verletzt ein Staat nur ein einzelnes Menschenrecht, meistens schließen sich die Übergriffe zu einer Kette zusammen.

Verschiedene Nichtstaatliche Organisationen, wie amnesty international oder die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, versuchen Menschenrechtsverletzungen in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken und sich um den Schutz der Menschen vor Willkür und Unterdrückung zu kümmern. 

Menschenwürde leben, Grundrechte – Europäische Union und Bundesrepublik Deutschland

Europa sieht sich gern als Hort der Menschenrechte. Dieses Bild hält einer Überprüfung jedoch nicht immer stand.

Die Berichte von amnesty international umfassen die meisten europäischen Staaten und dokumentieren immer wieder besorgniserregende Muster von Missbrauch staatlicher Gewalt durch Polizei- und Justizangehörige, darunter Misshandlung, Folter und übermäßige Gewaltanwendung mit oft eindeutigen diskriminierenden Tendenzen, sehr häufig ohne strafrechtliche oder disziplinarische Konsequenzen.

In den Ländern der EU ist Fremdenfeindlichkeit ein weit verbreitetes Problem. So fühlt sich ein Großteil der in der Europäischen Union lebenden Muslime benachteiligt. Das ergab eine Studie der EU-Agentur für Grundrechte (FRA). 

In der EU gelten umfassende menschenrechtliche Verpflichtungen für alle Mitgliedstaaten. Die Realität sieht indes häufig anders aus – insbesondere an den EU-Außengrenzen: Hier werden zunehmend Maßnahmen getroffen, um Menschen gar nicht erst Zutritt zum Hoheitsgebiet der EU zu gewähren. Maßnahmen der Grenzkontrolle werden immer weiter ins Vorfeld der Staatsgrenzen verlagert – bis in die Küstengewässer afrikanischer Staaten hinein. Dies geschieht etwa dadurch, dass patrouillierende Schiffe eingesetzt werden, die Menschen auf schiffbrüchigen Booten auf Hoher See abfangen und daran hindern, die EU-Außengrenzen zu erreichen.

Lebe in Würde, finde deine Würde wieder. Mit Achtsamkeit und Respekt

Was bedeutet Würde Achtsamkeit Respekt  eigentlich? Für mich persönlich beinhaltet Würde insbesondere Respekt, Achtsamkeit und Wertschätzung – sowohl mir selbst als auch anderen gegenüber; unabhängig davon, ob es sich dabei um Menschen, Tiere oder die Natur handelt. Und für Sie?

Lassen Sie uns über Würde sprechen! Menschenwürde leben!

Stefanie Menzel
Uwe Taschow spirit online
14. November 2017

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