Impulse zum Thema Trauer

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impulse-zum-thema-trauer-girlSich dem Gefühl von Trauer stellen …

Wenn wir auf unserem Weg einen großen Sprung nach vorne machen möchten, dann gibt es hierfür einen Trick: FÜHLEN …

Fühlen – mehr ist nicht nötig!

FÜHLEN IST ALLES!

Wir alle sind noch Anfänger, was das Fühlen anbetrifft. Viele Menschen brauchen jahrelang und erleiden viele Rückschläge, bis sie wieder einen Zugang zu ihren Gefühlen zu bekommen.

Natürlich fühlen wir alle immerzu, ob wir dies nun wollen oder nicht. Doch die Heiligkeit des Fühlens liegt im Ja-sagen. Fast alle Menschen fühlen „etwas“, und wollen dann lieber „etwas anders“ fühlen. Sie sagen nicht JA zu ihren Gefühlen, sondern NEIN. Und dann lenken sie sich ab, gucken Fernsehen, suchen Zerstreuung, unternehmen große Reisen, machen Party, treiben Sport, joggen und laufen vor sich selbst, vor ihren eigenen Gefühlen davon.

Vier Grundgefühle

Es gibt die vier Grundgefühle: Freude, Wut, Trauer und Angst. (Alle anderen Gefühle können wir auf diese zurückführen.)

Freude fühlen geht leicht.

Angst fühlen beengt uns – damit kommen wir aber meist klar, ja wir gewöhnen uns sogar daran und nehmen gewohnheitsmäßig die Opferrolle ein.

Wut fühlen ist so `ne Sache. Wir „dürfen“ Wut nur in Maßen ausagieren, sonst gibt es Ärger.

Und Trauer – Trauer ist das, was wir einfach nicht fühlen mögen …

Trauer ist der Schlüssel

ALLE unsere Probleme können wir auf TRAUER zurückführen. Trauer bereitwillig zu fühlen ist der Schlüssel für unsere Erlösung/Erleuchtung. Und ALLE unsere Krankheiten und sogar unsere globalen Umweltprobleme können wir auf unterdrückte, ungelebte, erstickte, unter den Teppich gekehrte Trauer zurückführen.

Trauer geht einher mit Sterben, deswegen mögen wir Trauer nicht fühlen. Immer wenn ein Mensch stirbt, trauern wir. Und auch wenn ein Tier, ein Talismann oder eine schöne Pflanze stirbt, trauern wir. Und noch mehr: Auch wenn wir Hab und Gut, Besitz, unseren Job, unseren Partner (durch Trennung), unser Ansehen, unsere Stellung, unsere Bedeutung verlieren, trauern wir. Wir trauern immer dann, wenn sich Formen auflösen. Wir trauern immer dann, wenn es anders kommt, als wir es dachten. Wir trauern immer dann, wenn wir unsere Vorstellungen (und Erwartungen und Wünsche und Hoffnungen) verabschieden und begraben müssen.

Trauer fühlen wir, wenn eine Vorstellung (eine Form) stirbt.

Jede Trauer ist ein kleiner Tod

Trauer überkommt uns, wenn etwas stirbt, wenn etwas „das Zeitliche segnet“. „Das Zeitliche segnen“ ist ein Spruch in unserem Alltag, über den wir uns keine großen Gedanken machen, doch ihm wohnt eine heilige Weisheit inne. Lass Dir die Worte einmal auf der Zunge zergehen …

Das … Zeitliche … segnen …

Dies bedeutet, die Dimension des Zeitlichen (Weltlichen) dankbar hinter sich lassen und heimkehren in die Dimension des Zeitlosen, Formlosen, Feinstofflichen. Es bedeutet, wieder ätherisch zu werden. „Das Zeitliche segnen“ ist gleichbedeutend mit sterben. Es bedeutet: sterben hier in dieser Welt … – Und zugleich bedeutet es: endlich wieder frei zu sein als Seele, als freie Energie. Endlich wieder SEIN zu sein. Endlich alle Gefängnisse, Körper, Formen und Zwänge hinter sich zu lassen.

Wenn wir den Tod als „Freiheit für unsere Seele“ so sehen können, dann ist der Tod des Körpers (der Form) einfach nur die Erlösung für unsere Seele. Wenn wir den Tod auf diese Weise verstehen könnten, dann ist Trauer zugleich riesengroße Freude und Freiheit. Trauer auf der Erde ist gleichbedeutend mit Freude und Freiheit in der himmlischen Dimension.

Sterben auf der Erde bedeutet Leben im Himmel. Und das gleiche gilt auch umgekehrt: Geburt bedeutet Tod. Auf der Erde als Körper( als Form) geboren werden bedeutet für die Seele, in einen Körper eingesperrt zu sein, also quasi zu sterben. Inkarnation/Geburt ist „dem Körper Leben schenken“ und zugleich „die Seele sterben zu lassen (in ihrer ansonsten himmlischen Freiheit). Tod ist, den Körper sterben zu lassen und der Seele wieder ihre himmlische Freiheit zu schenken.

Auf diese Weise ist Tod gleich Geburt und Geburt ist gleich Tod – es kommt einfach nur auf die Ebenen an (weltlich oder himmlisch bzw. Ego oder Seele), wie wir es betrachten/bewerten wollen.

Wie leben wir unsere Trauer?

Anstatt die Formen und Vorstellungen bereitwillig loszulassen, halten wir um alles in der Welt an unseren Vorstellungen fest, weil wir NICHT bereit sind, das Gefühl der Trauer in uns zu fühlen. Trauer ist für unser Ego so, so sehr schrecklich. Lieber werden wir selbst krank, ja todkrank, als dass wir unsere Vorstellungen loslassen.

Ich lade Dich deshalb zu einem Experiment ein: Übe eine Woche lang in allen möglichen Situationen, in denen Du Dich enttäuscht fühlst, ganz genau DIESE Trauer zu FÜHLEN.

ÜBE EINE WOCHE LANG TRAUER ZU ERLAUBEN.

FÜHLE einfach nur die Trauer OHNE etwas zu tun oder etwas zu verändern.

Erlaube, dass die Trauer in Dir da sein darf.
Erlaube, dass die Trauer in Dir schwingen darf.
Erlaube, dass Du der Trauer Raum gibst.

Der Trauer Raum geben

Du musst Deiner Trauer NICHT einmal Ausdruck verleihen. Klar dürfen Tränen fließen, doch dies MUSS nicht sein. Es genügt, wenn wir innerlich Ja sagen zu unserer Trauer und ihr Raum geben.

Probiere es einmal aus.
Probiere es aus, der Raum für Trauer zu sein.

Lass Vorstellungen los und fühle die Trauer darüber.
Lass Menschen los und fühle die Trauer darüber.
Lass Deine Überzeugungen los und fühle die Trauer darüber.
Lass Dinge los und fühle die Trauer darüber.
Lass Deine Glaubenssätze los und fühle die Trauer darüber.
Lass Deine Identität los und fühle die Trauer darüber.
Lass Deine Rollen los und fühle die Trauer darüber.

Erlaube, dass DU der Raum für die Trauer bist und dann schau, was geschieht …

Du wirst bemerken, dass Du kraftvoller als diese sehr kraftvolle Emotion „Trauer“ bist. Du wirst feststellen, dass Du die Kraft besitzt, diese sehr bewegende Emotion „Trauer“ zu halten und zu handeln. Probiere es einfach aus …!

Wir überwinden mit dieser Übung unsere Angst vor Trauer …!

Sag ja zur Trauer!
Gib der Trauer Raum.
Erlaube sie.

Trauer ist seelische Umweltverschmutzung

Wenn wir zu dem Gefühl von Trauer Ja sagen, verändert sich die Welt in kürzester Zeit!!! Ich bin der festen Überzeugung, dass ALL der Müll in unserer Umwelt NICHT gelebte, nicht gefühlte und unter den Teppich gekehrte Trauer ist. Das Außen spiegelt das Innen.

Solange wir im Innen unsere Gefühle NICHT fühlen, SIND wir TOT. Unser eigenes inneres TOT-SEIN spiegelt uns heute unsere tote, zugemüllte Umwelt (und die vielen am Müll krepierenden Tiere).

Beim Fühlen gibt es zwei Ebenen: Im Vordergrund ist die Ebene WAS wir fühlen. Und im Hintergrund ist die Ebene DASS wir fühlen. Unser SEIN IST, DASS wir fühlen.

Wenn wir jedoch Gefühle fühlen, die wir NICHT fühlen möchten (z.B. Trauer), dann kehren wir dieses Gefühl unter den Teppich und fühlen es dort nicht. Doch schlimm ist: Wir fühlen NICHT. Wir fühlen nicht nur „es“ nicht, sonders wir fühlen uns NICHT – wir fühlen unser SEIN nicht mehr!

Es geht beim Fühlen NICHT darum, WAS wir fühlen (unser Ego ist sehr wählerisch und möchte nur die schönen, angenehmen Gefühle fühlen). Sondern wir leben, DAMIT wir fühlen.

Das Fühlen fühlen

Es geht darum zurückzufinden in die Freude des Gefühle-Fühlens UNABHÄNGIG davon WELCHE Gefühle da gerade im Angebot sind. Mit unserem wählerisch sein haben wir uns selbst abgetötet und von der Lebendigkeit des Lebens abgetrennt.

Also: FÜHLEN!
Das FÜHLEN FÜHLEN!
Ja sagen zum Fühlen, auch wenn wir Trauer fühlen.

Folgendes Paradoxon entsteht dann: Wir fühlen Trauer. Und zugleich freuen wir uns darüber, dass wir fühlen können.

Doch die meisten Menschen ärgern sich darüber, dass sie Trauer fühlen MÜSSEN. HIERMIT ist KEIN Blumentopf zu gewinnen. Wir müssen unser Ja zum Fühlen wieder zurück gewinnen.

Und das beste Fühlen-Trainingslager, das wir uns wünschen könnten, ist, wenn wir in unserem Umfeld Menschen haben, die uns mit negativen Gefühlen das Leben schwer machen. Und DIES dann üben, AUFRECHT und SELBSTBEWUSST, „freudvoll“ und Ja-sagend zu fühlen. NICHTS tun. Nichts verändern. Nur fühlen. Das Fühlen fühlen. Die Trauer fühlen. Erlauben, dass etwas anders ist und die Trauer hierüber bejahend fühlen …

OHNE depressiv zu werden, sondern aufrecht, selbstbewusst, wach, bewusst und der Trauer gegenüber offen und zugewandt …

23.02.2019
Björn Geitmann

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