Hochsensibilität im Beruf 

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Unsplash-frau-kameraHochsensibilität im Beruf 

In einer Welt, die vor allem von lauten und extrovertierten Menschen geführt wird, ist es nicht immer einfach als hochsensible Person einen Platz zu finden. Vor allem in der Berufswelt, in der es oft um Konkurrenz, die Kommunikation mit anderen Menschen oder die Arbeit in einem lauten und stressigen Umfeld geht, stellt die äußere Umgebung eine besondere Herausforderung dar. Dennoch gibt es einige Berufsbereiche, in denen Hochsensible ihre Fähigkeiten hervorragend nutzen und voll und ganz in ihrer Tätigkeit aufblühen können. 

Wie ist es eigentlich hochsensibel zu sein?

Wer hochsensibel ist, reagiert verstärkt auf Reize von außen und nimmt diese intensiver wahr.
Dabei werden nicht nur Einflüsse wie laute Geräusche häufig als unangenehm empfunden, sondern auch die Emotionen und Stimmungen von anderen Personen. Hochsensible neigen also nicht nur zu einer schnelleren Erschöpfung durch äußere Umwelteinflüsse, sondern auch dazu, das Befinden anderer Menschen mitzufühlen. 

Ihre Sinne sind sehr viel feinfühliger als die anderer Personen, weshalb sie nicht nur anders hören, sehen und schmecken, sondern auch emotionaler und empathischer reagieren. Diese zahlreichen intensiven Einflüsse können dementsprechend auch schnell zur Erschöpfung der Psyche und des Körpers führen. So brauchen Hochsensible oft viel Ruhe und Zeit für sich allein, um ihre Batterien aufladen zu können und wieder leistungsfähig zu sein. 

Doch das Leben als hochsensible Person hat auch seine Vorteile, denn durch diese Eigenschaft ist es möglich vor allem die positiven und kleinen Dinge im Leben umfassender und intensiver zu erleben. Zudem werden viele alltägliche Details wie Gerüche und Klänge wahrgenommen, die anderen Menschen gar nicht bewusst sind. Gleichzeitig sind Hochsensible anderen sehr feinfühlig gegenüber. Sie nehmen oft sehr schnell wahr, wie es ihrem Gegenüber geht oder ob die andere Person aufrichtig ist. Daher besitzen sie eine ausgesprochen gute Intuition. Diese Persönlichkeitsmerkmale können daher nicht nur im Privat-, sondern auch im Berufsleben dienlich sein. Doch welche Berufe eignen sich eigentlich für hochsensible Menschen? 

Gute Berufe für Hochsensible

Je nachdem, ob eine Person eher auf der körperlichen, auf der seelischen oder sogar auf beiden Ebenen hochsensibel ist, gibt es verschiedene Berufsbereiche, in denen sie besonders gut aufgehoben sind. Oft finden sich Hochsensible in kreativen Berufen, in Grünen Berufen, im sozialen Bereich oder in analytischen Tätigkeiten wieder. 

Personen, die auch auf der Arbeit viel Ruhe benötigen, sind häufig Autoren, Fotografen, Designer, Architekten oder ähnliches. Sie arbeiten vorwiegend an kreativen Projekten am Computer und sitzen gerne allein in ihrem Büro auf der Arbeit oder zu Hause. Analytisch Veranlagte sind daher ebenfalls in Jobs wie Ingenieur, Marketing-Manager, Projektleiter oder Informatiker tätig. 

“Das Gute an diesen Bereichen ist, dass sie relativ flexibel sind und es viele Weiterbildungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Fotografiekurse gibt, mit denen sie sich selbstständig weiterentwickeln können. Daher sind viele Hochsensible auch als Selbständige oder Freiberufler tätig, um sich ihre Arbeit möglichst flexibel einteilen zu können und den nötigen Freiraum zur Erholung zu haben. Da immerhin 15- 20 % Prozent der Bevölkerung als hochsensibel eingestuft werden kann, greifen inzwischen immer mehr von ihnen auf die Chancen zurück, die ihnen die digitale Welt heutzutage bieten kann”, informiert einer der Inhaber von metalecture.com.

Weitere Berufe, in denen Hochsensible vor allem ihre sozialen Fähigkeiten einsetzen können, sind zum Beispiel Arbeiten als Lehrer, Coach, Heilpraktiker, Sozialarbeiter, Dozent oder Anwalt. Hier kommt ihnen vor allem die Feinfühligkeit anderen Menschen gegenüber zugute, sodass sie ihre Arbeit sehr gut und gewissenhaft ausführen. Sie sind dazu in der Lage sich in andere Personen hineinzuversetzen und besitzen daher meist eine hervorragende Vermittlungsgabe. 

09.01.2022
Spirit online
Foto: Brooke Cagle/ Unsplash (https://unsplash.com/photos/kdevrys0E9s) 

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